Forum: Politik
Debatte um Kühnert-Vorschläge: Mehr Ideen, bitte!
Lukas Schulze/Getty Images

Die Vorschläge des Juso-Chefs sorgen für heftige Reaktionen bei Union und FDP. Dabei entlarven die reflexhaften Abgrenzungen, dass es ihnen an eigenen Ideen für notwendige gesellschaftliche Debatten mangelt.

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Friedrich der Streitbare 02.05.2019, 17:44
210. Selbstdarstellung/-vermarktung

Das ist alles, was hinter den Äußerungen Kühnerts steckt. Selbst er ist nicht so dämlich, dem von ihm Gesagten Realisierbarkeit und Wirksamkeit zuzubilligen.
Nachdem er sich seinerzeit durch die Kampagne gegen die GroKo in die Schlagzeilen gebracht hatte, fehlte es jetzt wohl an Brauchbarem, um damit fortzufahren. Macht nichts, dann zündet er halt einen Rohrkrepierer - Hauptsache, sein Name bleibt im Gespräch.

Das ist genau die Sorte Politiker, bei der mir das große Kotzen kommt. Leider wird der uns wohl als "Profi" erhalten bleiben.

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minimalmaxi 02.05.2019, 17:47
211.

"Die weitgehende Fantasielosigkeit der deutschen Politik steht in krassem Gegensatz zu den Problemen, die sich hierzulande und in der Welt auftürmen. Stattdessen verharrt man in Abgrenzungsritualen und hält sich starrsinnig an ideologischen Glaubenssätzen fest, während die Realität unübersichtlicher wird."
Genau so ist es. Mir sind Denkanstösse a la Kühnert lieber, als ein uniformes neoliberales Weltbild, dessen Allerheiligstes das private Eigentum ist.

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phg2 02.05.2019, 17:47
212.

Zitat von Flugor
Wenn man BMW in eine Genossenschaft umwandelt, ändert sich in dem Unternehmen doch nicht das Einstellungsverhalten des Unternehmens: Das macht dort dann der selbe Typ wie auch jetzt schon. Was sich ändern würde wäre, dass die Wertschöpfung komplett bei jenen landet, welche sie auch erwirtschaftet haben. Finden Sie nicht, dass dies sehr motivierend auf die Mitarbeiter wirken würde?
Die verdienen doch eh' schon gut bis sehr gut wenn sie zur Stammbelegschaft gehören.

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Flugor 02.05.2019, 17:48
213.

Zitat von Thomas Kossatz
Was Kühnert unter dem Applaus des Kommentators macht, ist laut Einstein die Definition des Wahnsinns: Zweimal das gleiche zu tun, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten. Die "neuen Ideen" sind tatsächlich ein programatischer Rückschritt hinter das Godesberger Programm.
Das ist bei den Konservativen aber auch nicht anders:

Dort fordert man auch laufend "mehr Markt", obwohl offensichtlich ist, dass die Ziele des Marktes nicht jene sind, welche der Gesellschaft nützen:

Der Markt monopolisiert; das ist unverträglich mit dem demokratischen Gedanken.

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joomee 02.05.2019, 17:48
214. Ganz einfach

Zitat von lock_vogell
wo würde denn die vergemeinerung von BMW deutschland in den bankrott führen, oder die enteignung von immobilienspekulanten? das hat auf die wirtschaftsleistung von deutschland genau keinen negativen impact, eher einen positiven, da die gewinne dann nicht mehr an den steuern vorbeigeschleust würden...
Ganz einfach: Deutschland hat jede Menge ausländische Investoren. Genauso wie Ihre private Rentenversicherung im Ausland investiert ist. Oder Fonds oder direkt über Aktien, Anleihen, Kredite etc.

Und wenn Sie jetzt anfangen in Deutschland Unternehmen zu verstaatlichen, zu vergesellschaften oder wie immer Sie das nennen wollen, kann ich Ihnen garantieren, dass keiner mehr eine müde Mark in Deutschland investiert - bzw. zuerst einmal gegen die Enteignung vorgehen würde. Genauso wie Ihre Rentenversicherung dagegen Sturm laufen würden.

Diese Idee ist nicht einmal im Ansatz eine Idee sondern ein Rohrkrepierer. Zudem ist es keine echte Idee, wo einem was neues einfällt, sondern nur ein Vorschlag,

Darüberhinaus ist die Aufforderung des Verfassers des Artikels mit mehr Ideen oder diejenigen, die hier ihm Recht geben durchsichtig. Es sind nicht mehr Ideen gewünscht, sondern die ideologisch genehmen.

