Forum: Politik
Debatte über Ungleichheit : Liberale Lügen
DPA

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Politikern und Publizisten seit Jahren nicht gelungen ist: Die Elite debattiert über Ungleichheit. Nicht aus Anstand - sondern aus Angst.

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a.schmidt1 29.12.2016, 18:36
50.

Andersdenkende, die sich Sorgen um den Zustand oder die Zukunft des Landes machen, tun dies also nur aus eigennützigen Motiven? Sorry, Herr Augstein, da liegen Sie falsch. In diesem Jahr verzeichneten bspw. die großen Parteien ungewöhnlich viele Neumitglieder. Alles selbstsüchtige Kapitalisten? Diese Attitüde, allein die Wahrheit gepachtet zu haben, ist wohl ein Grund, weshalb Linke wie Augstein wohl auf lange Sicht nicht mehrheitsfähig sein werden.

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ambulans 29.12.2016, 18:36
51. yeah,

herr augstein - selten hatten sie soviel recht wie oben: "2016 ... war das jahr der wahrheit. wir haben etwas über unsere eliten gelernt". ich setze hier, zur klärung, noch einige akzente oben drauf: "wahrheit" - ja!, "unsere eliten"(?) - da, nun beginnen meine zweifel: meinen sie damit die, die sich da in berlin breitgemacht haben und dreist behaupten, sich als unsere "(bundes-)regierung" - und dazu auch noch derartig! - aufspielen zu dürfen?

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syssifus 29.12.2016, 18:39
52. Besser umschrieben :

Die Rechtspopulisten haben geschafft, was linken Populisten und deren Meinungsdiktatoren seit Jahren nicht gelungen ist.

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egoneiermann 29.12.2016, 18:41
53.

Wie so oft macht sich es Augstein junior zu einfach. Wenn man wirklich mal über "Eliten" diskutieren will, dann muss man zuerst einmal sagen, wer damit gemeint ist. Etwas der Millionenerbe mit eigenem Verlagshaus oder dann doch die ganz Reichen, die man gar nicht kennt, weil sie sich hinter Großkonzernen verstecken oder eben die politische Elite, die ja durchaus durchlässig ist, Frau Pertry gehört da auch schon bald dazu. Aber wie bei den Rechtspopulisten will man gar nicht sagen, wer damit gemeint ist, denn dann wäre man angreifbar, lieber also alles eher ungenau, es geht ja eh nur um das Gefühl nicht dazuzugehören. Ich sehe aber nicht, dass eine Diskussion um Umverteilung angestoßen wird, im Gegenteil wie man an Trump sieht, oder am Wahlprogramm der AfD, das zum Thema Wirtschaft von Hardcore-Neoliberalen geschrieben wurde. Kein Mensch ist an dieser Diskussion interessiert am wenigsten, die die gegen "die da Oben" polemisieren. Also ich würde sagen, Augstein Thema verfehlt, aber immerhin Werbung für die eigene Zeitschrift gemacht.

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horstschmitzberger 29.12.2016, 18:44
54. 'Ein klassischer Zirkelschluß......

dem Herr Augstein hier huldigt. Das Linke Mantra von der nicht erhörten sozialen Frage durch das Proletariat, immer in der Hoffnung das diesenach ihrer Verelendung, dann auch den Marxschen Analysen folgt hat noch nie gestimmt. Es gibt den kurzen einfachen Weg wohl nicht. Es bedarf der Mitbestimmung, des Engagements der Beschäftigzten in starken Gewerkschaften, es fällt kein Tarifvertrag vom Himmel sondern wird immer den Reichen durch Solidarität abgetrotz, es gibt keine Zivilgesellschaft ohne Bürger in Parteien und Vereinen um die enrme Produktivität der Marktwirschaft in eine funktionierende Demokratie einhegen zu können. All das macht arbeit kostet Zeit und 30 Jahre wurde sugeriert , leider auch von den gaaaaanz Linken, das sei unnötig und korrupt. Jetzt hoffen die dümmeren auf die Erlösung durch die Rechten, AFD und Co sind ihr Valium, die Augsteins zittern denn sie wisssen wohin solche Verführer der Weg führt und all die, die sich bisher zu gut waren sich einzubringen die sollten sich überlegen ob sie den wütenden Besitzbürgern und Neid und Angstzerfressen Status quo sichernden Besitzenden wirklich die Macht in unserem Land anvertrauen wollen oder endlich ihren eigenen Arsch bewegen, Gerwerkschaftsmitglied werden um im Betrieb für faire Tarife zu sorgen, Parteien beizutreten um Politik zu gestalten oder eben Vereinen um ihr Leben selber zu gestalten , als sich von Neurechten Faschisten auf den Weg an die Tröge der Macht als schäbiges Stimmvieh missbrauchen zu lassen...wie die Rednecks die Trump wählten bald merken werden. Oder die tapferen Polen, die es jetzt auf der Strase widererkämpfen müßen..

