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De Mazières Soldaten-Schelte: Bundeswehrverband spricht von einer Demütigung
DPA

"Die Truppe kommt sehr gut ohne Oberlehrer aus" - mit immer schärferen Worten weist der Bundeswehrverband die Kritik von Thomas de Maizière zurück. Der Verteidigungsminister hatte den Soldaten eine Gier nach Anerkennung unterstellt - eine öffentliche Demütigung.

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Geodaet 26.02.2013, 09:59
50. Moderne Menschenführung

" Wer Menschen führen will, muss Menschen mögen. Das heißt aber nicht, dass man sie steicheln muss bis sie bluten". Gerade von Herrn de Maiziere habe ich mir ein wenig mehr Führungsgeschick gewünscht. Sein Vater hatte einst einen entscheidenen Einfluss auf eine der tragenden Säulen des soldatischen Selbstverständnisses, dem Prinzip der Inneren Führung. Hier sollte vielleicht noch einmal nachgelesen und richtig interpretiert werden.
Neben der Legitimation,der Integration und der Organisation ist auch die Motivation eine der vier zentralen Zielsetzungen. Und gerade hier besteht dringender Handlungsbedarf. Eine Motivation, welche nur auf dem vermeintlichen finaziellen Aspekt beruht ist eine oberflächliche Motivation. Viel wichtiger ist die menschliche Komponente, und dazu gehört nunmal auch Anerkennung der erbrachten Leistungen und seien sie vielleicht für einen Minister nicht leicht nachzuvollziehen, weil sein Wehrdienst im kalten Krieg ein anderer war als Heute.
Durch seine Aussage hat er leider die Falschen getroffen und das auch noch in einer Form, die einem Minister nicht würdig ist. Konstruktive Kritik sieht anders aus.

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vax10 26.02.2013, 10:02
51. Er kann nicht anders

Zitat von hans-juergen.matschiske
Kann es sein, das Maiziere nicht von den Soldaten gesprochen hat, sondern von seiner Lichtgestalt. Selten so gelacht. Dieser Mann ist absolut " Talentfrei ". Der kann nicht einmal " Politik und geringfügige Diplomatie "e Das Wort Empathie hat er sicherlich noch nie vernommen. Mit anderen Worten: " Der passt nach Berlin wie die Faust auf's Auge".
Der Mann "kann" nur Militär. Von Geburt an ist ihm Befehl und Gehorsam und die damit verbundene Kritiklosigkeit geläufig. Sein Vater war der Generalinspeteur der Bundeswehr, Ulrich de Maizière.

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Hans58 26.02.2013, 10:05
52.

Zitat von adam68161
...... Das haben der "Bundeswehrverband" (wozu eigentlich "Verband"?) und die Veteranenorganisation noch nicht begriffen.
OT:
Der DBwV e.V. ist die Standesvertretung der Soldaten. Da Soldaten, die als FWDL Wehrsold-, als Berufs- und Zeitsoldaten Besoldungsempfänger sind, wäre der Begriff "Gewerkschaft" völlig fehl am Platze.

Man hätte den DBwV auch Deutscher Soldatenbund (vgl. Deutscher Beamtenbund) benennen können, nur, mit der Bezeichnung wäre man in Konflikt geraten mit z.B. dem Bayerischen Soldatenbund.....

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postbote101 26.02.2013, 10:07
53. ...

Zitat von fuchs008
Die Soldaten bekommen ihre Anerkennung in Form eines fürstlichen Lohnes. Mehr braucht es nicht. Dieses Gejammere ist einfach nur abstoßend. Wer den Kriegsdient nicht will, kann kündigen und in einem zivilen Beruf arbeiten, z.B. als Altenpfleger.
Oder über eine Zeitarbeitsfirma bei Amazon arbeiten?
Und fürstliche Entlohnung ist ja wohl eher das, was viel zu viele H4 Bezieher monatlich überwiesen bekommen. Im Verhältnis zu dem was Soldaten leisten müssen um das bisschen Sold zu erhalten muss der H4ler nix machen. Warum machen H4 Bezieher keinen Altenpfleger?
Und bevor jetzt wieder das Argument kommt von wegen "die kämpfen ja freiwillig", SIE und millionen andere deutsche Wähler haben Soldaten ins Ausland geschickt! Kein deutscher Soldat hat sich selbst nach Afghanistan entsendet.

Abstoßend sind Ignoranten wie Sie, die maximal eine große Fresse haben aber keine Verantwortung übernehmen wollen.

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woeschelterjong 26.02.2013, 10:12
54. Gier nach Anerkennung

Zitat von sysop
"Die Truppe kommt sehr gut ohne Oberlehrer aus" - mit immer schärferen Worten weist der Bundeswehrverband die Kritik von Thomas de Maizière zurück. Der Verteidigungsminister hatte den Soldaten eine Gier nach Anerkennung unterstellt - eine öffentliche Demütigung.
Wenn gute Leistung zu Anerkennung führt, wird der Herr Verteidigungsminister wohl noch sehr lange auf Anerkennung warten müssen!!

