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Debatte über AfD-Erfolg: Gera wehrt sich gegen "Loser-Stadt"-Vorwurf
Jens Meyer/AP

In Thüringen hat die AfD bei den Kommunalwahlen vielerorts die meisten Stimmen erhalten, so auch in Gera. Der Publizist Sergej Lochthofen erklärte die Stadt nun für verloren - was heftigen Widerspruch auslöst.

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vivare 30.05.2019, 17:03
50. Bewschämend

Zitat von rememberhistory
Alle, die im Osten AfD o.ä. braunes Gedankengut wählen, mögen nach Cuba, Venezuela oder Nordkorea auswandern, vielleicht ist es dort besser! Diese Menschen sollten sich mal an 1989 oder 1990 erinnern, wie marode, dreckig, diktatorisch und unwirtschaftlich dieses Land im Osten war. Die Ossis verdienen keinen Cent mehr an Unterstützung aus der EU oder dem Bund. Es ist beschämend mit einem solch undankbarem Bevölkerungsteil zusammenleben zu müssen. Da hilft es auch nichts, auf die Historie der Ossis Rücksicht zu nehmen. Nach 30 Jahren Mauerfall ist es Zeit, dass die Ossis selbst mal anpacken und sich bemühen, einen positiven Teil zur Demokratie beizutragen. Und das schreibe ich selber als Ossi. Ich schäme mich für diese Landsleute!
ist vielmehr Ihre Unwissenheit über politische Zusammenhänge.

Was haben NEOLIBERALE Rechhtsradikale der AfD in Gottes Namen mit der politischen Ausrichtung von Kommunisten in Kuba, Venezuela oder Nordkorea zu tun?

Die AfD steht nicht in der "Traditionslinie" des Kommunismus, sondern ist im Gegenteil ein neoliberaler Aufguss mit rechtsradikalen Tendenzen.

Hätten Sie die sektierenden Wähler der AfD mit dem Weltbild der FPÖ in Österreich, der PIS in Polen, der Fidesz von Viktor Orban in Ungarn oder Donald Trump in den USA in Verbindung gebracht, hätten Sie einen Punkt gemacht, allerdings sind diese alle das politisch, ideologisch genaue Gegenteil der von Ihnen benannten Staatsführungen.

Und wegen 30% Ewiggestriger die 70% anständigen Demokraten mitzuverdammen, zeugt von einer selbstverliebten Überheblichkeit, die erschreckend ist.

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mannakn 30.05.2019, 17:04
51. Was soll denn die Wahl von AfD Mehrheiten...

...denn anderes sein als quengeliges unreifes und geschichtsvergessenes Kleinkinderverhalten von Leuten, die immer noch nicht kapiert haben, das der Staat dazu da ist Politik zu machen und nicht Mama und Papa, die als Fürsorger gefälligst alle Probleme zu lösen hat. Die AfD ist nun mal die Partei für die immer alle Anderen am eigenen Elend schuld sind. Bitteschön, aber dann lebt auch mit der Meinung anderer Leute in Euem braunen Loch. Und wundert euch nicht, wenns wirtschaftlich noch weiter bergab geht.

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Proggy 30.05.2019, 17:05
52. Man wird es sehen

Bleibt zu hoffen, dass die AfD dort wo sie Mehrheiten hat, mit ihren politischen Gegnern fairer umgeht, als die es heute mit ihr machen.

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didel-m 30.05.2019, 17:06
53. Der Wessi redet über den Ossi. Wie immer. Das ist das Problem

Also macht der Ossi einfach was er für richtig hält.
Interessant ist übrigens, daß der Anteil der Jungwähler der AfD im Osten gleich nach den Grünen auf dem 2. Platz ist. So homogen Freitags-grüngläubig ist die Jugend dann eben doch nicht.

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sailor60 30.05.2019, 17:06
54. Das Problem ist doch, dass jeder der kann verschwinden wird!

Billiger Wohnraum ist da kein Wunder. Schöne Innenstädte mit Geld der EU.... ja, ja die EU ist sch...
Neue überregionale Firmen - Fehlanzeige. Vorhandene Überregionale Firmen wandern ab, wer will schon mit Rechten arbeiten müssen.
Diese Regionen machen sich gerade selbst zu Losern!

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ironcock_mcsteele 30.05.2019, 17:08
55.

Es gibt immer noch Menschen, die eine Erweiterung des politischen Spektrums für eine Bedrohung halten. Denen möchte man zurufen: fürchtet euch nicht, das nennt sich Pluralismus in der Demokratie, nach ein paar Jahren gewöhnt ihr euch dran.

