Forum: Politik
Debatte über Doppelpass: Wer sind wir ...

... und wenn ja wie viele? An der doppelten Staatsbürgerschaft entzünden sich alte Debatten neu: Was bedeutet es, ein Deutscher zu sein. Und wie wird man dazu? Angela Merkel kennt die Antwort nicht.

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Juro vom Koselbruch 26.08.2016, 10:07
170. Nein, diese Aussagen stammen ...

Zitat von Miere
dass die doppelte Staatsbürgerschaft ein Fehler war, und dass es richtig sei, das wieder zurückzufahren? Und jetzt auf einmal doch wieder mehr Multikulti?
... vom SPIEGEL-Kolumnisten Jan Fleischhauer und nicht von Jacob Augstein.

Jan Fleischhauer schrieb auch das Buch "Unter Linken - Von einem, der aus Versehen konservativ wurde"

Sehr informativ geschrieben zeigte es auch die Problematik einer Pauschalsichtweise auf, die heißen kann "Im Zweifel links". :-))

Das, obwohl Jan Fleischhauer aus einem in Wolle gefärbten "SPD-Elternhaus" kommt. Ein m.E. hervorrganedes Beispiel für eine auch selbstkritische Auseiandersetzung mit den eigenen "ehemaligen" Weltbild.

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Putin-Troll 26.08.2016, 10:08
171. Vielleicht sollte die Kanzlerin erst mal selbst Loyalität entwicklen

Zitat von
"Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln."
Ich bin "deutschstämmig" und habe meine Loyalität zu unserem Land komplett verloren. Solange die Bundesrepublik keine Anstrengungen unternimmt meine Grundrechte vor der NSA zu schützen, kann sie mir getrost den Buckel hinunterrutschen.

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Bombadil 26.08.2016, 10:09
172. Ein letztes Mal

Ich schrieb - Wer unser Grundgesetz ohne wenn und aber anerkennt, der ist willkommen - Ist der Hinweis auf unser Grundgesetz schon Grund genug, den Beitrag nicht freizuschalten? Schönen Tag noch.

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Juro vom Koselbruch 26.08.2016, 10:21
173. Dass man in Frankreich nervös ...

Zitat von GinaBe
Im Kulturjournal im Deutschlandfunk gestern hörte ich eine Sendung, in der über die herkunft der Burkini- Mode (in Frakreich, aber auch im Libanon etc.) berichtet wurde. Er entstand als Auftrag für ein libanesisches Unternehmen, welches Frauen den Beruf der Bademeisterin und Lebensretterin eröffnen sollte, diente also der Gleichstellung der Frau, ihrer berufswahll, der Integration in den lebensprozess. Die Mode selbst wurde bereits aufgegriffen von Designern, die auch andere Frauenkleidungen mit Blumen und anderen Motiven attraktiv verschönern.
... auf muslismische Kleidung reagiert nach dem Anschlag in NIzza, ist menschlich verständlich, aber m.E. trotzdem kontraproduktiv und gemessen an unseren westlichen Wertevorstellungen auch nicht haltbar.

Der Burkini ist keine Burka mit Sehschlitz oder Nicab mit Sehgitter.
Das Gesicht ist völlig frei, oft ist der Burkini auch etwas körperbetont genäht. Der Burkini kann also noch nicht einmal als "Einfrauzelt" karikiert werden.

Entscheidend, der Burkini verhindert keine auch gestisch mimische Kommunikation. Die Personenidentifikation ist nicht beeinträchtigt.

Eine Hygienefrage stellt sich auch nicht, denn sie wäre bei einer Badehose oder einem Badeanzug auch gegeben.

Ein Burkini wird also eher die Integration oder das Zusammenleben fördern als mindern.

Es entspricht auch nicht westlichen Wertevorstellungen, im genannten Fall Frauen Bekleidungsvorschriften zu machen (Noch einmal, es geht nicht um Burka oder Nicab.). Das sollten wir doch lieber anderen überlassen.

Die Bilder von Polizisten, welche in Nizza die betroffene Muslima zur "richtigen" Kleidung zwingen, gehen um die Welt und genau jenen Munition, welche sie überhaupt nicht bekommen sollten. Würde meine Tochter (Nichtmuslima) als Test einen Burkini tragen, und die Polizei käme, dann wäre selbstverständlich massiver Ärger vorprogrammiert.

In der muslimischen Welt gibt es jetzt wegen der Nizzabilder auch laut SPON massive Proteste. Ich vermute, dass diese Proteste überwiegend von Leuten kommen, die das Attentat von Nizza mit über 80 Toten kaum gejuckt hat.

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Bondurant 26.08.2016, 10:22
174. Augstein

ist bemerkenswert:

Spätestens nach dem Ersten Weltkrieg aber waren aus den Deutschen Amerikaner geworden. In den Zwanzigerjahren konnte der Autor Henry Louis Mencken feststellen: "Der Schmelztiegel hat die Deutschamerikaner verschlungen wie keine andere Gruppe, wie nicht einmal die Iren."

