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Debatte über Prostitution: SPD-Politikerinnen fordern Sexkaufverbot
Marijan Murat/ DPA

Ist Prostitution legale Arbeit oder behindert sie die Gleichstellung von Frauen? Einige SPD-Politikerinnen wollen Bewegung in die Debatte bringen. Sie wollen ein Verbot von Sexerwerb nach schwedischem Vorbild.

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Anna156464641156 07.07.2019, 15:18
50. Digitalisierung – Fremdwort in Berlin

Die alternde SPD versucht wieder mit uralten mittel die Welt ohne Digitalisierung zu kontrollieren. Prostitution findet doch mittlerweile über Tinder Snapchat Lovoo usw. statt. Dort wird sich angeboten und Preise verhandelt ohne jede Kontrolle und Regularien. Nichts und niemand wird vor Missbrauch geschützt. Das vorgeschlagene Verbot hat aber natürlich auf reale Phänomene aus dem Neuland keinerlei Antworten sondern wird nur die illegale Prostitution dahingehend verschieben.

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carranza 07.07.2019, 15:27
51. Besser als HartzIV

So lautete vor einigen Jahren der Slogan einer Prostituierten, die auf einer Demo in Dortmund gegen die Abschaffung ihres Kiezes demonstrierte.
Vielleicht sollt man es mal dem mal ein Bedingungsloses Grundeinkommen entgegensetzen, dass es ermöglicht, auch ohne sich zu prostituieren, über die Runden kommen zu können?

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carranza 07.07.2019, 15:38
52. Folgen der Prohibition sollten doch hinreichend bekannt sein

Zitat von einerkeiner
Prostitution gibt und gab es sogar in Gesellschaften, wo dafür die Todesstrafe, Auspeitschen, Gefängnis, usw., droht/drohte. Insofern ist es grenzenlos naiv, zu glauben, man könne sie einfach so verbieten. Der Großteil ist auch heute schon illegal (wer will schon Steuern zahlen?), und mit diesem Vorstoß wird das auf ewig zementiert.
Man versetze sich ins Amerika der 30er, als die Herstellung und der Konsum von Alkohol unter Strafe gestellt wurden.
Die Folgen waren, dass man Alkohol nur noch auf dem Schwarzmarkt bekam und dass die Preise stark anstiegen und dank dieser enormen Profite den Aufstieg der Mafia erst recht begünstigten.
Ähnliches wäre auch bei der Prostitution zu erwarten. Zuhälter und Prostituierte würde kaum eine Interesse daran finden, wenn Freier durch die Polizei behelligt würden. In Folge dessen wäre man bestrebt, diese durch Geldzuwendungen, Erpressung, oder auch Schlimmeres, wie Gewalt ruhig zu stellen.
Man kann der Problematik leider nicht durch einfache Lösungen beikommen.

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steinbock8 07.07.2019, 16:31
53. Prostitution.

Prostitution gibt es schon seit tausenden von Jahren. Vielleicht sollte man mal Leute fragen die etwas davon verstehen. Mit einem Verbot würde man den bestehenden Zustand nur verschlimmbessern. Besser wäre es die Prostitution aus der Isolierung herauszuholen und die Situation der Prostituierten zu verbessern.

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RamBo-ZamBo 07.07.2019, 17:19
54. asdf

Klar, dass die Feministinnen das wollen. Frauen können ja seit Tinder & Co. unverbindlich Sex haben so viel und oft sie wollen, ganz ohne das Stigma aus früheren Zeiten. Das geht für Frauen ziemlich einfach. Für fast alle Männer geht das nicht, weil selbst weniger attraktive Frauen sich auf den Platformen die Top 20% der Männer aussuchen, dieses Verhalten ist gut in Studien dokumentiert. Einige wenige Männer haben daher sehr häufig und mit vielen Frauen Sex, die anderen gehen leer aus oder kommen nur selten zum Zug. Diese Männer nutzen daher gerne Prostitution, aber auch die heute einfach zugängliche Pornographie. Ein Verbot der Prostitution würde daher das Machtgefüge etwas in Richtung der Frauen verschieben, weil Männer ihre Triebe nicht mehr so einfach ohne eine Paarbeziehung befriedigen könnten. Was oft außer acht gelassen wird: Die Emanzipation der Frauen hat ja nicht nur die Abhängigkeit der Frauen von den Männern reduziert, sondern auch umgekehrt. Daran wollen die Feministen jetzt arbeiten, dazu passt die geplante Strafbarkeit ausschließlich für die meist männlichen Freier.

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bernd0963 07.07.2019, 17:22
55. Was bringt das

...auch in Schweden gibt es Frauen die sich für Sex bezahlen lassen.
Ich war als Monteur vor 4 Jahren dort - Verbote nutzen diesen Frauen eher wenig auch wenn es vieleicht gut gemeint ist.

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heinzerichii 07.07.2019, 17:30
56. Wenn..

