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Debatte um Pofalla: Das dröhnende Schweigen der Genossen
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Ist was? Noch vor kurzem nutzten SPD-Politiker jede Gelegenheit, um die Union zu kritisieren. Im Fall Pofalla verhalten sich die Genossen auffallend ruhig, manche unterstützen den möglichen Wechsel des Ex-Kanzleramtschefs zur Bahn sogar. Warum eigentlich?

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buntesmeinung 06.01.2014, 18:57
10. Das ist in der Tat so zu beobachten

Zitat von freddygrant
... langsam wirklich verwirrt. Was macht eigentlich die SPD seit sie mit in der Regierung sitzt? Im "Fall" Pofalla keine klare Stellung der SPD-Koryphäen - weder von Gabriel, Oppermann, Steinmeier oder Nahles bis zum SPD-Linksaussen Stegner - nur Stillhalten oder gar Wohlwollen. Das zeigt doch und bestätigt was die SPD mit der Regierungsbeteiligung wollte - nicht regieren sondern nur ein paar Pöstchen und der Rest ist Schweigen ....
Aber wie auch ein Mitforist schon schrieb sitzt die SPD u.a. mit ihrem Oberlobbyisten Schröder selbst im Glashaus.
Da würde jede zu laute Kritik schnell auf sie zurückfallen.
Sie könnte sich aber immerhin dafür einsetzen, dass es zukünftig ordentliche Regelungen gäbe.
Und natürlich könnte sie intern dafür Sorge tragen, dass Pofalla sich nach einer anderen Anschlussverwendung umsehen muss.

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kusibo 06.01.2014, 19:00
11. Pofalla - Senk ju vor träwelling Deutsche Bahn

"Thank you for choosing Deutsche Bahn",
jetzt ist ein weiterer Polit-Absahner dran.
Von Klaeden die Fäden für Daimler zieht,
auch Ronald "McDonald" bekam Appetit.
Pofalla sagte, er brauche privat mehr Zeit,
für einen 18-Stunden Tag nicht mehr bereit.
Daher wechsle er nun in die Privatwirtschaft,
und für weniger Arbeit er mehr Geld sich rafft.
Für ihn wurde geschaffen ein neue Funktion,
sie ist ausgestattet mit einem Millionenlohn.
"Ihr Anschluss ist gewährleistet", sagt die Bahn,
keiner fragt sich, ob Pofalla das wirklich kann.
Sind Politiker wirklich die großen Könner,
oder haben sie nur die richtigen Gönner?
Pofalla soll bei der Bahn als Lobbyist agieren,
soll Einfluss nehmen auf die, die regieren.
Ein Staatsunternehmen jedoch ist die Bahn,
ich für Lobbyismus keinen Sinn sehen kann.
Vielleicht wird er von der Regierung entsendet,
und wird für diese als Controller verwendet.
Die Bahn sollte lieber in die Technik investieren,
damit ihre Fahrgäste im Winter nicht frieren.
Die Züge sollten sich halten an ihren Plan,
dann kommen wir Fahrgäste auch pünktlich an.
Die Bahn sollte sich sehen aus Fahrgastsicht,
dazu braucht sie den teuren Pofalla nicht.
Man kann nur hoffen, Vernunft kehrt ein,
und der Bahn-AR sagt zu Pofalla Nein.
Dann ist es für ihn, das ist doch ganz klar,
ein "Po-Fall", der für ihn ganz schmerzlich war.

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erich21 06.01.2014, 19:01
12. Ach so einer ist das!

Bislang war ich persoenlich bei Herrn Pofalla nur von einem der ueblichen poltjuristischen Schleimbeuteln ausgegangen, was jedoch oberrat. zum Besten gibt hebt diesen Herrn ja noch einmal in eine ganz andere Liga. Aber nachdem in der Causa Wulff ja alle Beteiligten vor Gericht das eingeuebte Lied gesungen haben,wird sich an dem Herrn vom Niederrein kein Staatsanwalt die Finger schmutzg machen.
Ich geh mich erst mal gepflegt uebergeben!

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bananenrepublikaner 06.01.2014, 19:04
13. Wer im Glashaus sitzt...

Ich möchte den sehen, der sagen kann, welche der beiden Großspenden- und den zwei Steigbügelhalterparteien fehlerfrei zuordnen kann welche Guttaten dem Normalbürger (Steuerzahler) aufgedrückt. Treuhand und Harz IV ist einfach, 1€ Jobs, Bankenrettung, Aufstockung, EEG Befreiung, private Altervorsorge etc. etc. es gab Zeiten, da mussten Leute wegen Flugmeilen zurücktreten, heute gibt's den Nackenschlag für den Wähler mit dem Vorschlaghammer

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pr8kerl 06.01.2014, 19:07
14. Kein Wunder dass die Bahn so versagt...

