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Debatte über Ungleichheit : Liberale Lügen
DPA

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Politikern und Publizisten seit Jahren nicht gelungen ist: Die Elite debattiert über Ungleichheit. Nicht aus Anstand - sondern aus Angst.

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freidenker49 29.12.2016, 17:44
10. Traurig, traurig

Augstein zu den Aussagen der Rechten:"Leider ist es keine Stimme des Fortschritts, sondern eine des Rassismus, der Menschenverachtung, der Unfreiheit."
Aber es bleibt bei dieser Behauptung. Keinerlei Beleg wird aufgeführt.
Dabei sind es gerade die Rechten, die darauf hinweisen, dass einfache Arbeitskräfte die Verlierer der Globalisierung sind.
Es sind die weniger wohlhabenden Haushalte, die sich keine Alarmanlage leisten können, um sich vor Einbrüchen zu schützen.
Es sind die weniger Qualifizierten, die sich von den Flüchtlingen in Bezug auf ihren Arbeitsplatz bedroht fühlen.
Es sind diejenigen, die auf die Transferleistungen des Staates angewiesen sind, die davor Angst haben, dass bei zu vielen Ausländern die Sozialkassen bald leer sind.
Es ist eben so, wie Kollege Lobo richtig schrieb, dass gerade von den Migranten mehr Kriminalität ausgeht, das beweist die Statistik auch wenn man sie nicht gerne hört. Und gerade Lobo war es, der schrieb, dass diese Aussage eben nicht rassistisch ist sondern nur die Wahrheit.

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CatoUticensis 29.12.2016, 17:47
11.

Ein guter Artikel, vielen Dank dafür!

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prologo 29.12.2016, 17:47
12. Die etablierten Parteien erkennen diese Zeichen nicht

Ein sehr treffender Artikel von Herrn Augstein. Worüber ich ich mich sehr wundere ist, dass die etablierten Parteien fast überhaupt nicht auf diese seit zwei Jahren aufgetretenen Fakten reagieren. Im Gegenteil sie werden regelrecht ignoriert. Stattdessen werden alle Kritiker als dumme Populisten, oder gar in die rechte Ecke geschoben.

Die Wahl 2017 wird in einem Erdrutsch Desaster für die drei etablierten enden, das ist die Quittung dafür. Bis September 2017 ist noch lang, und jedes Attentat in Deutschland, was keiner wünscht, wird diesen Erdrutsch noch vertiefen. Hoffentlich lesen diese Politiker diesen sehr wertvollen Artikel von Herrn Augstein auch. Die Hoffnung stirbt zu letzt.

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sachse78 29.12.2016, 17:48
13. Danke

Gefällt... Und was tut SPON ab jetzt, um die Missstände aufzudecken und die gemäßigte Politiker auf den richtigen Kurs zu bringen?

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dent42 29.12.2016, 17:50
14.

Als ob nur Geringverdiener rechts wählen und der Bildungsbürger nicht. Also ob nur das ökonomische sein das Bewusstsein bestimmt. Vielleicht muss man sich auch einfach damit abfinden, dass es einen geistig-moralischen Bodensatz ewig gestriger gibt die unabhängig vom Einkommen einfach nur alles ablehnen was nicht deutsch, weiß und heterosexuell ist.

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franz.v.trotta 29.12.2016, 17:51
15.

Die Reichen sind reicher, die Armen ärmer geworden. Das ist die durchgehende Linie bzw. das Resultat von 11 Jahren Merkel-Politik. Alles Andere sind nur Spiegelfechtereien, Girlanden, die ins Fenster gehängt werden, so dass der brave Bürger an politische Teilhabe glauben kann. - Hat schon irgend jemand mal etwas darüber gehört, dass sich Merkel für die 50 Prozent der Bevölkerung interessiert, die in absehbarer Zeit mit unter 800 Euro monatlich auskommen müssen?

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keine-#-ahnung 29.12.2016, 17:52
16.

... ist weder ein Gender-Seminar noch ein Gay Club ...".
Na Gott sei Dank, könnte man sagen. Fortschritt ist nicht Veränderung um jeden Preis ohne die Auswirkungen von Veränderungen zu analysieren und zu bewerten. Macht man dies unaufgeregt, kommt man unter Umständen auch mal zu der Schlussfolgerung, dass ein roll back von "Fortschritten" der Gesellschaft nützlicher zu stehen kommen könnte als das Beharren auf dem Veränderten. Hier fehlt seit Jahren ein korrigierendes Regulativ ... nämlich eine starke konservative Politik.

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mike_virgil 29.12.2016, 17:52
17. Womit sich leider zeigt....

Womit sich leider zeigt, dass Angst vor Drohungen mehr wirkt, als jahrelanges Bitten und Argumentieren. Auch bei Eliten.

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charlybird 29.12.2016, 17:53
18. Bildung

Zitat von ruhepuls
Was ist neu daran, dass die Gebildeten und Leistungsstarken auf die "Ungebildeten" herunterschauen - und zwar quer durch alle politischen Richtungen. Oder glaubt irgendwer Sarah Wagenknecht geht abends mit "real existierenden" Arbeitern oder Harzern einen Trinken? Macht Frauke Petry aber sicher auch nicht. (Und Donald Trump schon gar nicht). In jeder Gesellschaft bilden sich Schichten aus, in jeder. Ob dann "da oben" Funktionäre hocken (Vorstände sind letztlich auch nichts anderes) oder Reiche spielt dabei keine Rolle. Und wer oben ist, will oben blieben, was zwangsläufig bedeutet, dass die, die unten sind auch unten bleiben müssen. Sonst würde es oben ja ein wenig eng.
hat zwar durchaus noch elitären Status, aber doch längst nicht mehr wie überbordender Reichtum, der nicht mehr erklärbar ist, sondern per se als Erfolg von Eliten gebackt wird.
Die Tür nach `oben´ bleibt geöffnet, Sie müssen sich nur trauen. Aber man sollte dabei berücksichtigen: If you can’t do the time, don’t do the crime. Oder besser noch, lassen Sie sich nicht erwischen. All das gilt selbstverständlich nicht für unsere bildungsbürgertümliche Erbenrestgesellschaft, die ihren Status mit Hauen und Stechen verteidigt. Und hier setzt Augsteins Kritik doch an, man ist selbstverständlich liberalsozial, aber doch nicht suizidalsozial und auch noch rechts. Und da fängt die Angst an. Das Braune köchelt nämlich bereits.

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stesch 29.12.2016, 17:53
19. Falsche Diagnose

Entweder hat Augstein es nicht mitbekommen oder er ignoriert es geflissentlich: Die Anhänger, Wähler und Mitglieder der AfD sind eben nicht die Abgehängten der Gesellschaft. Sie gehören zum Großteil der Mittelschicht an. Deshalb stimmt es nicht, dass die AfD das Sprachrohr des Prekariats ist.
Vielleicht wollte Augstein jun. mal wieder etwas über die Ungleichheit in unserer Gesellschaft zum Besten geben. Das ist weder neu noch originell. Wie wäre es, dem Beispiel Tom Koenigs zu folgen, und das ererbte Vermögen zu spenden? Ererbtes Vermögen ist die ungerechteste Form von Reichtum.

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