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Debatte über AfD-Erfolg: Gera wehrt sich gegen "Loser-Stadt"-Vorwurf
Jens Meyer/AP

In Thüringen hat die AfD bei den Kommunalwahlen vielerorts die meisten Stimmen erhalten, so auch in Gera. Der Publizist Sergej Lochthofen erklärte die Stadt nun für verloren - was heftigen Widerspruch auslöst.

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demiurg666 30.05.2019, 15:42
1.

Es ist nicht nur Gera, es ist der ganze Osten. Und ja ich verallgemeine das jetzt auch. Wer AFD wählt verallgemeinert ja auch alles. Warum soll ich dann Rücksicht auf die Befindlichkeiten im Osten nehmen. Zeit aufzuhören Subventionen im dysfunktionalen Osten zu verbrennen.

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claus7447 30.05.2019, 15:43
2. Jetzt können die Braunen ja endlich beweisen ....

... wie gut sie Politk machen können auf kommunaler Ebene. Wie sie ihre Gelder verwenden und dann werden sicherlich "blühende Landschaften" dort entstehen.

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gm-nk 30.05.2019, 15:48
3. Warum ist Gera Loser-Stadt?

Weil die Grünen mit deutlich weniger als 10% gewählt wurden? Weil die AfD fast 30% gewählt wurde? Ich bin weder Wähler der Grünen als auch der AfD, aber eine Stadt wegen des Wahlergebnisses als Loser-Stadt zu bezeichnen ist extrem arrogant.

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spon-1178958794633 30.05.2019, 15:50
4. Krass formuliert, aber durchaus richtig.

Die Brüder und Schwestern im Osten müssen sich schon die Frage stellen lassen, in welcher Welt sie denn zu leben glauben. Wenn sie tatsächlich der Meinung sind, die geistig-moralische Wende zurück in die 50er und die 1037 Jahre davor wäre der Weg in dieser sich permanent weiterentwickelnden Welt, dann sind sind sie wirklich verloren. Selbst die Absicht, den Status quo zu halten, führt unweigerlich ins Desaster, weil mit jeder Sekunde dreht die Welt weiter und Gera bleibt stehen. Und dann kann man die Schuld wirklich nicht bei der Welt, sondern bei den lieben Mitbürgern suchen.

Die ehemalige Ostzone ist ein Musterbeispiel für misslungene Integration, weil die Neubürger eine Integration verweigern. Wer dort AfD wählt hat nichts verstanden und verschenkt jede Option auf eine gedeihliche Entwicklung. Wer in der Welt will denn dort hin? Fragt doch mal eure Kinder und Bekannten, die rüber gemacht haben, wo bei euch die Knackpunkte liegen - ihr werdet staunen! Und da wird euch dieser rechtsradikale AfD-Mob nicht aus dem Mist raushelfen!

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RaiSta 30.05.2019, 15:57
5. Nun ja...

sicher ist es gewagt, eine Stadt als verloren zu bezeichnen, nur weil die Rechtschaoten viel stimmen gewonnen haben. Jedoch hat die Aufforderung an die Menschen in der Ex-DDR, endlich erwachsen zu werden und nicht auf den alle Probleme lösenden Onkel zu warten, m.M.n. durchaus eine gewisse Berechtigung, sieht man sich die Wahlergebnisse seit der Wende an: immer waren Parteien sehr erfolgreich, denen das Attribut 'Protest' anhing. Früher PDS, die Linke, jetzt AFD. Somit war die Politik nicht so entscheidend wie der Protest. Und in vielen Interviews erwecken die Menschen den Eindruck sich in der Opferrolle zu sehen: warten auf den Problemlöser. Da kommt natürlich die Führer-Struktur der AFD gerade Recht. Die Atmosphäre von Mitte und Spießertum scheint mir im Osten noch vorherrschend anstelle von Aufbruch und Gestaltung.

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urmedanwalt 30.05.2019, 15:57
6. Im Prinzip alles richtig

Gera hat ein rechtes Problem - wie ganz Thüringen. Dort gibt es überdurchschnittlich viele Ewiggestrige, die den Vorteilen nachtrauern, welche sie in der DDR hatten. Andererseits hat die AfD auch nur weniger als 30%, das ist keine Mehrheit. Die Normalos sind immer noch in der Überzahl, sie sollten zeigen, dass sie das auch bleiben wollen, und vereint gegen den rechten Spuk kämpfen. Dafür müssen sie aber dortbleiben und sollten sich nicht einfach vom Acker machen. Sonst gewinnen die Rechten doch noch. Lasst Euch nicht einschüchtern!

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Paul-Merlin 30.05.2019, 16:00
7. Eine wahre Lichtgestalt dieser Publizist Sergej Lochthofen,

oder? Wohl eher ein rechthaberischer Einfaltspinsel. Wer denn schon das Lied der Demokratie hochhebt, der soll dann gefälligst auch das Votum der Wähler respektieren. Es gibt gute Gründe warum diese so und nicht anders votiert haben. Es obliegt der Politik die offensichtlichen Misstände abzustellen. Wenn es die bisherigen Parteien nicht schaffen ist es völlig legitim auf andere Parteien zu setzen. Wer diese Spielregeln nicht akzeptiert, ist alles mögliche nur kein echter Vertreter des Rechtsstaats.

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rememberhistory 30.05.2019, 16:01
8. Beschämend!!!

Alle, die im Osten AfD o.ä. braunes Gedankengut wählen, mögen nach Cuba, Venezuela oder Nordkorea auswandern, vielleicht ist es dort besser! Diese Menschen sollten sich mal an 1989 oder 1990 erinnern, wie marode, dreckig, diktatorisch und unwirtschaftlich dieses Land im Osten war. Die Ossis verdienen keinen Cent mehr an Unterstützung aus der EU oder dem Bund. Es ist beschämend mit einem solch undankbarem Bevölkerungsteil zusammenleben zu müssen. Da hilft es auch nichts, auf die Historie der Ossis Rücksicht zu nehmen. Nach 30 Jahren Mauerfall ist es Zeit, dass die Ossis selbst mal anpacken und sich bemühen, einen positiven Teil zur Demokratie beizutragen. Und das schreibe ich selber als Ossi. Ich schäme mich für diese Landsleute!

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voiceecho 30.05.2019, 16:02
9. Gera symptomatisch...

für Ostdeutschland! Die Wahl der AfD löst kein Problem im Osten und kann nicht als Protest gelten oder verstanden werden!
Der AfD geht es auch nicht um den Menschen, sondern nur um Posten und eigener Bereicherung, die hat keine Konzepte oder Visionen und spielt die Menschen gegeneinander aus! Die Menschen im Osten wird seit 30 Jahren massiv geholfen, es wurden Milliarden in Sanierung der Städte, Wiederaufbau, struktureller Wandel gesteckt, es wird auch Zeit, dass die Menschen auch das Heft in die Hand nehmen und da ist die Kritik berechtigt, man darf nicht nur auf den reichen Onkel warten!
Die Wahl der AfD macht aber vieles schlimmer, weil das Bild des Osten massiv beschädigt wird und somit für viele Unternehmen abschreckend wirkt, um Investitionen zu tätigen! Kein seriöses Unternehmen investiert in Ecken, wo Fremdenfeindligkeit, Hass und Gewalt regiert! Die Welt ist ein Dorf und jede Wahl wird weltweit registriert!

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