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Debatte um US-Rechsextreme: Der Teufelspakt der Republikaner
AP

Donald Trumps Weigerung, rechtsextreme Gewalt bedingungslos zu verurteilen, stellt seine einst stolze Partei vor eine Gewissensfrage: Wofür steht sie eigentlich noch?

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Rahvin 17.08.2017, 08:09
40.

Die USA leben schon seit jeher in einer Scheindemokratie. Das faktische Zwei-Parteien-System, in dem man eigentlich nur zwischen Pest und Cholera wählen kann, während Banken und Industrie mit Großspenden und Lobbyarbeit jede demokratische Bewegung sofort ad absurdum führen, zeigt doch schon seit Jahrzehnten, dass es nach den Wahlen keinerlei Veränderungen gibt. Konfrontiert mit einem Verrückten an der Spitze, den die Leute tatsächlich gewählt haben (ob sie es wirklich tatenn, sei dahingestellt, er wurde aber immerhin Spitzenkandidat, und das auch ohne russische Hacker), offenbart sich die Verletzlichkeit des amerikanischen Politsystems. Republikaner und Demokraten machten immer wieder extreme Richtungswechsel durch, ein echtes, verbindliches Parteiprogramm, eine mögliche Identifikation mit einer bestimmten Wählerschaft - Fehlanzeige. Und gerade dieses Land will Demokratie in alle Welt exportieren: Lachhaft. So, wie den Republikanern der Mumm fehlt, sich von Trump loszusagen, so verlieren die Amerikaner mit jeder weiteren Woche mit Trump an der Spitze an Glaubwürdigkeit, wenn sie denn jemals eine solche besaßen. Es ist kein Antiamerikanismus, wenn man einfach kritisch hinterfragt, was die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten tatsächlich aus lauteren Motiven heraus für die Weltpolitik unternommen haben. Mir fallen nicht viele derartige Aktionen ein. Und mit Trump an der Spitze werden es sicher nicht mehr werden.

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chiemseecorsar 17.08.2017, 08:10
41. Da stimm ich ihnen zu ...

Zitat von Tom H.
All das wäre kein Problem, wenn die Demokratische Partei in den letzten Jahren nicht ihre Prinzipien verraten hätte. Man befürwortete mehr und mehr Kriege und erlaubte den Großbanken, die Finanzwelt als Selbstbedienungsladen zu missbrauchen. Man kämpfte für "freien Handel", was lediglich den Gewinnen der Aktionäre zu Gute kam. Würden die Demokraten wieder zu ihren Prinzipien zurückfinden, würden die Republikaner haushoch Wahlen verlieren. Leider etabliert man sich bei den Demokraten als reine Anti-Trump-Partei. Das reicht nicht, um Wähler für sich zu gewinnen.
... mit dem feinen Unterschied, daß - gerade bei den Demokraten - ein Umdenken und eine neur Dynamik eingesetzt hat, seit einigen Jahren, allerdings mehrheitlich an den WestCoast. Das demokratisch-sozialistische Denken, Sanders wollte damit die Wahl gewinnen, geht nicht mit der jungen Generation konform, die Karriere und Gewissen, Umwelt und Technologie, Global und Lokal in Einklang bringen wollen und die alten Dogmen - weil Dogmen - ablehnen. Eine Tendenz, die wir in Europa vielschichtig auch haben. Die Republikaner sind in der jungen Generation mehr als gespalten - Ostküsten-Arroganz einerseits, BibleBelt-Nixblicker andererseits. Und entsprechend unkommunikativ. Und daß Trump nichts zu der Problemthematik seiner Partei beiträgt ist doch klar - außer Geld und sein Ego interessiert den Mann nichts. Nach ihm die Sintflut. Für die Partei. One World.No Border.

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Fragen&Neugier 17.08.2017, 08:13
42.

Zitat von Tr1ple
Da war der KKK auch noch "aktiver". Die deutschen könne sich das nicht vorstellen aber große teile des Bibelbelts denken so wie die Leute die bei der Demonstration teilgenommen haben. Sie haben auch nichts anderes gelernt und gesehen. Die schwarzen im Süden wurden nie richtig ernst genommen. Vor allem bei der education hat es immer gemangelt.
Nicht nur die Schwarzen im Süden, der ganze Süden wird und wurde nicht ernst genommen.

