Forum: Politik
Debatte um transparente Gehälter: Zeigt her eure Löhne
Corbis

Vielleicht müssen Unternehmen bald die Bezüge ihrer Mitarbeiter veröffentlichen. Die Wirtschaft protestiert zu Unrecht: Es gibt keinen guten Grund, Gehälter geheim zu halten.

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zaezi 02.03.2015, 06:50
10. Absurd!

Gehaltsunterschiede bei gleicher Arbeit sind nicht unfair, sondern berücksichtigen auch die individuelle Qualifikation eines Arbeitnehmers. Unterschiede, die auf ungleichen Qualifikationen beruhen, gehen die Kollegen genau so wenig an wie das Gehalt selbst. Diskussionen darüber würden auch nur zur befürchten Störung des Betriebsfriedens führen.
In Unternehmen mit geltenden Tarifverträgen gibt es regelmäßig Stellenprofile anhand derer Qualifikation, Eignung, Erfahrung usw für eine Stelle in eine entsprechende Gehaltsstufe eingruppiert werden. Das sollte zur Vergleichbarkeit vollkommen ausreichend sein, wenn Unternehmen derartige Kriterienkataloge anlegen würden. Dass Herr Müller weiß was Frau Mayer verdient führt wohl kaum zu einer Angleichung der Gehälter, geschweige denn zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Schön, dass die SPD sich endlich mal wieder auf ihre Wurzeln besinnt, aber dann bitte nicht mit solchen absurden Hirngespinsten. Lieber kostenlose Kinderbetreuung, flexiblere Arbeitszeiten auch für Männer usw.

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Thomas Ernst 02.03.2015, 06:50
11. Unsinniger Gesetzesplan

Gleiche Bezahlung setzt gleiche Tätigkeit und gleiche Leistung voraus. Sonst wäre Gleichheit im Sinne von Gerechtigkeit nicht gegeben. Schwesig behauptet lediglich - ohne jegliche Beweise oder Faktenvorlage - eine schlechtere Bezahlung nur deswegen, weil die betreffende Person nicht männlich sondern weiblich ist (jedoch angeblich völlig gleiche Arbeit und Leistung vorliegt). Das ist ist ja ihre Begründung für die geforderte Offenlegung. Aber lediglich Listen mit Gehältern und Stundenlöhnen geben keinerlei Auskünfte zu den notwendigen Kriterien einer Beurteilung.

Fazit: Die Idee von Schwesig ist undurchdacht und kontraproduktiv.

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michibln 02.03.2015, 06:54
12. Gläserne Mitarbeiter um jeden Preis

Hier zeigt sich mal wieder wes Geistes Kind die SPD ist. Für den "Guten Zweck" ist man gerne bereit, den Bürger nackig zu machen. Als nächstes werden dann auch noch alle Kontoauszüge der Leute veröffentlicht. Und was "zuviel" ist wird vom Staat gleich eingezogen.

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Jolla 02.03.2015, 06:55
13. Unterschiedlicher Einsatz

bleibt bei diesem Ansatz völlig unberücksichtigt. Bei zwanzig Mitarbeiern gibt es derzeit vielleicht drei mit vergleichbaren Profil; Die sind dann aber unterschiedlich motiviert.
Sollen die nach diesem Schubladendenken das gleiche Gehalt bekommen? Entweder das wird abgelehnt, dann sind die schwächeren demotiviert. Oder aber.es bekommen alle das gleiche, dann ist der tüchtige der Dumme.

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wire-less 02.03.2015, 07:14
14. will man wirklich Ehrlichkeit ?

Will jeder Low Performer das die ganze Firma sein unterdurchschnittliches Gehalt kennt?

Im Politik-Sprachgebrauch gibt es natürlich nur Spitzenkräfte die endlich ihr verdientes Gehalt bekommen sollen. Und Wähler hören das natürlich nur allzu gerne.

In der Realität gibt es natürlich bessere und schlechtere Mitarbeiter. Die Besseren muss man mit höheren Gehältern halten sonst tut das ein anderer Chef.

Erst wenn wir im Kommunismus angekommen sind und alle für den Staat arbeiten können wir die BAT Tabellen flächendeckend Einführen. Dann müssen wir aber auch wieder Pappautos fahren.

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Lagrange 02.03.2015, 07:16
15.

