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Debatte über schlechte Umfragen: SPD-Linke warnt vor Kurswechsel
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Angesichts der anhaltend schlechten Umfragen macht sich in der SPD Nervosität breit. Aus Niedersachsen kommt der Ruf nach einem Kurswechsel. Der linke Flügel hält dagegen: "Das wäre die falsche Botschaft", so Parteivize Stegner.

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emmerot 27.07.2014, 18:58
80.

Zitat von Blaumännchen
...Der Arzt investiert, die Sprechstundenhilfe zahlt. Mal sehen wie viel da noch vom Mindestlohn übrigbleibt. Die Wähler der SPD trifft man nicht bei Alnatura oder Füllhorn sondern bei ALDI, Lidl und Penny. Und nicht nur hinter der Kasse sondern vor allem in der Schlange davor. ...Die SPD hat ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung und die hat ihre in der Industrialisierung. Somit ist die SPD schon historisch eine Industriepartei. Wenn sie weiterhin für Arbeitnehmer wählbar sein will muss sie Industriepolitisch kompetent sein. Als Aktivistenpartei des guten Gewissens für Besserverdiener wie Grüne oder Linke denen 8% ausreichen hat sie als Volkspartei keine Chance. Der Aufstieg der kleinen Leute, das war das Versprechen das die SPD vor 150 Jahren gegeben hatte. Da muss sie wieder hin und das geht nicht ohne wirtschaftliche Kompetenz.
Die SPD als Arbeiterpartei. Und eben nicht nur die doppelte Staatsbürgerschaft, Sozialhilfe für die Welt, sondern erst mal an die eigenen Wähler denken. Und die gehen eben meistens morgens brav zur Arbeit oder haben es vor ihrer Rente brav getan. Um die Bezieher eines bedingungslosen Grundeinkommens kann sich gerne die LINKSPARTEI kümmern. Aber selbst eine Steuersenkung für niedirge Einkommen hat die SPD lieber abgelehnt, damit der Staat mehr zum umverteilen hat. Wohin bitte? Nach oben? Zu den Beamten?

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bssh 27.07.2014, 19:08
81. So ist es

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Warum muss die SPD Gründe dafür suchen, warum sie kein Bein mehr auf den Boden bekommt. Haben sie es nicht kapiert, wollen sie es nicht kapieren oder können sie es nicht kapieren? Hat die SPD sich so weit von dem Volk entfernt, dass sie realitätsfern geworden ist. Die Menschen trauen der SPD nicht mehr und seit Schröder erst recht und mit recht. Und auch die jetzige SPD wird von den Menschen alles andere als "sozial gerecht" wahrgenommen. Politische Karriere machen halt nur Egoistinnen und Egoisten und keine sozial und gerecht eingestellte Menschen.
Die SPD-Führung hat sich zu weit vom Volk entfernt. Sie pflegt lieber Kontakt mit Bossen als mit kleinen Leuten. Natürlich sind Bosse auch wichtig, aber wer da zu einseitig ist, der sieht die Welt anders. Schröder wurde nicht ohne Grund der Kanzler der Bosse genannt. All die Typen, die bei ihm in der Führung waren sind jetzt immer noch da. Warum sollten sie jetzt etwas für falsch halten, was sie damals für richtig hielten? Gabriel und Steinmeier loben immer noch die Agenda 2010, haben da nichts gelernt. Für sie, die ja auch zu den Topverdienern gehören, hat sie sich auch gelohnt. Die Bosse haben sich auch nicht beklagt, eher dahin, dass es ihnen noch nicht weit genug geht, und die Medien, die auch alle einigen Reichen gehören und deren Medien-Elite auch alle sehr gut verdienen, sehen auch nur, dass es ihnen nun besser geht, beklagen sich also auch nicht, sondern loben es. Das untere Einkommens-Drittel der Gesellschaft geht oft sowieso nicht wählen, also warum sollte man deren Interessen vertreten?

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Ernieone 27.07.2014, 23:43
82. nie vergessen: die Gabrieelabgabe

Dieses Land wird die Gabrielabgabe auf selbst erzeugtem, die Gesellschaft nicht belasteten Solarstrom, nicht vergessen.
Urheber für den Eintritt in eine Selbsterzeugungsabgabe, die es noch nicht einmal in Bananenrepubliken gibt, ist der SPD - Politiker, mit gesamter Genossen - SPD Unterstützung, Bundesminister Gabriel.
Dies ist der erste Eingriff in Private Selbstversorgung seit bestehen der Bundesrepublick und des vereinten Deutschland und der Startschuß für weitere Bürgerbelastungen.
Es gibt nur eine Lösung: keine SPD und damit Gabriel wählen. Bürger "wehret den Anfängen", denn wer heute noch lacht kann morgen selbst betroffen sein!

