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Debatte über Ungleichheit : Liberale Lügen
DPA

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Politikern und Publizisten seit Jahren nicht gelungen ist: Die Elite debattiert über Ungleichheit. Nicht aus Anstand - sondern aus Angst.

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accademico 29.12.2016, 18:28
40. Nur abgehängt?

Zum Teil kann ich der Analyse zustimmen. Es stimmt, an einem Teil der Menschen geht der Wohlstand vorbei. In den 1990er-Jahren hat sich eine Ausbeuter-Mentalität breit gemacht: sei flexibel, arbeite mehr, erhalte weniger. Hinzu kamen einige politische Entscheidungen, die das Leben zusätzlich teurer gemacht haben: Erhöhung der Mehrwertssteuer, Energiewende (politisch gewollt, aber fatal für Geringverdiener und kinderreiche Familien), Einführung des Euro - 1:1-Umstellung der Gehälter, 30-40% Erhöhung der Preise. Den Menschen predigt man seit Jahren Zurückhaltung und Verzicht. Dann lässt man Millionen von Arabern aus sicheren Drittstaaten ins Asylverfahren mit immensen Kosten für die Sozialkassen und erzählt den Menschen, sie müssten auf nichts verzichten. Vorher war angeblich kein Geld da. Hinzu kamen jede Menge Probleme mit Kriminalität, mit religiösem Fanatismus und Terrorismus etc. Aktuell schlägt ein Minister vor, ob vegetarische Gerichte als Würste oder Schnitzel bezeichnet werden dürfen. Haben wir keine anderen Probleme? Da wundert man sich, dass die AfD sich als dritte politische Kraft etablieren konnte. Ja, ein Teil der Menschen ist vom Wohlstandszuwachs abgehängt, aber ein Teil fühlt sich durch die politische und mediale Elite eben auch von der politischen Vernunft abgehängt. Die AfD stellt Fehlentwicklungen in Frage und gibt den vom Diskurs Ausgeschlossenen eine Stimme. An der Qualität des politischen Personals muss aber noch hart gearbeitet werden.

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novalis28 29.12.2016, 18:28
41. Wenn die selbsternannten Eliten

wenigstens Eliten wären. Sie sind aber, nicht wahr, Herr Augstein, nichts anderes als überhebliche, geistig bestenfalls durchschnittliche Figuren, die sich für was besonderes halten.

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_meinemeinung 29.12.2016, 18:28
42. Er gehört doch selber dazu...

Er gehört doch selber dazu, der Herr Augstein, der Salon- Linke, er ist Teil der selbsternannten "Eliten", auch er hat was zu verlieren. Er hat das Anwachsen der sozialen Ungleichheit genau so zu verantworten wie all die anderen Linksliberalen, die so lange liberal sind, solange alles nach ihrem Willen Tanzt. Und jetzt rummjammern, dass die sogenannten "Abgehängten" aufbegehren? Entweder abgehobene Dummheit oder pure Heuchelei.

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sissibu 29.12.2016, 18:29
43. nichts verstanden!!

Alle die mit der Richtung in die es geht, nicht einverstanden sind, sind Abgehängte, Bildungsferne oder einfach nur Rassisten!
Träumen Sie weiter H. Augstein, spätestens im September 2017 werden sie erwachen und feststellen das sie falschen Film sind!

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wahrsager26 29.12.2016, 18:32
44. An Bürger icks. Nr33

Halten Sie sich lieber nicht so sehr bei den sozial abgehängten Bürgern auf!Ihnen sollte bekannt sein,das dem so nicht ist.Das ist wieder eine diffamierende Ausdrucksweise ,der Sie auf den Leim gegangen sind.Besehen Sie sich lieber,wer alles wirklich,und woher kommend,gewechselt hat.Das waren keine Sozialfälle!Sie sollten lieber verstehen:Viele wollen den verordneten Weg nicht mehr mitgehen,egal ob arm oder reich!Danke

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gerd.lt 29.12.2016, 18:33
45. Soziale Frage

Guter Kommentar, der vielen nicht gefallen wird. Die SPD, die einzige "Linke" die vom Wahlvolk als solche akzeptiert wurde, wird sich, wenn sie es nicht schon getan hat, die Augen reiben, denn sie hat die Entwicklung völlig verschlafen, und hat es den Rechten überlassen, ihrer ursprünglichen Klientel eine Stimme zu geben. Die SPD hat sich um Ämter für ihre Spitzenfunktionäre gekümmert, anstatt um ihre Wähler - und so sehen die Wahlen und Umfragen auch aus. Die "Soziale Frage" war, ist und bleibt ewig aktuell, und hätte man sie bedacht, hätten wir heute weniger Probleme, und parteipolitische Erscheinungen wären erst garnicht erschienen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa, wo der Schlaf der Sozialisten/Sozialdemokraten genauso intensiv war und ist wie bei uns.

