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Dauerkrise der SPD: Die ratlose Partei
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Der Umgang mit Russland, die Flüchtlingspolitik, die Parteierneuerung: Die SPD hadert mit sich und ihrer Rolle in der Großen Koalition. Eine Strategie ist bislang nicht erkennbar.

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OrangAsli 28.05.2018, 19:00
1. SPD auf 35%

als Parteivorsitzender bekäme ich die SPD mit den richtigen Themen und Mitstreitern locker auf 35%. Dazu müsste ich aber 90% der Parteigranden austauschen, und die neuen Themen würden der Partei auch nicht gefallen, da zu realitätsnah. Daher bewerbe ich mich nicht und prophezeie der Partei einen selbstverschuldeten Absturz auf 10- 12% in 2021.

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franz.v.trotta 28.05.2018, 19:06
2.

Die SPD scheint etwas falsch zu machen. Für CDU und CSU steigt die Zustimmung, seit sie Abschiebungen in den Mittelpunkt ihrer Flüchtlingspolitik gestellt haben und Familiennachzug weiterhin sehr rigide beschränken.

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RalfHenrichs 28.05.2018, 19:11
3. Es war stets klar,

dass die Kombination Regierung und gleichzeitig irgendwie Opposition zu dieser - verkörpert noch in einer Person - nie funktionieren kann. Auch der Ausstieg in zwei Jahren wird keine Option sein. Sollte die SPD dann (wenig wahrscheinlich) über 25% stehen, wird die SPD nicht aussteigen wollen: die Regierungsbeteiligung tut ihr gut. Sollte die SPD (wahrscheinlicher) unter 15% stehen, wird die SPD nicht aussteigen können. In einer solchen Situation wird sie nicht in Neuwahlen gehen. Also bleibt sie bis am Ende dabei, aber Erneuern wird sie sich in der Regierung nicht können. Das funktioniert nicht.

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Haarfoen 28.05.2018, 19:13
4. .. wirklich bitter ...

... der SPD fehlen authentische Typen, die etwas bewegen wollen. Wahrscheinlich gibt es die - junge Leute können sich aber nicht durchsetzen und werden von den Politbürokraten an der Spitze klein gehalten. Man hat den Eindruck, die SPD richtet sich an Meinungsumfragen und den Forderungen der Wirtschaft aus - glaubwürdig erscheint sie schon lange nicht mehr. Eine ideenlose Gruppierung, nur noch am Machterhalt interessiert. Wirklich traurig, aber in jedem Ende steckt ja bekanntlich auch ein Neubeginn. Vielleicht formiert sich ja eine neue linke "Sammelbewegung", dann aber bitte ohne Frau Nahles und Herrn Maas. Frau Nahles könnte von den Grünen adoptiert werden und Herr Maas von der CDU. Ich habe die SPD lange gewählt, viel zu lange. Schon aufgrund der Tradition und der vielen gute Leute, die die Partei immer wieder hervorgebracht hat. Auch wenn die Partei jetzt sang- und klanglos untergeht, bedeutet es aber nicht, dass das historische Erbe der Arbeiterbewegung und einer beispielsweise sehr klugen Politik unter Willy Brandt verloren ist. Es wird weiter leben, auch ohne SPD.

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vubra 28.05.2018, 19:16
5. die SPD hat sich mit (seit Gas) Gerd Schröder

als letzten Kanzler der SPD selbst zerstört. seine Agenda war damals Genosse der Bosse, sein verhalten war zerstören der Mittelschicht. Sein Fehler war eine Politik z betreiben die bereits von der CDU/CSU betrieben wurde, derzeit durch die GROKO weiter betrieben wird. Die SPD hat rein Garnichts mehr von einer bürgerlichen Partei der Arbeitnehmer, ihre Chef-Posten waren bereits vor Schröder immer mit anschließenden Lobbyisten besetzt. Die gesamte SPD hat nur noch eines gemacht die Politische Position zu eigenen Vorteil auszunutzen. Wer es nicht glaubt schaue darauf was Gabriel jetzt bald im Aufsichtsrat machen wird. Die SPD hat sich selbst abgewickelt und wird den Weg der FDP nehmen. Ins aus und auf nimmer wiedersehen. Unbedeutend und von den Bürgern -Wählern mit der Verachtung gestraft die diese Partei den Bürgern entgegenbrachte. Keiner wird die SPD vermissen ausser die SPD Politiker selbst, da sie nun in keine Lobbyjobs mehr kommen. Man schaue sich unserer ex Bundespräsidenten an. Ein Millionen Salär p/Anno und dennoch sitzt er in der Türkei in einer Textilfirma. Die bekommen alle den Hals nie voll genug. Nur einer hat genug davon wir WÄHLER.