..es als eines der "ältesten Gewerbe" der Welt gilt, bei dem eben natürliche Bedürfnisse befriedigt werden, frage ich mich, wie man mal wieder auf die Idee von Verboten kommen kann, zumal es wahrscheinlich auch Frauen gibt, die diesen Job "freiwillig" ausüben. Die natürlichen Bedürfnisse (Nachfrage) werden -trotz Verbot- weiterhin da sein, nur eben kriminalisiert, was unterschwellig eher zu gesellschaftlichen Frust und Konflikten führt. Es wäre meines Erachtens besser an einer Verbesserung der Rechte (seriöse Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten), Arbeitsbedingungen und Bezahlung dieser Frauen zu arbeiten. Und an einer gleichwertigen Akzeptanz des Jobs wie etwa einen Physiotherapeuten. Die Frage ist eher, ob es sowas wie ausbeuterische "Zuhälter" eigentlich geben sollte. Keine Frau sollte diese Arbeit oder Teile davon gegen ihren Willen machen. Aber diese Liebesdienstleistungen vor lauter Scheinheiligheit ganz zu verbieten und zu kriminalisieren, finde ich falsch. Zumal es auch genügend seriöse Angebote gibt und nicht alles daran schlecht sein muss.

Vielleicht kommen einige auch noch auf die Idee, zu verbieten, dass Männer oder Frauen ohne Lebens- oder Sexualpartner allein leben?

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claus7447 07.07.2019, 17:30
57. Mal ein kleiner Hinweis

Zitat von purple
Mit einem Verbot von Prostitution wird der natürlichste Trieb des Menschen kriminalisiert. Wo beginnt denn Prostitution. Wenn ich eine Frau das shoppen bezahle und davon ausgehe daß sie mit mir danach ins Bett geht? Wenn ich das Abendessen bezahle und nicht auf getrennte Kassen bestehe? Wenn ich sie kostenlos in einer Wohnung wohnen lasse? Sex besteht doch immer irgendwo aus einer Leistung und Gegenleistung. Darauf ist doch im Endeffekt jede Paarbeziehung aufgebaut. Das kann eben ein langfristiger oder ein kurzfristiger Kontrakt sein. Warum sollte man Frauen und Männern verbieten solche Verträge einzugehen? Wenn hier moralinsaure Politiker der gesamten Bevölkerung ihre Moral überstülpen wollen, dann finde ich das nicht in Ordnung. Ich finde gerade Sexualität ist ein Bereich in dem Mehrheitsmeinungen nichts zu suchen haben. Die Stafgesetze sollen Frauen vor körperlicher Gewalt schützen und nicht vor sich selbst
In Leinfelden wenige Kilometer vom Flughafen Stuttgart steht ein Puff names Paradise. Der Inhaber brüstete sich jahrelang, das sein Laden absolut sauber, legal und menschenwürdig geführt wird. Die Kunden kamen teilweise per Flugzeug aus Skandinavien für eine Nacht, Flatrate (?) Gebucht und am nächsten Morgen zurück.

Mittlerweile sitzt der ach so saubere Mensch hinter Gitter. Den das Bordell war eben nur mit nackter Gewalt von türkischen und deutschen Gangs zu führen, die die Frauen zwangsprostituiert haben.

Aber mal so, wenn jemand meint er muss in den Puff, entspricht das Selbstbefriedigung mit Mithilfe. Was für arme Männer. Entweder keine Sexpartnerin abbekommen oder zu doof zum fremdgehen. Denn die Eskortladies sind denen zu teuer... ist aber auch Puff, nur auf höherem Niveau.

Gesetze wie in Schweden, ja.... genau richtig. Es wird nicht Bordelle verhindern, aber eindämmen.

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Europeon 07.07.2019, 17:36
58.

Die SPD-Frauen machen ein Gesetz und schon gibt’s das älteste Gewerbe der Welt nicht mehr. Warum nur ist vorher niemand darauf gekommen?

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tizona 07.07.2019, 17:44
59. Selbstbestimmung

Zitat von RamBo-ZamBo
Klar, dass die Feministinnen das wollen. Frauen können ja seit Tinder & Co. unverbindlich Sex haben so viel und oft sie wollen, ganz ohne das Stigma aus früheren Zeiten. Das geht für Frauen ziemlich einfach. Für fast alle Männer geht das nicht, weil selbst weniger attraktive Frauen sich auf den Platformen die Top 20% der Männer aussuchen, dieses Verhalten ist gut in Studien dokumentiert. Einige wenige Männer haben daher sehr häufig und mit vielen Frauen Sex, die anderen gehen leer aus oder kommen nur selten zum Zug. Diese Männer nutzen daher gerne Prostitution, aber auch die heute einfach zugängliche Pornographie. Ein Verbot der Prostitution würde daher das Machtgefüge etwas in Richtung der Frauen verschieben, weil Männer ihre Triebe nicht mehr so einfach ohne eine Paarbeziehung befriedigen könnten. Was oft außer acht gelassen wird: Die Emanzipation der Frauen hat ja nicht nur die Abhängigkeit der Frauen von den Männern reduziert, sondern auch umgekehrt. Daran wollen die Feministen jetzt arbeiten, dazu passt die geplante Strafbarkeit ausschließlich für die meist männlichen Freier.
Sehr gut beobachtet. Aus dem selben Grund wird ja auch die Forderung nach einem Verbot der Pornographie alle paar Jahre von irgendeiner Feministin aus der Mottenkiste geholt. Wobei die Politik in Sachen Pornographieverbot wesentlich zögerlicher zu sein scheint. Derartige Forderungen könnten vermutlich zu viele Wählerstimmen kosten.

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