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e-cdg 28.07.2014, 09:46
83. vorwärts und bald vergessen

Zitat von sysop
Angesichts der anhaltend schlechten Umfragen macht sich in der SPD Nervosität breit. Aus Niedersachsen kommt der Ruf nach einem Kurswechsel. Der linke Flügel hält dagegen: "Das wäre die falsche Botschaft", so Parteivize Stegner.
Ist dieser Beitrag eine Ergänzung zu dem Schwachsinn von Inklusion, der sich derzeit an deutschen Schulen breitmacht ?
Alle mit allen zusammen zusammenzubringen, unabhängig von der unvergleichbaren Leistungsfähigkeit, kann nur scheitern. Die Sozialdemokratisierung Deutschlands mag "Spitzenleistungen" hervorbringen, mit der Weltspitze hat dies nichts mehr zu tun!

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Wladimir_Andropowitsch 28.07.2014, 12:21
84. Es braucht keine Zugeständnisse an die CDU/CSU

Allein der Umstand, dass das Mindestlohngesetz, so wie es von den SPDisten ausgearbeitet und zur Verabschiedung vorgelegt wurde, vermittels der Massenkündigungen von Leiharbeitskräften und der nachfolgenden Wiedereinstellung dieser Leiharbeitskräfte als real-existierenden Zwangsarbeitskräfte in Form der Werksvertragsleiharbeitskräfte, dokumentiert doch, womit wir es bei der S(chröder) P(artei) D(eutschlands" in der Praxis zu tun haben.

Da wir "gutes Geld für gute Arbeit" von S()P()D()-Gewerkschaftlern gefordert und statt die inzwischen immer extremistischer ausgeplünderten und ausgeschlachteten Leihvertragsarbeitnehmer mit vernünftigen, als zeitlich unbefristeten Arbeitsverträgen auszustatten, kommt diese S()P()D() mit ihrem "Mindestlohngesetz" daher und liefert diese Erwerbstätigen der totalen Willkür und Ausplünderung von kriminellen Sub-Unternehmen des Werksvertragsarbeitsüberlassungssektors aus, weil die Allmacht der inzwischen etablierten Willkürjustiz durch die Winkeladvokatenmafia inzwischen sogar bis in die deutschen Obergerichte hinein reicht. Jeder der das nachvollziehen möchte, schaue sich einfach die Entwicklung der Urteile an, die vom BAG seit 1990 gefällt wurden.

Dann werden wohl keine Fragen mehr gestellt. Dann dürfte klar sein, dass nach der Spur der Steine in der stalinistischen Kaderfunktionärsdiktatur, nun die Spur der Schweine in der kannibalkapitalistischen Geldwirtschaftsdiktatur gelegt wird.

Zitat von augur
so daß vom jeweiligen Vorhaben nur noch der Name übrigbleibt, aber jeder sehen kann, was für eine Mogelpackung dahintersteckt. Dann erreicht sie spielend die Prozentstärke, die sie jetzt in Bayern hat.

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Wladimir_Andropowitsch 28.07.2014, 12:28
85. Unter Schröder ist die SPD

so christ-demokratische geworden, dass wirklich gar niemand diese S(chröder) P(artei) D(eutschlands) mehr braucht.

Im Ergebnis sind wir ja nah bei einander. Nur in der mittelfristigen Perspektive scheint mir das Zerstörungspotential dieser Politik recht markant.

Immerhin diskutieren die massgeblichen Entscheidungsträger des Kapitalsektors heute schon die Agenda 2020 und eine der ersten 3 Prioritäten wird die "Endlösung der Humankapitalkostenfrage"sein.

Und dann wird es richtig lustig. Denn wenn Menschen begreifen, dass sie, aus welchen Gründen und Ursachen auch immer, nichts mehr zu verlieren haben, dann setzen sie auch auf ihre letzte Waffe - ihr Leben.

Fazit: Mitmenschen als Selbstmordbomber auf der Kö - Das wollen wir auch.



Zitat von michael_1976
Unter Merkel ist die CDU so sozialdemokratisch geworden, dass kein Mensch die SPD braucht.

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kilminster 28.07.2014, 12:32
86.

Lieber Herr Weil, ich kann Ihnen sagen, warum die SPD immer noch bei 25% herumkrebst.

