Forum: Politik
Debatte über Ungleichheit : Liberale Lügen
DPA

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Politikern und Publizisten seit Jahren nicht gelungen ist: Die Elite debattiert über Ungleichheit. Nicht aus Anstand - sondern aus Angst.

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hschu 29.12.2016, 18:13
30. Herr Augstein

ihre Analyse ist völlig zutreffend. Ihre Schlussfolgerung zur AfD liegt nach meiner Ansicht völlig daneben. Was ist bei Ihnen Fortschritt, etwa eine Multikultigesellschaft? Darauf verzichten die meisten Menschen hier in Deutschland und deshalb finden sich immer mehr bei der AfD aufgehoben.

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micromiller 29.12.2016, 18:14
31. Das Problem ist nicht die AfD

sondern die Unfähigkeit der etablieren Parteien die Menschen mitzunehmen die sich als gefühlt oder real abgehängt wahrnehmen. Es hat sich in der EU viel verändert Griechenland wird permanent gerettet, die Spargroschen und Altersvorsorgen funktionieren nicht mehr wie früher, die Altersarmut starrt die Menschen an und dann kamen ungeplant und ungeordnet eine Millionen Menschen in unser Land.. auf NICHTS gibt die GROKO & CO Antworten ... Es ist höchste Zeit, dass sich die Politiker der grossen etablierten Parteien neu erfinden, Antworten geben und die Menschen mitnehmen oder Platz machen für junge fähige, charismatische Visionäre.
Unser Bundestag muss wieder mit Leben erfüllt werden und die Gefühle und Wünsche der Bürger aufnehmen und die Konturen der Parteien wieder kenntlich machen, damit es eine Auswahl gibt.

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Bürger Icks 29.12.2016, 18:19
32. Kurze Erklärung erwünscht

Warum eigentlich wollen die "sozial-Abgehängten", die Armen, angeblich alle die AfD wählen?
Schonmal deren Programm gelesen, liebe Leute?
Wieso sollte das Versagen der Politik und Politiker, nämlich für ALLE Bürger zu sorgen(nicht nur für die Reichen), jetzt ausgerechnet die negativ Betroffenen in die Arme der Manchester-Kapitalisten treiben?

Das wäre ja genau so unlogisch als würden Teile eines Volkes, die sozial zurückgelassenen, aufgebrachten, ängstlichen und wütenden Bürger, einen (Vielleicht-)Milliardär ohne jeglichen Anstand, jegliches Sozialempfinden, scheinbar ohne jegliche Bildung und politische Kenntniss, zu ihrem offen rassistischen Retter machen. Und dann auch noch hoffen das dieser Milliardär mit seinem Club der Milliardäre und Generäle sich genau um diese sozial Abgehängten, Verängstigten und Wütenden kümmern würde, während er seit seiner Machtergreifung(demokratische Wahlen sehen anders aus) genau das Gegenteil zelebriert.
Ok, schlechtes Beispiel... xD

Aber kann mir jemand diese skurrilen Gedankengänge plausibel erklären, oder muss man, um dies zu verstehen, erst die Teile des Hirns abschalten, die für logisches Denken zuständig sind??

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wahrsager26 29.12.2016, 18:20
33. Sagen wir es lieber so:

Das ewige 'Linkslaufen' ist vorbei.Es gibt auch noch etwas anderes....was mit gewissen Problemen fertig werden kann!Natürlich verstehe ich Herrn Augstein ,der mit Lust und Liebe alle möglichen Verrenkungen macht,um zu erklären ,warum die Rechten über uns gekommen sind.Da wird dann gerne nur die halbe Wahrheit gesagt und man versteckt sich hinter allem möglichen.Übrigens ist das nicht nur Herrn Augstein vorzuhalten!Danke

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jj2005 29.12.2016, 18:20
34. Panem et Circenses

Zitat von franz.v.trotta
Die Reichen sind reicher, die Armen ärmer geworden. Das ist die durchgehende Linie bzw. das Resultat von 11 Jahren Merkel-Politik.
Richtig ist, dass die Superreichen schnell reicher werden. Oxfam hat vor einem Jahr errechnet, dass 62 Personen soviel besitzen wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Das alte kapitalistische Prinzip "wer viel leistet, soll belohnt werden" ist ersetzt worden durch "wer viel hat, soll noch mehr bekommen". Der Grund ist hauptsächlich, dass die Multimilliardäre Zugang zu (teuren) Informationen haben, die es ihnen erlauben, die Finanzmärkte zu manipulieren. Wer plötzlich Aktien im Wert von zehn Milliarden Euro verkauft, löst Panik aus, und kann ein paar Stunden später 100 Millionen verdienen, wenn er dieselben Aktien zu einem Preis zurückkauft, der nur 1% unter dem Startpreis liegt. Das ist völlig legal, und könnte nur mit einer Tobin tax verhindert werden. Dagegen wehren sich die Superreichen verständlicherweise mit Händen und Füssen. Dass Frau Merkel da noch irgendwas machen kann, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die Regierungen haben nicht genug Macht, um die Finanzmärkte ernsthaft herausfordern zu können. Wir sollten uns damit abfinden, dass wir in einen neuen Feudalismus abrutschen, in dem einer Handvoll Leute praktisch alles gehört, während die modernen Sklaven mit iSpielzeug bei Laune gehalten werden.

