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Debatte in der Union: Erika Steinbach wirbt für Koalition der CDU mit der AfD
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Der Unions-Streit über den Umgang mit der Alternative für Deutschland eskaliert: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach plädiert im SPIEGEL für eine mögliche Koalition. Fraktionschef Kauder hält dagegen.

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cato. 01.06.2014, 16:40
1. ...

Zitat von sysop
Der Unions-Streit über den Umgang mit der Alternative für Deutschland eskaliert: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach plädiert im SPIEGEL für eine mögliche Koalition. Fraktionschef Kauder hält dagegen.
Für Deutschland kann man nur hoffen, dass sich die verbliebenen Konservativen in der CDU durchsetzen. Die Sozialdemokratisierung der Union muss ein Ende finden und dann kann sich der Wähler entscheiden, ob er bürgerliche oder linke Politik will.

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Tolotos 01.06.2014, 16:47
2. Könnten die AfD Leute etwa den Spieß umdrehen und dumpfe pro Euro Positionen widerlegen?

Könnte es sein, dass Kauder derartige Talkshows vermeiden will, weil er weiß, dass bestimmte Positionen nur haltbar sind, wenn sich die Diskutanten einig sind, bestimmte Dogmen nicht infrage zu stellen.

Z.B. dass es ohne Beachtung der Tatsachen klar ist, dass Deutschland vom Euro profitiert.

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knalliheinzi 01.06.2014, 16:51
3. Da weht ein anderer Wind

Und die CDU macht sich langsam in die Hose.AFD war da was? Frankreich zurzeit,war da was ?Wenn Sie nicht den Mainstream vertreten landen Sie immer rechts oder links.Dann bleiben Sie am besten vorn,denn da haben Sie alle hinter sich gelassen.Schönes Woe noch.

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EduardtStorberg 01.06.2014, 16:58
4. Der beste Weg die AfD zu bekämpfen...

ist mit ihr zu koalieren, bisher hat die CDU so jeden Gegner platt gemacht. Aber auch die Erfahrungen aus Hamburg mit Statt- und Schillpartei haben gezeigt, dass solche Gruppen sofort untergehen, sobald man von Ihnen mehr verlangt als Protest....

Leider ist es von Frau Steinbach keine bloße Strategie, vielmehr erhofft sich diese Frau tatsächlich einen Rechtsruck in der CDU. Diese Person würde auch mit den anderen Parteien am rechten Rand koalieren..

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manschu 01.06.2014, 17:02
5. Steinbach könnte in die AfD wechseln

Ich finde, Steinbach würde gut zur AfD passen.
So bröckelt der Union der rechte Rand ab, wie einst der linke Rand der SPD.

Eigentlich keine schlechte Aufteilung. Links die SPD, Rechts die Union, Links außen die Linke und Rechts außen die AfD.
Naja, und dann gibt es noch die Grünen irgendwo in der Mitte (nicht mehr links). Mal sehen, ob die sich da halten können.

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Fürstengruft 01.06.2014, 17:07
6. Gute Idee

Jedenfalls besser, als die Aussage von Herrn Kauder:
"Mit denen (AfD) möchte ich nicht in Talkshows sitzen".

(Siehe auch Wikipedia "Kauderwelsch"!)

Frau Steinbach schaut in die Zukunft. Was bleibt denn der CDU, ewig mit der SPD-Tante verheiratet zu sein oder gar mit der linkspopulistischen Grünpartei den Bund schließen?
Die FDP liegt im Sarg und alle Wiederbelebungen werden nichts taugen.

Lucke würde endlich Herrn Schäuble in Rente schicken und Finanzminister werden. Wir bekämen mit NL, Finnl. und Austria den Nordeuro und alles wird gut.

Die Franzosen behalten den alten Euro und können mit den anderen Südländern nach Herzenslust abwerten.
Der Wert des Nordeuro steigt und wir zahlen dann wegen billiger Ölimporte an den Tankstellen nur noch 1 € für den Liter Super, na das wäre doch super.

Keine Angst, auch die Exporte brechen nicht ein, weil die Zulieferindustrie viel preiswerter im Ausland einkaufen kann, entsprechend kann man auch preiswerter anbieten und bleibt wettbewerbsfähig.

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ruthteibold-wagner 01.06.2014, 17:19
7. Die CDU hat vier Möglichkeiten, um auf die AfD zu reagieren:

*
1. Die CDU kann die AfD "ignorieren" (Kauder-Linie): Das nützt der AfD, denn durch Ignorieren wird der AfD das argumentative Feld quasi kampflos überlassen, die AfD kann sich im Wählerrevier der CDU richtig schön breit machen. Das ist, wie wenn ein Wilderer in einem Revier auftaucht, und der Förster ihn "ignoriert", d.h. einfach mal so machen lässt.

2. Die CDU kann sich mit der AfD "auseinandersetzen" (Bosbach/Spahn-Linie): Auch dies nützt der AfD, denn: Wenn die CDU sich mit der AfD inhaltlich-diskursiv auseinandersetzt, wird die AfD zum einen "aufgewertet", zum anderen wird es innerhalb der CDU immer mehr Leute geben, die bei der inhaltlichen Auseinandersetzung auf den Gedanken kommen werden, dass die AfD so übel eigentlich gar nicht ist.

3. Die CDU kann versuchen, die AfD durch Koalition zu "umarmen", bzw. zu "erdrücken" (Steinbach-Linie): Auch das nützt der AfD. Denn wenn die AfD von der CDU als Koalitionspartner akzeptiert wird, bedeutet dies das Eintrittsbillet in die etablierte Politik, sämtliche "Rechtspopulismus" oder schlimmere Vorwürfe hätten sich erledigt, und es wäre die Straße für den Durchmarsch der AfD frei gemacht.

4. Die CDU kann versuchen, die AfD zu plagiieren. Was die Folge davon ist, wenn versucht wird, der AfD ihre Themen zu rauben, haben wir sehr schön jetzt bei der Europa-Wahl in Bayern gesehen: Die Leute haben statt der CSU, die versuchte, die AfD nachzumachen, gleich das Original AfD gewählt.

Die CDU kann also machen, was sie will, es nützt der AfD.

Meine Prognose: Wir werden uns in ein paar Jahren noch ganz schön wundern. Wenn die AfD sich nicht selbst ein Bein stellt, hat sie eine große Zukunft als Volkspartei vor sich.

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patrick6 01.06.2014, 17:21
8. Die Tante ist doch...

...die mit diesem althergebrachten (und völlig uninteressanten) Vertriebenquatsch. Wenn die AfD aufgrund dieser Empfehlung mit der SPD - ach ja, CDU - zusammenarbeitet, weiss ich gar nicht mehr, wen ich noch wählen soll. Die SPD - ach, nein CDU - schon gar nicht. Und die AfD auch nicht mehr.

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LK1 01.06.2014, 17:22
9.

Zitat von cato.
Die Sozialdemokratisierung der Union muss ein Ende finden und dann kann sich der Wähler entscheiden, ob er bürgerliche oder linke Politik will.
Hört man oft. Sozialdemokratisierung der CDU. Was heisst das eigentlich? In diesem Land gibt es doch gar keine echte soziale Partei in Regierungsverantwortung und die Probleme der Welt, insbsondere die extremen Krisen und Verwerfungen unserer Zeit, sind bei Licht betrachtet wohl eher dem ungezügelten Kapitalismus geschuldet. Dem können Sie höchstens mit einer desozialisierten Politik noch das i-Tüpfelchen verpassen. Konstruktiv geht aber anders.

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