Forum: Politik
De Maizière gegen Lammert: CDU zofft sich wegen deutschem Mali-Einsatz
dapd

Streit über den deutschen Einsatz in Mali: Thomas de Maizière hat Kritik von CDU-Parteifreund und Bundestagspräsident Norbert Lammert mit klaren Worten zurückgewiesen. "Deutschland braucht von niemandem Ratschläge", sagte der Verteidigungsminister.

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Hans58 20.01.2013, 13:02
80.

Zitat von berns
Mali: Die Amtssprache Französisch wird von rund 10 % der Bevölkerung gesprochen, Bambara von 70 Prozent. Weitere Sprachen sind die Dogon-Sprachen, Fulfulde, Songhai-Sprachen, Soninke, Senufo-Sprachen und Tamascheq. Welcher deutsche Soldat spricht diese Sprachen? Ich halte es für absoluten Qatsch, dass Deutsche dort malische Soldaten ausbilden. .... Herr De Maizière sollte erst einmal seinen Verstand bemühen, falls er einen hat...
Wer in den malischen Streitkräften dient muss "Basis-Französisch" beherrschen.

Im Übrigen stehen Sprachmittler (Dolmetscher) zu Verfügung wie in AFG auch (sollte es zu einem Einsatz der Bw im Rahmen einer Ausbildungshilfe kommen).

Die Soldaten, die jetzt in Mali sind, sprechen alle englisch, da auch die Flugsicherung in Mali sich den internationalen Regeln unterwirft und den Funkverkehr in englischer Sprache abwickelt (leider nicht den Funkverkehr mit franz. Fluggesellschaften bzw. franz. Luftstreitkräften, da geht alles in französischer Sprache - so wie im franz. Luftraum auch....)

Was den Verstand von TdM angeht, seien Sie versichert, der hat genügend Fachberater im BMVg, die im die entsprechend zur Seite stehen (auch Sie haben Ihre Kenntnisse über die Vielfalt der Sprachen in Mali vermutlich auch nur aus dem Internet).

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Onkel_Karl 20.01.2013, 13:14
81.

Zitat von sysop
Streit über den deutschen Einsatz in Mali: Thomas de Maizière hat Kritik von CDU-Parteifreund und Bundestagspräsident Norbert Lammert mit klaren Worten zurückgewiesen. "Deutschland braucht von niemandem Ratschläge", sagte der Verteidigungsminister.
Man braucht sich garnicht zu zoffen,Frankreich soll die Suppe selber auslöffeln. Sarkotzy hat all das erst möglich gemacht in dem er Libyen angegriffen hat und ein stabiles Staat ins Chaos gestürzt. Man kann über Gaddafi diskutieren(er war ohne frage ein diktator in unseren augen,er wollte die ressourcen nicht mit uns teilen)aber Libyen war stabil,es gab keine Konflickte im Land. Und was hat NATO erreicht? Die Stämme sind jetzt verfeindet und von Freiheit und Demokratie redet keiner mehr,die einzigen die jetzt Freiheit erleben sind England und Frankreich,weil sie jetzt frei über die Ressourcen des Landes entscheiden können,also neue Verträge die viel günstiger sind. Was das Volk in Libyen erlebt interessiert keinen mehr,wir haben schöne Berichte von glücklichen und freien Menschen gehört und das wars aber was in Libyen wirklich abgeht interessiert keinen mehr,kein Jorg Armbruster mit seiner geduckten Haltung zu sehen und keine Antonia Rados....

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lupenrein 20.01.2013, 15:27
82.

Zitat von +LY
und Merkel kann keine gefallenen Bundeswehrsoldaten gebrauchen, deshalb das verkrampfte Hin und Her in der Regierung zum Einsatz in Mali, zumal ist selbstverschuldet die BW nicht einsatzfähig, kein Geld, kein Gerät, kein politischer Wille, was allen Bündnisverpflichtungen widerspricht. Übrigens, wes Geistes Kinder in der Regierung sitzen, ist daran ablesbar, wie in D mit den im Auslandseinsatz gefallenen Soldaten umgegangen wird, voran Merkel, die aus politischem Kalkül, obwohl sie selbst die Soldaten in den Einsatz schickte, ewig brauchte, unseren Soldaten die letzte Ehre zu erweisen.
Erst n a c h der Wahl in Niederschsen wird sich Merkel zu Mali äußern.
Jede Äusserung zu Mali würde sie als mögliches Risiko für ein ihr genehmes Wahlergebnis betrachten.

Der 'Streit' zwischen L. und M. hat zunächst einmal den Zweck, dem deutschen Michel mental auf den Einsatz unserer Söldner vorzubereiten.

Diesen wird sie dann quasi präsidial dem Volk verkünden.

Alle jene, die jetzt in Anbetracht der deutsch/franz. Freundschaft
für den Einsatz werben, sollten sich einmal fragen, wo die 'Solidarität'
der ehemaligen Kolonialmächte gegenüber Frankreich geblieben ist.

Schließlich verbindet die ehemaligen Alliierten doch wohl mehr als
als der Elysee-Vertrag.

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Lemmi42 20.01.2013, 15:33
83. Der Hr.Lammert

sollte das Grundgesetz lesen und sich mal die Frage stellen,was es Deutschland 1914 gebracht hat Östereich beizustehen ?Wollen wir uns wieder in einen Weltkrieg heinziehen lassen ?

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lupenrein 20.01.2013, 15:34
84.

Wer heute mittag Alexander Zumach in der ARD-Journalisten-Runde
gegört hat, weiß, dass der militärische Einsatz in Mali weder gerechtfertigt noch sinnvoll ist......

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Hans58 20.01.2013, 15:37
85.

