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Debatte im britischen Unterhaus: "Viele laute, rüpelhafte und dumme Individuen"
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Im britischen Unterhaus sprach sich eine Labour-Abgeordnete für eine Absenkung des Mindestwahlalters aus. Die Reaktion einiger männlicher Kollegen war so peinlich, dass der Parlamentsvorsitzende einschritt.

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Ignorationsunwürdiger 31.01.2018, 21:09
1. Die spinnen, die Briten.

Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre klingt zunächst mal gut. Und es gibt sicher auch viele aufgeweckte 16jährige, die wählen gehen könnten. Wenn da nicht der Spruch wäre, daß in der Demokratie die Dummen herrschen. Denn ganz ohne Wahrheitsgehalt ist der Spruch ja nicht, wenn man sich ansieht, welche Vollpfosten wählen dürfen. Das betrifft beileibe nicht nur die junge Generation! Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn Vater und Mutter für ihre minderjährigen Kinder mitwählen dürften, denn um deren Zukunft geht es. Warum also nicht den Eltern ein gewichtigeres Stimmrecht einräumen als den Einzelpersonen? Schließlich betreffen die Entscheidungen der Politik die Zukunft der heutigen Kinder besonders, mehr als die der Alten.

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Roter_Radler 31.01.2018, 21:18
2. Verwirrend.

"Thornberry verwies in ihrem Redebeitrag auf den Jahrestag des Frauenwahlrechts und forderte heute eine weitere große Reform: die Absenkung des Mindestwahlalters von 18 auf 16 Jahre. Die Regierung verweigert diese Reform. Thornberry sprach deshalb von einer "Koalition der Höhlenmenschen". "

Vielleicht verstehe ich etwas gründlich falsch - aber in diesem Fall scheint es doch die weibliche Sprecherin gewesen zu sein, die sich völlig im Ton vergriffen hat.

Man mag zur Absenkung des Wahlalters stehen wie man will. Aber es ist unsachlich und schlichtweg beleidigend, die Gegner einer solchen Reform als "Höhlenmenschen" zu verunglimpfen.

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fatal.justice 31.01.2018, 21:32
3. Gerade...

... im britischen Unterhaus finden die verbalen Auseinandersetzungen hin und wieder auf adoleszentem Niveau statt. Nicht, dass mich dies unbedingt stören würde - so ein wenig gelebte Sprachentgleisung im Parlament muss nicht unbedingt nachteilig sein. Gekünstelte Echauffage gehört zu jedem gelungenen Theaterstück dazu. Aber - das Argument, die 16- bis 18-jährigen Staatsangehörigen wären auf Grund ihres Alters zu unreif, um an allgemeinen Wahlen teilnehmen zu dürfen, erscheint im Lichte des Betrachters dann doch eher lächerlich... Wie auch immer: Konservative werden sich immer dagegen aussprechen, denn sie fürchten den von der Realität unbeeindruckten Idealismus der Jugend... :)

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sven2016 31.01.2018, 21:47
4.

Das waren noch Zeiten, als das "Hear. Hear." noch als äußerstes Zeichen der erregten Debatten galt.

Inzwischen sind die Sitten im britischen Parlament auf dem Sports Bar-Niveau angekommen. Vermutlich die gleiche Besetzung.

Schade. Die waren früher Vorbild für parlamentarisches Verhalten.

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practicus 31.01.2018, 22:24
5. Ich bin dagegen

dass Menschen, die sich bei Fehlentscheidungen im privaten oder geschäftlichen Bereich mit "geistiger Unreife" der Verantwortung entziehen dürfen, über unser aller Schicksal mitentscheiden sollen! Schon die Absenkung von Volljährigkeit und Wahlalter auf 18 sollte hierzulande nur dazu dienen, die traditionell eher für Ideologismen zu begeisternden Jugendlichen als potenzielle Linkswähler zu gewinnen - beim Versuch, die rot-grüne Koalition in NRW duch eine Senkug des Wahlalters auf 16 zu retten, war dasselbe Motuv ganz klar erkennbar.
Das Wahlalter und die Volljährigkeit gehören wieder auf 21 hochgesetzt - das würde viel Elend vermeiden

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tsubotai 31.01.2018, 22:31
6. Viel klüger...

... Menschen mit Gewissem Alter kein Stimmrecht mehr zu geben. Wenn jemand mit 70 nicht mehr wählen darf, hat über 50 Jahre Einfluss auf die Politik und die Zukunft nehmen können, zumindest im eingeschränkten Rahmen des demokratischen Systems. Die Zukunft gehört aber zu dem Zeitpunkt eher den jüngeren Menschen, es geht um die Gestaltung ihrer Zukunft. Klar, manche Menschen werden auch 100, bei der Idee geht es darum, dass Junge Menschen eher die Zukunft im Blick haben als ältere und oft etwas verbohrte Menschen. Denke die Logik ist nachvollziehbar.

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rexarkadius 31.01.2018, 23:40
7. Oh man...

Zitat von Ignorationsunwürdiger: "Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn Vater und Mutter für ihre minderjährigen Kinder mitwählen dürften, denn um deren Zukunft geht es. Warum also nicht den Eltern ein gewichtigeres Stimmrecht einräumen als den Einzelpersonen?

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rexarkadius 31.01.2018, 23:53
8. Oh man...

Zitat von Ignorationsunwürdiger: "Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn Vater und Mutter für ihre minderjährigen Kinder mitwählen dürften, denn um deren Zukunft geht es. Warum also nicht den Eltern ein gewichtigeres Stimmrecht einräumen als den Einzelpersonen?" Was ist das denn für ein Demokratieverständnis? Von der Verfassungsfeindlichkeit ihres Vorschlages abgesehen ist zu erwähnen, dass die Anzahl der Kinder negativ zum Bildungsniveau korreliert. Somit näherten wir uns ihrer befürchteten Herrschaft der Dummen. Ein Glück, dass ihre Stimme nicht höher gewichtet ist.

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Manitou-01@gmx.de 01.02.2018, 00:50
9.

Zitat von Ignorationsunwürdiger
Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre klingt zunächst mal gut. Und es gibt sicher auch viele aufgeweckte 16jährige, die wählen gehen könnten. Wenn da nicht der Spruch wäre, daß in der Demokratie die Dummen herrschen. Denn ganz ohne Wahrheitsgehalt ist der Spruch ja nicht, wenn man sich ansieht, welche Vollpfosten wählen dürfen. Das betrifft beileibe nicht nur die junge Generation! Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn Vater und Mutter für ihre minderjährigen Kinder mitwählen dürften, denn um deren Zukunft geht es. Warum also nicht den Eltern ein gewichtigeres Stimmrecht einräumen als den Einzelpersonen? Schließlich betreffen die Entscheidungen der Politik die Zukunft der heutigen Kinder besonders, mehr als die der Alten.
Eltern-Wahlrecht ist der größte Schwachsinn. Wenn sich Vater und Mutter nicht einig sind, wer soll dann die Stimme abgeben. Und außerdem würde gerade in jugendlichem alter es Familien zerreißen, wenn z.B. die junge Generation gegen Kriegsdienst, Rüstungsexporte und Atomkraft demonstrieren, ihre Eltern aber die Stellvertreter-Stimmen genau entgegengesetzt einsetzen.
Ich bin für ein unmittelbar ausgeübtes Stimmrecht ab 14 bei einer Beibehaltung des passiven Wahlrechtes ab 18. Damit würde das Prinzip der eingeschränkten Geschäftsfähigkeit auch auf das Wahlrecht übertragen.

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