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Debatte um SPD-Chef Gabriel: Die Schuldfrage
DPA

Die SPD sinkt weiter in den Umfragen - und damit rückt auch Parteichef Gabriel wieder in den Fokus. Noch nörgeln nur die üblichen Verdächtigen. Wie lange hält die Ruhe?

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derweise 11.04.2016, 23:59
300. Gabriel als

ist einfach nicht machbar! Gabriel, kapier es doch endlich!

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machete2 12.04.2016, 00:05
301.

Gabriel ist schon rein marketingstechnisch eine komplette Fehlbesetzung. Der Mann wird ungehobelt, unattraktiv und auch nicht sonderlich überzeugend. Er ist ein Dampfplauderer und für eine derartige Position die totale Fehlbesetzung. Bin dann sogar der Meinung, dass der Mann äußerst unbeliebt ist. Seitdem er am Ruder ist weiß man wirklich nicht mehr wofür die SPD eigentlich noch zu gebrauchen ist. Es gibt eine klare Haltung in der Flüchtlingsfrage außer einem ständigen Hin und her und mal so und so. Meistens wird die SPD wieder kleinere Juniorpartner der das nach plappert was Mutti vorgibt sofern es halbwegs in die eigene Doktrin passt. Aber eigene Themen eigenes Profil das gibt es unter diesen Popanz überhaupt nicht mehr. Aber auch das ist ein Verdienst von Angela Merkel, sie hat die SPD eigentlich ausradiert. Der den Themen die SPD immer besetzt hat hat sie längst für sich beansprucht. Leider hat aus Deutschland in die Situation gebracht in der wir nun stecken, der rechte Rand ist gestärkt und die Mitte ist ausgedünnt. Wenn man heute eine politische Diskussion hört denkt man der Podcast von der CDU kommt von der SPD. Gabriel muss weg sonst ist die Partei erledigt.

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KlausMeucht 12.04.2016, 00:05
302. Wer hat uns verraten?

Es liegt nicht an einzelnen Personen, aber ohne personelle Veränderungen ist eine neue Ausrichtung nicht glaubwürdig.

Der Abstieg begann mit der Agenda 2010. Eingeführt um Sozialkosten zu sparen, wird diese die sozialen Probleme verschärfen. Ohne Änderungen wird ein Grossteil der Mittelschicht im Alter kaum mehr als die Grundsicherung bekommen. Zerbricht der Euro, und Dank der Deutschen Niedriglohnpolitik ist dies wahrscheinlich, werden wir die Arbeitslosigkeit nicht mehr exportieren können.

Ein paar soziale Pflaster auf ein Bein, das man selber abgehackt hat, wird nicht reichen. Die Lebensleistungsrente ist ein Beispiel. Um diese in Anspruch nehmen zu können muss man 40 Jahre eingezahlt und privat vorgesorgt haben. Das Ergebnis ist 16 Euro über der Grundsicherung. Anstatt grundsätzliche Veränderungen in der Rentenpolitik wird Symbolpolitik betrieben. Ein paar wenige Menschen erhalten 16 Euro mehr.

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anark 12.04.2016, 00:27
303. anark

Vorschlag zur Güte: Diese alberne Partei löst sich auf, der Vorstand kann von meinetwegen geschlossen zur AfD wechseln oder sich eine vernünftige Arbeit suchen und der Rest denkt mal über die Zukunft nach und kann sich ggf. neu organisieren.

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andre_sokolew 12.04.2016, 00:34
304. Sozialdemokratisch = sozial + demokratisch ?

Wer die "Rente mit 63" (was ja nicht einmal stimmt) und eine Frauenquote in Aufsichtsräten als Erfolge seiner Politik feiert, hat wohl das Wort "sozial" nicht verstanden. Wer TTIP - verhandelt als Geheimabkommen - unterstützt, weiß mit dem Wort "demokratisch" nichts anzufangen.

Der "Mindestlohn" ist eine gute Sache, wenngleich unzureichend und nun wirklich keine originäre SPD-Idee. Es war auch nicht besonders schwer, das mit der CDU umzusetzen, da wollten das nämlich auch sehr viele.
Es gibt für mich keinen Grund, die SPD zu wählen, ich wähle DIE LINKE, obwohl die zur Zeit mit einem ähnlichen Personaldilemma kämpft.

Wenn die SPD in Ländern, in denen das Sinn macht, oder gar im Bund sich zu einer Koalition mit den LINKEN bekennen und (nur so!) glaubwürdig einen Politikwechsel versprechen würde, dann würde ich aus guten Gründen SPD wählen.
Aber das kann frühestens sein, nachdem der erste Politikwechsel schon stattgefunden hat, in der SPD selbst nämlich. Es gilt: Wer Sigmar wählt, wählt Angela!

Übrigens: Thüringen wird klug regiert, der vorausgesagte Rückzug der Investoren fand nicht statt, im Gegenteil.

