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Datenklau: Abgeordneter alarmierte Bundesamt für IT-Sicherheit bereits im Dezember
REUTERS

Das Bundesamt für IT-Sicherheit gerät wegen des Hackerangriffs zunehmend unter Druck. So hatte ein Abgeordneter zwar frühzeitig einen Verdacht gemeldet, bis Donnerstag wurde aber "von einem Einzelfall" ausgegangen.

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renker2001 05.01.2019, 17:09
10.

Zitat von sven2016
Hört man in den super-modernisierten „Amtsstuben“ auch heute immer wieder. Solange es dabei bleibt und Eigeninitiative zur Problemlösung als unethisch angesehen wird, passiert sowas eben. Alternative dann gerne: Tschüss Amtsleiter. Das alleine hilft aber auch nicht immer.
Wenn Sie hoffnungslos zuwenig Personal haben
Zuwenig qualifiziertes Personal
Und ein nicht klar umrissenses Aufgabenfeld
Und X Behörden, dann...

Wir regeln uns zu Tode, geben Verwantwortung und Macht nur häppchenweise an Behörden ab, und idealerweise muss man 20 Mandatsträger fragen um sich abzusichern

Deswegen dauert alles ewig und geschieht nichts

Dür "Digital" agieren wir viel zu "Alt"

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keinblattvormmund 05.01.2019, 17:09
11. BSI=Behörde=noch Fragen?

Das BSI ist eine Behörde. Und damit erübrigen sich eigentlich alle weitere Fragen. Das BSI soll, so sein Name, für Sicherheit in der Informationstechnik sorgen. Dort kann man z.B. einen Newsletter abonnieren, der einen über aktuelle Bedrohungen informiert. So weit, so gut. Nur kommt der Newsletter idR. 1-2 Tage, nachdem "Gott und die Welt" über die im Newsletter erwähnten Bedrohungen längst berichtet haben und diese natürlich auch aktiv ausgenutzt werden.
Ein anderes wirklich exemplarisches Beispiel aus dem September 18: Wer die BSI Webseite aufrief, erhielt die Meldung: "Dies ist keine sichere Verbindung." Der Grund dafür: Das von der BSI-Webseite verwendete Zertifikat für die HTTPS-Verbindung wurde zwei Jahren zuvor ausgestellt und war am 26. September um 15:46 Uhr abgelaufen. Ein neues Zertifikat wurde zwar rechtzeitig ausgestellt, es wurde aber wohl vergessen (!!!), dieses auch zu installieren. Das sind Patzer, die keinem verantwortungsbewussten Systemadministrator passieren. So etwas gibt es nur in Behörden. Insofern passt die schleppende und somit völlig unzureichende Reaktion im aktuellen Fall voll ins Bild. So eine Behörde braucht wirklich keiner. Reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

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renker2001 05.01.2019, 17:14
12.

Zitat von t-alex
wie das BSI richtig erwähnt, handelt es sich wohl bei den gehackten Daten überwiegend um private, in der persönlichen Verantwortung des jeweiligen Betroffenen liegenden Informationen. Die Herrschaften sollten vielleicht einfach mal einen EDV-Grundkurs besuchen: "Wie schütze ich meine privaten Daten", "Was sind sichere Passwörter" usw. , um auf den Kompetenzstand eines Schulkindes zu kommen. Hier zeigt sich wieder wunderbar: die Kunst des Schwafelns ist einfach zu erlernen, technisches Verständnis eher schwierig. Vermutlich, nein, ganz sicher, ist es auf anderen Gebieten genauso. Darin liegt wohl der eigentliche "Skandal".
Die Kunst zu schwafeln ist wohl eher auf Ihrer Seite bzw der Behörde zu finden

Ich bin nicht schuld
Ich bin nicht zuständig
Die anderen sind schuld
Hätten die doch lieber einen EDV Kurs...
Hätte hätte Schwafel Fahrradkette....

Was hat Deutschland davon?

