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Debatte über Burka-Verbot: Ideologischer Schleier
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CDU-Wahlkämpfer fordern ein Burka-Verbot in Deutschland. Doch der Staat wird den Kampf gegen den Islamismus nicht mit Bekleidungsvorschriften gewinnen.

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Überfünfzig 16.08.2016, 15:48
110. Wenn die Strafe....

...für das Führen eines Pkw mit Vollverschleierung genauso viel kostet wie 60 km/h zu schnell, wenn Personen der öffentlichen Rechtspflege, Beamtinnen im öffentlichen Dienst, einschließlich Lehrerinnen neutrale Kleidung ohne Kopftuch tragen müssen, Burkinnis aus den öffentlichen Schwimmbäder verschwinden, kann gerne jede Frau das Anziehen was ihr der Mann vorschreibt. Als Vertreter der (noch) Mehrheitsgesellschaft verbitte ich mir aber, aus falscher Toleranz, Symbole einer intoleranten Ideologie in staatlichen bzw. öffentlichen Einrichtungen ertragen zu müssen, noch von den Kirchen belehren zu lassen, dass wir das alles ertragen müssen, selbst aber im vorauseilenden Gehorsam in öffentlichen Einrichtungen christliche Symbole abhängen oder verdecken.

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experiencedsailor 16.08.2016, 15:49
111. Ich würde mir wünschen,

daß wir eher die Verhüllung von so manchen von Tattoos, Piercings, Flesh Tunnels entstellten Gesichtern per Gesetz einführen. Was sagen denn diese "Statements" über die Haltung des jeweiligen Trägers zu Gesellschaft und Konventionen aus.
Mal im Ernst: Ich denke auch, daß das Problem wohl eher im Kopf beginnt und nicht bei den Äußerlichkeiten. Genausowenig, wie hierzulande und auch in Frankreich, keine Frauen die Attentate begangen haben. Einen durchgeknallten ISlamisten verhindere ich nicht durch Burkaverbot. Insofern mal wieder eine Kapitulation der Innenpolitik, verpackt in polemischen Aktionismus ala AfD.

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Ri Chie 16.08.2016, 15:49
112. Feministinnen?

Da Kämpfen seit Jahrhunderten Frauen für Gleichberechtigung bekommen die höheren Laufbahnen so einen Unsinn wie Frauenquoten in Führungspositionen zugestanden. Und auf einmal machen sich Politik und Medien dafür Stark das das wohl am meisten diskriminierende „Kleidungsstück“ das jemals existiert hat (vllt. vom Keuschheitsgürtel mal abgesehen) nicht verboten wird? Ich fordere JEDEN dazu auf, der gegen ein Burkaverbot ist, einmal so ein „Kleidungsstück“ zu tragen, und sich damit in die Öffentlichkeit zu begeben. Meistens steckt nämlich doch nicht der freie Wille der Frau hinter dem tragen einer Burka oder ähnliches.

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hmtforfree 16.08.2016, 15:49
113. sehe

sie dauernd(Bonn), verstehe nicht was so schwer daran ist, schließlich gibt es ein vermummungsverbot in Deutschland ! warum jemand intoleranten immer noch mit Toleranz hoffieren? ich möchte in unserer ( noch ) offenenen Gesellschaft meinen gegenüber erkennen, oder was ist zb mit der beruflichen Perspektive? meine beiden Eltern müssen arbeiten so wie auch die meisten Eltern meiner Freunde beidseitig berufstätig sind, wie sieht es mit den dauerhaft alimentier nötigen aus? was arbeiten denn solche Personen ? ich weiss schon Nummern ziehen bei Arbeitsamt

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Cylor 16.08.2016, 15:49
114. Tja..

Wenn sich jemand mit Sturmmaske oder andersartig vermummt durch eine Fußgängerzone bewegt werden sicherlich viele wenigstens ein ungutes Gefühl haben wenn nicht gleich die Polizei rufen.
Eine Burke sieht anders aus, vermummt aber sogar noch mehr.
Eine Identifizierung ist in keiner Weise möglich wenn sich eine ganze Gruppe gleich gekleideter durch die Gegend bewegt.
Soetwas sollte man nicht erlauben.
Ich bin sicherlich nicht fremdenfeindlich, aber in dem Moment wo eine Kleidung welcher Art auch immer dafür sorgt das eine Personengruppe völlig annonymisiert wird, gehört das verboten.

Anderes Beispiel: 10 Personen alle mit den selben Klamotten, alle mit der gleichen Sonnenbrille und alle mit einem Halstuch vorm Gesicht... Würden man die in einem Laden unbehelligt einkaufen lassen? Würde man sicher sicher fühlen wenn die einem folgen, insbesondere Abends? Würde man das gestatten ohne wenn und aber?
Wo ist der Unterschied zwischen einer Burka und solcher Maskerade aus Sicht von Sicherheit / Recht und Gesetz / Identifizierbarkeit nach Straftaten?
Für mich gibt es da keinen! Und eine Religion sollte nicht als Grundlage für "Die dürfen alles!" herangezogen werden!

