Forum: Politik
Debatte über Tötung auf Verlangen: CDU-Generalsekretär will aktive Sterbehilfe verhin
DPA

Die Debatte um ein Verbot der aktiven Sterbehilfe nimmt an Fahrt auf, die Debatte geht quer durch alle Parteien. Der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber spricht sich gegen Lockerungen aus - er wolle aktiver Sterbehilfe einen Riegel vorschieben.

Seite 4 von 11
liborum 16.01.2014, 16:48
30. Kubicki hat recht

Es sollte doch wohl MIR überlassen bleiben, ob ich nicht mehr kann und will oder ob ich elendig verrecken muß.
Und da hilft mit die Palliativ-Medizin wenig bis gar nicht. Den "zugedröhnt" möchte ich meine restlichen Wochen und Tage NICHT verbringen!

Und ich bin auch nicht Jesus, der klaglos?? sein Kreuz nahm - und am Kreuz seinen Vater anrief, warum er ihn verlassen habe.

Was ich nicht gut finde - Sterbehilfe gegen CASH!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GuterBürger 16.01.2014, 16:51
31.

Zitat von gedankensucher
was macht das mit denen, die die Infusion setzen oder das Medikament iniziieren? Das Gefühl, einen Menschen zum Tod gebracht zu haben, ist nicht einfach zu verarbeiten
Ich bin selbst Arzt auf einer INtensivstation und es gab schon einige Situationen in denen ich mir gewünscht habe den Patienten einfach einschlafen lassen zu können.
Für mich macht es ethisch keinen Unterschied ob ich sie in Narkose versetze und das Beatmungsgerät ausschalte (aktive Sterbehilfe) oder warte bis sie eine Lungenentzündung bekommen und die Antibioatika nicht gebe oder warte bis sie bluten und die Blutung nicht stille (passive Sterbehilfe).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Untertainer 16.01.2014, 16:54
32. Stimmt

Zitat von gedankensucher
Wenn wir eine zum Tod führende Alternative zur Palliativmedizin wirklich brauchen und wollen, dann bitte nur als assistierten Suizid. Diese Verantwortung soll nur der übernehmen, der am Sterben ist..
Das ist im Prinzip auch die aktuelle Gesetzgebung. Leider will der im Schützenverein lustvoll herumballernde Gesundheitsminister auch die passive Hilfe durch das reine Zurverfügungstellen von Medikamenten verbieten. Damit droht zum einen die angeordnete Quälerei durch das zwangsweise Anhängen an Maschinen. Und zum anderen muss der, der sich bewusst aus einer Notlage heraus töten möchte, weil er zum Beispiel die Schmerzen nicht mehr aushält, sich grausamst vor den Zug schmeißen. Und wer behauptet, keiner müsste bei unserem Stand der Medizin Schmerzen erleiden, der hat keine Ahnung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schüler.aus.bremen 16.01.2014, 16:57
33. Wenn

Wenn ich jemals in Begriff sein sollte Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu müssen, würde ich mich in ein Land transportieren lassen, wo das erlaubt ist. Wenn ich nicht transportiert werden kann, dann mach ich Selbstmord. Ich würde nur Sterbehilfe bevorzugen, weil es humaner ist. Zumindest für den Sterbenden. Allerdings sollte es Staatlich geprüfte und extra ausgebildete geben, die mit den physischen Druck umgehen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siggus 16.01.2014, 17:00
34. Kontrollverlust

Zitat von gedankensucher
So sehr man den Wunsch verstehen kann, einem unerträglichen Leiden ein Ende zu setzen, was macht das mit denen, die die Infusion setzen oder das Medikament iniziieren? Das Gefühl, einen Menschen zum Tod gebracht zu haben, ist nicht einfach zu verarbeiten. Das lässt sich auch bei vielen die von Berufs wegen töten müssen (Polizei, Armee...). Wenn wir eine zum Tod führende Alternative zur Palliativmedizin wirklich brauchen und wollen, dann bitte nur als assistierten Suizid. Diese Verantwortung soll nur der übernehmen, der am Sterben ist. Ich halte es - neben den Missbrauchsgefahren - für viel zu belastend, wenn man das Töten an Ärzte oder Angehörige delegiert. Wenn, dann ist es die eigene Aufgabe.
Diesen Aspekt lese ich leider viel zu selten, der in Ihrem Beitrag anklingt. Herr Tauber verabsolutiert seine Ablehnung aus der Haltung des eigenen Macht- und Kontrollverlustes heraus, den er für sein eigenes Leben schwinden sähe. Hier stößt für mich Demokratiedenken der Majoritäten an Grenzen und schließt eben jene aus, die den Weg für sich anders wählen möchten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vonwoderwestwindweht 16.01.2014, 17:02
35. ***

Es wäre für viele Totkranke schon eine große Erleichterung, wenn sie wüssten, dass sie sich im Notfall beim Suizid helfen lassen KÖNNTEN. Also allein die Option würde sie entspannen - ohne dass sie auch tatsächlich dies nutzen würden.

Politiker wie Tauber und Müntefering überdecken die real exisiterenden Dramen mit Glückskekssprüchen wie "Der Tod gehört zum Leben" usw.