Naja ich tausche mich mit meinen Kollegen und Kolleginnen so oder so aus. Wir machen kein großes Geheimnis aus unserem Verdienst. Ich kann auch nicht bestätigen, dass ich die Erfahrungen gemacht hab, dass Frauen weniger bekommen als Männer. Zumindest in den Firmen, in denen ich bisher gearbeitet habe gab es keine finanziellen Unterschiede.
Ich sehe der Sache mit der Offenlegung der Gehälter wirklich etwas kritisch entgegen. Dann muss der Chef nämlich wirklich sagen: Nein Herr Müller, sie bekommen weniger Gehalt als Frau Meier, weil ihre Arbeit nicht so gut ist. Wenn das keine Unruhe schafft, weiss ich aber nicht. Daher bin ich dagegen.

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rokker3333 02.03.2015, 07:17
16. Schuss geht nach hinten los ...

1. denken wohl die meisten, die Gehälter passen sich nach oben an. Es wird vermutlich umgekehrt sein.
2. wobei, manch einer mag sich denken, wenn ich schon unterbezahlt bin, dann soll es mein Kollege wenigstens auch sein.
3. die Welt ist per se "ungerecht" für Leute, die Gleichmacherei im Sinne der "Gerechtigkeit" wollen. Es gibt einfach keine staatlich verordnete "Gerechtigkeit". Orwell lässt Grüßen.
4. das Argument mit Skandinavien hinkt, weil dort die gesamte Gesellschaft offener ist und weniger neidbesetzt auf den anderen schaut. In Deutschland bin ich mir sicher, wird Lästern, Mobbing und Mobbing zunehmen.
5. jeder hat seine eigene Historie. Es ist gut, dass ich Deutschland ein 40jähriger Familienvater mit drei Kindern i.d.R. mehr verdient, als der 28 Jährige Singlekollege. Auch wenn der Familienvater vielleicht keine Karriere gemacht hat und quasi denselben Job macht. Und wenn Ältere nicht mehr so "leistungsfähig" sind, bekommen sie weniger?

Leute, jeder sollte halt schauen, dass er selber zufrieden ist. Man kann immer was an der eigenen Situation drehen.

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nakhlabacco 02.03.2015, 07:18
17. no go

ich weiß ja nicht, mich interessiert es nicht was die Anderen verdienen. Und mein Gehalt geht NIEMANDEN was an. Nicht umsonst spricht man nicht über Geld, oder? Jeder ist seines Glückes schmied - in Deutschland zumindest.
Also finger weg von Leuten, Infos bekommt man schon Genug! Das Gehalt sollte estwas privates bleiben. Sonst ensteht nur ein schlechtes Arbeitsklima. Wenn die Leute es nicht selber hinbekommen, zum Chef zu gehen um zu verhandeln, ja dann pech! Mann kann nicht immer meinen man braucht einen Wasserträger aus der Politik. Selbst aktiv werden, hat noch niemanden geschadet.

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dialogischen 02.03.2015, 07:25
18.

Lässt das Land eine Behörde sein und unseren Wohlstand auf knicken, lochen, abheften gründen.

Bislang scheint es in der wertschöpfenden Wirtschaft nicht als Vorteil wahrgenommen worden zu sein, die Gehaltslisten an die Pforte zu nageln.

Wir hatten mal ein System, da ging man, wenn man das Gehalt als unfair empfand, zu einem neuen Arbeitgeber, der ein höheres Gehalt zahlte.

Dank der Verhartzungsgesetze werde solche wechselfähigen Mitarbeiter heute von der Partei kujoniert und schikaniert, wenn der Wechsel nicht reibungslos gelingt.

Frau Schwesig kann sich gerne nützlich machen und die von ihr gewünschten Statistiken erstellen, statt andere mit Beschäftigungstherapien zu beschäftigen. ADie entsprechenden Daten findet sie beim Finanzamt.

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radioactiveman80 02.03.2015, 07:27
19.

ZITAT: "Auf diese Weise soll auch die Bezahlung zwischen Männern und Frauen angeglichen werden (...)
Der Vorstoß ist richtig, weil er Ungerechtigkeiten beseitigen kann." Das sehe ich anders. Es wird eine Neiddiskussion losgetreten, und das einzige Argument, was Fr. Müller in einer Gehaltsverhandlung bringen wird ist: "...weil der Herr Meier auch soviel bekommt!" Damit ist weder dem Klima im Betrieb noch der Gleichberechtigung geholfen. Der Gesetzgeber muss nicht alles regeln und vorschreiben, und schon garnicht dem Arbeitnehmer die Argumente per Gesetz in den Mund legen.

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