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privatbahn 29.12.2016, 18:21
35. muss mir gerade noch einmal die Augen reiben

Herr Augstein ich bin gerade platt erstaunt und verneige mich angesichts der selbstkritischen Beurteilung der Lage, die wir Bildungsbürger, Eliten, Besserverdienenden... über Jahre immer wieder schön geredet haben.
Ihre Kolumne erinnert mich an eine weitere, die sie im zeitlichen Umfeld des Grünen-Parteitags geschrieben haben.
Ihr Hinweis auf den Abschied von der Teilhabe ist mir daraus in Erinnerung geblieben und damit der gesellschaftspolitische Abschied der Grünen von den Sorgen und Nöten der "kleinen Leute".
Enttäuscht bin ich von den Ideen der "politischen Linken" auch vor dem Hintergrund, dass sie zwar wegen CETA und TTIP im abgelaufenen Jahr auf die Straße gegangen sind, während die Ostermärche im Verhältnis dazu kaum Zulauf gefunden haben. Ergänzen könnte man dies um die mangelnde Bereitschaft dem Kriegstreiben in Syrien und Aleppo etwas entgegenzusetzen. Allem Anschein nach ist dieser Krieg zu unbedeuten, als dass es die Friedensbewegung (gibt es die noch?) oder die Kirchen dauerhaft und in Scharen auf die Straße treiben würde.

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Dengar 29.12.2016, 18:22
36. Tja

So ist der Mensch, so ist auch die politische Elite. Solange alles halbwegs läuft, werden die sich abzeichnenden Probleme ignoriert, bis sie einem auf die Füße fallen. Dabei mangelte es nicht an Kassandras, die jetzt plötzlich als Realisten dastehen, und noch so mancher wird sein Koordinatenkreuz neu justieren müssen. Wer gestern noch hip war, kann heute ganz schnell von gestern sein. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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pauerkraut 29.12.2016, 18:23
37. Schluss Folgerung :

Na dann Herr Augstein sind wir doch den Rechten zu Dank verpflichtet, das die etwas Wesentliches in Bewegung gesetzt haben...

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hasimen 29.12.2016, 18:23
38. Was wollen Sie denn jetzt sagen, Hr. Augstein ?

Eigentlich nichts was wir nicht wussten ... nach Hr. Augsteins Lesart hat "ER" - Hr. Augstein - Angst vor dem TRUMP-Effekt. Die "Vergessenen" gehen wählen ... und sie wählen das Establishment ab ! Als Illusion entlarvt wurde bestenfalls die UTOPIE das Ameisenhaufen einfach mal so zusammengeschüttet werden können. Es kann nicht angehen das über allen Köpfen hinweg ein "weiter so" dieses LAND ruiniert. Und diese Erkenntnis hat nichts mit "RECHTSPOPULISMUS" zu tun ... sondern einfach mit auf Grundschulniveau befindlicher Mathematik.

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Dark Agenda 29.12.2016, 18:24
39. Bring mich nicht zum lachen

Zitat von ruhepuls
Was ist neu daran, dass die Gebildeten und Leistungsstarken auf die "Ungebildeten" herunterschauen - und zwar quer durch alle politischen Richtungen. Oder glaubt irgendwer Sarah Wagenknecht geht abends mit "real existierenden" Arbeitern oder Harzern einen Trinken? Macht Frauke Petry aber sicher auch nicht. (Und Donald Trump schon gar nicht). In jeder Gesellschaft bilden sich Schichten aus, in jeder. Ob dann "da oben" Funktionäre hocken (Vorstände sind letztlich auch nichts anderes) oder Reiche spielt dabei keine Rolle. Und wer oben ist, will oben blieben, was zwangsläufig bedeutet, dass die, die unten sind auch unten bleiben müssen. Sonst würde es oben ja ein wenig eng.
Wo die Beiden gebildet und leistungsstark sind weiß ich nicht. Bei Petry ist es ohnehin nicht klar und für die Linken reicht es wenn man Sätze von Marx zitieren kann ohne zu stottern.
Bei dieser "Elite" handelt es sich weder um Raumfährenbauer noch um Hirnchirurgen, die Leistung ist reine Laberleistung und davon muss man den ideologischen Müll noch abziehen.
Wenn jemand eine Katastrophe verwaltet wie weiland Schmidt kann man das anerkennen. Wenn jemand drei Bücher hinlegt und sagt "hier ist das neue Steuergesetz, werft das Alte ins Feuer" (niemand bisher) wäre das eine Leistung.

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