Forum: Politik
Debatte um Kühnert-Vorschläge: Mehr Ideen, bitte!
Lukas Schulze/Getty Images

Die Vorschläge des Juso-Chefs sorgen für heftige Reaktionen bei Union und FDP. Dabei entlarven die reflexhaften Abgrenzungen, dass es ihnen an eigenen Ideen für notwendige gesellschaftliche Debatten mangelt.

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Sharoun 02.05.2019, 17:02
150.

Zitat von HeinzMueller99
...vorstellen, wenn jemand aus der Rechten Ecke ähnlich steile Thesen geäußert hätte. Selbst wenn man es in Ordnung findet, dass SPON sich inzwischen teilweise sehr links positioniert finde ich es absolut unerträglich, wenn Äußerungen gefeiert werden, die eine Gesellschaftssystem beschreiben, welches auf dem Boden des Grundgesetzes jedenfalls nicht zu verwirklichen wäre. Sorry, aber mit solchen Kolumnen verspielt nicht nur der Autor sondern auch SPON sehr viel Vertrauen.
Wenn jemand aus der rechten Ecke solche oder ähnliche Thesen geäußert hätte, würde ich mir:
1. die Augen reiben,
2. einen hinter die Binde kippen und
3. die Rechte für wahlweise
-neuerdings KOMPLETT neben der Spur oder
-tatsächlich politisch fast relevant halten.

Aber mit solchen Thesen kommt bei denen ja keiner daher.
Eher was mit:
'der Feind des kleinen Mannes ist der noch kleinere Mann'
oder
'Hasse deinen Nachbarn wie dich selbst'....

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mueller23 02.05.2019, 17:03
151. Sie Ahnungsloser

Zitat von ekatus
Ich schlage vor, wir fangen mit der Kollektivierung erst einmal exemplarisch beim SPIEGEL bzw. bei SPON an und ich denke, dass nach Kürzung der Gehälter um ein Drittel die Realitätsnähe der Artikel und Kommentare um mindestens den gleichen Prozentsatz steigen könnte. Das wäre ein beispielgebender Start in die neue Zeit.
DER SPIEGEL gehört zu 50,5% der Spiegel-Mtarbeiter KG

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oalos 02.05.2019, 17:04
152. Ideen.

Zitat von nanonaut
Ideen - wie die von Herrn Kühnert, Wagenknecht und anderen -, entnommen vom Scherbenhaufen der Geschichte, sind nichts wert. Alle versucht, alle vielfach katastrophal gescheitert. Das braucht kein Mensch. Freies Unternehmertum, das (wie jedes Ding in der Welt) auch negative Begleiterscheinungen haben kann, ist die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt etwas zu verteilen gibt. Und es ist auch kein Zufall, dass die Kühnerts dieser Welt selbst zu keinem Unternehmertum und Wertschöpfung jemals fähig sind.
Es gibt halt auch andere Ideen, als nur die durch Gier, Ausbeutung und noch mehr,mehr,mehr begründeten. Die heutige 'Wertschöpfung' kaufe ich bei AliBaba. Und schmeisse sie gleich wieder weg -- die Flex hat vorhin bereits beim ersten Einsatz geraucht.

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James Blönd 02.05.2019, 17:04
153. Menschlichkeit

Zitat von Schämer
Unabhängig was man von der Idee halten will, die Reaktionen sind erbärmlich. Ich hab mal ein paar gesammelt: "Gegen gute Ideen hat niemand etwas einzuwenden, gegen dummes Geschwätz hingegen schon" "Die "Ideen" sind doch hundert Jahre alt und haben noch nirgendwo funktioniert." "Freibier für Alle!" "das sind alte Hüte." "auf den Tisch gerotzt" "Beta-Kevin hat keinesfalls eine notwendige Idee für eine notwendige gesellschaftliche Debatte eingebracht. " "Wieso reflexartige? Wenn jemand sagt, lasst uns Räder viereckig machen sage ich auch "reflexartig" " Auch der x-te Versuch der Wirtschaftskollektivierung würde nicht funktionieren." Wenn man mindestens einen Hauch Menschlichkeit in seiner Seele hat, weiß, das sich etwas ändern muß. Vielleicht muß man etwas ganz neues entwickeln, das geht aber nicht aus den Stehgreif. Hauptbedingung ist, dass man Ideen ernsthaft diskutiert und sehen wa sisch daraus entwickelt. Wenn man nur 5 Minuten mal ohne Scheuklappen darüber nachdenkt: Wir haben doch schon Wirtschaftskollektivierung seit Jahrzehnten in Form von Genossenschaften. 25 % der US Bürger sind Mitglied in einer Genossenschaft und ein drittel aller Japaner. Ich zitiere mal unseren Präsidenten Steinmeier: "Wenn ich morgens manchmal durch den Pressespiegel meines Hauses blättere, habe ich das Gefühl: Der Meinungskorridor war schon mal breiter."
Nur, damit Ihr hervorragender Kommentar nicht untergeht.