... wenn solche Leuchten wie Mehdorn, Grube und jetzt Pofalla an den Stellwerken stehen. Nirgendwo sind die Züge so unpünktlich wie in Deutschland, nirgendwo die Mitarbeiter so unentspannt. Toiletten sind ständig verstopft, Jugendliche werden einfach aus dem Zug geworfen, Türen fallen während der Fahrt raus. Die Berliner S-Bahn ist jetzt noch ein Schatten ihrer selbst und hat ihre pünktlichen Zeiten (während der DDR!) hinter sich. Und das in einem der reichsten Länder der Welt. Wie unendlich peinlich ist das!! Heute im Nachtzug von Zürich nach Berlin wird man zwei Minuten vor der Ankunft geweckt. Die geballte Unfähigkeit deutscher Staatsunternehmen zeigt sich bei der Deutschen Bahn. Und da versagen Mehdorn und Grube. Und jetzt kommt Pofalla dazu. Das brauchen wir eigentlich nicht. Liebe Schweizer, bitte bitte kauft endlich die Deutsche Bahn auf, damit sie mal funktioniert. Einmal im meinem ganzen Leben möchte ich mal eine Zugfahrt von Berlin nach München ohne irgendwelche Störungen erleben. Aber wahrscheinlich muss ich 144 werden um das zu erleben.

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owain123 06.01.2014, 19:10
15.

Zitat von frenjes
da Schröder dieses eingeleitet hat, Vorteilsnahme vom Feinsten, damals war es der Gazprom Kredit mit Sonderkonditionen, heute kreeirt Pofalla sich seinen Millionenposten selbst(...).
Meine Güte, wie oft wird dieser Schwachsinn noch erwähnt?
Da hat es keinen Schröder gebraucht, da können Sie Ihren Bundeskanzler Kohl als besseres Beispiel nehmen. Der Herr hat als Abgeordneter einen "Beraterjob" bei Leo Kirch, nachdem er als Kanzler abgewählt wurde. Diesen Nebenjob hat er verheimlicht und ist nur wegen der Pleite von Kirch bekannt geworden. Also lieber Konservativer, immer schön vor der eigenen Türe den Dreck weg machen.

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freier.maurer 06.01.2014, 19:11
16. Schweigen verständlich

Zitat von sysop
Ist was? Noch vor kurzem nutzten SPD-Politiker jede Gelegenheit, um die Union zu kritisieren. Im Fall Pofalla verhalten sich die Genossen auffallend ruhig, manche unterstützen den möglichen Wechsel des Ex-Kanzleramtschefs zur Bahn sogar. Warum eigentlich?
Denn jeder Abgeordnete weiss, das auch für ihn/sie der Tag kommen wird, wo ungeachtet des abgebrochenen Soziologie-Studiums eine gute Verbindung zu anderen Ex-Abgeordneten in der Wirtschaft das "Marines"-Gefühl der guten Verbundenheit für gutes Geld [zusätzlich zur Pension] sorgen kann. Man empfindet es schlicht als "Anrecht". Es ist überall so, war schon immer so und wird auch so bleiben. Das ist das System der Politik. Ohne Quatsch. Keine Ironie.

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robert.c.jesse 06.01.2014, 19:15
17. Es darf gezweifelt werden...

"Kaum ist man selbst in Amt und Würden ist es vorbei mit der Angriffslust." Im Amt schon, aber diese schmeichelnde Bezeichnung "und Würden" trifft wohl nicht ganz zu. Der Begriff Würde (lateinisch dignitas) bezeichnet die Eigenschaft, eine einzigartige Seinsbestimmung zu besitzen. Diese Parteifritzen und Emporkömmlinge verdienen dieses Verherrlichung nicht.

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Vorzeichen 06.01.2014, 19:17
18. Is scho gut

Zitat von Hamada
Die Opposition (Die muss das ja) schimpft ohne wenn und aber. Die SPD schweigt. Die CDU schimpft erst verhalten und jetzt etwas lauter. Die SPD schweigt.
Den Eindruck möchte der Bericht gerne wecken, tatsächlich ist es aber richtig, die Faelle Klaeden und Pofalla nicht zu verwechseln. Immerhin ist die Bahn ein Sozusagenquasistaatsunternehmen, Daimler nicht. Bei der Bahn geht es (auch) um die Deutungshoheit des Bundes bei infrastrukturellen Fragen, bei Daimler nicht. In diesem Sinne ist die SPD nicht besonders inkonsequent ... jedenfalls nicht mehr als zuvor.

Insgesamt wird der Fall Pofalla zu hysterisch betrachtet. Praktisch gesehen wird der Mann (nicht als Erster) von Mutti abgesägt und mit einem Posten versorgt, auf dem er weder Schaden anrichten noch hohe Weihen erhalten kann. Für einen Durchschnittspolitiker genau angemessen. Die SPD verhält sich also richtig.

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friedel_3 06.01.2014, 19:19
19. ist nur Strategie

Zitat von BettyB.
Als Regierungsmitglied war Profalla indirekt "Bahner", jetzt soll er es direkt werden, dass ist an sich kein Problem. Dumm nur, dass er zugleich Abgeordneter bleiben will. Denn dann hätte er sich selbst zu kontrollieren...
Merkel und Pofalla wussten sicherlich dass es Ärger geben wird. Daher sollte Pofalla erst mal sein Mandat behalten wollen, es aber später unter dem "Druck" der Öffentlichkeit dann doch aufgeben. Danach sind alle beruhigt.
Alles abgekartet...

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