Forum: Politik
Debatte über Doppelpass: Wer sind wir ...

... und wenn ja wie viele? An der doppelten Staatsbürgerschaft entzünden sich alte Debatten neu: Was bedeutet es, ein Deutscher zu sein. Und wie wird man dazu? Angela Merkel kennt die Antwort nicht.

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air plane 25.08.2016, 14:25
1.

Früher sagte man Leuten, denen die Budesrepublik nicht gefällt: Geht doch nach drüben! Analog dazu könnte man heute sagen: geht doch nach Islamabad, wenn's euch hier zu schön ist!

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ttvtt 25.08.2016, 14:35
2. x_stämmige

es gibt genug andere Länder aus denen Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind. Die italienisch oder griechischstämmigen. Wo sind diese alle nur geblieben? Und die davor zugewanderten Slawen, wo sind sie nur alle hin? Was ist mit den Russlanddeutschen, die vor 25 Jahren gekommen sind und kein Wort deutsch sprachen, wer kann sie noch erkennen?

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paulvernica 25.08.2016, 14:35
3. Sie haben da Recht

Zitat :
Manchmal genügt ein einziger Satz. Und man erkennt, wie deprimierend die Lage ist: "Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln." Die Bundeskanzlerin hat das jetzt gesagt. Sie hat damit über die Geschichte der Integration ein Todesurteil gefällt.
Zitat Ende :

Ja mittlerweile dürfte eigentlich jeder gemerkt haben, dass Frau Merkel völlig planlos ist. Dieser Satz dient einzig und allein dem Zweck der AFD die Wähler wieder
abzunehmen. Er wird jetzt vor den Wahlen in Berlin und Meckpomm gesagt.

Sind die Wahlen vorüber wird sie wieder in den achso toleranten "mir ist alles scheissegal" was in Deutschland abläuft Modus verfallen.

Man kann Merkel nicht mehr ernstnehmen und die CDU wird für mich erst dann wieder glaubwürdig wenn sie sich von Merkel getrennt hat. Heuchlerisch den Versuch die AFD nun rechts zu überholen.

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Charlie Hebdo 25.08.2016, 14:36
4. sehr schöner Kommentar, aber interessanter

sind die fünf Merkmale des Deutschseins. Wie viele Deutsche verlassen sich auf den Staat? Vorsätzlich, weil die Reichen doch mit ihren Steuern die Sozialleistungen finanzieren. Mit Kinderkriegen ist halt die Bürgerpflicht getan, oder? Folglich wären diese dann nicht mehr deutsch. Was macht man mit Ihnen?

Augstein kann ich nur zustimmen. Wie der Satz der Kanzlerin auseinander genommen wird, ist vorbildlich. Und leider hat er Recht. Nett gemeint aber wer nachdenkt kommt zu Augsteins Schlüssen

Die Merkmale der Münklers dagegen lassen sich auf viele andere Kulturen/Gesellschaften übertragen. Da sehe ich wenig spezifisch Deutsches. Dass Deutschsein Anforderungen impliziert, ist noch richtig, die Merkmale hingegen sind leider eben nicht typisch deutsch. Höchstens zivilisiert.

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Firewing6 25.08.2016, 14:40
5. Eigentor, Herr Augstein!

Wie wurden nach dem Ersten Weltkrieg aus Deutschen Amerikaner? Tja, nicht durch Flower Power: Wegen brutalem Zwang, Internierungslagern, Ausgrenzung, Hass, öffentlicher und politischer Stigmatisierung der Deutschen - bzw. im damaligen Sprachgebrauch der "Huns" (Hunnen) - blieb den Menschen einfach nichts übrig, als ihre Tradition und Identität zu verleugnen und amerikanischer zu werden als die meisten US-Bürger. Wenn Sie das hier als Modell anpreisen, sollten Sie vorher mal in ein gutes Geschichtsbuch schauen.

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andraschek 25.08.2016, 14:42
6. Dem kann ich nur zustimmen

aber einen Einspruch habe ich doch. Sie haben geschrieben: "Die Deutschen könnten sich daran erinnern, wie es war, als sie selbst zu Hunderttausenden in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderten."

Gerade das können wir Deutschen eben nicht denn die, die auswanderten sind weg. Und eine Anmerkung zum deutschsein habe ich auch noch. Für mich als Atheiost ist es wichtig das Religion überhaupt keine Rolle spielen darf.

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localpatriot 25.08.2016, 14:43
7. Klare Erwartungen

Einwanderung ist aus Sicht der traditionellen Einwanderungsländer ein Privileg und als Gegenstück für eine akzeptable Aufnahme erwartet das Gastgeberland eine Anpassung an seine Gebräuche.

Das passt natürlich nicht jeder Person. Deshalb hatten Länder wie Kanada, Australien usw traditionell bei freiwilligen Auswanderern (also nicht Flüchtlingen) eine Rückwanderungsrate von 15% und mehr, sogar bei ausgewanderten Briten, welche kulturnahe sind.

Was nicht in Ordnung ist, dass die Gastgeber ihre Erwartungen aus unsichtbaren unterdrücken und dann an den Zugewanderten herummeckern weil diese nicht den unsichtbaren Erwartungen entsprechen.

Kleidung ist das offensichtlichste Merkmal der Sonderheit des Einzelnen von der Gruppe oder das Merkmal der Zugehörigkeit.

Das Gastgebervolk muss erwarten dass das Prinzip der 'Andere Völker, andere Sitten' bei Zuwanderer normal ist. Das trifft natürlich auch für die Zugewanderten zu.

Die Zugewanderten sollten erwarten dass die Gastgeber eine Anpassung erwarten.

Leider war die Kanzlerin bei ihrer Einladung nicht mutig genug die Erwartungen ihrer Mitbürger und im Sinne der demokratischen Wahl ihrer Auftraggeber, klar darzulegen. Damit folgte sie einer ganzen Serie von Kanzlern seit der Zuwanderungswelle seit 1960.

Wenn jetzt die Landes und Kulturtreue ins Spiel gebracht wird, dann kompliziert sich das Ganze und man muss über eine Generationentwicklung nachdenken.

Tatsache ist jedoch dass die deutschen Regierungen hier im Dunkeln herumtrapsen und unter sich ein Blinde Kuh Spiel betreiben.

Man könnte fast denken dass keiner der Deutschen im Bundestag Verwandte im Ausland aus der Generation seiner Grosseltern hat, oder möglicherweise sogar im Ausland lebte.

PS: Wer eine lebhafte Debatte über dieses Thema verfolgen will, muss nur dem US Wahlkampf zuschauen.

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DougStamper 25.08.2016, 14:47
8. Trotz das ich Befürworter

der willkommenskultur bin kann ich an dem Satz der Kanzlerin nichts falsches finden. Fördern und fordern. Die Mittel bereitstellen das Migranten deutsche werden und fordern, dass diese das auch wollen und alles dran setzen es zu erreichen. Nur so funktioniert Integration. Das Beispiel der Türken darf sich nicht wiederholen. Nach 1-2 Jahren Integrationstest, wer 2 mal durchfällt wird, soweit möglich, abgeschoben.

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zeichenkette 25.08.2016, 14:49
9. Die Welt ist zu klein geworden

um noch auf Nationalitäten, Ethnien und Religionen setzen zu können. Genau genommen ist das schon lange vorbei, aber inzwischen ist das auch in Europa angekommen. Man sollte vor allem unterscheiden zwischen Menschen, die konstruktiv dem friedlichen Miteinander zuarbeiten und denen, die das nicht tun.

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