Zitat von lupenrein
... Schließlich verbindet die ehemaligen Alliierten doch wohl mehr als als der Elysee-Vertrag.
OT:
Ja, vor allen Dingen verbindet die Staaten der Welt ein UNSR-Mandat für Mali seit 21.10.2012, das damals - trotz robustes Mandat (Kap VII UN-Charta) - anscheinend niemand wirklich interessierte.
Erst als im Dez. 2012 der UNSR noch einmal die Dringlichkeit eines Einsatzes anmahnte, haben dieses Signal zumindest die Franzosen verstanden.

Obwohl ECOWAS direkt zum Eingreifen "aufgefordert" wurde, rührt sich erst jetzt der eine oder andere ECOWAS-Staat.

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canigou2005 20.01.2013, 17:48
86. Französisch in Mali

Zitat von berns
Mali: Die Amtssprache Französisch wird von rund 10 % der Bevölkerung gesprochen, Bambara von 70 Prozent. Weitere Sprachen sind die Dogon-Sprachen, Fulfulde, Songhai-Sprachen, Soninke, Senufo-Sprachen und Tamascheq. Welcher deutsche Soldat spricht diese Sprachen? Ich halte es für absoluten Qatsch, dass Deutsche dort malische Soldaten ausbilden. Wer nicht verstanden wird, ist nicht in der Lage, jemanden zu unterrichten oder auszubilden. Heraus kommt dann letztlich eine Situation wie in Afghanistan, wo "ausgebildete" Afghanen auf Bundeswehr-Soldaten schießen. Herr De Maizière sollte erst einmal seinen Verstand bemühen, falls er einen hat...
Na, ja;wir haben Mitte der 60er in Bamako gewohnt und sind mit Französisch immer sehr gut zurechtgekommen, übrigens auch im Norden (Timbuktu, Gao,...), und die malischen Soldaten sind auch nicht alle die "Jzngs vom Land" ohne Schulbildung, sonst wäre der Umgang mit modernem Gerät/Waffen nur schwer erlernbar, zumindest das Unteroffiziers-und Offizierskorps spricht französisch. Dass die Grenzen der meisten afrikanischen Staaten nach kolonialen Interessen westlicher Mächte gezogen wurden und keine Rücksicht auf ethnische Belange genommen wurde, lässt sich leider jetzt kaum noch rückgängig machen, ohne den halben Kontinent ins Chaos zu stürzen; einer Identifikation der meisten afrikaner beiderseits der Sahara mit dem betreffenden Staatsgebilde steht leider auch noch der stark ausgeprägte Tribalismus entgegen, das hatman nach dem Zerfall Libyens deutlich gesehen und leider auch im Mali, dessen Zerfall in einen Nord-und Südstaat auf Dauer vielleicht doch nicht aufzuhalten sein wird. Zumindest die Ansprüche der Tuareg auf einen eigenen Staat (über die Grenzen Nord-Malis hinaus) lassen sich zugegebenermaßen nicht leugnen, wenn man das mit dem "Selbstbestimmungsrecht der Völker" auch nur im geringsten ernst meinte...

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localpatriot 21.01.2013, 04:29
87. Mit Napoleon nach Russland

Zitat von Lemmi42
sollte das Grundgesetz lesen und sich mal die Frage stellen,was es Deutschland 1914 gebracht hat Östereich beizustehen ?Wollen wir uns wieder in einen Weltkrieg heinziehen lassen ?
Ein besseres Beispiel: die Fuersten von Bayern, Wuerttemberg und Baden schickten 50000 ihrer Soldaten mit Napoleon nach Russland.
5000 der 50000 kamen wieder zurueck.

Aber wenigsten wussten die Fuersten warum sie mitmachten, sie erkannten ihre angeblichen Vorteile.
Manche der Foristen hier wollen nur mitmachen, endlich wieder einmal mitmachen, egal aus welchem Grunde. Ach wie gerne moechte man da weider dabeisein, einen Grund kann man hinterher immer finden.
Oder wie ging das mit Maximilian in Mexiko seinerzeit?

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spalthammer 21.01.2013, 13:47
88. Frage

Zitat von sysop
Streit über den deutschen Einsatz in Mali: Thomas de Maizière hat Kritik von CDU-Parteifreund und Bundestagspräsident Norbert Lammert mit klaren Worten zurückgewiesen. "Deutschland braucht von niemandem Ratschläge", sagte der Verteidigungsminister.
Wann wurde nochmal die Entsendung der Transall(s) vom Bundestag beschlossen? Ist mir wahrscheinlich entgangen. Um Aufklärung wird gebeten.
Und wenn der BT tatasächlich deutsche SoldatInnen nach Mali schicken will, dann bitte unter der Zusicherung von Verfolgungsfreiheit für das Erschiessen von Kindersoldaten und nicht unter den unsäglichen RoE wie in Afghanistan. Erst schießen, dann fragen wird wohl auf diesem Schauplatz sinnvoller sein. Die Fremdenlegion ist in dieser Beziehung wohl geeigneter als eine bundesdeutsche Streitmacht, die von Juristen auf einen grausamen Feldzug geschickt wird.

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sciing 28.01.2013, 08:24
89. Medien(kompetenz)

Lustig hier wird ein innerparteilicher Konflikt herbeigeredet. Dann kommt man mit Zitaten und behauptet die würden im Zusammenhang stehen. Und der gemeine SPON-Leser glaubt das auch noch! Wenn die Deutschland-Aussage des Verteidigungsminister bei ihnen Kopfschütteln auslöst, dann liegt das daran, dass sie nicht im Zusammenhang mit der Aussage des Bundestagspräsidenten gemacht wurde. Aber anstatt dieses Paradox dem Spiegel anzulasten hilft unser allgemeiner Politikerhass auch diese logischen Bruch der Argumentation zu überwinden:-)

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