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Arsonist 30.05.2019, 17:10
56. Bin erschrocken

Ich bin regelmäßig beruflich in ganz Deutschland unterwegs und bin immer wieder erschrocken bis schockiert, was ich in ostdeutschen (und nur dort) Taxis in schöner Regelmäßigkeit zu hören bekomme. Die Gespräche laufen immer ähnlich ab und beginnen immer mit der Frage, woher ich denn komme. Wenn ich dann wahrheitsgemäß mit Frankfurt am Main antworte, ist auch die Reaktion darauf immer die gleiche: Oh Gott, diese Stadt ist verloren, solche Zustände wollen wir hier nicht, überall nur Ausländer. Das ist wie gesagt erschreckend, aber auch schon fast belustigend, wenn man sich die Trostlosigkeit gewisser Ortschaften im Osten anschaut und diese dann mit der Lebendigkeit und gelebten Weltoffenheit Frankfurts vergleicht. Und ja, das ist purer und tief verwurzelter Rassismus, den man weder relativieren noch schönreden kann.

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Hukowski 30.05.2019, 17:11
57. Die Partei

die ernsthaft die Trennung der beiden sich spinnefeindlichen D.lands betreibt, hat meine voller Unterstützung. Es ist wirklich besser - für beide Seiten.

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DietrichHorstmann 30.05.2019, 17:12
58. Gera ist auch in Duisburg- Nord oder Gelsenkirchen

Da finden sich auch die vom Wohlstand selbstverschuldet oder unverschuldet dauerhaft Abgehängten und wählen um die 20 % AfD. Mit ähnlichen Arbeitslosenquoten. In der ehemaligen SPD-Hochburg gehen sie entweder gar nicht zur Wahl oder greifen zu einem durchaus erwachsenen demokratischen Mittel , der Protestwahl. Viele wissen, daß dss kontraproduktiv ist. Letzte Notwehr gegen den asozialen Marktliberalismus, der strukturell ohne seine Regulierung Opfer produziert. Die Natur im Westen, die Arbeitslosigkeit

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scratchpatch 30.05.2019, 17:13
59. Macht mal

Wie man sieht, ist es immerhin ein Denkanstoß und als Antwort reicht es nicht, ständig auf irgendwelche "Verdienste" hinzuweisen, die das angeblich alles wiedergutmachen. Ich sehe auch einen wahren Kern in den Aussagen Lochthofens, zumindest aus der Innenansicht eines osteuropäischen Landes kann ich das bestätigen, dass es eine hohe Erwartungshaltung an den Staat gibt, der sich wie früher gefälligst um alles zu kümmern hat. Das kann gar nicht gut gehen und um so größer ist die Verbitterung und der Wunsch, anderen die Schuld zu geben an allem. In Ostdeutschland ist es eben am einfachsten, den Wessis die Schuld zu geben, die sich gefälligst um sie kümmern müssten. Niemand würde auf die Idee kommen, etwa für verarmte Städte im Ruhrgebiet ostdeutsches Engagement zu fordern oder Ostdeutschen vorzuwerfen, dass sie die Region nicht kennen oder mit den Menschen dort nicht mitfühlen würden. Umgekehrt schon. Das Motto: Nun macht mal. Wir warten dann mal auf eure Ideen, eure Maßnahmen und werden sie dann gehörig kritisieren. Kritik an den Ereignissen in Chemnitz wurde als "Sachsen-Bashing" zurückgewiesen. Am wichtigsten scheinen immer nicht die Probleme zu sein, sondern die Betonung dessen, wie toll es doch stattdessen ist und dass es kein Pauschalurteil geben dürfe (was ich für selbstverständlich halte und allzu oft als Vorwand dazu dient, Kritik auszuweichen). Man durfte lange noch nicht mal sagen, dass es in Ostdeutschland mehr Probleme mit Rechtsextremismus gibt als in Westdeutschland. Lange Artikel wurden geschrieben, um das Gegenteil zu "beweisen", um von den gutmütigen Ostdeutschen zu erzählen, die in der Ellbogengesellschaft Westdeutschlands untergehen und nun anfangen, aus einer Position der ewigen Benachteiligung heraus endlich ihre Forderungen zu stellen. Es nervt, ehrlich gesagt. Lochthofen übertreibt maßlos und provoziert, aber manchmal kommt ja auch etwas Gutes dabei heraus.

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