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Debatte um Militärschlag: Libyens Opposition plant Hilferuf an den Westen

Zehntausende sind auf der Flucht, die Proteste gehen weiter - doch der libysche Despot Gaddafi will nicht weichen. Die Opposition erwägt laut US-Zeitungsberichten nun, den Westen um ein militärisches Eingreifen zu bitten. Die Nato-Partner allerdings zweifeln noch.

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Der Bruddler 02.03.2011, 10:16
30. Überschrift...

Zitat von kingston007
Sagt wer ich höre immer es gibt eine Opposition die alles anders und besser machen will bisher habe ich aber von dieser Gruppe genau wie in Ägypten nur heiße Luft gehört, geändert hat sich aber bisher garnichts, ich möchte bitte mal einen Link sehen wo man sich mal erkundigen kann was sie denn alles wollen, oder wird die Revolution genau so verpuffen wie in Chile, wo nachher die Jungen auch nichts mehr zu melden haben und eine Alte-Neue Elitäre Klicke an die macht kommt?!
Auch eine Möglichkeit mit Unsinn alles zu ignorieren was passiert.

Was soll sich denn innerhalb von ein paar Tagen Ändern in Einem System, welches über Jahrzehnte aufgebaut wurde und welches jetzt Grundlegenden Neuaufbau benötigt.

Diese Änderungen dauern ebenfalls Jahrzehnte, erste Beobachtungen können Sie in zwei bis drei Monaten anstellen, aber dann werden Sie auch noch nichts sehen (wollen).

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Der Bruddler 02.03.2011, 10:18
31. Überschrift...

Zitat von Nitzsch
wo sind sie geblieben, die spannenden und aktuellen Großberichte über die libysche Revolution am Tag als Guttenberg abtrat. Was ist Euch der Information halber wirklich wichtiger. Eine Revolution von Menschen gegen einen Großherscherr oder eine Revolte gegen einen Doktor-Titel Erschleicher? Ich habe den Eindruck, der Haß gegen ihn war stärker. Schämts Euch auch mal Ihr Netz-Journaille.
Hihi - wenn Sie nur nach Kopy Kalle googeln, finden Sie Gaddafi eben nicht.

Ansonsten wäre ihnen da vielleicht doch das eine oder andere ins Auge gesprungen.

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AusVersehen 02.03.2011, 10:22
32. ...

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!
Die Situation in Lybien interessiert kein arabisches Land. Länder wie Saudi Arabien, die jährlich gewaltige Summen für ihre Rüstung ausgeben, hüten sich davon einzugreifen und bemühen sich lieber ihre Eigenen Schäflein ins Trockene zu bringen, bevor auch bei ihnen der Regen einsetzt.

Sollte der Westen auf Hilferufe aus moslemischen Staaten reagieren, dann muß er sich im KLaren darüber sein, dass wir am Ende als Besatzer gelten werden und genau so wie in Afghanistan haben am Ende wir die blutigen Nasen und der islamische Terrorismus wird in den Ländern weiteren Auftrieb erhalten.

Also ist das Klügste was der Westen machen kann, sich dort raus zu halten. Den Dingen ihren freien Lauf zu geben und sich Lybien seinen eigenen Weg finden lassen.
Der einzige wirklich Sinnhafte Grund einzuschreiten ist das Öl, was es zu sichern gilt. Die USA mit ihrem kleinen Wachhund Britannien begeben sich langsam in ihre Startlöcher. Aber auch wenn man davon wenig hört, aber ich denke man kann sich sicher sein, dass auch China vorbereitungen trifft. Das wäre die Gelegenheit für das Ölarme China als Schutzmacht aufzutreten und seinen Einfluß in dieser ölreichen Region zu zementieren. Zudem wäre das Eingreifen so fern der Heimat für China ein ersehntes Signal an die Welt, dass China eine echte Weltmacht geworden ist, die in der Lage ist einen Gegenpol zu den USA darzustellen.

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frubi 02.03.2011, 10:24
33. .

Zitat von sysop
Zehntausende sind auf der Flucht, die Proteste gehen weiter - doch der libysche Despot Gaddafi will nicht weichen. Die Opposition erwägt laut US-Zeitungsberichten nun, den Westen um ein militärisches Eingreifen zu bitten. Die Nato-Partner allerdings zweifeln noch.
Blos kein Militär aus dem Westen auf Nordafrikanischem Boden. Das hilft nur den Radikalen und ihrer Propaganda. Militärische Allianzen aus Nordafrika könnten mit finanzieller Hilfe aus dem Westen eine Befreiungsfront bilden. Alles andere halte ich für destruktiv.

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polyglotter Kosmopolit 02.03.2011, 10:25
34. Keinen Rachefeldzug zulassen...!

Es darf sich auf keinen Fall jener Fehler wiederholen, der unter Bush Senior im zweiten Golfkrieg im Irak begangen wurde:

Damals wurden die Schiiten zum Aufstand gegen Saddam ermuntert und dann im Stich gelassen. Saddam hat sich an den Schiiten und an den Arabern in der Region des Schatt al-Arab bitter gerächt. Es gab ein grausames Blutbad. Das darf sich in Libyen nicht wiederholen.
Wer das zulässt, obwohl er die Möglichkeiten zum Eingreifen hat, leistet passive Beihilfe zum Völkermord.

