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De Maiziere und von der Leyen zu G36: Fehler? Macht ein Minister nicht
DPA

Zahllose Gutachten wurden erstellt, ständig die Soldaten befragt: Thomas de Maizière will sich in der G36-Affäre keine Versäumnisse vorwerfen lassen. Beistand kriegt er von Ursula von der Leyen. Die Harmonie-Show nützt beiden.

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captainrenault 10.06.2015, 20:29
10. das Gewehr kann nicht so schlecht sein

zahllosen andere Länder benutzen es und nörgeln nicht

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gabeljürge 10.06.2015, 20:51
11. Total überschätzt !

Der Unterschied zwischen Frau v.d. Leyen und Herrn de Maizière besteht vor allem darin: Der Herr wird auf Grund seines seriösen Habitus von allen, auch von Frau Merkel, überschätzt, hat in seinen Funktionen aber bestenfalls bürokratisch agiert und eher versagt; die zungenfertige Dame überschätzt sich nur selbst ! Tatsächlich wären beide ohne den Schutzschild der Kanzlerin längst keine Minister mehr !

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mina2010 10.06.2015, 20:53
12. Tja Werder ..

leider müssen wir für die so inkompetenten unterene Ränge auch mit unseren Steuern herhalten.
Kann mich nicht erinnern, das mal ein Beamter wegen Inkompetenz unter Verlust seiner Pensionsansprüche gefeuert wurde .. ist ja schließlich auch eine pflegeleichte Wählerschaft, die nur die Gesetze und Verordnungen ausführen, die unser unfehlbaren Politiker erlassen haben. Leider wird immer übersehen,
das die Schlüsselpositionen von den lieben Pateigenossen besetzt sind, die ausser Politik auch nichts gelernt haben.
Peters Prinzip ... jeder wird bis zur höchsten Stufe seiner Inkompetenz befördert ....

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merlin 2 10.06.2015, 20:56
13. Au weia!

Zitat von captainrenault
zahllosen andere Länder benutzen es und nörgeln nicht
Nur weil Kläuschen Müller und sein Lieschen was toll finden oder gerade kein Geld für mehr da war, ist eine Sache toll? Kaufen Sie auch immer den Kram aus der Werbung, auf die Ihre Nachbarn reingefallen sind?
Wir sind eine führende Industrienation, geben viel Geld aus und haben einen hohen Anspruch an so ziemlich alles und jeden. Wenn der Anspruch mit der Leistung nicht zusammenpaßt, dann meckern wir. Das ist "gute deutsche" Tradition. Und in dem Moment, wo davon Leben abhängen, sollen wir nicht mehr meckern? Gerade jetzt ist es angebracht, in all den anderen Fällen eher nicht. So siehts doch aus! Das G36 "schießt krumm", wenn es heiß geschossen worden ist und zwar über Gebühr krumm und zudem ist es wartungsintensiv, weil die Teile hohen Verschleiß aufweisen. Das ist seit Jahren in der Truppe bekannt. Und wer jetzt irgendwelche Amateurschützen und deren Vorlieben rauskramt, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen!

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gehel 10.06.2015, 20:59
14. Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein

Es ist doch barer Unsinn, wenn die Opposition nur auf den Fehler eines Ministers wartet, um dann den Rücktritt zu fordern oder ggf. auch noch einen Untersuchungsausschuss anzuzetteln. Das hat etwas Besserwissendes von denen an sich, die es wahrscheinlich selbst nicht besser machen würden bzw. es überhaupt nicht können. Personen, die handeln, neigen nun auch mal dazu, Fehler zu machen. Es macht mehr Sinn, die Fehler zu analysieren, sie beim Namen zu nennen und sie dann von demjenigen, der sie gemacht hat, auch ausbaden zu lassen.

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Robert Mitchum 10.06.2015, 21:00
15. das problem ist die Politik

Weil das G36 beim Stand der Beschaffung anfang der 90er ne tolle Waffe war - gezieltes Einzelfeuer auf 300m weit besser als mit nem G3 (weil gezielter), viel Munition, Zielfernrohr.