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zylinderkopf 28.05.2018, 19:20
6.

Die SPD befindet sich nun mal in der Sackgasse. Wer unter sozialer Gerechtigkeit nur versteht, das möglichst alle Bedürftigen der Welt leistungsfrei und kostenlos ins deutsche Sozialsystem dürfen und dafür die eigene Klientel gegängelt, gedemütigt und bevormundet wird, der wird nicht mehr gewählt. Aus die Maus.

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sebtur 28.05.2018, 19:27
7. Zu #2

Die Zustimmung der SPD würde sich verbessern wenn man sich deutlich gegen CDU/CSU positioniert. Mit Worten des billigen Abklatsches ist kein Blumentopf zu gewinnen. Die SPD sollte endlich mal Kühnert Macht geben. Er kann und würde die SPD wieder zu einer Partei machen, die das “S“ verdient.

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saaman 28.05.2018, 19:27
8. Strategie mit Nahles an der Spitze?

Wie soll das gehen. Die Frau beherrscht einige Rollen, aber die der Strategien? Das Gegenteil ist der Fall. Sie beweist uns seit Jahren ihr Nichttalent in Sachen Strategie. Es war abzusehen, dass Schulz die Partei als Vorsitzer tiefer in den Sand fährt. Es muss eigentlich jeden klar sein, dass Nahles die Karre nicht aus dem Sand holt. Sie fährt sie noch tiefer rein. Nahles ist als Vorsitzende einer Partei ungeeignet. Aber genau das ist die Stärke der SPD: Ungeeignete ans Ruder zu lassen.

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schreiber5.3 28.05.2018, 19:29
9. Eine Nummer zu groß für den angerichteten Scherbenhaufen

Solange die Politik der sPD von erheblicher Arroganz getrieben wird, ist die so genannte Erneuerung leider nur elendes Stückwerk. Frau Nahles, ohne ihr zu nahe treten zu wollen, verkörpert das ohnehin nicht! Ihr merkt man ein wenig Nacheiferung von ebenso verfehlter Merkel-Politik an!

Es fehlt - und das ist nach wie vor sichtbar - der definitive Wille, wieder soziale Politik zu machen. Kindergelderhöhung ins Unermessliche ist absolut keine Lösung! Kinder sollten nicht wegen des Geldes gezeugt werden, sondern aus wahrer Liebe. Und mit den 35,- DM, die es früher gab, war das wohl eher Liebe, statt heutige Geldgier! Man hatte die Kinder damals auch groß bekommen.

Im Übrigen lassen sich die wenigen Kleinigkeiten nicht wirklich als Erneuerung orten! Da fehlen die echten Grundwerte dieser Partei! Und die bedeuten nunmal eine 100%ige Abkehr von Hartz IV und der total verfehlten Agenda-Politik!!! Davon ist man noch weit weit entfernt und unter dem Einfluss der Schröderisten ist das alles nicht lösbar.

Durch Schröders verfehlte Politik haben sich sehr viele ehemalige Stammwähler in alle Richtungen der Parteienlandschaft verabschiedet, weil keine der anderen Partien so viel Bockmist fabrizierte! Nicht einmal die hundsmiserable Politik der csDU konnte und kann so viele Wähler der eigenen Partei vergraulen, wie die der sPD! Das kann jeder an den Wahlergebnissen ablesen. Nur die sPD kann das nicht. :-))

Man muss wohl erst an der 5% Hürde ankommen, um zu begreifen, wie man wieder wählbar ist. Lieber geht man jedoch mit fliegenden Fahne unter, als gravierende Fehler einzugestehen!

Arme - oder armselige - sPD!

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