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heiko1977 29.12.2016, 18:46
55.

Zitat von freidenker49
Es ist eben so, wie Kollege Lobo richtig schrieb, dass gerade von den Migranten mehr Kriminalität ausgeht, das beweist die Statistik auch wenn man sie nicht gerne hört. Und gerade Lobo war es, der schrieb, dass diese Aussage eben nicht rassistisch ist sondern nur die Wahrheit.
Sie haben den Artikel von Herrn Lobo nicht verstanden. Nirgends in diesem sagt er, dass von Migranten (Einwanderer) mehr Kriminalität ausgeht. Dies besagt auch keine Statistik, sondern im Gegenteil die Statistiken belegen Migranten haben eine genauso hohe Kriminalitätsrate wie Deutsche. Die Statistik auf die Sie sich hier berufen und vollkommen falsch interpretieren und lesen, vermischt jedoch die Kriminalität von Touristen, durchreisenden ausländischen Banden (überwiegend aus Polen, Serbien und Russland) und Migranten, daher gibt diese, und dies schreibt auch Herr Lobo in seinem Artikel, keine klare Aussage.
Zitat aus dem Artikel von Herrn Lobo:
"Dass bei dieser Statistik [Statistik zur Kriminalitätsentwicklung] die 'zum Teil sehr großen strukturellen Unterschiede nach Alter, Lebensumständen und sozialer Lage unberücksichtigt' blieben. Diese Zahlen bilden (auch wenn sie korrekt sind) also nur einen Teil der Wirklichkeit ab und benötigen zwingend weitere Untersuchung und Interpretation."

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Skarrin 29.12.2016, 18:50
56. Und das Ergebnis der Debatte?

Werden die genannten Eliten die Ungleichheit abbauen und freiwillig auf Privilegien verzichten, oder werden sie versuchen ihre Politiker neue "Sicherheitsgesetze" fabrizieren zu lassen, die unter dem Vorwand der Bekämpfung islamistischen Terrors sich genau so gut (oder sogar besser) gegen DieDaUnten verwenden lassen?
Wer in den letzten Tagen die Nachrichten insbesondere aus der CSDU verfolgt hat, kennt vermutlich die Antwort.

Mit der Affde hat die Debatte gar nichts zu tun, das ist nur eine weitere Elitenpartei die lediglich mit besseren Mitteln auf Deppenfang geht.

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Pride & Joy 29.12.2016, 18:52
57. vorgegaukelt

Sehr geehrter Herr Augstein!

Ich danke Ihnen für diese gute Kolumne. Offenbar haben Teile der Gesellschaft nicht wahrnehmen wollen, dass sich unterschwellig immer noch diejenigen tummeln, die Mord und Krieg zu verantworten haben. "Die Erben des Faschismus"!

Nun bietet die AfD diesen Menschen eine Plattform.

Die vermeintlich abgehängten sind die Trittbrettfahrer, die sich nun bemüßigt fühlen auf diesen Zug aufzuspringen um in diesen Chor mit einzustimmen, ohne Kenntnis dessen, auf was sie sich tatsächlich eingelassen haben, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber!

Ich hoffe daher sehr, dass sich die kritische Reflexion und die Erkenntnis dessen, dass man einem Irrtum aufgesessen ist, dazu beitragen wird, dass diese Situation korrigiert werden kann.

