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Debatte um Kühnert-Vorschläge: Mehr Ideen, bitte!
Lukas Schulze/Getty Images

Die Vorschläge des Juso-Chefs sorgen für heftige Reaktionen bei Union und FDP. Dabei entlarven die reflexhaften Abgrenzungen, dass es ihnen an eigenen Ideen für notwendige gesellschaftliche Debatten mangelt.

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Einohrnase 03.05.2019, 00:22
320.

Das kommt dabei raus, wenn Kevin mal wieder ganz allein in der SPD-Zentrale über den 1. Mai zuhaus ist und Andrea Nahles ihren Osterurlaub noch nicht abgeschlossen bzw. schon den Sommerurlaub angetreten hat. Natürlich kann man BMW verstaatlichen oder abwarten bis sie sich selber aufgrund ihrer Arroganz selber aus dem Markt katapultiert haben. Das wird aber nichts daran ändern, dass wir im Kapitalismus etwas schneller oder im Sozialimus etwas langsamer unsere eigenen Lebensgrundlagen für immer ruinieren werden. Wenn ich an Stalin oder Putin denke, ist mir der jetzige Zustand in Deutschland lieber.

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Einohrnase 03.05.2019, 00:24
321.

Das kommt dabei raus, wenn Kevin mal wieder ganz allein in der SPD-Zentrale über den 1. Mai zuhaus ist und Andrea Nahles ihren Osterurlaub noch nicht abgeschlossen bzw. schon den Sommerurlaub angetreten hat. Natürlich kann man BMW verstaatlichen oder abwarten bis sie sich selber aufgrund ihrer Arroganz selber aus dem Markt katapultiert haben. Das wird aber nichts daran ändern, dass wir im Kapitalismus etwas schneller oder im Sozialimus etwas langsamer unsere eigenen Lebensgrundlagen für immer ruinieren werden. Wenn ich an Stalin oder Putin denke, ist mir der jetzige Zustand in Deutschland lieber.

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markus_wienken 03.05.2019, 00:39
322.

Zitat von grainer16
Die Reaktionen zeigen nur, dass es an eigenen Vorschlägen und Konzepten für die Probleme (extremes Wohlstandsgefälle, prekäre Beschäftigung, Pflegenotstand, Bildungsnotstand, Infrastrukturnotstand, Steuerflucht, Bankenkrise, Enteignung des normalen Sparers, Flüchtlingskrise durch Kriege, Armut und Klimawandel etc.) der Menschen mangelt. Am Ende geht es immer um eine gerechte Verteilung der Ressourcen und der Wirtschaftsleistung, Deutschlandweit, Europaweit und Weltweit. Nur die Lobbyistenparteien vertreten ja lieber den Status Quo und die Interessen von Banken, Konzernen, Waffenindustrie und den Reichen. Wer am bestehen System der Reichen und Mächtigen rüttelt und etwas ändern möchte, wird gekreuzigt. Hatten wir vor fast 2000 Jahren schon einmal. CDU und FDP lenken nur von den Problemen ab. Über die Rezepte müssten wir streiten. Man muss sich nur bei der Situationsanalyse einig sein. Die Diskussionen gehen weiter.
"Gebt Gott was Gottes ist und des Kaisers waas des Kaisers ist"
hört sich nun wirklich nicht daran an, dass Jesus ein Sozialrevolutionär war, ganz im Gegenteil.
Und inwieweit Kevins Ideen die von Ihnen aufgezeigten Punkte in Deutschland werden ändern können ist mir auch unklar.

