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Debatte um Autonomen-Zentrum Rote Flora: "Wir können solche Räume nicht zulassen"
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Die Rote Flora ist das Zentrum der Autonomen in Hamburg. Nach den G20-Krawallen fordern immer mehr Politiker die Schließung, darunter FDP-Vize Kubicki. Doch das dürfte schwierig werden.

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criticalsitizen 16.07.2017, 16:00
110. Bekannt ist das seit 1949

Zitat von SarahMue
Dieser Beißreflex gegen links ist schon schwer zu ertragen. Ein bedeutender Anteil linker Verbände hat sich eindeutig von dieser Gewalt distanziert. Die eher linken Anwohner der Schanze lehnen diese Ausschreitungen entschieden ab. Selbst der etwas verwirrte Anwalt der Flora hat kein Verständnis für die Zerstörungen an diesem Ort. Das Problem ist doch nicht, dass die Flora existiert oder dass es Linke gibt. Hier hat verbrecherischer Krawalltoursimus stattgefunden der mit einer politischen Botschaft nichts mehr zu tun hatte. Verschlimmert wurde die Situation von einer fehlgeschlagenen Polizeistrategie die dazu führte, dass über Stunden nicht gehandelt werden konnte. DIe Schließung der Flora würde kein Problem lösen sondern die Situation weiterhin anheizen. Wer kann ersthaft glauben, dass die 1% Gewaltbereite weniger gewaltbereit werden weil man ein Gebäuse schließt? Die aktuellen Forderungen sind reiner Aktionismus.
Ist doch bekannt, zumindeest auf der westl. Seite des Ozeans nicht vergessen, mit Globcke als Berater des Kanzlers Adenauer und Pseudo-Gerichten, die Mordprozesse boykottieren.

Nazitum wurde lieder nie beseitigt. Und Linke sind gegen Nazitum, das stört natürlich, nicht nur die Glatzköpfigen. Auch deren heimlch Unterstützer unter der deutschen Nomenklatura.

Haben in Frankreich nicht gerade 900 und mehr Autos gebrannt? Und das ohne G20.
Ausser "lepen" wird da keiner die Auflösung linker Kulturzentren fordern.
Frankreich ist eben nicht Deutschland. Sondern ein freies Land des Westens.

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deichdepp 16.07.2017, 16:03
111. Heilsame Erfahrung?

Die Rote Flora ist für den Kiez "Schanze" wichtig und identitätsstifend. Sie sollte und wird bleiben. Allerdings schafft sie auch die Infrastruktur/Logistik und Rückzugsräume für "autonome" Gewalttäter. Der Diskussion über diese Rolle müssen sich die Betreiber der Flora stellen. Sicher waren es überwiegends Hools und unpolitische Hohlbirnen, die da das Viertel zerlegt haben. Auch die Bewohner müssen hinterfragen, wieviel Toleranz sie dem "autonomen" Gedankengut á la Beuth/Blechschmidt entgegenbringen wollen, dessen Nutznießer, die Krawalltouristen, dieses Mal tatsächlich das eigene Nest beschmutzt haben. War vielleicht / hoffentlich für den einen oder anderen "Rote-Punkte-Kleber" eine ganz gute, heilsame Erfahrung.

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tom_muster 16.07.2017, 16:04
112.

Und wieder kommen sie heraus aus den Höhlen, all die Leute, die behaupten, man dürfe nicht generalisieren, die linksextremen wären eben nicht linksextrem (wahlweise rechte oder V-Männer) usw, usw.

Wie sagte man schon so schön (ok, ich gebe zu, das war auf AfD Politiker gemünzt), man darf ihnen keine Rückzugsräume lassen. Also alle rechtsfreien Zonen wie die Flora, wie die Szene-Viertel in Berlin oder Leipzig schließen und die Demokratiefeinde aus dem Schutz der Anonymität zerren.

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touri 16.07.2017, 16:05
113. Wer im Glashaus sitzt...

Zitat von Neandiausdemtal
Die Rote Flora gehört der Stadt und ist nicht besetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Flora

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mangomann 16.07.2017, 16:08
114.

Ja ja...die Flora räumen...immer wieder fantastisch, wer da irgendwo in Deutschland gelangweilt über`m Zaun hängt und ganz genau Bescheid weiß D:! Kubicki...wo spukt der noch durch die Gegend...? Hm, jedenfalls nicht in Hamburg. Dobrindt...ojeoje...
So weit ich weiß, hat den Gipfel der Schande jemand anderes nach Hamburg geholt. Dieser jemand hat sich im Gegensatz zu A.Blechschmidt nicht den Bürgern gestellt. Ich hoffe mal, Blechschmidt und Beuth haben jetzt endlich mal kapiert, dass sie mit ihren Demoaufrufen ständig das ganze Gesocks in die Schanze locken. Irgendwann machen die nämlich auch mal Feuer unter ihrem Hintern. Schon seit Jahren gehören die meisten Verhafteten bei irgend welchen Krawallen nicht zum autonomen Spektrum, sondern sind Krawalltouris und -teenis. By the way habe ich noch nie mitbekommen, dass es mal im Nachgang da für jemanden ne brauchbare Strafe gab. Nicht mal die zwei Typen, die sie vor ein paar Jahren in der Eifflerstraße beim Befüllen von Mollis geschnappt haben, haben was Richtiges vor Gericht gekriegt. Und genau da liegt doch auch eins der Hauptprobleme. Jeder weiß, dass einem eigentlich nix richtiges passieren kann, außer mit ganz viel Pech eine Nacht in der Zelle.
Die Flora abzureißen und da ne Kita hinzustellen ist eine selten dusselige Idee. Das Schulterblatt ist seit Jahren eine Partymeile. Und zu was das Partyvolk fähig ist, wenn der Pegel stimmt durften wir ja gerade miterleben.
Ausserdem werden die Dealer aus dem Florapark garantiert auch nicht abhauen. Den Görli in Berlin hat man ja auch nicht dealerfrei bekommen.
Also, Flora wird es wohl noch ne Weile geben. Da gibt es wirklich wichtigere Probleme in der Stadt.