Man kann es daher nicht oft genug wiederholen, diese Partei arbeitet entgegen die Interessen derjenigen, die glauben, dass sie etwas für sie tun werden und wird die Sozialleistungen auf ein Minimum verringern, oder sogar ganz abschaffen! Sie wird auch nicht dafür Sorge tragen, dass der Niedriglohnsektor bereinigt wird, sondern ihn noch ausweiten, was einer weiteren Verarmung gleich kommt.

Diejenigen, die auf steuerliche Entlastung hoffen, sollten sich den Artikel gut durchlesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/debatte-ueber-entlastungen-was-die-parteien-in-der-steuerpolitik-planen/14467626.html

"Dumm gelaufen" werden sie achselzuckend sagen, sobald sie die Macht dazu haben und Parolen rufend weiter dafür stehen, dass sich die Kinder des Neoliberalismus die Taschen vollstopfen können.

"Prost Neujahr"! - Ich brauche diese Erfahrung nicht -

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heiko1977 29.12.2016, 18:54
58.

Zitat von lupo44
mi Erstaunen kann man diesen Beitrag zur Kenntnis nehmen.Und es gibt auch eine Feststellung Zitat: "Leider ist es keine Stimme des Fortschritts,sondern eine des Rassismus,der Menschenverachtung der Unfreiheit." Dieser Verfasser muß hier nicht leben in diesen freiheitlichen Deutschland welches Millionen von Menschen eine Zuflucht gestattet die dankbar angenommen wird. Trotz Brexit,Trump,AFD,Pegida -alles in einen Topf kommen die Menschen gerne nach Deutschland.Rassismus und Menschenverachtung-WO? Vor allen Dingen sind es immer Deutsche die negativ auffallen? Und der Wohlstand für Alle einst von Ludwig Erhard proklamiert! Das ist nicht einfach dieser Devise praktisch zu folgen in dem Deutschland der heutigen Zeit anno 2016/17..Deutschland verliert an Kreativität.Wir brauchen den Ausbau von Arbeitsplätzen die gut bezahlt werden,auch vor den Hintergrund der zu uns strömenden jungen Flüchtlinge.Also Fazit dieser Inhalte -schlecht recherchiert vom Verfasser.Deutschland ist nicht gespalten in Reich und Arm,sondern wird von einen falschen Verteiler schlüssel regiert.
Nun ich denke: durchschnittlich 3 Angriffe auf Ausländer pro Tag in Deutschland ist schon eine Nummer. 2016 gab es über 900 Angriffe auf Ausländer in Deutschland.

Der Verteilerschlüssel wurde doch vom Wähler nun seit 1980 so gewählt: begonnen mit Kohl kurze Hoffnungszeit unter Schröder bis dieser dann vor dem BDI einknickte und schließlich mit CDU und Steuersenkerpartei FDP wurde diese Politik weiter fortgesetzt. Also der Wähler wollte diese neoliberale Politik der Steuersenkung und der deregulierten Wirtschaft und dem Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft, er hätte sich auch anders entscheiden können.

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im_ernst_56 29.12.2016, 18:55
59. Nichts Neues in der Kolumne von Herrn Augstein

aber ich bewundere ihn dafür, dass er es schafft, dieselbe Theorie Woche für Woche in neue Worte zu kleiden, nämlich dass der Kapitalismus (Neoliberalismus) und die durch den Kapitalismus/Neoliberalismus geschaffene wirtschaftlich-soziale Ungleichkeit ursächlich für das Erstarken der Rechten ist und dass es die Schuld der etablierten Parteien ist, dies nicht erkannt und verhindert zu haben. Andere Gründe für das Erstarken der Rechten gibt es natürlich nicht, insbesondere nicht die Einwanderungspolitik und deren Folgen. Wer die Kolumne von Herrn Augstein regelmäßig liest, wird feststellen ist, dass dies die Grundaussage in nahezu allen seiner Beiträge ist. Ich finde es bemerkenswert, dass es immer noch Mitforisten gibt, die sich Woche für Woche darüber aufregen.

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