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Debatte über Burka-Verbot: Ideologischer Schleier
DPA

CDU-Wahlkämpfer fordern ein Burka-Verbot in Deutschland. Doch der Staat wird den Kampf gegen den Islamismus nicht mit Bekleidungsvorschriften gewinnen.

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HaioForler 16.08.2016, 16:10
180.

Zitat von nahrungskette
warum die angeblich so fortschrittlichen und avantgardistischen (selbsternannten) Linken reflexhaft immer die rückwärtsgewandteste Religion unserer Gegenwart unterstützen!
Ganz einfach: wenn sie es NICHT täten, würden sie ihren politischen Gegnern recht geben. Und damit das eigene Weltbild aufrecht bleibt, daß alles Fremde erst mal bereichernd ist (und da ist auch eine gehörige Portion Haß auf Deutschland dabei), darf dies nicht sein. Daher gibt es ja diese späten Umdeutungen gesellschaftlich bedrückender Themen. Und wenn nix hilft, haben immer WIR versagt.

Es gibt Menschen, die sind im falschen Körper geboren, andere wiederum im falschen (eigenen) Land.

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theoneonly 16.08.2016, 16:10
181. Falsch

Wie viele Vorredner hier bereits korrekt dargelegt haben, ist die Burka keine religiöse Tracht. Die Burka wird als zeichen einer Ideologie verwendet, die eindeutig faschistisch ist.

Die Burka/Niquab/Kopftuch sind kämpferische Symbole wie die Hackenkreuzbinde der Nationalsozialisten.

Solche Symbole haben im öffentlichen Leben keinen Platz. Ein Verbot ist überfällig, um unser freiheitliches und liberales System zu erhalten.

Möchten die Damen das in einer Moschee tragen, finde ich das in Ordnung . Ebenfalls würde ich das öffentliche tragen von religiösen Symbolen bei Geistlichen in Ordnung finden. Also der Imam in "Tracht" auf offener Strasse. Das gleiche gilt natürlich für den Pfarrer, den Rabi oder den buddhistischen Mönch. Aber eben nur für offizielle Vertreter der Religion.

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anriedl 16.08.2016, 16:12
182. Soll jede selbst entscheiden...

... was sie trägt. Wieso will man Frauen vorschreiben, was sie nicht zu tragen haben? Es ist doch gerade der Unterschied zwischen einer freien Gesellschaft und einer repressiven, dass der Mensch selbst entscheidet. Man darf nun gerade nicht Saudi Arabien oder den Iran imitieren und Bekleidungsvorschriften erlassen. Und wenn Frauen sich dazu zwingen lassen was auch immer zu tragen, ist das ihr Bier. Die Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit können sie nur selbst vornehmen. Das steht uns nicht zu. Die Welt muss nicht am "deutschen Wesen" genesen.

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meldor 16.08.2016, 16:13
183. Einsperren = eingesperrt!

Es ist schon eine interessante Logik, wenn hier behauptet wird, wenn man diese widerliche Vollverkleidung verbiete, dann würden die Frauen zu Hause eingesperrt. Das würde bedeuten, dass der muslimische Göttergatte die Einkäufe zu erledigen hat sowie die anderen ausserhäuslichen Kleinigkeiten auch, die das Leben erfordern.

Das wird natürlich nicht geschehen, bis auf Einzelfälle vielleicht. Aber per Verbot besteht zumindestens die Chance, dass die betroffenen Frauen etwas 'gerader' gehen können. Selbstverständlich kann es keine vollständige Kontrolle geben, ob dieses Gesetz/Verordnung eingehalten wird. Dennoch bin ich der Ansicht, dass diese mittelalterliche Verkleidung nicht in unsere Gesellschaft passt - und deshalb muss der Gesetzgeber ran!

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MatthiasPetersbach 16.08.2016, 16:13
184.

Zitat von crazy_swayze
Ein Verschleierungsverbot ist sinnvoll. Vollverschleierung ist ein potentielles Sicherheitsrisiko (s. im nahen Osten - Bombengürtel unter der Burka). Eine Vollverschleierung wird in unserer Gesellschaft auch nicht akzeptiert. Dementsprechend ist die Gesetzeslage anzupassen.
Grundgesetz gelesen und verstanden? Was mit Recht und Freiheit am Hut?

Tut mir leid - ich bin da auch kein Fan dieser Gestalten - wenn ich auch erst einmal jemanden Entsprechendes gesehen habe - aber ne KLEIDERORDNUNG wegen eines eingebildeten Missstandes? geht garnicht.

Was kommt dann noch? Darf ich nicht mehr mit dem Hoodie überm Kopf durch die Straßen laufen? Keine Rucksäcke? keine Koffer auf Rollen?

Einfach mal nachdenken, welche Welt wir uns erschaffen - nur wegen ein paar Terroristenid*oten und ein paar zurückgebliebenen Religionsextremen? Das ist es nicht wert. So feige kann man garnicht sein.

