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Debatte um EU-Militär: Von der Leyen wirbt für "Armee der Europäer"
DPA

Frankreichs Präsident Macron hat eine "echte europäische Armee" gefordert. Der deutschen Bundesverteidigungsministerin von der Leyen geht das zu weit.

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Ceebiscuit 13.11.2018, 08:09
80. Trump fordert und Merkel liefert trotz anderslautender Behauptungen

Ach wie wunderbar wir uns jeden Tag über den Tölpel Trump amüsieren und wie feige und heuchlerisch unsere Politik am Ende des Tages doch wieder alles tut, was dieser vermeintlich so schräge, irre, gefährliche, dumme und sexisitischer von ihnen verlangt.

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KURT E.Schewe 13.11.2018, 08:42
81. eine Europäische Armee? Als deutscher Beitrag

eine Armee, in der jeder Befehl zu einem Schuss erst in 24 Sprachen übersetzt werden müsste, eine Armee mit allein siebzehn unterschiedlichen Kampfpanzertypen innerhalb der EU oder, als deutschen Beitrag, Hubschrauber, die nicht fliegen, Gewehre, die um die Ecke schießen, Hightech-Fregatten die nicht auslaufen und Flieger die nicht fliegen können (laut SPON, 2.5.2018, waren von 128 Eurofightern, nur 5 kampfbereit) aber auch U-Boote mit Tauchproblemen; von sechs U-Booten sind sechs nicht einsatzfähig. Außerdem – wegen fehlender Winterkleidung ist die Bundeswehr sowieso nur im Sommer bedingt wehrfähig. Juncker sieht Europa militärisch schlecht gerüstet und meinte im Dezember 2016, ein „Hühnerhaufen ist besser organisiert.“ Der israelische Verteidigungsminister, Avigdor Liebermann, bezeichnete Europa Verteidigungsbereitschaft gar als „dieser militärische Wurm“

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frankfurtbeat 13.11.2018, 08:50
82. es stellt ...

es stellt sich die Frage warum vdL. für die "freundliche" Auftragsvergabe an Beraterfirmen nicht zur Verantwortung gezogen wird. Anscheinend ist das Thema schon durch ... 3 x in der Presse und weiter geht´s? Wenn ein Unternehmer Ausschreibungen derartige Aufträge auf diese Weise abhandelt bekommt dieser Probleme da inzwischen "europaweit" ausgeschrieben werden muss.
Daher die Frage wie es sein kann das vdL. noch immer auf ihrem Stuhl sitzt?

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mostly_harmless 13.11.2018, 08:51
83.

Zitat von Nonvaio01
die Buerger in Europa sind unterschiedlich. Die Spanier sind ganz anders als die Polen, Deutsche sind anders als die Suedeuropaer. Die Buergher Europas [...]
Oh, manche Bots können scheinbar immer keine Umlaute

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mostly_harmless 13.11.2018, 08:53
84.

Da man sich seit Amtsantritt des Barons von Trumphausen nicht mehr auf die USA verlassen kann, braucht es eine Alternative zur NATO. Man sollte sich aber klar darüber sein, dass eine massive Erhöhung des Rüstungsetats dafür notwendig ist.

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hektor2 13.11.2018, 09:27
85. Beschaffung

EU-Armee aber nur, wenn die Bundeswehr aus der Beschaffung rausgehalten wird und zwar komplett!

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Burkhart Berthold 13.11.2018, 10:57
86. Koalition der Unfähigen

Da treffen sich dann Streitkräfte, bei denen die einen keine Flugzeuge und die anderen keine Piloten haben, und gehen gemeinsam zu Fuß. Attraktiv wäre aber die "Europäische Armee" zweifellos für die Politiker, die dann ihre Verantwortung hinter "Europa" verstecken könnten.

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hannesR 13.11.2018, 12:44
87. Eine europäische Armee ja aber

ohne FRAU von der Leyen, die hat vom Militär keine Ahnung und sieht nur noch mit $ Zeichen in den Augen die riesige Aufrüstung mit Milliarden Beträgen. Da konnte Sie wieder schön Geld verplempern.
Wann steht diese Dame wegen der dubiosen Berater Verträge eigentlich vor Gericht??

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Joachim Petrick 13.11.2018, 13:39
88. Anstößige Idee von der Leyens, out of Area Europäer Armee zu bereden?

