Forum: Politik
Debatte um Autonomen-Zentrum Rote Flora: "Wir können solche Räume nicht zulassen"
SPIEGEL ONLINE

Die Rote Flora ist das Zentrum der Autonomen in Hamburg. Nach den G20-Krawallen fordern immer mehr Politiker die Schließung, darunter FDP-Vize Kubicki. Doch das dürfte schwierig werden.

Seite 9 von 26
tigga_nb 16.07.2017, 15:27
80. Unverständlich

Für mich ist absolut unverständlich wie man die Krawalle von Hamburg in irgendeiner Weise rechtfertigen kann. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß ein internationaler Gipfel auch in Hamburg stattfinden kann und Protest dagegen so lange in Ordnung ist, wie er gewaltfrei bekundet wird. Unverständlich ist für mich außerdem, warum illegale Besetzungen von Gebäuden unter Missachtung des Eigentumsrechts solange toleriert werden. Ich kann hier auch keinerlei kulturellen Wert erkennen, eher die rücksichtslose widerrechtliche Besitzaneignung durch eine kleine Randgruppe. Das hat auch nichts mit Law and Order zu tun sondern mit Gerechtigkeit und Einhalten der Spielregeln in einer Gesellschaft. Insofern ist die Räumung der Gebäude eigentlich eine Frage der demokratischen Selbstverständlichkeit.

Beitrag melden
wll 16.07.2017, 15:27
81. Kein Titel

Zitat von hockeyer12
wäre doch der richtige Ansatz erstmal an den Gründen für die Gewalt zu suchen. Aber da haben es CDU/CSU und FDP sowieso nicht so: Die Gewalt kam doch nach Hamburg durch den g 20 Gipfel,durch Krawalltourismus und durch leute die sich davon haben anstecken lassen. und wer hat den Gipfel nach Hamburg geholt ? Unsere Kanzlerin. Bitte mal nicht Ursache und Wirkung verkennen...
Alternative Fakten vom Allerfeinsten. Zunächst einmal obliegt es der Bundesregierung nicht, irgendwelche selbsternannten "Autonomen" um Erlaubnis für Gipfeltreffen zu fragen. Und die Gewalt kam auch nicht durch den Gipfel nach Hamburg, die ist da schon längst zu Hause, wie die gewalttätigen Maikrawalle jedes Jahr belegen. Ein willkommener Anlass, um nicht zu sagen Vorwand, für gewaltbereite Kriminelle, weiter nichts. Der Staat ist gut beraten, auf jegliche Drohung oder gar Erpressung erst gar nicht einzugegen, und diesen Sumpf rigoros trockenzulegen. Wenn der Staat nicht willens ist, das Eigentum der Bürger zu schützen, dann machen die das irgendwann selbst - die USA lassen grüßen. Eine Entwicklung, die außer gewissen Elementen niemand ernsthaft wollen kann...

Beitrag melden
touri 16.07.2017, 15:27
82.

Zitat von Darkqueen
Was sinnvollen überteuerte Eigentumswohnungen nennen sie sinnvoll oder meinen sie da kommt das Mutter Theresa Wohnungswerk und baut bezahlbare Sozialwohnungen. Ist die Flora weg ist das ganze Virtel der gnadenlosen Gentrifizierung ausgesetzt so kann echt nur einer reden der sich nicht auskennt. Die Flora schreckt zum Glück einige Leute und Heuschreckeninvestoren ab ohne Flora würde es nur noch ein Luxusvirtel werdenb nix mehr mit billigen Kneipen kleinen Inhabergeführten geschäften usw.
Oh je, ihr Beitrag ist schwer zu lesen, eine Begründung habe ich schon gelesen. Ja im Zweifelsfall sind Wohnungen besser als ein Rückzugsort für Gewalttäter. Es war aber auch eine Schule und Kindergarten im Gespäch.

Die Leute können sich ja auch eine Halle anmieten, dann tun sie wenigstens was für die Stadtkasse. Mussten wir auch mit unserem Spieleclub machen, wir haben scheinbar nicht genug Steine geschmissen um Mietfrei ein Gebäude von der Stadt zu bekommen...

Beitrag melden
criticalsitizen 16.07.2017, 15:28
83. Ergänzt durch rechtsblindheit (rechts im Sinne von Recht und Richtung)

Zitat von rudy.gutierrez
natürlich waren die Äußerungen bestimmter Rote Flora "Sprecher" alles andere als Klug und angemessen. Die geifernden Reaktionen von Scholz über Kubicki bis zu den unsäglichen Worten von Herrn Schulz über "Mordbrenner" sollten aber über eins nicht hinwegtäuschen: Diese Herren finden kaum jemals solch starke Worte über mit deutschen Waffen geführte Massenmorde im Jemen, mit deutscher Technologie geführte Terrorangriffe gegen Zivilisten in Syrien und Afghanistan oder das Versagen staatlicher Institutionen gegen den rechten NSU Terror. Wer jetzt davon träumt, sich mit einer Räumung der Roten Flora am linken autonomen Spektrum zu rächen, wird Sturm ernten!
http://www.n-tv.de/politik/Geschaeftsleute-schildern-ihre-Sicht-article19932539.html

Wird nun ein Schuldiger gesucht und ggf, dann ein Immobilien-Korruptions und Beamtendeal daraus?