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nine1011 02.05.2019, 17:05
154. Ideen gibt es genug

...allein die Überschrift ist schon totaler Unfug: es gibt viele, auch plausible Alternativen zum Unsinn von Herrn Kühnert, zB ein Wirtschaftsmodell nach Kriterien der Gemeinwohlökonomie nach Christian Felber, welches auch schon von der UNO diskutiert wird...

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sarapo29 02.05.2019, 17:06
155. Tatsache

Wäre es privaten Unternehmen möglich den Sauerstoff den wir atmen zu besitzen und zu verkaufen - sie würden es tun und all jene elendig verrecken lassen die kein Geld für genug Sauerstoff haben- so einfach funktioniert der Kapitalismus. zu unser aller Glück gibt es aber Menschen wie Kevin Kühnert die bereit sind bestehendes in Frage zu stellen und in die Zukunft zu denken. die Reaktionen und die meisten Leserkommentare hier offenbaren allerdings eine geistige Armut, historische Unkenntnis einfachster Zusammenhänge und eine Fantasielosigkeit meiner Mitmenschen die mich schaudern lässt...

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alverion 02.05.2019, 17:07
156. Aufgemerkt!

... komischerweise kommen solch neomarxistischen Gedanken immer nur von Menschen, die weder erfolgreich sind bzw. es (zumindest monetär) noch zu nichts gebracht haben... Sozialismus ist und bleibt eine Ideologie von Verlierern für Verlierer ...

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krypton8310 02.05.2019, 17:07
157. BGE natürlich nur mit neuem Wirtschaftssystem

Zitat von kaiser.friedrich
Das bedingungslose Grundeinkommen wuerde zu einer massiven Inflation fuehren, weil die Kosten fuer Arbeiten stark steigen wuerden. Oder glauben Sie wirklich, dass jemand noch fuer 1500 Euro Toiletten putzen wuerde, wenn man einfach so 1000 Euro im Monat geschenkt bekommen wuerde? Geld ist nichts anderes als ein Kredit-System, um den direkten Austausch von Waren zu vermeiden. Sie koennten den Dachdecker genauso gut damit bezahlen, dass sie ihm kostenlos eine Webseite erstellen, nachdem er Ihr Dach neu gedeckt hat. Da so etwas auf Dauer eher unpraktisch ist, hat sich irgendwann so etwas wie Geld etabliert, um den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu vereinfachen. Wenn Sie jetzt anfangen und Menschen das Geld einfach so in die Hand druecken, dann fordern Sie, dass andere ihre Arbeitskraft ohne Gegenleistung zu Verfuegung stellen und das funktioniert eben einfach nicht. Warum sollte ich z.B. fuenf Stunden investieren, um ihr Auto zu reparieren, wenn Sie mir dafuer keine Gegenleistung erbringen? Ich bin ehrlich der Meinung, dass niemand von den Leuten, die das BGE fordern, wirklich verstehen, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert. Wenn man Geld einfach ohne Gegenwert verschenken koennte, koennte der Staat auch einfach mehr davon drucken und es den Leuten in die Hand druecken. Geld ist ein Ausdruck von Wirtschaftsleistung, die Zahl, die auf dem Schein steht ist dabei nur zweitrangig. Genau deswegen sind 100 Afghani eben deutlich weniger Wert als 100 Euro.
Ich glaube auch nicht, dass ein echtes BGE in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem funktionieren würde. Als 'echtes BGE' würde ich alles ab 1500€ heutiger Kaufkraft ansehen. Netto natürlich. Das leistet sowieso keines der Modelle, von denen ich jemals gehört habe. 1000€ kann man auch heute schon mit einem Gang aufs Amt 'verdienen'. Man darf nur keinen Job bekommen. Und das lässt sich leicht einrichten. Trotzdem gehen heute noch Leute für Mindestlohn arbeiten.
Auf lange Sicht jedoch wird ein BGE sicherlich relevant werden. Nämlich dann, wenn die Arbeitskraft von immer mehr Menschen nicht mehr benötigt wird. Wegen Automatisierung und auch weil das Wachstum irgendwann auf 0 gefahren werden muss. Eine schöne, erstrebenswerte Sache eigentlich. Nur muss dann gleich ein neues Wirtschaftssystem her und nicht nur ein auf das alte Wirtschaftssystem aufgepfropftes BGE.