Dass dieses Ding als leichtes MG nichts taugt war bereits bei der Beschaffung klar. Und eine durchschlagskräftige "Designated Marksman Rifle" gegen die damals noch nicht verbreiteten Schusssicheren Westen mit Inlays bzw. auf Entfernungen deutlich jenseits der 300m wurde nicht beschafft weil Bedarf nicht erkannt. Die Russen hatten die Dragunov, die Amis modifizierte M1 bzw. M14.

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maryw 10.06.2015, 21:03
16. Ethik und Moral

da lob ich mir doch die Zeiten als Minister oder Bundeskanzler noch zurücktraten

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der_bulldozer 10.06.2015, 21:03
17. Der Herr Minister hätte vielleicht mal ein G36 in die Hand nehmen sollen

Wenn der Reserveoffizier de Maizière das G 36 mal selbst in die Hand genommen hätte um damit zu schießen, wäre er vielleicht zu einem anderem Urteil gekommen. Aktenlage allein reicht nicht um so ein fundamental wichtiges Problem zu begreifen.

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evenlonger70 10.06.2015, 21:05
18. zu Nr. 2 zehwa

Das Frage ich mich schon die ganze Zeit. Ist den jemals ein deutscher Soldat überhaupt schon in "die Verlegenheit" geraten Dauerfeuer zu geben-oder wie das korrekt heißt? Wie oft schießen den deutsche Soldaten überhaupt und dann noch im Dauerfeuer? Was ich auch nicht ganz begreife, warum haben die Hersteller den über den langen Zeitraum nicht versucht dieses "Problem" zu beheben. Der nun eingetretene Imageverlust ist doch bestimmt viel Kostspieliger als es jede Nachrüstung des Gewehres gewesen wäre. Aber wie schon ein anderer Forist sehr amüsant schrieb, gut das sich wenigsten die Linken und die Grünen um die professionelle Bewaffnung unserer Soldaten sorgen.

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enni3 10.06.2015, 21:06
19.

Zitat von zehwa
Welchem Verteidigungsminister wurden in den letzten 30 Jahren eigentlich kein totales Versagen bescheinigt? Die Materie ist nunmal komplex, das Material teuer und das Umfeld politisch gepraegt. Denjenigen, der ohne blaue Flecken da durch kaeme, moechte ich sehen. Und, nebenbei: Ich hab das G36 als ein sehr gutes Gewehr in Erinnerung. Ich hab allerdings auch nicht 150 Schuss im Dauerfeuer abgegeben. Welcher Soldat bei Verstand macht sowas...?-))
Ein Sturmgewehr muss auch Dauerfeuer aushalten. Ich war selber beim Bund, wir haben aber noch die alten G3 benutzt. Nur einmal durften wir die G36 benutzen, zum Publikumstag in der Kaserne. Da mit aufgebauter VR-Schießbahn und Lasern.

Aber zurück zum Thema. Ein Sturmgewehr ist, auch wenn es die Bundeswehrpropaganda schon in der Grundausbildung propagiert, nicht nur für gezielte Schüsse, sondern auch für Sperrfeuer da. Und da rotzt man 100 Schuss schnell mal raus. Das ist ein Sturmgewehr kein Karabiner. Der Anspruch an ein Sturmgewehr ist, dass man damit eben auch Dauerfeuer schießen kann.

Den hat das G36 nie erfüllt. Schon bei der Beschaffung war offensichtlich, dass das Ding fehlkonzipiert war.

Das Problem ist, dass dieses Gewehr durchaus effizient ist, aber in einem "echten" dauehafen Gefecht, wo es auf Feuerkraft ankommt, nahezu wertlos wird. Ein Sturmgewehr muss eben aber auch "fire at will" aushalten. Die sind schließlich die Kombination aus MG und Gewehr.

Wenn ich entscheiden müsste in einer Situation, ob ich ein G36 oder ein G3 in die Hand nehmen würde, ich würde das G3 nehmen, trotz größerem Gewicht und dem stärkeren Rückstoß.

Die Umbestellung für das G36 war eh nur einem Aspekt geschuldet, dass man die 7,62mm gegen die 5,56 eingetauscht hat. Nicht umsonst war es bekannt, dass die russischen Gewehre die 7,62mm-Munitin der NAto verschießen konnten im Notfall, was in der Umkehr nicht möglich war. Deswegen hat die NATO zwanghaft die umstellung auf die 5,56mm bei allen Bündnispartnern betrieben.

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