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heinryk 29.12.2016, 18:33
46.

Zitat von stesch
Entweder hat Augstein es nicht mitbekommen oder er ignoriert es geflissentlich: Die Anhänger, Wähler und Mitglieder der AfD sind eben nicht die Abgehängten der Gesellschaft. Sie gehören zum Großteil der Mittelschicht an. Deshalb stimmt es nicht, dass die AfD das Sprachrohr des Prekariats ist. Vielleicht wollte Augstein jun. mal wieder etwas über die Ungleichheit in unserer Gesellschaft zum Besten geben. Das ist weder neu noch originell. Wie wäre es, dem Beispiel Tom Koenigs zu folgen, und das ererbte Vermögen zu spenden? Ererbtes Vermögen ist die ungerechteste Form von Reichtum.
Woher nehmen Sie den diese Behauptung? Im Durchschnitt gehōren AFD und Trump Wähler bestimmt nicht der Oberschicht an, das sieht man schon an den Bildern und Parolen. Augstein hat prinzipiell recht hier und Sie sprechen von den Ausnahmen.

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manicmecanic 29.12.2016, 18:34
47. ewig gleiche Propaganda

Ich kann sie nicht mehr hören.Ein großes Problem,was hier doch tatsächlich mal angesprochen wurde ist die grottenmiese Entlohnung der unteren 30 % der deutschen Arbeitnehmer.Auch wenn sich die meisten Kommentatoren hier in ihren Wolkenkuckucksheimen immer wieder dagegen verwehren ist es Tatsache,daß viele in der BRD seit Ewigkeiten kaum oder null mehr netto in der Tasche haben.Es ist seit der Teuro kam immer mehr Usus bei den Arbeitgebern ALLEN bei Bewerbungen erstmal frech Tarif anzubieten.Das stelle sich mal einer der abgehobenen hier vor,er bewirbt sich woanders,hat mehrere Jobs gelernt wie ich samt guten Zeugnissen und soll sich dann wieder lohnmäßig da hoch buckeln,wo er vorher jahrelang war.Normaler Alltag hier und dazu die galoppierenden Preise,Abgaben etc.Dazu fällt mir nur ein,Deutschland schafft sich ab und das finde ich bei den Bedingungen gut.Kein Wunder,daß der jährliche Braindrain von 140000 gut ausgebildeten nicht abnimmt.Ich kanns den jungen Menschen nur dringend empfehlen sich der Karawane anzuschließen.

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Nasenrübe 29.12.2016, 18:35
48. Ist da ein Zusammenhang zwischen politischer Partizipation und Armut?

Ist es jetzt die Schuld der "Reichen", daß die "Armen" politisch nicht partizipieren? Die Möglichkeiten dazu haben sie doch. Sie müßten es nur tun.

Sie tun es aber nicht, und das hat nichts mit den "Reichen" zu tun, sondern mit ihrem eigenen Desinteresse und ihrer eigenen Antriebslosigkeit. Möglicherweise also aus genau denselben Gründen, aus denen sie zu den "Armen" gehören.

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heinryk 29.12.2016, 18:35
49.

Zitat von Normaler Wutbürger
Wie tatsächlich immernoch versucht wird, den Erfolg der AfD mit sozial Ungleichheiten zu erklären. Die "Abgehängten" also mal wieder. Wie in den USA ... An die Wahrheit traut sich einfach keiner drann. Mit der AfD wird sich in den meisten Bereichen der Politik nichts ändern. Einzig und allein die Einwanderungs und Migrationspolitik. Und genau darauf hoffen die Wähler.
Sie haben wohl nicht richtig gelesen..natürlich werden die Rechten am Ende nichts Positives für ihre Wähler bewirken!

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