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analyse 12.04.2016, 00:35
305. Solange die SPD nicht begreift,daß die

eigentlichen Gegner sind,wird sie weiter bei den schlechten Umfragen bleiben !Die "GRÜNEN" -Lehrer,Journalisten etc.sind doch längst die Partei der Besserverdienenden,wer damit als Koalitionspartner liebäugelt,darf sich über Stimmenverlust nicht zu wundern.Die sog."kleinen Leute " sind eh schon bei der Linken,oder wandern zur AfD !Wann begtreift das die SPD ?Vor,oder während schwarzgrüner Koalition ?

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hansriedl 12.04.2016, 00:51
306. Das Märchen von der globalen Marktwirtschaft...

Es gibt leider immer wieder Politiker, die gedankenlos von der "globalen Marktwirtschaft" reden, in der wir nun einmal alle leben. Dabei ist diese Begriffskombination so widersprüchlich wie sie größer kaum sein könnte.
Denn eine weltweite Marktwirtschaft schließt sich unter den heutigen Bedingungen völlig aus - Globalisierung und Marktwirtschaft passen nun einmal überhaupt nicht zusammen.
Nur in einem derartigen intakten Binnenmarkt kann eine echte Marktwirtschaft gedeihen!
Weil dort für alle Marktteilnehmer annähernd gleiche Bedingungen herrschen (gleiche Löhne, Steuern, Infrastrukturen). Unter den Firmen gestaltet sich ein fairer Wettkampf - die leistungsfähigen Firmen mit effektiver Organisation und guter Produktpalette bzw. solider Handwerksarbeit setzen sich in der Regel durch.

Mit der Globalisierung bzw. dem weitgehenden Verzicht auf Importzölle kann es diesen fairen Wettbewerb nicht mehr geben!
Wie soll ein Markt funktionieren, wenn Stundenlöhne von 50 Cent und 25 Euro aufeinanderprallen, wenn der eine Staat den Firmen Steuerfreiheit gewährt, der andere aber zur Erhaltung der Infrastruktur Ertragssteuern erheben muss?
Wie naiv muss man sein um annehmen zu können, dass solche total divergenten Rahmenbedingungen mit einer Marktwirtschaft vereinbar wären?

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maxxy1234 12.04.2016, 00:56
307. Kein Wunder,

wenn man sieht, was die so machen. Die Bevormundung des Justizministers Maas (SPD) ist haarstraeubend. Jetzt soll sexuell anzuegliche Werbung verboten werden, unter dem Vorwand dessen, was in der Silvesternacht passiert ist. Mit anderen Worten: wir sind ja selber schuld, was da passiert ist, wegen unserer sexuell freien Werbung. Selbst der Duemmste kapiert, was da gespielt wird. SPD wird den 2. Platz bis zur Bundestagswahl an die AfD abtreten muessen. Der 0.5 % Verlust der letzten Woche kann genau daher kommen.

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bssh 12.04.2016, 00:56
308.

"sagte Barley."
Na, dann ist ja alles gut. Wenn man so einfach schon mal das Hauptproblem wegredet, dann wird man kaum vorankommen.
Natürlich ist es genau dieses Glaubwürdigkeitsproblem.
Seit der Agenda 2010 geht es mit der Partei bergab, das kann man doch nicht einfach verleugnen. Die Hartz-Gesetze und die ganze damit verbundene neoliberale Ideologie haben das innenpolitische Klima nachhaltig zerstört, die soziale Marktwirtschaft abgeschafft und durch ein altertümliches Modell von Strafen und Almosen ersetzt.
Man kann doch nicht die Arbeitslosenversicherung faktisch abschaffen, das Rentensystem den Banken und Versicherungen zum Fraß vorwerfen, das Gesundheitssystem drastisch verschlechtern, Kliniken an Konzerne verkaufen, Hunderttausende von Wohnungen an Heuschrecken verkaufen und dann noch von "Sozialdemokratischer Politik" reden.
Mindestlohn schön und gut, aber zuerst einen riesigen Niedriglohnsektor schaffen, auf den man als SPD erschreckenderweise sogar noch stolz ist, das passt doch nicht zusammen. Erst Leiharbeit und Werksverträge und dann später etwas nachbessern, ist das glaubwürdig? Was soll die Rente mit 63 für eine ganz bestimmte Gruppe, wenn Millionen von ihrer Rente nicht leben können? Welche Rente bekommen denn wohl die Leute mit Mindestlohn?
Riester, Raffelhüschen und Co sind ebenso wie Schröder gut versorgt, alles echte Sozialdemokraten ;-)
Erst wenn die SPD wieder sozialdemokratische Politik macht, die damals Verantwortlichen wie Steinmeier, Steinbrück usw. nichts mehr zu sagen haben und man sich von der Agenda-Politik distanziert kann die SPD wieder versuchen verlorene Wähler zurückzugewinnen.

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deglaboy 12.04.2016, 01:06
309. Überflüssig, der Mann, mit seinem Wichtig-tun...

seiner Karrieregeilheit und seinem Themenhopping.
Einer aus der Riege unserer unbrauchbaren Spitzenpolitiker.

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