Forum: Politik
Debatte um Kühnert-Vorschläge: Mehr Ideen, bitte!
Lukas Schulze/Getty Images

Die Vorschläge des Juso-Chefs sorgen für heftige Reaktionen bei Union und FDP. Dabei entlarven die reflexhaften Abgrenzungen, dass es ihnen an eigenen Ideen für notwendige gesellschaftliche Debatten mangelt.

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durch blick 05.05.2019, 13:47
380. @pit66 02.05.2019 79. Geht auch nicht...

Ihre Ausführung zeigt, nichts verstanden.
Eine Erklärung:
Die Politik hat auf Druck der Lobby aus der neoliberalen Ecke für Unternehmen die Möglichkeit eröffnet ältere teure Arbeitnehmer gegen billige jüngere auszutauschen. Da ging es um Kostensenkung wegen Globslisierungswettbewerb, so die Fabel. Im Wirklichkeit wurde Zeitgleich mit Hartz4 lediglich Kostensozialisierung eingeführt.
Die Arbeitskräfte werden seither ab einem gewissen Alter regelrecht aus den Firmen gemobbt.
Bedingungsloses Grundeinkommen in Milliardärsfamilien führt auch nicht zu Nichtstun, insofern alles Nebelkerzen was da so fabuliert wird. Es dient dem Erhalt des Status Quo, was angesichts der Robotproduktion allerdings nicht mehr funktioniert. Es müssen neue Wege der Beteiligung beschritten werden, das ist in der Realität alternativlos, ansonsten fliegt uns das heftigst um die Ohren. Wer es nicht war haben möchte sehe in die Geschichte, Beispiele ohne Ende.
Habe die Ehre
DB

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ingo.adlung 06.05.2019, 00:38
381. Raubtierkapitalismus ?!

Zitat von tempus fugit
...Ihr 'Amüsieren' bald erledigt hat!... Ihr 'Klein-Kevin' hat mit seinem Windchen einen politischen und gesellschaftlichen Diskussionssturm ausgelöst, wie es in der letzten gelähmten Zeit nicht denkbar war. Ähnlich der FdF-Bewegung - Zeichen der Zeit, des Umbruchs, Neuanfängen und Ställesäubern. Farm der Tiere... Sie amüsieren sich laut zwitschernd im Wald - und inzwischen ändert sich die reale Welt. Mit Ihren Hinweisen auf DKP und MLDP und PSI (oder Pis?) und PvdA gehen ins Leere, interessiert keinen. Interessieren tut, dass die SPD zu ihren Wurzeln zurückfindet, bürgernahe und glaubhafte soziale Politik und Wirtschaft vertritt - das Potenzial ist mehr als da. Und gut, dass Kühnert - sicherlich kein Wundermann - aber zumindest mal drauf hinweist, dass dem immer offensichtlicheren Raubtierkapitalismus deutliche Grenzen gesetzt werden. Siehe das, was gerade bei den Autobauern abgeht - Prozesse gegen CEO's - einsitztende CEO's und Spitzenmanager, internationale Haftbefehle. Nichts davon macht nervös? Im Gegenteil, macht sehr und immer mehr Menschen 'nervös'. Vorbei die Zeit, wo man zweifelnde und unzufriedene Bürger mit "Gehen Sie weiter, hier gibt's nichts zu sehen!" abfertigte. Unüberseh- und hörbares wird jetzt betrachtet - wie es ausgeht, weiss man nicht und wenn die SPD sich bis zu den BT-Wahlen glaubhaft und aktiv bis 2021 damit auseiandersetzt, dann geht auch R2G - und wenn nicht? Dann geht DE den Weg, der gerade in den USA abgeht aber immer holpriger wird. Und das ist gut so. Mal sehen, wer wirklich in der 'Filterblase' lebt. Fazit: Wundert es Sie nicht, dass ein Klein-Kevin u/o eine Klein-Greta eine solche Diskussion auslösen kann? Diese beiden und andere junge Menschen sind die Auslöser zu einer konkreten Unzufriedenheits- und Unrechtsentwicklung - demnächst wird es einiges zum Wundern und Staunen geben! War und ist nötig auf einem Weg zu SOZIALER AUSGEWOGENHEIT, die Grundlage einer stabilen Demokratie!
Ich weiss nicht in welcher Realität Sie leben, aber was wir erleben ist doch nicht vom Himmel gefallen. Da haben vor Jahrzehnten unsere Städte gemeint alle Sozialwohnungen verkaufen zu wollen und nachdem nun die Sozialbindung ausläuft wundert man sich, dass die Investoren wirklich so dreist sind am Mietkostenrad zu drehen. Hat irgendjemand geglaubt, dass sie Gewinne machen würden und trotzdem noch billiger sein könnten als der Staat? Und wenn sie Erneuern, dies dann kostenneutral geschehen muss? Oder das Unternehmen, dass seine Reinigungssparte verkauft, konnte man da wirklich erwarten, dass deren Kosten und somit die Löhne der Angestellten gleich hoch bleiben würden, wenn gleichzeitig Millionen an Arbeitslosen auch für geringfügige Entlohnung den Job machen wollen? Und wie man dieser Tage wieder nachlesen kann ist selbst unsere Regierung ein schlechtes Beispiel, was Zeitverträge anbelangt. Es ist ja nicht so, dass es in den Ministerien so stark der Konjunktur unterliegende Aufgaben gäbe ...