Erstens hat Mencken - selbst deutschstämmig - das mit Bedauern gesagt. Und zweitens lag das daran, dass "die Deutschen" im Ersten Weltkrieg als feindliche Ausländer angesehen, z.T. interniert wurden. Das wollten die nicht noch mal erleben, deshalb sind sie "verschwunden", bis hin zur Namensänderung. Mancher Schmidt hießt seitdem Smith etc. Und welche Schlußfolgerung zieht unser Meisterdenker daraus für die jetzige Einwanderung?

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erntehelfer53 26.08.2016, 10:31
175. Warum versuchen uns.......

...... Augstein, die Nachdenkseiten und der Muslimemarkt, entgegen besseres Wissen, Das Zusammenleben mit Muslime schmackhaft zu machen? Soll der Deutsche Staat sich auflösen, wie die Grünen es sich erträumen?
Die AfD ist eine klare Antwort auf diese Bestrebungen.

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nickleby 26.08.2016, 10:35
176. Wir erwarten..

damit meint Frau Merkel zu Recht, dass die zu uns Gekommenen die Pflicht haben, sich an die Kultur und Lebensart der Deutschen zu gewöhnen und anzupassen.

Mit den europäischen christlichen Zuwanderern gab es keine kulturellen Probleme. dagegen gibt es Schwierigkeiten mit dem Menschen - und Kulturverständnis der Muslime.

Diese Muslime haben die Bringschuld der Einordnung in unser Gesellschaftsverständnis. Wir nehmen Rücksicht und tolerieren ihren Glauben, aber wir können ihn nicht akzeptieren, da er ein absolut diametral entgegengesetztes Menschenbild besitzt.

Herr Augstein sollte sich darauf besinnen, dass er Deutscher mit deutschem kulturellen Hintergrund ist.

Die Muslime leben in Deutschland und haben anzuerkennen,dass das GG über dem Koran steht
dass Bevormundung der Frau eine Kulturschande ist

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Juro vom Koselbruch 26.08.2016, 10:39
177. Fühlen Sie sich nicht ...

Zitat von Putin-Troll
Ich bin "deutschstämmig" und habe meine Loyalität zu unserem Land komplett verloren. Solange die Bundesrepublik keine Anstrengungen unternimmt meine Grundrechte vor der NSA zu schützen, kann sie mir getrost den Buckel hinunterrutschen.
... dem Respekt und der Achtung unsres Grundgesetzets verpflichtet?

In dem Fall würden Sie tatsächlich die Loyalität zur BRD verloren haben. Aber was würden Sie damit über sich selber sagen?

In finde die NSA-Geschichte auch haarsträubend und Merkels wie Steinmeiers Politik in diesem Fall ebenso.

Aber deshalb gibt man doch die eignen Wertte nicht aus, oder?

Man muss den Begriff "Patriotismus" nicht mögen, weil er letztlich auch sexistsich wirken kann. "Vater"land ist eben immer auch "Mutter"land.

Aber den Begriff des so genannten "Verfassungspatriotismus" finde ich interessant und begrüßenswert. Er hat mit m.E. unsäglichem Nationalstolz nichts zu tun, legt uns auf unsere Werte fest und stolz sein kann ja jede/r weiterhin - und zwar auf das, was sie/er selbst geschaftt hat.

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Bondurant 26.08.2016, 10:40
178. Nein.

Zitat von Juro vom Koselbruch
Ein Burkini wird also eher die Integration oder das Zusammenleben fördern als mindern.
Die speziellen Kleidungsvorschriften, die der Islam für Frauen bereithält, haben (gesellschafts-)politische Funktionund sind in sich Integrationshindernisse. Zum einen geht es darum, die Frau schon äußerlich schnell erkennbar als "anders" im Sinne von Moral und Ethik zu kennzeichnen. Zum anderen handelt es sich um das Statement: Ich bin rein, ihr nicht.

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Darwins Affe 26.08.2016, 10:40
179. Ohnmächtige Nationalstaaten?

Vielleicht greift der Artikel zu kurz. Der deutsche Nationalstaat hat in vielen Bereichen die Grenzen seiner Einflussmöglichkeiten verloren: »Ubi bene ibi patria« heisst heute die Parole: Viele Begüterte und Hochqualifizierte gehen in die Schweiz und USA und sonstwohin, Arme und Unqualifizierte suchen Unterschlupf im deutschen Sozialsystem. Das Kapital wandert sowieso in Sekundenschnelle rund um den Planet. Als Gegenbewegung sehen wir die Abschottungsapostel von Rechtsaussen und die Globalisierungsgegner von Linksaussen. Die EU scheint vor dem Ende, der Euro am Zusammenbruch. Es ist nur zu hoffen, dass der europäische Kontinent nicht wieder in einem System brutaler Diktaturen versinkt. Der Brexit könnte den Anfang vom Ende signalisieren. Die Briten hatten historisch schon immer eine gute Nase angesichts bevorstehenden Katastrophen.

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