Weil sie einen Kanzlerkandidaten hatte, der eigentlich keine soziale Gerechtigkeit wollte, weil ein weiteres Mitglied der Schröderklicke wieder Außenminister spielen darf, der auch mit sozialer Gerechtigkeit nix anfangen kann.
Und nicht zuletzt, weil immer wieder Leute wie Sie aus den Büschen kommen und meinen "Nun is aber mal gut mit sozialer Gerechtigkeit. Es wird Zeit, dass wir den Reichen und Mächtigen wieder etwas zuschustern!"

Wer die Politik will, wegen der er früher einmal SPD gewählt hat kann heute doch keinen Tag sicher sein, dass nicht sofort der nächste Angriff von Seeheimern und Konsorten die letzten Reste sozialdemokratischer Politik in der SPD beiseite wischt.
Und wenn ich mir nicht sicher sein kann, dass eine Partei meine Interessen vertritt, warum sollte ich sie dann wählen?

Wer Politik für einige wenige macht darf sich nicht wundern, wenn er nicht von so vielen gewählt wird. Er sollte sich freuen, dass es trotzdem noch so viele sind.

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wachsames_auge 28.07.2014, 14:19
87. Nicht die SPD hat sich vom Volk entfernt,

sondern das Volk von der SPD. Man kann den zurück gebliebenen Seeheimern doch nicht vorwerfen, dass sie geblieben sind. Den Sündenfall begingen Liebherr, Luxemburg, Kommunisten, Grüne, Lafontaine, Linke und Piraten mit ihren SPD-Austritten und Gründungen von Konkurrenzparteien. Statt die Geblendeten und Naiven zu überzeugen, überließ man stets den ganzen Apparat seinen Gegnern, die dem Kapital dienten. Jeder Austritt und jede Teilung bewirkte das Gegenteil ihres Zwecks, denn der Einfluß auf die nächst stehenden schwand mit der Zerfledderung der eigenen Reihen und damit einhergehend die eigene Schlagkraft. Umgekehrt stärkte man seine Gegner, denen man alles kampflos hinterließ.

Ohne die SPD aus ihrer Verantwortung zu nehmen, scheint es typisch für eine parlamentarische Demokratie, das deren Vertreter dem Kapital dienen. Und gerade diejenigen die dem Volk dienen wollten, begünstigten dies, wenn sie genau deshalb die SPD verließen, weil sie ihren Einfluß auf die Führung der SPD aufgaben und diese ihren korrupten Gegnern überließen. Einzig Willy Brandt hat es verstanden, Mehrheiten von links aus zu organisieren. Die heutige Zerfledderung von links schließt Mehrheiten von Links aus, denn dafür bräuchte man die SPD, der es aber erstens inzwischen an Funktionären und Mitgliedern mangelt, die dies befürworten, und die zweitens einen Verlust an Wählern zu befürchten hätte, die die SPD gern in einer Koalition mit der CDU sehen. Falls die SPD Rot-Rot-Grün predigt, dann sicher nicht um dem Volk zu dienen, sondern um Wähler von Linken und Grünen abzuziehen.

Falls sich das Volk der Dekadenz seiner Vertreter überdrüssig wird, wie einst des Adels, wird es auch diese entmachten und zwar nicht durch Wahlen sondern durch Gründung einer neuen Gesellschaftsform. Weil Vertreter dem Volk wohl noch weniger dienen, als die abgeschafften Adligen, könnte diese Periode in der Geschichte der Menschheit als kurzer Irrweg eingehen der zu etwas Stimmigereren nötigte. Diener, per Internet beauftragt, ersetzbar oder abwählbar, Fachleute, die sich durch Transparenz ihrer Werke auszeichnen, könnten freundlich lächelnd Luftballone aushändigende Funktionäre ablösen z.B. weil deren Kompetenz als nicht übergehbar überzeugt, oder eine aktive Bestätigung im Netz die immer weniger Wähler mobilisierenden Funktionäre in den Schatten stellt.

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ja-sager 29.07.2014, 13:20
88. nee nee..

Zitat von brotherandrew
... hat sich nicht zuletzt mit den genannten Ministern fast völlig gegen die Union durchgesetzt. Überhaupt macht die Regierung fast 100 % SPD-Politik. Warum dennoch die Umfragewerte nicht stimmen, bleibt rätselhaft.
..das ist keinesfalls ein Rätzel, sondern die Konsequenz. Was ist denn 100% SPD-Politik? Schauen sie sich doch mal die Projekte an, die eilig an den Mann gebracht wurden und nun bröckchenweise wieder einkassiert werden. 100% SPD-Politik ist halt auch 100% handwerkliches Stückwerk und lediglich den gegebenen Wahlversprechen geschuldet. Mit Vernunft hat das sicher nichts zu tun. Daher logischer Weise auch die Katastrophale Aussenwirkung. Von nix kommt nix.

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