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Debatte um Rot-Rot-Grün: Ja. Nein. Vielleicht.
REUTERS

Spaltung durch Annäherung? SPD-Chef Gabriel macht der Linken Avancen - und die Debatte um Rot-Rot-Grün ist wieder da. Zum Ärger mancher Linker.

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Kurt2.1 21.06.2016, 08:54
40. .

Gabriel: "In Europa müssen progressive Parteien und Bewegungen füreinander bündnisbereit und miteinander regierungsfähig sein." Dann folgt der entscheidende Satz: "Das gilt auch für Deutschland."

Gabriel sagt damit, dass die "Linkspartei" nicht regierungsfähig ist. Angesichts der Reaktionen von links kann man dem nur zustimmen.

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Kurt2.1 21.06.2016, 09:09
41. #36

Zitat von INGXXL
Aber viele die im Seeheimerkreis sind wollen nicht mit den Linken. Und mache Grüne auch nicht. Ausserdem gibt es Positionen der Linken die von der Regierungsverantwortung ausschließt. Z.B Austritt aus der NATO
Man muss nicht dem Seeheimer Kreis angehören, man muss nicht einmal in der SPD sein, um die "Linkspartei" abzulehnen. Sie ist ein Anachronismus.

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k70-ingo 21.06.2016, 09:39
42.

Zitat von rubikon1a
RRG!? Dann verkaufe ich meinen Besitz(nach 1989 wiedererhalten) und wander aus! Diese Politexpirimente in Deutschland sind unerträglich!
Ach, dazu wird es nicht kommen. Siggi Pop verjagt durch die Ranschmeiße an die SED-PDS-Linke die eigene Stammwählerschaft, und zwar das von Willy Brandt und Helmut Schmidt zur SPD gebrachte altwestdeutsche Bürgertum, die ex-68er, deren Nachkommen und die in den 80ern sozialisierten Birne- und Strauß-Ablehner, sowie die alten Gewerkschafter (von GEW-Irrlichtern mal abgesehen).

Im saturierten Altwesten ist diese Klientel noch recht zahlreich, oft stellt sie die Mehrzahl der -nun bisherigen- SPD-Wählerschaft.

Insbesondere vergißt Siggi, daß in diesen Kreisen die Ereignisse von 1946 nicht vergessen sind, und er unterschätzt ganz gewaltig den dort immer vorhanden gewesenen Antikommunismus.

Siggis Geschichtsvergessenheit und Verkennung der eigenen Parteisubstanz wird der SPD das Genick brechen. Ich bin schon weg und werde nicht wieder zurückkommen, solange weiter mit den Alt-Stasis herumgeschäkert wird.

Wenn doch sowas bei herumkommen wird, wandere ich auch aus. Dank der Globalisierung kann ich auch in der Ferne meinen Arbeitsplatz behalten.

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man 21.06.2016, 10:59
43. Mag ja sein

das R2G für Augstein wünschenswert wäre, dass wars aber schon.

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friedrich_eckard 21.06.2016, 11:37
44.

Zitat von Hatch
Wenn man sich derzeitige Ergebnisse bei der Sonntagsfrage anschaut, dann wird es nächstes Jahr ein grausamer Bundestag für jeden Linken/Progressiven und rot-rot-grün rückt da in weite Ferne. Aber ich gehöre auch zu denen, die mit der SPD und auch den Grünen in dieser Form derzeit gar nichts anfangen kann und die Linke wäre in diesem Bündnis ja die kleinste Partei. Und nach aktuellen umfragen ist nächstes Jahr dann ja auch die FDP wieder dabei und die AfD ja ohnehin. Ich werde wohl trotzdem die Linke wählen, was bleibt denn sonst auch ?
Ich bewerte die Umfrageresultate etwas anders.

Aktuell liegen SPD, GRÜNE und LINKE in der Addition recht stabil bei etwa 44%. 48% reichen für eine regierungsfähige Mehrheit aus, weil regelmässig etwas über 4% der Stimmen durch den 5%-Rost fallen - das ist nicht unaufholbar. Sollte die FDP - falls noch jemand weiss, wer oder was das war - aus dem Bundestag ferngehalten werden können, was bei hinreichend hoher Wahlbeteiligung ohne weiteres erreichbar scheint, können auch noch deutlich weniger als 48% schon genügen.

Es hat auf Bundesebene ja überhaupt noch keine Wahl gegeben, bei der rotrotgrün als ernsthafte, realistische Option "im Angebot" war. Natürlich würde diese Aussicht noch die letzten Fosslilien aus den Zeiten des Kalten Krieges, die sich hier derzeit eifrig als Kommentarschreiber betätigen, mobil machen. Es müsste sich aber zeigen, ob eine solche realistische Machtoption nicht einen sehr nennenswerten Anteil jener vormalige SPD-Wähler reaktivieren könnte, die sich angesichts des Treibens des Maschmeyer-Kanzlers und seiner Komplicen in die innere Emigration der Wahlabstinenz geflüchtet haben, und ob dieser Zugewinn nicht einen Verlust der SPD an DerFeindstehtlinksern, Agendisten und Noskisten überzukompensieren vermöchte, die sich ohnehin für wichtiger und zahlreicher halten als sie tatsächlich sind.

Ergebnis: die rotrotgrüne rechnerische Mehrheit ist keine "Bank", sie ist aber bei ernsthaften Willen und Bemühen aller Beteiligten nicht unerreichbar, und jenen, die hier für diesen Fall ihre Auswanderung ankündigen - wobei ich mich frage, ob das als Versprechen oder als Drohung zu verstehen ist, und woher jene die Überheblichkeit beziehen anzunehmen, dass sie vermisst werden würden - jenen empfehle ich einstweilen Polen oder Ungarn als Zufluchtsländer.