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Here Fido 16.08.2016, 16:14
185.

Zitat von Lorah
Schon mal eine in Burka gesehen? Nicht im TV? Auf der Strasse? Vielleicht auch nur eine Touristin? Nur als Gedachtnisstütze: das Kleidungsstück ist oft hellblau. Nein? Weitere Argumente zur Verdeutlichung einer Scheindisskussion sind nicht erforderlich.
Wie Sie vielleicht vielen Beiträgen entnehmen können, handelt es sich keinesfalls um eine Scheindiskussion. Wohl eher eine Diskussion die Sie nicht gerne sehen.

Und es geht nicht um den Begriff Burka - eine reine Nebelkerze, denn in der Tat ist diese selten - sondern um die Vollverschleierung womit auch immer.

Warum ist das also eine Scheindiskussion? Ich sehe täglich schwarze Gespenster die ich nicht sehen will.

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teletubby1951 16.08.2016, 16:14
186. pro burka ... naive argumentation

die burka und ähnliche verkleidungen sind nicht einfach nur bekleidung, die einige wenige tragen, sie sind ein poltisches statement gegen unsere werte und geflogenheiten und zeigt eine bewusste abgrenzung. in europa ist es konsens, das gesicht zu zeigen, sich damit den anderen zu öffnen, die einem in die augen sehen können. das ist für unsere art der kommunikation unumgänglich. die burka erinnert an einen helm mit geschlossenem visier. ein auftreten, das für europäer agressiv besetzt ist und bedrohlich wirkt. wir in deutschland müssen nicht alles dulden, was nichtangepasste nicht anpssungswillige fremde wollen, wir sollten auf unsere art und lebensweise bestehen.

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murksdoc 16.08.2016, 16:14
187. Wehrhafte Demokratie

Die Burka ist ein Zeichen einer Weltanschauung. Es wird Zeit, dass diese Demokratie auch mal ein Zeichen setzt, dass sie sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt. Ein Burkaverbot wäre so ein Zeichen, weil es keinem weh tut und religiöse Gefühle nicht verletzt werden können. Im Islam ist die Burka nicht vorgeschrieben. Deshalb kann man dem Islam damit auch nicht wehtun.

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geando 16.08.2016, 16:15
188. @karl.kante

Zitat von karl.kante
Die Religionsfreiheit, sich aus religiöser Überzeugung freiwillig zu verschleiern, spielt in der "Debatte" ja gar keine Rolle. Da waren die westlichen Werte der Aufklärung 1740 in Preußen schon deutlich weiter: "Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sie bekennen, ehrliche Leute sind, und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen." - Friedrich II. (Preußen) (1712-1786) Das sind nicht weniger als die Kernwerte der Aufklärung. Es sind DIE westlichen Werte. Wenn diese Werte der Aufklärung im Westen nichts mehr wert sind, was ist dann der Westen noch wert? Wer Argumente und Positionen nach anderen als inhaltlichen Kriterien beurteilt, handelt irrational und rückständig.
Sind wir mal ehrlich: Das alte Preussen war ein expansionistischer Militärstaat, der sich über jeden Mann gefreut hätte, der anschliessend mit der Knute zum Dienst fürs Vaterland gepresst worden wäre. Abgesehen davon lässt sich leicht salbadern, weil der alte Fritz in Wirklichkeit gar nicht in Verlegenheit gekommen wäre, das Hunderttausende oder Millionen von Muslimen in sein Königreich geströmt wären. In diesem Moment hätte er wahrscheinlich etwas anders darüber gedacht...

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Faldor17 16.08.2016, 16:16
189.

Dieser Kommentar ist ebenso unerträglich wie wirklichkeitsfremd. Der Autor möge bitte einmal aus seinem Szeneitaliener heraustreten und durch eine normale (am besten nordrhein-westfälische) Innenstadt gehen, dann sieht er mehr Burka als selbst ihm lieb sein wird.

Ja, wir sind eine offene, säkuläre Gesellschaft, in der jeder Glauben darf was er will. Aber müssen wir deswegen alles ertragen und zulassen? Ich meine: Nein! Zu einer offenen gesellschaft gehört es, das Gesicht seines Gegenübers zu sehen und nicht nur die Augen. Und ganz ehrlich: Ich fühle mich verdammt komisch, wenn im Schwimmbad jemand im Burkini herumläuft. Man kommt sich als normaler Badegast dann vor als wäre man in Badehose auf einem Empfang erschienen - und dass kann es nicht sein.

Dazu sind die Vergleiche des Autors nicht nur unpassend, sondern geradezu unverschämt, denn sie stellen CDU-Innenminister auf eine Stufe mit Potentaten im arabischen Raum. Wenn seriöse Journalisten sich schon so versteigen muss sich niemand wundern, wenn die politische Auseinandersetzung unschön wird.....

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