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nextgen 03.05.2019, 00:49
323. Naja

mindestens mit der Sachen bei den Wohnungen hat er doch recht!! was ist das für eine Gesellschaft wo die Hälfte zur Miete bei der anderen wohnt?
es kann nicht sein das man durch wohnunserwerb wohlhabend wird!!
Was hat man den für die Gesellschaft geleistet ?und dann führen diese Leute sich noch auf und leben in 5 ×besser wie Leute die nicht dieses Glück oder diese Einstellung haben!!
und dann kommt noch dazu das dadurch die Mieten so hoch sind und Mangelware werden,weil die Eigentümer zu dumm sind den gesellschaftlichen Frieden zu wahren aus gier.
der Staat muss das regulieren und wenn nötig diesen Leuten die Wohnungen zu einem angemessen Preis zurück erwerben !

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rrtradingsoftware 03.05.2019, 06:51
324. negative Begleiterscheinungen?

riesige Giftmüllhalden in Afrika, quadratkilometer große Müllteppiche in den Ozeanen, abgeholzte Urwälder für Holzkohle auf unseren Grills, zerstörte Landschaften für seltene Erden für Batterien in E-SUVs und Mobiltelefonen, der höchste Treibhausgas Stand seit dem Beginn der Messungen, Plastik in Nahrung und Umwelt, 75% Verlust von Insektenarten, 20 Prozent bei anderen Kleinstlebewesen..das sind Begleiterscheinungen?
Es ist wohl höchste Zeit darüber nachzudenken, wohin das freie Unternehmertum führen wird, denn ganz offensichtlich ist es ebenso wenig in der Lage, zum Wohle aller und der Umwelt zu agieren, wie andere Wirtschaftsmodelle zuvor. Lösen selbst fahrende Autos oder 2.5 Tonnen E-SUVs oder immer neue Mobiltelefone, Fernsehgeräte etc. irgend eines der drängenden Probleme? Nein!! Die ganze Innovationskraft des Kapitalismus wird in einer gigantischen Verschwendungsorgie verbraucht, die alle Ressourcen des Planeten in Geiselhaft nimmt und rücksichtslos vergeudet.

Es wird höchste Zeit, das die jungen Menschen sich fragen, ob Sie auf diesem Weg noch eine Zukunft haben. dazu gehören auch Diskussionen wie diese!

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pumpernickl1811 03.05.2019, 06:57
325. 100% Zustimmung!

ganz hervorragender Artikel! Die negativen Reaktionen auf Kevin Kühnerts Vorschläge zeigen wie sehr die neoliberale Indoktrination funktioniert und den "öffentlichen Debattenraum" (siehe Rainer Mausfeld - sehr zu empfehlen) deutlich eingeschränkt. Vorschläge und neue Ideen "out of the box" sind ganz wichtig für eine echte Demokratie und vor allem zur Lösung von Problemen. Wäre schade und im Übrigen undemokratisch, wenn neue Ansätze immer gleich niedergeknüppelt werden, anstelle einfach mal darüber nach zu denken (das braucht etwas Zeit ;)) , ob sie vielleicht doch in die richtige Richtung gehen könnten.

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CW Lomplex+ 03.05.2019, 07:22
326. Gibt es noch ein wir...

Ist jeder für sich nur jeden Tag der Maschine umgesetzt und versucht sein weniges zu verteidigen obwohl es doch ihr für alle gibt.
Und ist es so falsch, sich mal zu überlegen das es nur einige braucht die Wirtschaft zu zerstören für ihren eigenen Profit und viele Hände Arbeit und Tränen, Leid das alles wieder aufzubauen?
Die großen gleich zu verstaatlichen naja, dennoch über einmal eine gesetzliche Mindestbeteiligung in Aktien als zusätzliche Altersabsicherung und Schutzfunktion gegen Übernahmen ist einmal nachzudenken.
Dennoch es spielt keine Rolle der Stärkere gewinnt.
Es fehlt den Besitzstandsbesessenen ein wenig Ideal.

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manni0815 03.05.2019, 07:46
327. Mut hat er,

ob er Recht hat ist eine andere Frage. Kollektivierung könnte die Wettbewerbsfähigkeit erheblich stören. Darf ich nur ein Haus in dem ich wohne besitzen, baue ich kein zweites, der typische Mieter i.d.R. auch nicht. Dass jedoch eine Umverteilung von Reich zur Mitte stattfinden muss und dem Kapitalismus deutlichere Grenzen gesetzt werden muessen ist ueberlebenswichtig.