Wieder mal eine Lachnummer
Dann Lachnummer 2, weil Schuld abgewälzt wird
Schaden durch Datenklau sowieso
Vertrauen vernichtet

Was wäre klug:

Die Behörde ermittelt auch in diesem Fall
Vollumfänglich
Hält Schaden von D ab
Verteilt meinetwegen oberlehrerhafte Ermahnungen intern

Das muss man sich auch mal vorstellen
Da weiß man vm Leck
Und Hält die Klappe weil abngeblich nicht zuständig
Und das verteidigen Wäher auch noch

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Tom20170804 05.01.2019, 17:15
13. Debatte am Thema vorbei

Unsere rethorisch geschulten Politiker lenken mit grossem Redeschwall mal wieder ab vom Kern des Problems.
Viel aufschlussreicher für interessierte Leser wäre es zu erfahren, ob ein sehr sorgloser, für das jeweilige Amt evtl gar nachlässiger Umgang mit privaten Passworten etc zu dem Malheur gefürt hat? Geht es um Privatdaten oder um Regierungsdaten?

"Das BSI ist zuständig für den operativen Schutz der Regierungsnetze. Für die Absicherung parteilicher oder privater Kommunikation von Mandatsträgern kann das BSI nur beratend und auf Anfrage unterstützend tätig werden“

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Peletua 05.01.2019, 17:18
14. Schnappatmung

„Zum damaligen Zeitpunkt gingen alle von einem Einzelfall aus“ - da ist er ja wieder, der berühmte 'Einzelfall', vermutlich dicht gefolgt vom ebenso berühmten 'Einzeltäter'. Schnappatmung; ich werd' nicht mehr! Wenn die Accounts EINES Abgeordneten gehackt oder gesonstwast wurden - würde es nicht die Sorgfaltspflicht erfordern, routinemäßig den BT zu informieren, damit auch die Adressen aller anderen Abgeordneten überprüft werden und das Leck geschlossen werden kann?

Warum hockt das Schönbohm-Söhnchen, das durch alles andere als Sachkenntnis an seinen Posten gekommen ist und per Atlantikbrücke innige Beziehungen zu den USA pflegt, so lange auf derart brisanten Informationen? Mich deucht, dass das an Landesverrat grenzt.

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HanzWachner 05.01.2019, 17:21
15. Na hoffentlich...

...wachen jetzt ein paar Digitalisierungsentscheider in der Politik endlich mal auf, was neben den hochgejubelten Vorzügen der vernetzten (Daten-)Welt ebenfalls wichtig ist für eine Gesellschaft. Datensicherheit war bei den jetzigen elektronischen Ahnungslosen aller Parteien nicht besonders hoch angesiedelt. Vielleicht ist die Erfahrung, dass es auch SIE privat treffen kann nicht nur überraschend, sondern auch erhellend.

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hr.schnackermüller 05.01.2019, 17:26
16. In einem Land...

...in dem man den Eindruck bekommt, dass die Pizzs Bestellung per App oder die Digitalisierung der Telefonie als Mtechnische eilensteine angesehen, die Digitalisierung der Schulen dem Hausmeister überlassen werden wundere ich mich doch über nichts mehr.
Das Thema ist in der Aussendarstellung genau so eine Lachnummer wie der Brexi.
Gutes neues Jahr.

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tommau63 05.01.2019, 17:27
17.

Oh, da ist er wieder, der ominöse Einzelfall. Vielleicht fangen die Politiker mal an zu handeln, anstelle sich immer raus zu reden. Aber das kennen wir ja zu genüge seit 2015.

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renker2001 05.01.2019, 17:27
18.

Zitat von HanzWachner
...wachen jetzt ein paar Digitalisierungsentscheider in der Politik endlich mal auf, was neben den hochgejubelten Vorzügen der vernetzten (Daten-)Welt ebenfalls wichtig ist für eine Gesellschaft. Datensicherheit war bei den jetzigen elektronischen Ahnungslosen aller Parteien nicht besonders hoch angesiedelt. Vielleicht ist die Erfahrung, dass es auch SIE privat treffen kann nicht nur überraschend, sondern auch erhellend.
Die Gefahr besteht eher darin, dass man anstelle von in Datensicherheit zu investieren Daten noch mehr zu verstecken versucht
Vielleicht noch mieseres Internet, dann dauert der Diebstahl länger

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auspresser 05.01.2019, 17:30
19.

Na mal sehen wann die Forderung zur überproportionalen Erhöhung der Kostenpauschale für Abgeordnete kommt. Kann ja keiner wissen das man seine Daten selbst absichern muss. Erhöhter Aufwand muss natürlich entschädigt werden. Soll einer sagen Unfähigkeit zahlt sich nicht aus. Klappt in diesem Lande überhaupt noch was?

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