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Debatte im britischen Unterhaus: "Viele laute, rüpelhafte und dumme Individuen"
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Im britischen Unterhaus sprach sich eine Labour-Abgeordnete für eine Absenkung des Mindestwahlalters aus. Die Reaktion einiger männlicher Kollegen war so peinlich, dass der Parlamentsvorsitzende einschritt.

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Cascara LF 01.02.2018, 01:46
10. Höhlenmenschen vs. erwachsen werden?

Wenn das alles gewesen sein sollte, dann ist es keinen aufreger wert. Was aber unter „niedergeschrien“ im einzelnen zu verstehen ist, enthält uns der Artikel vor. Das ist pauschal ein ungehöriger Vorgang, kein Zweifel. Es wird aber nicht weiter ausgeführt, ob die Dame ihre Rede unterbrechen musste oder oder oder.

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mintie 01.02.2018, 02:38
11.

Junge Menschen wählen eher sozial ausgerichtete Parteien - es würde den Labours also nützen - ich würde es ihnen gönnen. Jedoch kann man nicht einem Menschen volle Entscheidungsfähigkeit zu- und auf anderen Gebieten absprechen wie Eheschließung oder Geschäftsfähigkeit. Vom Sexual- und Strafrecht mal ganz abgesehen.

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herbert 01.02.2018, 04:33
12. man gut das es die Briten gibt .... !!!!

da kann man auf andere zeigen und von deutschen, fetten Problemen ablenken !

Ein Wahlalter in Deutschland mit 16 geht gar nicht, da viele Jugendliche nur Verbloedungsfernsehen und Filme gucken und gar nicht wissen, wer Bundeskanzler ist.

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der_rookie 01.02.2018, 05:39
13. Hm

Beim ersten lesen des ersten Satzes verstand ich zunaechst, dass es sich um einen "Eines Tages" Artikel handeln muesste. Da steht ja, dass die Debatte vor 100 Jahren stattfand. :-)

Zum Inhalt: Die eine Person bezeichnet eine Gruppe als Hoehlenmenschen, die andere Person antwortet mit "Werde erwachsen". Ich habe weder etwas gegen Hoehlenmenschen, noch gegen Heranwachsende, ich sehe also weder noch einen unangemessenen Tonfall:-)

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und der Wolf 01.02.2018, 06:43
14. Sack Reis

Schon merkwürdig, dass jedes etwas rüdes parlamentarische Geplänkel so hochgeschrieben wird. Ganz ehrlich: das gehört in einer Demokratie dazu und wer eine Auseinandersetzung im Parlament nicht mehr aushalten kann, offenbart einen Mangel an politischer Bildung und demokratischer Kultur.

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Wiedereinaussteiger 01.02.2018, 06:57
15. Was Wunder...

..., nach 35 Jahren der Predigt zum "Individualismus" und 30 Jahren NeoCon-Ideolgie. (Mehr Con übrigens als Neo, aber um desen Insider zu kapieren, muss man schon ein bissl nachgedacht haben.) Hierzulande mal verbrämt wrden als "geistig-moralische Wende", vom ersten Kanzler, der dann offen das Gesetz brach.

Erstrangiger Geist geht ins Investment-Banking, zweite Gestalten finden sich in der Politik. Alles basierend auf Stallgeruch, Vitamin B, Protektion und Korruption.

Ist in GB auch nicht anders als in D.

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holy64 01.02.2018, 07:04
16. Wahlrecht mit 16 okay

wenn man sieht, welche Menschen wählen dürfen, ob wenig Verstand, Altersdemente etc. warum auch nicht Menschen mit 16? Eltern für Kinder wählen - nein- aber mit 16 kein Kind mehr!

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grumpy53 01.02.2018, 07:07
17. andere Länder, andere Sitten

Ich weiß zu wenig, welcher Art die ungeschriebenen Verhaltensregeln im britischen Parlament sind. Und auch zwei Frauen als Parteivorsitzende sagt nichts umfassendes darüber aus, wie sonst Positionen und Kandidaturen unter Berücksichtung der Genderfrage entstehen und besetzt werden. Mag sein, dass es 16jährige gibt, deren politisches Verständnis manchen 50jährigen bei weitem übertrifft. Im täglichen Leben stelle ich häufig anderes fest, das Wissen über geschichtliche Vorgänge der letzten 100 Jahre ist selbst bei Abiturienten manchmal peinlich rudimentär. Ich selbst bin erst mit 21 volljährig und wahlberechtigt geworden, ich fand das auch spät. Aber solange 16jähre noch nicht voll geschäftsfähig und strafmündig und verantwortlich für vieles sind, sollten sie auch nicht wählen dürfen. Da man keine Einzelfallprüfung machen kann, zweifle ich per se an der Reife. Natürlich haben die Entscheidungen, die bei Wahlen fallen, auch längerfristige Auswirkungen auf junge Menschen, der brexit ist ein gutes Beispiel und man kann vielleicht sogar davon ausgehen, dass bei mehr jüngeren Wählern das Ergebnis ein anderes gewesen wäre. Trotzdem gruselt es mich vor 16jährigen am Steuer, 16jährigen, die eine Ehe eingehen können und den teilweise desaströsen Schulden durch Überziehungskredite für junge Bankkunden, die nicht mal über eigenes Einkommen verfügen. Körperlich frühere Reife setzt nicht unbedingt automatisch voraus. Und by the way, wer Rechte will, soll auch bei den Pflichten in die Verantwortung genommen werden.

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stefanreuther 01.02.2018, 07:37
18. Der Vorschlag ist sicher darin begründet...

.... dass die Briten mehrheitlich durch die alten Säcke (Entschuldigung für den Ausdruck) in den Brexit gewählt wurden. Die Jungen waren aber auch faul und dachten sicher "ich muss nicht wählen, das kommt sicher nicht".
Churchill sagte: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
16 Jährige wählen lassen verschlimmert sicher nichts, denn es ist leider so, dass in dieser Gruppe sich genauso viele Vollhonks befinden, wie in allen anderen Gruppierungen. Aber vielleicht sind die Vollhonks weniger interessiert und gehen erst gar nicht zur Urne.

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ideologiefreier-Realist 01.02.2018, 07:55
19. Die Aufforderung erwachsen zu werden

Zitat von Roter_Radler
"Thornberry verwies in ihrem Redebeitrag auf den Jahrestag des Frauenwahlrechts und forderte heute eine weitere große Reform: die Absenkung des Mindestwahlalters von 18 auf 16 Jahre. Die Regierung verweigert diese Reform. Thornberry sprach deshalb von einer "Koalition der Höhlenmenschen". " Vielleicht verstehe ich etwas gründlich falsch - aber in diesem Fall scheint es doch die weibliche Sprecherin gewesen zu sein, die sich völlig im Ton vergriffen hat. Man mag zur Absenkung des Wahlalters stehen wie man will. Aber es ist unsachlich und schlichtweg beleidigend, die Gegner einer solchen Reform als "Höhlenmenschen" zu verunglimpfen.
ist gegen den Höhlenmenschenvorwurf eine Lappalie. Aber das interessiert heute nicht mehr. Alles von Frauenrechtlerinnen sagen ist gut. Darf nicht in Frage gestellt werden. Genauso beim Thema Migration. Mittlerweile muss erst mal rechts und links über die eigene Schulter schauen, bevor man sich zu diesen zwei Themen kritisch äußert. Sonst hat man ganz schnell die Gesinnungsgestapo am Hals.

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