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M von B 03.05.2019, 07:58
328. Konkret ! & Idee

Kühnert ist nicht diskutabel da er trotz seine rJungend in überholten Mustern fest steckt.
Es stellt sich trotzdem die Frage, wie wir auf die Herausforderungen wie z.B. fortschreitende Automatisierung, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz etc.. antworten.
Auch wenn wir aktuell im Schlaraffenland in Form von Arbeitsplatz Angboten sind, so ist das ein fragiles Konstrukt, da wir breits direkt in die vorgenannten Themen hinein schlittern.
Hinzu kommt, dass der liebe Herr Schöder mit seiner Agenda 2010 uns eine Hypothek aufgebürdet hat.
Denn wer dachte, wenn die Arbeit billiger wird, dann gibt es mehr Arbeitsplätze, hat zu kurz gedacht. Einher hehend mit der Absenkung der Renten, hat billigere Arbeit dazu geführt, dass wir bereits heute zu niedrige Renten haben und die Menschen im Niedrig-Lohn Sektor nicht mehr von Ihrer Rente leben können.
Da die Alterspyramide den Rest dazu beiträgt, in dem sich das Verhältnis Alt - Jung nach Alt verschiebt, müssen immer weniger junge für immer mehr "Alte" arbeiten. Wenn noch wie in dieser Woche gemeldet, jedes neu geborene 3. Mädchen 100 Jahre alt wird, dann stellt sich die Frage wer dann noch die Zeit zwischen 65- 100 in Form von Rente bezahlen kann.
Kommen wir zum nächsten Thema, Lösungsvorschlag.
Ich stelle hier ein paar Fragen:
Ein Roboter kann 24 Stunden arbeiten. Er leistet einen deutlichen Beitrag zur Produktion.
Warum zahlt er keine Steuern ???
Ist es nicht ein Wunsch dass die Automatisation dazu führen sollte, dass wir weniger arbeiten, weil die ganzen Maschinen das Geld für uns verdienen könnten ???
Und ist es nicht so, dass wir der SPD verdanken,dass sie die 8 Stunden und 5 Tage Woche eingeführt hat ?
Und wäre es unter den gegebenen Umständen nicht zielführend die Arbeitszeit auf 6 Stunden / Tag bei gleichen Gehalt zu reduzieren um dann wenn wir in den kommenden 5 Jahren weniger Abritsplätze haben diese besser zu verteilen und von den Robotern profitieren?
Und wäre es dann nicht sinnvoll, die Arbeit von Robotern zu besteuern, damit alle etwas davon haben und wir z.B. die Renten davon bezahlen zu können ?

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Wolfgang H. 03.05.2019, 08:04
329. Verstaatlichen wäre der falsche Weg, aber...

Man muss hier trennen in 2 Bereiche.
1.Privatwirtschaft-> hier bleibt alles wie es ist
2. Grundversorgungs-Wirtschaft (Energie, Wasser und Rohstoff-Wirtschaft)-> diese Betriebe können zwar Marktwirtschaftlich betrieben werden, dürfen aber keine Gewinne erwirtschaften und wenn doch ein Überschuss da ist, muss dieser an die Gemeinschaft zurück gegeben werden.
Das hätte die CDU schon längst anpacken können, leider bleibt nun nur noch die AFD die das erreichen kann.
Aber es sind noch viele andere Aufgaben zu lösen:
-Europa neu gestalten
-Euro wieder stabil machen
-bei der Europa-Wahl die richtige Entscheidung treffen
......
PS: SPON kann doch mal ein Forum zur Verfügung stellen wo man Ideen veröffentlichen kann, dann steigen vielleicht die "Klicks" wieder.

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