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Klapperschlange 21.06.2016, 12:55
45.

Zitat von friedrich_eckard
Ich bewerte die Umfrageresultate etwas anders. Aktuell liegen SPD, GRÜNE und LINKE in der Addition recht stabil bei etwa 44%. 48% reichen für eine regierungsfähige Mehrheit aus, weil regelmässig etwas über 4% der Stimmen durch den 5%-Rost fallen - das ist nicht unaufholbar. Sollte die FDP - falls noch jemand weiss, wer oder was das war - aus dem Bundestag ferngehalten werden können, was bei hinreichend hoher Wahlbeteiligung ohne weiteres erreichbar scheint, können auch noch deutlich weniger als 48% schon genügen. Es hat auf Bundesebene ja überhaupt noch keine Wahl gegeben, bei der rotrotgrün als ernsthafte, realistische Option "im Angebot" war. Natürlich würde diese Aussicht noch die letzten Fosslilien aus den Zeiten des Kalten Krieges, die sich hier derzeit eifrig als Kommentarschreiber betätigen, mobil machen. Es müsste sich aber zeigen, ob eine solche realistische Machtoption nicht einen sehr nennenswerten Anteil jener vormalige SPD-Wähler reaktivieren könnte, die sich angesichts des Treibens des Maschmeyer-Kanzlers und seiner Komplicen in die innere Emigration der Wahlabstinenz geflüchtet haben, und ob dieser Zugewinn nicht einen Verlust der SPD an DerFeindstehtlinksern, Agendisten und Noskisten überzukompensieren vermöchte, die sich ohnehin für wichtiger und zahlreicher halten als sie tatsächlich sind. Ergebnis: die rotrotgrüne rechnerische Mehrheit ist keine "Bank", sie ist aber bei ernsthaften Willen und Bemühen aller Beteiligten nicht unerreichbar, und jenen, die hier für diesen Fall ihre Auswanderung ankündigen - wobei ich mich frage, ob das als Versprechen oder als Drohung zu verstehen ist, und woher jene die Überheblichkeit beziehen anzunehmen, dass sie vermisst werden würden - jenen empfehle ich einstweilen Polen oder Ungarn als Zufluchtsländer.
Beide aktuelle Umfragen stehen genau bei 44 zu 51% gegen Ihre 3-Parteien Wunschkoalition. Ein bisschen viel zu egalisieren oder gar überholen. SPD und Linke verlieren fast schon wöchentlich Prozente und bei den Grünen, von deren Koalitionsvorstellungen mit den Kommunisten ich nicht überzeugt bin, stagniert z. Zt. die Zustimmung.
Interessanter wäre es mal zu erfahren, wer dann enteignet werden muss, wer verstaatlicht werden muss und wie verhindert werden soll, dass das Kapital ins Ausland abfließt.

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Duggi 21.06.2016, 13:07
46. Gerüchteweise gibt es auch Kontakte für eine künftige Regierungsbildung

zwischen ÖDP, MLPD und Tierschutzpartei. Die Realisationschancen dürften nur marginal von Rot-Rot-Grün abweichen. LOFL

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MKAchter 21.06.2016, 13:16
47. Daumen drücken

Zitat von friedrich_eckard
Aktuell liegen SPD, GRÜNE und LINKE in der Addition recht stabil bei etwa 44%. 48% reichen für eine regierungsfähige Mehrheit aus, weil regelmässig etwas über 4% der Stimmen durch den 5%-Rost fallen - das ist nicht unaufholbar. Sollte die FDP - falls noch jemand weiss, wer oder was das war - aus dem Bundestag ferngehalten werden können......können auch noch deutlich weniger als 48% schon genügen..
Seltsame Rhetorik - die FDP soll "ferngehalten werden können"....

Aus den von Ihnen genannten Gründen heißt es dann doch fleißig "Daumen drücken" für einen Einzug der Liberalen.

Spätestens dann dürften rot-rot-grüne "Träume" ausgeträumt sein... Was auch gut so ist.

Denn für das Land wären dies (u.a. für jeden, dem noch ein Quentchen an Freiheit, aber wenig an einem "allfürsorglichen" Nanny-Staat liegt) eher Alpträume.

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franz.xaver 21.06.2016, 15:04
48. Nett

Wie sofort wieder der Beißreflex zuschlägt.
Einmal sachlich betrachtet, was zur Zeit falsch läuft:
- Jahrzehntelange Umverteilung von unten nach oben (das reichste 1% besitzt 33% des Vermögens während die ärmeren 50% der Gesellschaft auf insgesamt stolze 2,2% kommen -> Europarekordhalter in der Ungleichheit ~ Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)). Dies führt natürlich zu gesellschaftlicher Spaltung und schadet der Wirtschaft (siehe Griechenland, die Wirtschaft ankurbeln indem man der Mehrheit der in dieser Wirtschaft Konsumierenden seine Kaufkraft entzieht???). Die Umsetzung einer gemäßigten Vermögenssteuer ist hierfür als Korrektiv unerlässlich.
- Die Erbschaftssteuerreform ein Witz.
- "Die sinkenden Reallöhne sind Ausdruck der strukturellen Verbesserungen am Arbeitsmarktes." ~Armutsbericht 2012
- "Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr" ~DIW-Chef Marcel Fratzsche
- etc.
glauben die werten Foristen die sofort wieder die üblichen SED/Kommunisten Phrasen loslassen, dass Union, SPD oder auch AfD diese Probleme lösen (wollen).
Und zur Phrase nicht mit Geld umgehen können:
Staatsschulden 1987: 43Mrd -> 2010 2.036 Mrd. (wer war hier an der Regierung?)
Viele Grüße
franz.xaver

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