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Augustusrex 02.05.2019, 17:07
158. Großes Fragezeichen

Zitat von Fuscipes
Emderfriese, "Allen, die diese Vorschläge gut finden: wir reden hier von Enteignungen in Billionenhöhe!" Das ist ein Irrtum, eine Idee ist nichts anderes als ein Vorschlag, und dann darf man diskutieren, zur Verwirklichung benötigt es diverse Zahlen. Bezahlbarer Wohnraum fehlt in bestimmten Räumen, wieviel? Wie hoch ist der Leerstand? Welche Mittel stehen zur Verfügung kurz, mittel und längerfristig, nur so zum Beispiel, und dann kann aus einer Idee eine Lösung werden. Das durch Enteignung kein neuer Wohnraum geschaffen werden kann ist richtig, aber bezahlbarer, damit könnte schon einigen geholfen sein. Mit den dafür geflossen Geldern, könnte doch neuer Wohnraum geschaffen werden, oder nicht?
Mit welchen geflossenen Geldern könnte neuer Wohnraum geschaffen werden?
Wenn enteignet werden soll, dann fließt Geld zum alten Ausbeuter. Der wird damit sicher nichts neues bauen. Wenn dann der Staat niedrigere Mieten nehmen würde, dann brauchte er einen großen Anteil dieser Einnahmen zur Bewirtschaftung der Wohnungen. Er wird sie ja nicht so verkommen lassen wollen, wie das z.B. in der DDR normal war. Es wäre also auch beim Staat kein zusätzliches Geld für den Neubau von billigen Wohnungen vorhanden.
Entschädigungslose Enteignung? Ich denke mal, dass man dass besser vergessen sollte.
Sie sollten also Ihr Modell vielleicht noch einmal überdenken. Vielleicht irre ich mich aber, und Sie können mir mitteilen, welche geflossenen Gelder Sie meinen.

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Ein Spielverderber 02.05.2019, 17:07
159.

Zitat von @jd
"Kühnert hat einen Nerv getroffen" Haha. Dass solche (berechtigten) Reaktionen kommen, zeigt doch nicht das Treffen eines Nervs, sondern dass viele Leute mit Intellekt es für angezeigt halten, einen dummen, frechen Jungen mal in die Schranken zu weisen. Würde ich vorschlagen, das Solidarsystem der Rente ad hoc aufzukündigen, wäre der Aufschrei genauso, ohne dass man mir attestieren müsste, einen Nerv getroffen zu haben. Der Autor handelt fahrlässig, wenn er den kruden Ideen längst vergangener Zeiten hier mit argumentativen Hilfskonstrukten den Hof macht. Auch Sie, lieber Autor, profitieren vom System wie es ist. Und der Spiegel auch. Und auch der Rest der Republik. Und Kühnert verkennt, dass BMW (wie vergleichbare Konzerne auch) nicht nur unzählige Arbeitsplätze schafft und hält sowie betriebsverfassungsrechtlich sehr arbeitnehmerfreundlich agiert, sondern dass ein Kollektiv-Besitz (gemeint ist Eigentum - wohl dem, der den Unterschied kennt!!) längst vorliegt: BMW ist eine AG, Eigentümer sind die Aktionäre. Aber was will man von einem Studienabbrecher ohne jede Arbeit- und Lebenserfahrung wie Kühnert schon erwarten? Solange er nicht über eine fundierte Ausbildung verfügt und einmal richtig gearbeitet hat, muss sich der Rest der Republik von ihm sicher nicht den erhobenen Zeigefinger bieten lassen. Ist bei anderen Parteien übrigens ähnlich, siehe CDU mit ihrem nullum Zimiak. Wenn dies die zukünftigen Berufspolitiker werden, dann gute Nacht!
Oh man, der "böse freche Junge". Anstatt sich mit Argumenten wirklich auseinanderzusetzen, lebst Du in der Vergangenheit und arbeitest nur mit Diffamierung.

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