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Debatte über schlechte Umfragen: SPD-Linke warnt vor Kurswechsel
DPA

Angesichts der anhaltend schlechten Umfragen macht sich in der SPD Nervosität breit. Aus Niedersachsen kommt der Ruf nach einem Kurswechsel. Der linke Flügel hält dagegen: "Das wäre die falsche Botschaft", so Parteivize Stegner.

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gerd.lt 27.07.2014, 16:31
50. ohne Bedenken

Diese Koalition wird der SPD keine Freude bereiten. Ihre kleinen Reförmchen sind im Grunde nur eine minimale Einebnungen der durch die schrödersche Politik entstandenen tiefen sozialpolitischen Einschnitte. Ihre willfährige Bereitschft, besonders die von Gabriel, bezüglich der Entwicklung in Europa durch die Ukrainekrise und ihr Eintreten für die puren geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen der Amerikaner, zerstört die Lebensleistungen von Willy Brandt und Helmut Schmidt, die auf dem Altar amerikanischer Interessen ohne jegliches Bedenken geopfert werden. Der europäische Ausgleich für den diese beiden SPD-Kanzler gearbeitet haben, wird ohne jedes Bedenken um ein paar Posten willen, in der GroKo geopfert.

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charlybird 27.07.2014, 16:33
51. Wenn die SPD

einmal zu ihren vollmundigen Wahlkampfversprechungen stehen würde und sie hernach nicht derart verwässert, dass man glaubt eine andere Partei vor sich zu haben, wäre das eine Politik der kleinen Schritte nach oben. Und dann agiert sie wie ein DAX-Unternehmen, sobald die erhofften Zahlen nicht im Vierteljahrestakt steigen, doktort man an diesen Ursachen, natürlich vergeblich, anstatt die eigenen politische Ideen, viele sind es ja nicht mehr, analog zum Programm umzusetzen. Und solange die Einsicht bei vielen Genossen noch immer nicht keimt, dass die Agenda 2010 den Laden zerrissen hat, ist da eh Hopfen und Malz verloren

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david_crocket 27.07.2014, 16:37
52. Muttis Wahlverein

" Kinderbetreuung: Schwesig verschiebt Kita-Qualitätsgesetz um Jahre"
Rente mit 67 und mit 63 - so what.
Mütterrenten - bezahlt von den Müttern aus ihren eigenen Rentenbeiträgen.
Frauenquote in Aufsichtsräten (sic!) - für wen? Frau Nahles?
Zeitarbeit.
Werkverträge.
Kindergeld für alle - wirklich alle.
Hartz IV für alle.

Es gibt so einen Spruch, wenn eine Regierung sich vom Volk nicht verstanden fühlt, soll sie sich doch ein neues suchen.

Frau Merkel hat das auf ihre Art gelöst, sich eine neue Partei gesucht - die Partei(en) der Beliebigkeit - Hauptsache: sie ist dabei.

Ja, die SPD ist schon eine tolle Partei - für Landes- und Kommunalbeamte und - Frau Merkel.

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ks82 27.07.2014, 16:39
53. Man sollte niemals seine Wurzeln vergessen

Zitat von
Weil hatte in der "Berliner Zeitung" mehr Wirtschaftsfreundlichkeit gefordert. Die wirtschaftspolitische Profilierung sei "in den letzten Jahren zugunsten eines starken Profils bei der sozialen Gerechtigkeit in den Hintergrund getreten", so der der Sozialdemokrat: "Das müssen wir ändern."
Die SPD hat ihre Tradition in der sozialen Gerechtigkeit und Interessen der Arbeitnehmer - und nicht in den Gewinnmargen von Konzernen. Der Mann ist vielleicht einfach in der falschen Partei? Man sollte niemals seine Wuzeln vergessen, das kostet immer die meisten Wähler. Und das war zuletzt die Poltik von Gas-Gerd gegen die Interessen der eigenen Wähler. Wiederholen täte ich das nicht. Ansonsten freut sich die FDP unter "Sonstige" bestimmt über Gesellschaft.

Auch unter dem Blickwinkel sozialer Gerechtigkeit kann man meines Erachtens gute Wirtschaftspolitik machen, nur eben nicht so wie CDU/CSU/FDP und zu Lasten der Arbeitnehmer: Die beste Strategie zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist "Leben und leben lassen". Nur wenn jemand von "wirtschaftsfreundlicher Politik" spricht meint er diese Strategie meistens leider nicht.

Und gegen die Erscheinung der AfD sollte man eher die Ursachen für die zunehmende Politikverdrossenheit bekämpfen, da ein nicht unwesentlicher Anteil der Wähler der AfD Protestwähler sind, die sich in den anderen Parteien einfach nicht mehr wieder finden.