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jjcamera 16.07.2017, 16:08
115. Schließung schon sicher.

Man muss wissen, dass nicht die Homoehe, Kitaplätze oder die Gendergerechtigkeit die Themen sind, mit denen der nächste Wahlkampf entschieden wird, sondern die "innere und äußere Sicherheit". Eine Partei, die ein gewisses Verständnis oder gar Sympathie zeigt für Gruppierungen, die Gewalt als politisches Mittel einsetzen (natürlich damit auch für deren bisher geduldete Versammlungsorte), wird im September schwer einbrechen.

Gerade bei der SPD befürchte ich, dass jetzt das Pendel der Toleranz extrem weit entgegengesetzt ausschlagen wird, um bei der Wahl nicht ein Fiasko erleben zu müssen.

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EMU 16.07.2017, 16:09
116.

Zitat von P.Delalande
Nur ist halt alles andere als geklärt wer die Täter tatsächlich waren. Laut Aussage der Polizei waren die Randalierer Autonome, Rechtsradikale und Hooligans. Teilweise waren die Täter offensichtlich, von wem auch immer, gesteuert. Ein Eindruck den viele Beobachter, auch der Beobachter des Spiegel schilderten. https://www.heise.de/tp/news/Und-wer-war-noch-so-im-Schwarzen-Block-in-Hamburg-3770308.html
Ist doch prima, wenn Linke Rechten den Boden bereiten und ihnen Gelegenheit bieten, mitzumachen.

Wenn die Linksrandalierer nicht randaliert hätten, wäre es eine rechte Randale geworden und wir hätten jetzt keine wie auch immer gearteten Rechtfertigungs- oder Verharmlosungsversuche wie die von Ihnen und ein paar anderen hier.

Also, Tip für's nächste Mal: Blümchen ins Knopfloch, Straßenfest und zuschauen, wie die Rechtsradikalen die öffentliche Diskussion verlieren.

Nur wird das nicht passieren, weil die Rechten dann einfach ein bisschen herummarschieren, Fahnen schwingen, Reden halten und wieder verduften. Und genau deshalb is es richtig, wegen der G20-Krawalle zuerst nach links zu schauen.

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Stäffelesrutscher 16.07.2017, 16:10
117.

Zitat von im_ernst_56
Die Aussage des Rechtsanwalts und Sprecher der Autonomen war doch eindeutig: Die Randale als solche war völlig okay, sie fand nur am falschen Ort statt. Die überwiegend ortsfremden Linksautonomen haben Pöseldorf und Blankenese nicht gefunden, weil ihnen die Organisatoren keine Stadtpläne zur Verfügung gestellt und keinen Shuttle-Service eingerichtet haben.
Die Stadtpläne existierten übrigens, mit eingezeichneten Adressen von Reichen.

Aufgabe an Sie: Geben Sie Ihrer Verwunderung Ausdruck, dass angeblich Linke ausgerechnet Tante-Emma-Läden im linken Schanzenviertel überfallen und nicht Schicki-Micki-Buden in Reichenvierteln; bzw. äußern Sie Zweifel daran, dass es Linke waren, weil eben Tante Emma am Schulterblatt und nicht der Krösus in Blankenese als Opfer ausgesucht wurde.

Ich werde Ihnen dann sagen, ob man auch Ihren Satz so auslegen kann, als ob Sie gewünscht hätten, dass Schnöseldorf in Schutt und Asche gelegt wird.

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womo88 16.07.2017, 16:14
118. Raum schaffen für Miet- u. Immobilenhaie!

Zitat von EMU
Klar - Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Beispiel. Und was ist schlimm daran, mit wertvollen Immobilien oder Bauland etwas sinnvolles anstellen zu wollen? Das Gelände gehört der Stadt. Die paar Ewiggestrigen da drin können sich genausogut irgendeine Scheune im Umland mieten.
Das ist daran schlimm. Man kann in Großstädten ganze Viertel so sanieren, dass sich kein Normalverdiener dort mehr eine Wohnung leisten kann. Das ist schlimm!
Und die Stadt, der das Gelände gehört, ist m. E. dem Gemeinwohl verpflichtet und nicht irgendwelchen Spekulanten, die schnelles Geld machen wollen. Das ist für mich moralisch verwerflich.

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angelobonn 16.07.2017, 16:14
119. Unerträglich

Die Duldung dieses linksextremen, rechtsfreien Raums ist in einem Rechtsstaat unerträglich. Es kann nicht sein, dass der Staat aus Angst vor Gewaltanwendnug durch Linksradikale davor zurückschreckt, das Recht durchzusetzen. Die Rote Flora muss geräumt und geschlossen werden, Nachfolgeorganisiationen ebenso verboten werden. Sollten Linksradikale bei der Räumung Gewalt anwenden, muss der Staat darauf entsprechend reagieren und nicht zurückschrecken.

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