Im erweiterten privaten Umfeld gab es einen Fall, wo ein Mann sich mit der Kettensäge selbst getötet hat, ein anderer mit einem Gerät, mit dem man im Schlachthof Schweine tötet. Beide hatten ein funktionierendes Umfeld. Hätte es die Möglichkeit zum assistierten Suizid gegeben, hätten beide die Möglichkeit gehabt, sich von ihren Familien zu verabschieden und diese u. U. auch dabei sein zu lassen. Dies ist bei solchen Brachialmethoden, die die beiden angewendet haben, natürlich nicht möglich. Man kann ja schlecht sagen "Wir sehen uns heute zum letzten Mal, denn morgen werde ich mir eine Kettensäge an den Hals halten". Und dann womöglich noch hinzufügen "Kannst natürlich dabei sein, wenn Du magst". Diese Möglichkeit, sich friedlich zu verabschieden hatten diese Menschen nicht und sind bei diesen Verzweiflungstaten quasi ausgeschlossen. Darüberhinaus ist es für die Angehörigen hochgradig traumatisierend, einen Angehörigen so aufzufinden.

Ich finde überhaupt, dass diese gut gemeinte Betrutschelungspolitik immer bizarrere Ausmaße annimmt. Es ist eine sonderbare Berufsauffassung von Politik, wenn sie nur noch in Verbotemacherei ausartet und nichts Kontruktives mehr hat oder Menschen Freiräume ermöglicht, ihr Leben und Sterben nach eigenen Wünschen zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxbigj 16.01.2014, 17:05
36.

[QUOTE=Querdenker17;14664353]
Sie meinen das jemand von der Krankenkasse kommt und sagt, husch husch mach einen Abgang?
Viele reden daran vorbei worum es wirklich geht, oder sie verstehen es nicht. Ein Mensch der im sterben liegt und keine Genesung erwartet, soll die Chance bekommen nicht unnötig zu leiden! Und ein andere schreibt hier, das es eine zu große Verantwortung ist jemand anderes Leben zu beenden..Klar ist das nicht leicht. Aber es gibt Menschen die sich dieser Verantwortung stellen, so wie es Soldaten gibt die auf Befehl töten. Das gehört dann aber nicht verboten?? Alle reden viel , aber wenn sie selber in der Situation wären, wo man sich einfach nur wünscht endlich nicht mehr leiden zu müssen, spätestens dann ändern sie ihre Meinung! Egal welchen Glauben oder Vorsetze sie haben. Es ist eine Diskussion von Menschen, die keine Ahnung haben welche Qualen Krankheiten hervorrufen und wie sehr Menschen leiden und sich wünschen, das es endlich vorbei ist. Der Tod ist nichts herorisches und nichts besonderes! Wir alle sterben irgendwann, nur das jeder Selbst entscheiden darf wie und wann! Sie haben einfach kein Recht über andere zu bestimmen!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huuhbär 16.01.2014, 17:05
37.

Zitat von sysop
Die Debatte um ein Verbot der aktiven Sterbehilfe nimmt an Fahrt auf, die Debatte geht quer durch alle Parteien. Der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber spricht sich gegen Lockerungen aus - er wolle aktiver Sterbehilfe einen Riegel vorschieben.
Voll daneben ist, wie Menschen denen es gut geht, anderen die jahrelang an Krankheit leiden, unbedingt zum Leben und qualvollem Tod zwingen wollen. Warum eigentlich? Die gleichen Scharfmacher die eine Sterbehilfe ablehnen schicken aber Soldaten in den Tod. Werden die unschuldigen tausende Verletzten und Tode in der Zivilbevölkerung gefragt, ob sie bereit dazu sind – zu sterben? Aber hier einen Aufstand wagen, bei einigen wenigen, die freiwillig sterben möchten und ihr Leiden beenden wollen, weil das Leben in ihren Augen unerträglich unwürdig geworden ist, das kann niemand beurteilen außer dem Betroffenen selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doc.burton 16.01.2014, 17:06
38.

Schon schlimm genug das diese, angeblich christliche, Trümmerpartei einem vorschreiben will wie man zu leben hat. Dass sie sich aber nun anmaßt und einem vorschreiben will, wie man zu sterben hat, ist schlichtweg eine bodenlose Frechheit. Diese Partei hat es nicht verdient sich christlich zu nennen.

Wird Zeit dass es mal Herrn Tauber persönlich trifft, am besten mit starken Schmerzen dauerhaft ans Bett gefesselt zu sein, mit Null Aussicht auf Heilung. Dann ändern sich ganz schnell vermeintlich fundamentale Ansichten, auf einmal ist der Sinn der Selbstbestimmung dann doch größer als die eigene Regulierungswut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stabhalter 16.01.2014, 17:07
39. ohje

Zitat von sysop
Die Debatte um ein Verbot der aktiven Sterbehilfe nimmt an Fahrt auf, die Debatte geht quer durch alle Parteien. Der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber spricht sich gegen Lockerungen aus - er wolle aktiver Sterbehilfe einen Riegel vorschieben.
der neue Generalsekräter der CDU,ein vollkommener Dummschwätzer,
solche Nieten gehen der CDU nie aus.Zur Menschlichkeit,hier macht Frau
Merkel vor was menschlich ist,tagtäglich.Warum muss man sich von völlig unbedarften Politfuzzis sagen lassen was man will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 11