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ingo.adlung 06.05.2019, 00:43
382. Es beginnt doch schon zu dem Zeitpunkt ...

Zitat von vici46
warum müssen hausbesitzer renditen von über 100% innerhalb von 15 bis 20 jahren erzielen? dies auch noch zu einem zeitpunkt, wo solche renditen nirgendwo erreichbar sind. erst wenn der mietpreis reglementiert wird, erst dann können wir mit normalen mieten rechnen und nicht mit mieten, die sich am markt orientieren dürfen.
... wo die Wiese zum Bauland wird. Bereits zu dem Zeitpunkt müsste eingegriffen werden und der Staat müsste ein Vorkaufsrecht einfordern und durchsetzen. Damit ließe sich dann in der nächsten Runde z.B. über Erbpacht die Preise am Markt gestalten und man behält Kontrolle. Macht die eine oder andere Gemeinnde, aber unterm Strich viel zu wenige. Wenn der Bauer nicht verkaufen will: gut, dann bleibts hat bei der Wiese.

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andre_36 06.05.2019, 16:15
383.

Zitat von tempus fugit
...Ihr 'Amüsieren' bald erledigt hat!... Ihr 'Klein-Kevin' hat mit seinem Windchen einen politischen und gesellschaftlichen Diskussionssturm ausgelöst, wie es in der letzten gelähmten Zeit nicht denkbar war. Ähnlich der FdF-Bewegung - Zeichen der Zeit, des Umbruchs, Neuanfängen und Ställesäubern. Farm der Tiere... Sie amüsieren sich laut zwitschernd im Wald - und inzwischen ändert sich die reale Welt. Mit Ihren Hinweisen auf DKP und MLDP und PSI (oder Pis?) und PvdA gehen ins Leere, interessiert keinen. Interessieren tut, dass die SPD zu ihren Wurzeln zurückfindet, bürgernahe und glaubhafte soziale Politik und Wirtschaft vertritt - das Potenzial ist mehr als da. Und gut, dass Kühnert - sicherlich kein Wundermann - aber zumindest mal drauf hinweist, dass dem immer offensichtlicheren Raubtierkapitalismus deutliche Grenzen gesetzt werden. Siehe das, was gerade bei den Autobauern abgeht - Prozesse gegen CEO's - einsitztende CEO's und Spitzenmanager, internationale Haftbefehle. Nichts davon macht nervös? Im Gegenteil, macht sehr und immer mehr Menschen 'nervös'. Vorbei die Zeit, wo man zweifelnde und unzufriedene Bürger mit "Gehen Sie weiter, hier gibt's nichts zu sehen!" abfertigte. Unüberseh- und hörbares wird jetzt betrachtet - wie es ausgeht, weiss man nicht und wenn die SPD sich bis zu den BT-Wahlen glaubhaft und aktiv bis 2021 damit auseiandersetzt, dann geht auch R2G - und wenn nicht? Dann geht DE den Weg, der gerade in den USA abgeht aber immer holpriger wird. Und das ist gut so. Mal sehen, wer wirklich in der 'Filterblase' lebt. Fazit: Wundert es Sie nicht, dass ein Klein-Kevin u/o eine Klein-Greta eine solche Diskussion auslösen kann? Diese beiden und andere junge Menschen sind die Auslöser zu einer konkreten Unzufriedenheits- und Unrechtsentwicklung - demnächst wird es einiges zum Wundern und Staunen geben! War und ist nötig auf einem Weg zu SOZIALER AUSGEWOGENHEIT, die Grundlage einer stabilen Demokratie!
Zitat: "Interessieren tut, dass die SPD zu ihren Wurzeln zurückfindet, bürgernahe und glaubhafte soziale Politik und Wirtschaft vertritt - das Potenzial ist mehr als da." Herr Kühnert ist genau ein Mitglied der SPD. Und aus seinen Worten schließen Sie darauf, dass die SPD zu ihren Wurzeln zurückkehrt. Die Partei, die seit 20 Jahren in der Regierung ist und in dieser Zeit konsequente FDP-Politik vertreten hat. Herr Sarrazin ist übrigens auch Mitglied der SPD. An seinen Vorstellungen über Sozialpolitik hat sich die SPD wirklich orientiert.

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labuday 18.05.2019, 08:42
384. definieren Sie mal Rendite genauer - nicht das was

Zitat von vici46
warum müssen hausbesitzer renditen von über 100% innerhalb von 15 bis 20 jahren erzielen? dies auch noch zu einem zeitpunkt, wo solche renditen nirgendwo erreichbar sind. erst wenn der mietpreis reglementiert wird, erst dann können wir mit normalen mieten rechnen und nicht mit mieten, die sich am markt orientieren dürfen.
Sie meinen, was Rendite ist.
Mieten steigen, weil der Staat - wie immer - immer dreister mit seinen Steuern und Abgaben zuschlägt, weil die Finanzierung teurer wird, weil Wohnungen erhalten werden müssen - man kauft die nicht und tut dann 15 Jahre nichts mehr - innerhalb von 15 bis 20 Jahren können locker (bei den steigenden stetig Handwerkerpreisen) nochmal 40 bis 50 % der Gestehungskosten anfallen (je nach Alter der Bausubstanz).
Und für eine Rendite von 100% (fahren sie mal aufs Land oder in den Osten - da gehts in die Verluste) über 20 Jahre würde kein Unternehmer auch nur einen Cent riskieren.

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