Forum: Politik
Debatte um Autonomen-Zentrum Rote Flora: "Wir können solche Räume nicht zulassen"
SPIEGEL ONLINE

Die Rote Flora ist das Zentrum der Autonomen in Hamburg. Nach den G20-Krawallen fordern immer mehr Politiker die Schließung, darunter FDP-Vize Kubicki. Doch das dürfte schwierig werden.

Seite 2 von 26
hockeyer12 16.07.2017, 14:06
10. Evtl.

wäre doch der richtige Ansatz erstmal an den Gründen für die Gewalt zu suchen. Aber da haben es CDU/CSU und FDP sowieso nicht so:
Die Gewalt kam doch nach Hamburg durch den g 20 Gipfel,durch Krawalltourismus und durch leute die sich davon haben anstecken lassen. und wer hat den Gipfel nach Hamburg geholt ? Unsere Kanzlerin. Bitte mal nicht Ursache und Wirkung verkennen...

Beitrag melden
charlybird 16.07.2017, 14:06
11. Es ist in gewisser Weise

schon fast unwürdig wie konservative Politiker den bürger-organisatorisch gescheiterten G20 Gipfel versuchen parteipolitisch zu instrumentalisieren.
Kubicki ist da nicht der einzige, bei uns gab es gerade Gratiswürstchen zur Heldenerinnerung der Polizei, auch von der FDP initiiert.
Und zukünftig werden natürlich aus jedem noch so kleinen Vorfall die großen linksterroristischen Ränke geschmiedet, während gerade im thüringischen Themar ein fettes ''Rechtsrockfestival'' mit allen damit verbundenen Übelkeiten unkommentiert stattfindet. Geschätzte 6000 Besucher. Immerhinque.
Im übrigen ist noch kein Nachweis erbracht, dass alle ''Rotfloristen'' an den Gewalttaten aktiv beteiligt waren und nur weil sie eine gewisse Sympathie hegten, sie nun in die Verantwortung zu nehmen und mit Schließung zu ''bestrafen'', ist juristisch und politisch einfach lächerlich.

Beitrag melden
SarahMue 16.07.2017, 14:07
12. Alle Linken sind böse, oder?

Dieser Beißreflex gegen links ist schon schwer zu ertragen. Ein bedeutender Anteil linker Verbände hat sich eindeutig von dieser Gewalt distanziert. Die eher linken Anwohner der Schanze lehnen diese Ausschreitungen entschieden ab. Selbst der etwas verwirrte Anwalt der Flora hat kein Verständnis für die Zerstörungen an diesem Ort. Das Problem ist doch nicht, dass die Flora existiert oder dass es Linke gibt. Hier hat verbrecherischer Krawalltoursimus stattgefunden der mit einer politischen Botschaft nichts mehr zu tun hatte. Verschlimmert wurde die Situation von einer fehlgeschlagenen Polizeistrategie die dazu führte, dass über Stunden nicht gehandelt werden konnte. DIe Schließung der Flora würde kein Problem lösen sondern die Situation weiterhin anheizen. Wer kann ersthaft glauben, dass die 1% Gewaltbereite weniger gewaltbereit werden weil man ein Gebäuse schließt? Die aktuellen Forderungen sind reiner Aktionismus.

Beitrag melden
Friedrich der Streitbare 16.07.2017, 14:09
13. Feigheit

Anders kann man das Wegducken vor dem Zustand geduldeter Rechtslosigkeit nicht nennen. Natürlich wird es Krawalle und Verletzte geben, aber der Feind des Rechtsstaates steht halt nicht nur im Nahen Osten sondern manchmal auch im eigenen Haus. Es wird Zeit ein Zeichen zu setzen, auch wenn es weht tut.

Beitrag melden
nolabel 16.07.2017, 14:10
14. Dobrindt und Kubicki

sollten sich mal besser um ihre eigenen Hinterzimmer, sprich die braune Provinz, sorgen. Gefahr für Leib und Leben geht immer von Neonazis aus, nicht von Linken, wobei ich die "Autonomen" auch nicht als links bezeichnen würde. Verwirrte Spinner trifft schon besser...

Beitrag melden
monopinion 16.07.2017, 14:11
15. Seit Jahrzehnten besetzt

Die Besetzung selbst ist schon ein Grund zu Räumen. Schade, dass es in unserem "Rechtsstaat" - den die Linken so gerne rufen wenn es um ihre Interessen geht - auch noch die HH-Ereignisse braucht um das sog. Recht durchzusetzen.

Beitrag melden
touri 16.07.2017, 14:12
16.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Kollektivschuld ist immer ein guter Ansatz. Genauso sollte man jede Polizeistaffel sofort auflösen, wenn einer der Polizisten einer Staffel eine Dienstaufsichtsbeschwerde bekommt, denn seine Kollegen hätten besser auspassen müssen. So langsam verdichten sich die Hinweise, dass es nur um den Immobilienwert der roten Flora ging. Da Gelände umfasst einige tauschen Quadratmeter bestes Bauland, darum geht es.
Dann passiert wenigstens was sinnvolles mit der illegal von Gewaltsympathisanten besetzten Fläche.

Beitrag melden
bestrosi 16.07.2017, 14:14
17. das ginge auch anders

Wenn man die Rote Flora weghaben will, ginge das auch effektiver (aber langwieriger), indem man sie der Kommerzialisierung aussetzt und damit das, wofür das autonome Projekt steht, komplett sinnentleert. Macht aus der Flora doch eine Marke für Merchandising, Werbeclips, Sponsoring für Bier, Reisen, Financing, so wie das Che-Guevara-Konterfei! Entweder die Rotfloristen kommen dann selbst auf den Geschmack der Profitsteigerung oder sie erklären selbst ihr Projekt für beendet. Nichts bekämpft Kapitalismuskritik am besten wie dessen Vereinnahmung durch den Kapitalismus.

Beitrag melden
bammbamm 16.07.2017, 14:14
18.

auch wenn ich nicht in das einseitige bashing der Medien gegen die Linken nach dem Gipfel einsteige, die Existenz der roten Flora und anderer besetzter Gebäude ist doch der Beweis das linke Autonome seit Jahren sich selbst rechtsfreie Räume schaffen und diese zur Not mit äusserster Gewalt verteidigen. Man stelle sich die (gerechtfertigte) Empörung vor wenn dergleichen Flüchtlinge oder Rechte machen würden.

Beitrag melden
Poco Loco 16.07.2017, 14:15
19. Rote Flora abreissen......

.....ist genauso fantasielos wie nach mehr Überwachung zu rufen, (angeblich) wg. dem Terror. Stattdessen sollten sich die Politiker mal fragen woher diese Wut und Frustration weiter Bevölkerungsschichten kommt, warum gibt es soviele, gewaltbereite EU-Bürger? Vielleicht macht der neoliberale, grenzenlose Rauptierkapitalismus und diese selbstgefällige, diletantische und karrieregeile Lobbypolitik der Regierenden, viele Menschen wütend und zu den Verlierern unserer Gesellschaft?

Beitrag melden
Seite 2 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!