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pulpicon 02.03.2011, 10:28
35. vermutlich reagiert SPON nur auf Nachfrage

Zitat von Nitzsch
wo sind sie geblieben, die spannenden und aktuellen Großberichte über die libysche Revolution am Tag als Guttenberg abtrat. ... Schämts Euch auch mal Ihr Netz-Journaille.
Wahrscheinlich werden die Berichte nach Zahl der Klicks etc. gewichtet. Und am Tag von Guttenbergs Rücktritt war die News-Rate von Libyen wohl geringer (Änderungen alle 2 Stunden) vs. Änderungen etwa alle 20 Minuten. Wo sich da "die Klicks" aufhäufen ist klar...

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Helmius 02.03.2011, 10:32
36. -

Zitat von Der Bruddler
Wer um alles in der Welt ist denn die Lybische Opposition? Ich habe bisher immer gelesen bei Lybien handelt es sichum eine Stammesgesellschaft die mit Gewalt durch einen Diktator zusammengehalten wird. Es Soll eine große Gefahr bestehen, dass nach dessen Abgang das Land zerbricht oder ein Bürgerkrieg ausbricht und jetzt gibt es eine Opposition? Will da wieder jemand einen Krieg anzetteln?
Wo denken Sie nur hin?
Allein schon, daß der Volksaufstand in Tunesien begann, beweist, daß es diesmal nicht um's Öl oder irgendwelche anderen Vorteile für die VSA auf ihrem Weg zur Weltherrschaft geht.
Obama selbst hat ja versichert, daß diesmal nicht die CIA dahintersteht.
Daß es nun Libyen erfaßt hat, ist nur ein Zufall - es geht doch um "Demokratie und Freiheit", wie seit Jahrzehnten bei allen anderen Putschen weltweit auch.
Dadurch sind schon viele Völker "befreit" worden und können seitdem "glücklich und zufrieden" leben (soferne sie den VSA ihren Obolus entrichten und treue Gefolgsschaft leisten) ;-)

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Satiro 02.03.2011, 10:35
37. Systeme zur Machtausübung

Zitat von bauagent
Dort wo Tunesien und Ägypten bereits sind: unter Militärherrschaft.
Sind und waren .
Der Fehler war nur,dass die bisherigen Machthaber zu egoistisch waren und nicht daran gedacht haben, dass andere die auch schießen gelernt haben auch mal gern an die Futterkrippe kommen möchten.

Im alten Rom wurden Heerführer (Soldaten) die sich die Macht erobert hatten zu Göttern.

Bei den Christen gab es Päpste unter Waffen unter den Anhängern Mohameds gibt es die Fans der Gottes- staatlichen Despotie und im Westen gibt ist der Kampf zwischen demokratisch legitimierter Pöbelzwangschaft und
Plutokratie noch immer nicht entschieden.
Die einen schören aud den gesunden Menschenverstand die anderen auf die Macht desGeldes:-)

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polyglotter Kosmopolit 02.03.2011, 10:40
38. Westen muss Bewohner vor Racheakten schützen!

Es geht nicht darum, Libyen militärisch einzunehmen (wie im Irak geschehen), sondern um die befreiten Städte zu schützen, damit Gaddafi keinen blutigen Rachefeldzug unternehmen kann.

Das geht so: Fallschirmjäger hinschicken. Städte bewachen und verteidigen. Bewohner vor Gaddafis Truppen schützen. Hilfslieferung an die Bewohner weiterleiten. Die werden es danken, denn sie haben eine Todesangst vor Gaddafis Rache. Wer's nicht glaubt, sollte die arabischen Twittermeldungen im Internet verfolgen.
Ohne Taten ist das westliche Gerede um Menschenrechte und Demokratie lächerlich und verlogen.

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Joe67 02.03.2011, 10:45
39. Eingreifen? Und wenn wie?

Irgendeine Opposition ruft immer um Hilfe - und wenn der CIA diese ersteinmal aufbauen musste. Die USA haben sich den Ruf als uneigennütziger Unterstützer von Demokratiebewegungen im Nahen Osten gründlich verspielt. Sie stehen eher für staatliche Tötungsprogramme (wo anders nennt man das Terrorismus) und hebt sich auch bei den Menschenrechten nicht mehr von anderen Unrechtsregimen ab.
In Libyen einzumarschieren würde dann eher den Eindruck machen ein Machtvakuum zu nutzen um sich ein weiteres Land anzueignen.
Wenn dagegen Gaddafi die eigene Bevölkerung aus der Luft bombardiert, spricht einiges dafür genau dies zu verhindern. Mit Hilfe eines Beschlusses des Weltsicherheitsrates und beschränkt auf eine Flugverbotszone (für Militärflugzeuge wenn diese Differenzierung möglich ist) hätten die USA die Möglichkeit ihren Ruf ein wenig zu verbessern.
Vorher müsste aber belegt werden, dass diese Bombardierungen tatsächlich stattgefunden haben. Kampfflugzeuge sind extrem ineffizient bei der Bekämpfung von Personenmengen. In der Regel werden eher Hubschrauber eingesetzt. Daher sollten die Fakten genau geprüft werden. Noch fast jede Intervention wurde mit falschen Behauptungen über den Gegner gerechtfertigt.

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