Forum: Politik
Debatte über Guttenberg: Eine Lichterkette für den Baron

Warum kritteln nur wieder alle an Guttenberg herum? Er ist zurückgetreten, jetzt hat er auch noch ausführlich um Entschuldigung gebeten. Nach den Regeln der Gefühlsdemokratie gebührt dem Mann deshalb nicht Verachtung, sondern Anerkennung, findet Jan Fleischhauer.

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fareast 28.11.2011, 13:34
1. Hier koennte Ihr Titel stehen

Zitat: "Von einem "ungeheuerlichen Fehler" ist bei ihm die Rede, ja einer "unglaublichen Dummheit", die er "auch von Herzen bedauere" und die er sich nur mit der Überforderung seiner "Doppelbelastung" als Familienvater und Politiker erklären lasse.

Spätestens das ist das Stichwort, bei der selbst der ärgste Guttenberg-Kritiker die Waffen strecken muss. "Doppelbelastung" ist genial, darauf ist nicht einmal Margot Käßmann gekommen." Recht hat Herr Fleischhauer, deshalb sollten wir das dem Freiherrn auch in Zukunft ersparen und ihm Zeit geben, sich auf seine Rolle als Familienvater zu konzentrieren. Mal im Ernst, wer so argumentiert, disqualifiziert sich doch als ernstzunehmender Kandidat fuer irgendetwas.

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SiSa89 28.11.2011, 13:35
2. Guttenberg & Käßmann?

Ich finde es unglaublich, dass hier Guttenberg und Käßmann in einen Topf geworfen werden. Auf der einen Seite eine Frau, die mit ein paar 0,noch was Promillen zu viel eine kurze Strecke gefahren ist und sich daraufhin sofort entschuldigt hat und zurückgetreten ist. Und auf der anderen Seite ein Politiker, der mehr als 70% seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat und bis heute behauptet, das sei ihm nicht bewusst gewesen. Ein Mensch, der (egal wie unstrukturiert und chaotisch seine Arbeitsweise ist) nicht merkt, dass seine Doktorarbeit hauptsächlich NICHT von ihm stammt, muss komplett unorganisiert und, entschuldigung, blöd sein. Und dann ist er auch nicht für ein politisches Amt, egal welches, geeignet. Sollte er gewusst haben, was er da fabriziert hat und trotzdem an seiner Unschuldsbeteuerung festhalten, dann ist er ein Lügner und gehört erst recht nicht in irgendwelche staatlichen Ämter.

Das Problem ist nicht, dass er sich nicht entschuldigt hat, sondern, dass er sich für das falsche entschuldigt hat. Im gegensatz zu Käßmann, die sich konkret für ihren Fehler entschuldigt hat.

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_muskote 28.11.2011, 13:36
3. …

Fleischhauer, wer sonst …
Mein Mitgefühl.

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erlachma 28.11.2011, 13:36
4. Reingefallen!

Tja, Fleischhauer, was soll ich sagen - Sie sind wieder auf ihn reingefallen. Wenn man Ihre Kolumne analysiert, und daraus Rückschlüsse auf Sie zieht, ist das aber nicht verwunderlich.

Guttenberg geht es nicht um eine ehrliche Entschuldigung, er will nur Publicity für sein Buch. Da geht er sogar soweit, dass er für so etwas deutsche Gerichte einspannt und seine Strafzahlung just so legt, dass sie mit dem Erscheinungstermin zusammenfällt. Würde es Guttenberg um Ehrlichkeit gehen, dann würde er nicht wieder von oben herab palavern, sondern arbeiten und versuchen, sich verlorenen Kredit zurückzuholen. Und er würde mit denen, von denen er kopiert hat, in Kontakt treten und sich bei ihnen entschuldigen, denn nur die können ihn ent-schuldigen. Die Öffentlichkeit hat damit ersteinmal nichts zu tun. Sie wird nur, ganz im alten Blender-Stil, dafür instrumentalisiert.

Für schlichte Gemüter mag das reichen, aber für alle im Lande, die noch einen Funken Anstand haben, ist das nicht genug.

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komparse 28.11.2011, 13:38
5. Finde ich auch.

Zitat von sysop
Nach den Regeln der Gefühlsdemokratie gebührt dem Mann deshalb nicht Verachtung, sondern Anerkennung, findet Jan Fleischhauer.
Wenn Bushido einen Preis dafür erhält, weil er ein paar Jahre nicht kriminell war und dann als gelungenes Beispiel für Integration gefeiert wird, dann hat vG erst recht seine 2. Chance verdient.

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Zynisch_Kontrovers 28.11.2011, 13:38
6. Versteh ich das richtig?

Also hätte ich nicht das Portait von Herrn Fleischhauer neben der Kolumne gesehen, hätte ich sie für durchweg ironisch gehalten....

jetzt bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher!
Oder doch?

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JeanLuc7 28.11.2011, 13:39
7. Lichterkette? Gerne!

Aber der Baron möge sich bitte nicht nur entschuldigen, sondern ENDLICH zugeben, dass er betrogen hat. DAS wäre dann die Klasse, die Anerkennung rechtfertigt.

---

BTW: Man kann nur andere um Entschuldigung bitten - sich selbst entschuldigen ist per definitionem nicht möglich, auch wenn es heutzutage immer wieder geschrieben wird.

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dioogenes 28.11.2011, 13:41
8. Öd, plump, fad

Dieser Artikel von Herrn Fleischhauer ist - wieder mal - am Thema vorbei, und überdies eine weitere plumpe Provokation, die leicht durchschaubar ist. Wieso erhält dieser Autor eigentlich immer wieder so viel Raum für seine Scherze? Das ist doch gähnend langweilig.

In diesem Fall: Alle Welt (auch der Autor) weiß, dass KTzG keine Reue zeigt für seinen Betrug (wenn auch nicht im Sinne des STVG), sondern die Öffentlichkeit - ebenso plump - weiß machen möchte, er habe einen Fehler begangen.

Also lassen wir diese öden Diskussionen einfach.

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Paul Max 28.11.2011, 13:41
9. ....

Zitat von sysop
Warum kritteln nur wieder alle an Guttenberg herum? Er ist zurückgetreten, jetzt hat er auch noch ausführlich um Entschuldigung gebeten. Nach den Regeln der Gefühlsdemokratie gebührt dem Mann deshalb nicht Verachtung, sondern Anerkennung, findet Jan Fleischhauer.
Beide, Fleischhauer und Guttenberg einfach links (oder dort wo sie hingehören; nämlich in der Gosse) liegenlassen.

Nicht über diese Personen, geschweige denn deren Auslassungen diskutieren. Das ist das einzige was hier (noch) hilft

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