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beobachter51 26.02.2013, 10:15
55. Fehlbesetzung

Deutlicher hätte es de Maiziere nicht machen können: er war und ist eine Fehlbesetzung als Verteidigungsminister (ebenso wie in seinen vorherigen Bundesverwendungen), Abteilung: seelenloser Apperatschik und ohne jede Ahnung von Bundeswehr. Und so sieht die BUndeswehr dann jetzt auch aus. Wegtreten, der Mann.

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angste 26.02.2013, 10:19
56.

Es ist schon erbärmlich, über Untergebene in der Öffentlichkeit herzuziehen.....

..wenn man bequem im Sessel sitzen kann statt im Krieg im Einsatz.

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Hans58 26.02.2013, 10:19
57.

Zitat von tatjuscha
Herr de Maizere hat sich da ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt. .
Stimmt!
Zitat von tatjuscha
Aber: die Berufssoldaten der Bundeswehr sehen ihre Aufgaben als Job, als Arbeitsstelle an, jedenfalls diejenigen unter ihnen, die mir persönlich bekannt sind.
Ich glaube als im Ruhestand befindlicher Berufssoldat nicht, dass mein heutigen Kameraden ihren Beruf als „Job“ ansehen, tun sie es dennoch, haben sie leider eine falsche Berufswahl getroffen.

Übrigens: die Berufssoldaten stellen in der Bundeswehr nur eine Minderheit dar. Der überwiegende Teil der Streitkräfte setzt sich aus Soldaten auf Zeit (SaZ) und als Freiwillig Wehrdienst Leistende (FWDL) zusammen.
Zitat von tatjuscha
Was soll das auch sonst sein? Von "Vaterland verteidigen", wie das vielleicht irgendwann mal war, kann ja keine Rede sein in Afghanistan und sonstwo. Für Vaterland verteidigen gibts vermutlich mehr Anerkennung in der Bevölkerung als für Krieg am Hindukusch.
Vom Vaterland verteidigen steht seit 1956 kein Wort im Eides- bzw. Gelöbnistext: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“ (mit oder ohne Zusatz „so wahr mir Gott helfe“).
Zitat von tatjuscha
Wer dann mit körperlichen und psychischen Schädigungen dasteht, darf weder von Politik noch Armee Unterstützung erwarten - eine Wieder-/Weiteranstellung bei der BW steht außer Frage, sie sind ja "verbraucht". Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich unter diesen Umständen wenigstens Anerkennung wünscht. Und wenigstens vom zuständigen Minister, der an all dem ja maßgeblichen Anteil trägt.
Kleine Korrektur: Mit dem inzwischen mehrfach geänderten Einsatzversorgungsrecht ist auch eine „Weiterbeschäftigung“ in der Bw sichergestellt, selbst mit erheblichen körperlichen Schäden.

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herrflosse 26.02.2013, 10:19
58.

Zitat von ziegenzuechter
ich gebe de mazières recht. die bundeswehr nervt wirklich mit dem wunsch wöchentlich von höchster stelle gelobt zu werden. da heute jeder freiwillig bei der bundeswehr ist, haben die leute dort ganz einfach ihren job zu machen, so wie jeder andere auch. kein arbeitnehmer wird ständig über den grünen klee gelobt.....

vllt wollen die Soldaten bloss 2014 beim Abzug aus der "Wir bringen Demokratie-Mission " nicht vergessen werden, der Abzug wird schon recht spannende sollten die Amis schon vorher weg sein.

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lomert 26.02.2013, 10:21
59. Mit Verlaub,

Zitat von sysop
"Die Truppe kommt sehr gut ohne Oberlehrer aus" - mit immer schärferen Worten weist der Bundeswehrverband die Kritik von Thomas de Maizière zurück. Der Verteidigungsminister hatte den Soldaten eine Gier nach Anerkennung unterstellt - eine öffentliche Demütigung.
ich habe keinen Respekt vor den Bundeswehrheinis. Ich war selbst 1980 zwangsweise bei diesem Haufen und ich habe selten mehr Arschkriecher und Charakterlose in größerer Zusammenballung erleben dürfen wie dort. Meine weit überdurchschnittlichen Leistungen wurden mir mit Vorgesetztenmobbing entlohnt, weil ich mir erlaubte meine Meinung frei zu äußern.

Sie sollten sich damit abfinden, für das deutsche Volk sind sie in aller Welt ganz sicher nicht tätig. Also, wessen Respekt fordern sie hier ein, dass der Politiker ?! Die richtige Antwort haben sie nun bekommen !

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