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wecan 16.08.2016, 15:50
115.

Zitat von Zaphod
Dem Autor ist nur zuzustimmen: Ein Burkaverbot in einem angeblich freien Land würde zeigen, dass es mit der Freiheit in Deutschland doch nicht so weit her ist. Jeder hat das Recht, sich beliebig zu kleiden, auch eine Burka muss der Wutbürger ertragen. Vor allen Dingen ist noch nicht der Nachweis erbracht worden, dass ein Anschlag verhindert hätte werden können, wenn es ein Burkaverbot gegeben hätte. Solange dieser Beweis nicht erbracht ist, stellt ein Burkaverbot ein grundgesetzwidriger Aktionismus dar, der vielleicht AfD-Anhänger beindrucken kann, aber auf jeden klar denkenden Menschen abstoßend wirkt.
Ja, das und noch ein paar andere Dinge muss er momentan ertragen. Aber dann nicht über die zunehmend Anzahl von Protestwählern wettern. Da erwarte ich dann von Ihnen auch mal Toleranz!

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MatthiasPetersbach 16.08.2016, 15:50
116.

Es ist ein KLEIDUNGSSTÜCK. NUR ein Kleidungsstück. Und nur für Durchgeknallte etwas anderes - hüben wie drüben.

Der Mensch kann sich kleiden, wie er mag - dafür stehe ich - selbst wenn er sich durch seine Kleidung zum Affen oder Sklaven macht - sein Recht.

Und wenn man diese ganze Debatte um ein paar zu dichte Tücher überm Kopf einfach lassen würde, hätte sich das innerhalb einer Generation "ausgewachsen" - bis auf ein paar Fehlgeleitete. Die hat man aber IMMER.

Mit dem Kopftuch ist es auch so - wer seine Haare nicht zeigen will, der solls eben lassen.

Anscheinend ist es den meisten nicht mehr geläufig, daß noch vor 3 Generationen - und bei den Ost- Vertriebenen noch bis weit nach dem 2ten Weltkrieg- ein Kopftuch gang und gäbe war - incl. "ohne geht man nicht aus dem Haus" - Ermahnungen.

Im übrigen aus dem gleichen Grund wie das Juden und Moslems machen: "Anstand".

Wieviele Deutsche sieht man jetzt noch mit Kopftuch - praktisch keine - und wenn, dann ist es ein Accessoire. Es hat sich "ausgewachsen" - ganz automatisch und ganz von allein.

Ein wenig mehr Toleranz und Geduld mit den Anderen stände uns da weitaus besser zu Gesicht als so ein Bohei - um ne Handvoll Leute. Ich glaube, in ganz RP gibts 3 Burkaträgerinnen.

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wolfen2 16.08.2016, 15:50
117. klare Kante

Gegen einen massiv beworbenen aggressiven und mit Überlegenheitsanspruch auftretenden erzkonservativen Islam soll unser Staat klare Grenzen aufzeigen.

Und wenn bestimmte absolut überzeugte Gläubige dann hier nicht mehr leben können - ich würde mich auch in Saudi-Arabien oder in Pakistan nicht wohl fühlen und muss dort auch nicht leben.

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pwinky22 16.08.2016, 15:50
118. Angst einfloessendens Gefühl

Natürlich kann man Islamismus nicht mit Bekleidungsordnunf "bekämpfen". Aber ich tätige jetzt mal eine ganz einfache Aussage die ich einfach nur aus meinem ganz eigenen Gefühl heraus empfinde. Ich bin weder fremdenfeindlich eingestellt noch sonst was aber eine Komplett-Verschleierung macht mir innerlich einfach nur...Angst. Wenn ich vor einer komplett verschleierten Person im Bus sitze ist das wirklich ein Furcht einfloessendens Gefühl. Es ist so befremdlich in unserer westlichen Kultur so herumzulaufen, Religion hin oder her, dass es schon unangenehm und geradezu mitleiderregend ist, hinzuschauen. Es tut mir leid nichts freundlicheres dazu schreiben zu können. Nur mein Empfinden..Ich empfinde Mitleid für die Frauen und Angst in mir. Dass das in dem Ausmaße ein Muss ist und mit Glauben was zu tun hat kann ich mir kaum vorstellen..

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Ragnar the Bold 16.08.2016, 15:50
119.

Die Burka beschreibt eigentlich den Kern aller dieser Problme: Angst. Das Kleidungsstück ist ein Zeichen, das Frauen Angst vor Männer haben und umgekehrt rum hat man Angst vor Vermummten. Aber das Verbot ist einfach nur ein Versuch, ein kompliziertes Problem auf einen einfachen Sachverhalt, der eigentlich nichts mit der Fragestellung (Terrorprävention eventuell Integration) zu tun hat, runterzubrechen, weil man selber ratlos ist.

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