Ich hätte auch ein paar "Ideen". Da würde aber mehr als die Hälfte schreien, was für ein Schwachsinn - und schnell vergessen, wie tolerant und offen man doch alles diskutieren soll.

Kleines Beispiel gefällig: Als Merz die "Idee" hatte, dass die Deutschen in Aktien investieren sollten (übrigens auch eine Art der Vergesellschaften von Unternehmen).

Da war die Toleranz und sachlicher Debatte aus der linken Ecke bezüglich der "neuen Ideen" schnell weg und es gab nur noch Häme und Hass von Leuten die jetzt schreien "wir müssen über alles nachdenken".

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spon_1980133 02.05.2019, 17:48
215.

Zitat von j.c78.
Was an den Vorschlägen von Herrn Kühnert ist denn bitte neu? Oder Inovativ? Wie will er seine Ideale umsetzten, ohne dass die Leistungsträger das Land verlassen? Alte Visionen, ohne Lösungsvorschläge! Dafür wird er zurecht kritisiert...
Ist die Qualität eines Diskussionsbeitrags abhängig vom Alter der Idee? Und wenn ein Teil der von Ihnen zitierten «Leistungsträger» das Land verlassen würden, wäre das vielleicht zu verschmerzen?

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merenlähellä 02.05.2019, 17:49
216. Sie wissen schon,

Zitat von zweifelturm
[...] Es geht hier um das Einbremsem des perversen hemmungslosen Turbokapitalismusses und nicht um einen neuen Sozialismus.
dass es einen "perversen hemmungslosen Turbokapitalismus" nur in Ihrer Fantasie gibt, oder?

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ekke10 02.05.2019, 17:52
217. Anspruch und Leistungsvermögen

sind in Dtld. wieder in Einklang zu bringen. Bauvorschriften ( BER, S 21, Wärmedämmung, Brandschutz), Umweltvorschriften ( C02, NOX, Heizungsanlagen, Energiewende) und wer will das alles leisten , bzw. bezahlen ? Heute bei 0% Zins kommt kein Staat wirklich von seinen Schulden herunter. Dtld. hat trotz Rekordsteuereinnahmen Probleme mit der Infrastruktur, der Rentenhöhe, den Militärausgaben.
Besitzerwechsel bringt nur dann etwas, wenn der neue Besitzer mehr leistet als der alte. Ansonsten ist der Ruin vorprogrammiert. Und ich bezweifle stark, dass ein Mensch, welcher in seinem bisherigen Leben wenig geleistet hat, als Politiker plöztlich die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und deswegen
geeignet ist durchdachte Änderungen zu bewirken. Ganz einfach: Wenn (Arbeits-, Lehr-,Pflege-)Kräfte fehlen, ist die Arbeit leider von wenigeren Menschen zu erbringen, getreu, bzw. umgekehrt dem Motto der IG-Metall aus den 1980er Jahren: "35 Stunden Woche, da uns sonst die Arbeit ausgeht".
Viel Spass beim Urlaubstage reduzieren, bzw. Wochenarbeitszeit verlängern!

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Flugor 02.05.2019, 17:52
218.

Zitat von ralf12012019
Das ist doch der ohne Ausbildung, ohne Studium, ohne gar nix. Der soll erstmal was lernen, bevor er wirr fabuliert.
Sie meinen also, wer sich bei seinem Job im Patentamt langweilt, sollte sich nicht mit der Frage beschäftigen, was Gravitation eigentlich ist?

;)

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Darwins Affe 02.05.2019, 17:53
219. Gefahr für Europa?

Zitat von reznikoff2
Hat Kühnert wirklich einen Nerv getroffen oder nervt der Schwachsinn nur alle?
1) Ich denke, Kühnert hat den Nerv getroffen. Er will dem bisschen Wohlstand, den sich Deutschland in 70 Jahren erarbeitet hat, an die Wurzeln.
2) Kühnert (oder auch Habeck) schaden mit ihren Enteignungsträumen zugunsten des Staats --- also der Verfügungsmasse der Parteien --- nicht nur dem Wirtschafts-Standort Deutschland massiv. sondern ganz Europa.
3) Es drängt sich letztlich die Frage auf, ob das Land (mal wieder) zur Gefahr für den ganzen Kontinent mutiert. Gottseidank ist wenigstens eure Bundeswehr auf absehbare Zeit nicht einsatzfähig.

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