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rehabilitant 27.07.2014, 16:42
54. Wie angekündigt

Die SPD wird bei der nächsten BTW kaum noch 20 % erreichen.
Dis wurde von vielen bereits nach der Wahl im letzten Jahr prognostizieret und so wird es kommen.
Durchaus vorhandene Erfolge der SPD in der Koalition werden nicht ihr zugeschrieben, sondern Merkels Union.
Misserfolge hingegen platziert die Union geschickt bei der SPD, die sich dagegen auch nicht wehren kann.
Unter dem Strich entsteht der Eindruck einer SPD, die zwar irgendwie mit dabei, aber nie führend ist.
Wer sich für die Junior-Rolle unter Merkel hergibt, hat es auch nicht besser verdient.
Der Unsympath Stegner treibt die Zustimmung zur Partei weiter nach unten.
Für mich persönlich gilt daher: nie mehr SPD.

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Markus Frei 27.07.2014, 16:44
55. Glaubwürdigkeit

Die SPD hat kein Themenproblem, die SPD hat das Problem das Ihr niemand etwas glaubt. Da spielt es gar keine Rolle mit was für Märchenversprechungen man in Wahlkämpfe geht, der Wähler weis ganz genau das jedes Versprechen sowieso gebrochen wird wenns ein paar Pöstchen zu ergattern gibt.

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lotharec 27.07.2014, 16:45
56. seltsames Argument

"Ich warne davor, zu glauben, das Wahlprogramm wäre falsch gewesen. Dass das Programm richtig war, zeigt schon, dass wir die Große Koalition inhaltlich prägen - mit ebenjenen Inhalten aus dem Wahlkampf."

Ein seltsames Argument. Wenn das Programm richtig war im Sinne der Wählerschaft, dann hätte es ein besseres Wahlergebnis bringen müssen.
Wenn diese Programmpunkte heute die Koalition inhaltlich prägen, bedeutet das nur, dass sich die SPD mehr durchsetzt als die CDU/CSU.

Ein Wählerwille drückt sich dadurch nicht aus.

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Marut 27.07.2014, 16:47
57.

Zitat von ludwig49
...hat der SPD Posten beschert, aber keine Wähler.
Das ist meiner Meinung das zentrale Thema. Eine große Koalition mit den Rechten einzugehen, obwohl eine linke Mehrheit gewählt worden war, das wird ihnen halt heute noch übel genommen. Die Vorstellung, das es bei einem Mindestlohngesetz mit Linken und den Grünen nicht soviele Ausnahmen gehabt hätte, tut sicher auch seine nachhaltige Wirkung.

Wenn nun die Frage nach noch wirtschaftsfreundlicherer Ausrichtung kommt, so heißt das doch nur, dass man inzwischen weiß, dass es so nicht noch oben gehen kann und gerade diese Politiker in einem Kurswechsel eine bessere Karriere für ihre Zeit nach der Politik sehen. Frei nach dem Motto: wenn's mit dem Dienstwagen das nächstemal nicht klappt, dann wenigstens 'nen guten Job inder Industrie - und den gibt's halt nicht umsonst.

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horst1109 27.07.2014, 16:53
58. Wer sich Stegner ansieht, ...

der kann nicht SPD wählen. Ein Mensch, der sich so gibt wie Stegner und nur polemisiert, der versucht Menschen gegeneinander auszuspielen, anstatt sie zu versöhnen, der steht für eine SPD, die niemand mehr braucht. Die SPD sollte sich ihrer Zeit besinnen, als sie gemeinsam mit der FDP neben sozialen Dingen auch die wirtschaftlichen Aspekte diskutiert hat, so wie es Weil mittlerweile dämmert. Dafür wird man in der SPD aber heutzutage angefeindet. Lieber denkt man über Bündnisse mit der Linken nach und ist bereit, eine Juniorpartnerschaft unter Duldung eine Linken Ministerpräsidenten einzugehen.
Was ist aus dir geworden, SPD?

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kaiserudo 27.07.2014, 16:53
59. Super Sache das.

Zitat von sysop
Angesichts der anhaltend schlechten Umfragen macht sich in der SPD Nervosität breit. Aus Niedersachsen kommt der Ruf nach einem Kurswechsel. Der linke Flügel hält dagegen: "Das wäre die falsche Botschaft", so Parteivize Stegner.
Ich find die Idee der SPD gut sich mehr der Wirtschaft zu öffnen und mehr nach rechts zu rutschen.

Bekommt sie bei den nächsten Wahlen wenigstens unter 20 % !

Bitte Herr Gabriel. Machen sie das.

MfG
Ein Mitglied der linken.

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