Beitrag melden
nouseforanothername 16.07.2017, 15:30
84. Ach, Sie geben ihm recht?

Zitat von redwed11
" Diese Herren finden kaum jemals solch starke Worte über mit deutschen Waffen geführte Massenmorde im Jemen, mit deutscher Technologie geführte Terrorangriffe gegen Zivilisten in Syrien und Afghanistan oder das Versagen staatlicher Institutionen gegen den rechten NSU Terror". Und wegen dieser Vorkommnisse muss der Kleinwagen von Oma Schmidt abgefackelt und der Rewe -Laden geplündert werden. Eine verblüffende Logik.
Eben nicht, das sagte er ja auch. Wegen der genannten Vorkommnisse hätte er aber, wie von ihm erwähnt, "gewisse Sympathien" dafür, wenn die Krawalle dort stattgefunden hätten, wo die Profiteure der Vorkommnisse wohnen. In Blankenese, zB.

Da wäre es nicht der Kleinwagen von Oma Schmidt sondern der Porsche 911 von Steuerrechtler Dr. Müller gewesen der seine Aktien bei Rheinmetall angelegt hat, und der REWE-Laden wäre verschont geblieben, dafür hätte dagegen der Feinkost-Laden mit Wasser von den Fiji-Inseln für 8€/Liter vielleicht was abbekommen.

Sie sind ihm in der Argumentation also gar nicht so unähnlich. Merken Sie es selbst?

Beitrag melden
conr0y 16.07.2017, 15:31
85.

Ist doch klar, daß die Rechten gerne die letzten RECHTSfreien Räume in D loswerden wollen. Man will ja nicht, daß der teutsche Kapitalismus im Turbogang auf dem Weg zum Neofeudalismus stolpert oder gar von Linken blockiert wird. In einem richtigen RECHTSstaat dürfen links neben AfD und PI-News nur noch Freunde der Freiheit wie Bosbach, Kubicki und die BILD-Zeitung sein! Alle anderen sind "Gefährder".

Beitrag melden
anark 16.07.2017, 15:33
86.

Dass Dobrindt und seine Konsorten von der CSU am liebsten Joseph McCarthy wieder ausbuddeln würden ist wohl nicht mehr ganz von der Hand zu weisen. Das hat etwas von der Hysterie längst vergangener Hexenververfolgungen an sich. Nun, ja, die FDP hat immer wieder bewiesen, dass es ihr letztendlich nur um Kohle geht. Alles andere ist Augenwischerei. Die Äußerungen von Beuth waren allerdings auch nicht der Intelligenz oberste Kreation, was hindert den Rechtsstaat daran, juristisch gegen ihn vorzugehen. Von wegen Ermittlungen, ist die Exukutive mittlerweile dahintergekommen, wie groß der Anteil von Krawalltouristen, will sagen gut gestellten Wohlstandsbübchen am schwarzen Block überhaupt war.

Beitrag melden
sefopo 16.07.2017, 15:34
87. Senile Altlinke?

Zitat von opinio...
58. Senile Altlinke Gefährden sich selbst. Egal, Extremismus ist verwerflich, ob von links oder rechts. Wir haben eine Verfassung und Gesetze. An die muss man sich halten. Wer Straftaten begeht, den sollte der demokratische Rechtsstaat zur Verantwortung ziehen. Neue Gesetze? Nicht nötig, Herr Innenminister.
Sie sollten nicht verallgemeinern: Man hat ja geradezu den Eindruck, sie übertrügen private, häusliche Generationenkonflikte auf die Gesellschaft - das dient nicht der Diskussion.

Beitrag melden
P.Delalande 16.07.2017, 15:35
88.

Zitat von EMU
Klar: Die Unfähigkeit einzelner Mitglieder des Randes der Gesellschaft, die Spielregeln einer Demokratie zu akzeptieren, insbesondere Wahlergebnisse und die von einer demokratisch gewählten Regierung beschlossenen Gesetze. Des Weiteren die Unfähigleit selbiger Randelemente, ihren Standpunkt auch nur halbwegs überzeugend in den normalen demokratischen Diskurs einzubringen. So, damit wären die Gründe geklärt und einer Räumung steht nun nichts mehr im Weg.
Nur ist halt alles andere als geklärt wer die Täter tatsächlich waren.
Laut Aussage der Polizei waren die Randalierer Autonome, Rechtsradikale und Hooligans. Teilweise waren die Täter offensichtlich, von wem auch immer, gesteuert. Ein Eindruck den viele Beobachter, auch der Beobachter des Spiegel schilderten.

https://www.heise.de/tp/news/Und-wer-war-noch-so-im-Schwarzen-Block-in-Hamburg-3770308.html

Beitrag melden
rolf sternberger 16.07.2017, 15:36
89. Liberal für den ganz starken Staat

Wie lächerlich der deutsche Liberalismus nach Jahrzehnten konservativer Durchdringung doch geworden ist... Im übrigen weiß jede(r) die / der sich HH auskennt, dass die Rote Flora viel mehr als das "Zentrum des Linksextremismus in HH" ist; sie ist vor allem auch Hotspot der alternativen (Pop)Kultur in der Hansestadt. Da fordert der Besserverdiener der FDP eben am Ende einfach nur: In Hamburg an jetzt nur noch Kultur für die, die es sich leisten können - in der ElbPhilharmonie zum Beispiel...

Beitrag melden
Seite 9 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!