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen versteht sich darauf mit rollenden Schlange K Augen, smart das an Sprachregelung zu konterkarieren, was sie so eben fest behauptet hat, wie die Entscheidung über Einsatz von Armeen müsse bei Nationalstaaten, in Deutschland beim Bundestag bleiben. Gleichzeitig aber einbringt, es solle eine Option geben, national übergreifende Ausschüsse nationalstaatlicher Parlamente mit Armee Einsatz Beschlusslagen zu betrauen, als ob es die NATO nicht mehr gibt?
Dass sie dieses im vorliegenden Fall ausgerechnet bei einem Besuch eines Bundeswehrverbandes auf Ausbildungs-, Stabilisierungsmission in Mali medienaffin tut, ist schon eine Botschaft für sich, dass EU Armee Strukturen out of Area geschmiedet werden.
Da kann der Normalbürger nur im Namen des Friedens, Heere entgegen Himmel flehen, "Lass Hirn vom Himmel fallen." Hoffentlich braucht es nicht wieder so einen 1870er, 1914er Krieg damit Heere, Armeen nicht mehr kaiserlich sondern deutsch bzw europäischer Nationalstaaten europäische Armee heißen, damals 1935 Deutsche Wehrmacht genannt werden konnten, in den nächsten "Apokalypse Now" Weltkrieg zu ziehen, asymmetrisch aufgestellte Weltwirtschaftsverhältnisse mit militärischen Interventionsmitteln beizubehalten? Wenn ja, ab wann, wo weiter nach bald 18 Jahren internationalem Kriegszustand der Volkswirtschaften auf dem Weg zu protektionistischen Kommandowirtschaften der G 8 Staaten, mit TamTam Trash TV Trump Twitter Krawall Mission, z. B. ab 2024 mit Afrika als Weltkriegsschauplatz?
Gegenwärtig ist die Bundeswehr seit Nine Eleven 2001, Ausrufung des NATO Ernstfalles 12. September 2001 "Krieg gegen den Internationalen Terrorismus" mit wechselnden Koalitionen Williger an 11 Auslandseinsatz Standorten in Ausbildungs- bzw sog. Stabilisierungsmissionen aus einem Guss Außen, Innen, Wirtschaft, Sicherheit, Migration, Entwicklung, Kultur, Industrie, Agrarbereich präsent

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kajoter 13.11.2018, 14:41
89. So nett der Gedanke einer EU-Armee auch ist, ..

.... er ist nicht durchführbar, bzw. er wäre verantwortungslos.

Als erstes: Danach würde man also die nationalen Streitkräfte auflösen und in eine EU-Armee überführen. Das hieße zugleich, dass die einzelnen Gattungen bevozugt jeweils einer Nation zugeteilt würden, also z.B. Fallschirmjäger an Frankreich, Gebirgsjäger an Deutschland etc.
Was geschähe aber, wenn in einem Land nach einer Wahl populistische EU-Gegner an die Macht kämen und ihre Truppen aus diesen EU-Streitkräften abzögen?
Den Streitkräften würden die entsprechenden Fähigkeiten fehlen und diese Möglichkeit muss man als unverantwortlich bezeichnen.

Als zweites: Falls von der Leyens Vorschlag in die Praxis umgesetzt würde, könnte man auch damit erhebliche Summen sparen. Und falls er vernünftig umgesetzt würde, wäre eine EU-Armee de facto nicht "billiger" als die enger kooperierenden Streitkräfte der EU. Denn die Gesamt-Mindeststärken sind schon jetzt durch die NATO definiert und würden auch dann erfüllt werden. Und dabei spielte es keine Rolle, ob ein Land sämtliche Gattungen abdeckt oder nur für bestimmte Gattungen zuständig wäre.

Als drittes: Warum hat Macron den Vorschlag gemacht?
Zugegeben - hier begebe ich mich in den Bereich der Spekulation. Aber ich glaube nicht, dass er ausschließlich von hehren Absichten geleitet war. Fakt ist, dass Frankreich deutlich mehr für das Militär ausgibt als Deutschland und dass es sich das eigentlich nicht leisten kann. Fakt ist aber auch, dass Macron Frankreichs Bedeutung auf der Weltbühne wieder anheben möchte und dass dieses kaum möglich ist, ohne überdurchschnittliche militärische Macht vorweisen zu können. Verbindet man beide Punkte miteinander, könnte man zu einem Resultat kommen.
Im übrigen erinnere ich an die Geschichte von Airbus, in der es Frankreich verstand, in der Zusammenlegung von deutschen, französischen und britischen Flugzeiugherstellern eine eigene Federführung zu erlangen.
Weiteres Beispiel sind die beiden neuen, britischen Flugzeugträger. Großbritannien wollte diese wegen einer möglichen Kostenersparnis zusammen mit Frankreich konstruieren und bauen. Da sie jedoch feststellen mussten, dass sich die französischen Partner als völlig kompromisslos erwiesen und lediglich ihre eigenen Bedürfnisse im Sinn hatten, zogen sie sich davon zurück und bauten sie in Eigenregie.
Mein Tipp: Die EU-Streitkräfte würden dergestalt aussehen, dass die außenpolitisch wiksamsten Teilstreitkräfte, also Marine und Luftwaffe, von Frankreich gestellt und repräsentiert würden. Deutschland dürfte sich mit dem Gedöns zufrieden geben, mit dem es sich auch in den letzten Jahren zumeist beschäftigt hat: Aufklärung und Logistik.
Man sollte Macron nach dem Sitz des möglichen Hauptquartiers fragen. Ich gehe jede Wette ein, dass dieses natürlich in Frankreich liegen müsse.

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