Forum: Politik
Debatte über Ungleichheit : Liberale Lügen
DPA

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Politikern und Publizisten seit Jahren nicht gelungen ist: Die Elite debattiert über Ungleichheit. Nicht aus Anstand - sondern aus Angst.

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ruhepuls 29.12.2016, 17:29
1. Elfenbeinturm?

Was ist neu daran, dass die Gebildeten und Leistungsstarken auf die "Ungebildeten" herunterschauen - und zwar quer durch alle politischen Richtungen. Oder glaubt irgendwer Sarah Wagenknecht geht abends mit "real existierenden" Arbeitern oder Harzern einen Trinken? Macht Frauke Petry aber sicher auch nicht. (Und Donald Trump schon gar nicht). In jeder Gesellschaft bilden sich Schichten aus, in jeder. Ob dann "da oben" Funktionäre hocken (Vorstände sind letztlich auch nichts anderes) oder Reiche spielt dabei keine Rolle. Und wer oben ist, will oben blieben, was zwangsläufig bedeutet, dass die, die unten sind auch unten bleiben müssen. Sonst würde es oben ja ein wenig eng.

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RioTokio 29.12.2016, 17:31
2.

Die Pauschalbeschimpfung der AFD von Augstein ist nicht neu. So ist die Postfaktische Zeit, Polemik pur.
Das AFD Wahlprogramm liest sich tatsächlich in weiten Teilen wie das Parteiprogramm der CDU - vor Merkels Linkskurs natürlich.
Hauptkritikpunkte der AFD ist die Politik der offenen Grenzen.
Das kann man angesichts ausufernder Kosten, Islamimport, Parallelgesellschaften und massiver Sicherheitsprobleme gut nachvollziehen.
Das mit der Rassismuskeule zu erledigen ist zu wenig Herr Augstein.
Gegen welche Rasse soll es denn da gehen?
Es geht um unkontrollieten Zustrom und Ausbreitung des gefährlichen Islam bei uns.
Letzterer ist ja immer noch keine Rasse bekanntlich, es ist eine Religion mit vielen Tötungsaufrufen für Nichtmuslime in ihrem Glaubensbuch - dem Koran.
Leider halten sich da einige dran - siehe Berlin, siehe Paris, siehe Brüssel...
DAS sollten Sie mal thematisieren Herr Augstein.

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dieter-ploetze 29.12.2016, 17:33
4. leider keine stimme des fortschritts

schreibt augstein ueber die einzige oppositionsbewegnug.
meinetwegen,wenn es nur ueberhaupt erst mal eine stimme gibt und die etablierten in aufruhr geraten.
wenn es zu aenderungen kommt, dann sicher nicht AfD 1 zu 1 umgesetzt.zumindest besteht erst mal die
hoffnung auf aenderung.das muss fuers erste genuegen.

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sam1919 29.12.2016, 17:38
5. Ein Armutszeugnis für die Linken...

Ich gebe Ihnen vollkommen recht und scheue mich vor den Schlussfolgerungen: die Linke hat total versagt. Nicht nur, dass sie ihre Stammklientel, den Proletarier vergessen und damit eine ganze Klasse sich selbst überlassen hat, heutzutage verhöhnt sie diese Leute, die im Verteilungskampf ganz vorne mit dabei sind, indem sie fast alle derer Sorgen (oder besser: Ansprüche an die Gesellschaft) in die rechte Ecke stellt. Das wird nicht gut enden.

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biesi61 29.12.2016, 17:38
6. Interessante Theorie, die sicherlich nicht ganz falsch ist.

Allerdings begründet sie mir 2 Phänomene absolut nicht:
1. Warum wird die AfD von so vielen Wohlsituierten getragen? und
2. Wieso ist die Rebellion der Abgehängten derart extrem reaktionär, dass sie sich gegen Schwule, selbstbewusse Frauen und vor allem gegen Ausländer richtet und nicht gegen die tatsächlichen Verursacher der sozialen Schieflage, die in den Chefetagen von Wirtschaft und Politik sitzen?

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egonon 29.12.2016, 17:39
7. Das sollte er sich zu Herzen nehmen,

wenn er zutreffend feststellt, Publizisten und Politiker arbeiten nicht für alle Menschen sondern nur für ihre Klientel. Ich hoffe, Herr Augstein hat sich damit auch selbst charakterisiert und denkt darüber nach. Die Floskel von der sozialen Ungleichheit, die so viele Politiker zu Wahlkampfzwecken wie eine Monstranz vor sich hertragen und die ihnen so viele Publizisten kritiklos nachplappern, sollten die von ihm angesprochenen Personen lieber kritisch hinterfragen. Gerade mit derartigen Phrasen hat doch Herr Trump in Amerika so Punkten können. Je mehr Menschen eingeredet wird, sie seien sozial abgehängt, um so mehr werden den Populisten nachlaufen.

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bestrosi 29.12.2016, 17:39
8. gallig, wie immer

Ich stimme zu, was das Ökonomische angeht: die Euros sind in der Vergangenheit wichtiger gewesen als die Wäherstimme, bzw. hat sich der Stimmenbuhl auf die Euros konzentriert.
Trotzdem springt Augstein zu kurz, denn mindestens genauso wichtig sind die kulturellen Probleme, ob wahrgenommen oder befürchtet: Stichwort Islam.
Der Aufstieg der AfD ist "multifaktoriell", und ich muss sagen: ich finde es gut, wenn das politische Spektrum von Rechts bis Links aufgefächert ist, immer innerhalb des pluralistisch-demokratischen Rahmens, sonst: Verbotsantrag. So bekommen wir endlich wieder Debatten in der Politik, nach einer langen bleiernen Merkel-Feelgood-Demobilisierung, die ironischerweise von ihr selbst (unfreiwillig) beendet wurde.

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steinbock8 29.12.2016, 17:43
9. Lesen

Die sogenannten Eliten solche Artikel verstehen Sie die auch oder wollen sie die auch verstehen was ist die Konsequenz ich fürchte gar keine von der Politik gleich Lobbyisten gleich Kapital ist keine Änderung zu erwarten die afd wird wachsen und alle schauen zu ohne die richtigen Schlüsse zu ziehen

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