Der KKK ist keineswegs nur gegen Afroamerikaner, sondern gegen alles und jedes, was nicht WASP war und ist, auch gegen (meist weisse Katholiken). Ob JFK für den KKK "schlimmer" war als Barack Obama, ist nicht eindeutig.
Eindeutig scheint mir doch, dass gerade Trumpkritiker wie Ted Cruz dem KKK-Gedankengut weit näher stehen als Donald Trump und dass Cruz deswegen wohl auch zum Schluss die Vorwahlen krachend verloren hat gegen Donald Trump.

Weiter ging es dem hier immer wieder zitierten Abraham Lincoln eben gerade nicht um eine bestimmte Ideologie, auch er war "nur" ein "gemässigter" Gegener der Sklaverei, sondern primär um den Erhalt und den Wiederaufbau der Union nach dem fürchterlichen Krieg.

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leodgr 17.08.2017, 08:13
43.

Zitat von mwroer
Ach was weiß der schon. Der Krieg fand statt um die Sklaven zu befreien und damit hat es sich! Norden gut - Süden böse. Und nun ziehen Sie los und suchen irgendwas Böses das Lee gesagt hat, sowas brauchen wir!
Ganz genau: Darum sind Missouri, Kentucky, Maryland und Delaware als Nordstaaten mit Sklavenhaltung im Sezessionskrieg (sic! Oder Sklavenbefreiungskrieg?) gegen sich selber in den Krieg gezogen...
;-)

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spadoni 17.08.2017, 08:13
44. vegefranz

Von Manipulation der Leser kann nun hier wirklich keine Rede sein, Trump wurde fotografiert wie er ist. Und von Hassartikel schon mal gar nicht, es werden nur Tatsachen festgestellt. Sie biegen sich, als anscheinend glühender Trump Anhänger, die Situation so zurecht wie Sie es haben möchten!!! Dieser Mann ist eine Schande für die Grossmacht USA!!!!!!

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ticino49 17.08.2017, 08:15
45. Da

es weder in Deutschland noch in der EU etwelche Probleme gibt, kann sich der SPON täglich an Trump abarbeiten. Wir Leser haben kapiert, dass Trump ein gefährlicher Dummkopf ist, wir haben kapiert, wir haben kapiert, wir haben kapiert usw.

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nwz86 17.08.2017, 08:19
46. Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump ...

Unseren täglichen Anti-Trump Artikel gib uns heute. Geht das jetzt noch 7,5 Jahre so? Irgendwann dürfte es auch den geduldigsten und treuesten Spiegel-Leser langweilen.

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HH-Hamburger-HH 17.08.2017, 08:19
47. Einmal mehr

Mal wieder der "Teufel" an prominenter Stelle auf der "Titelseite". Nach meiner Auffassung geben Sie dem Herrn Trump viel zu viel Raum und messen ihm eine Bedeutung zu, die er nicht hat. Mich interessiert z.B. die deutsche Politik, gerade im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen deutlich mehr als die us-amerikanische. Im Übrigen dürfte doch allgemein bekannt sein, dass die us-amerikanische Bevölkerung, im Gegensatz zu der deutschen nicht "geschichtsbelastet", das Problem Rechtsradikalismus eher entspannt betrachtet

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static_noise 17.08.2017, 08:22
48.

Hmm... das Versagen der Republikaner ist nicht Trumps Schuld, Trump ist Trump,ein Angeber, Lügner, Rassist, Sexist, Opportunist. Er ist wer er vorher war.

Die Republikaner haben selber entschieden lieber mit ihm im den Wahlkampf und damit mit ihm als Präsident in's Weiße Haus zu gehen als sicher gegen Hillary und die Demokratennzu verlieren.
Sie haben diesen 'Pakt' geschlossen um an die Macht zu kommen. Es ist die gleiche 'Deal' Mentalität die Trump eh vertritt. Keine Moral, keine Ideale, keine klaren Ziele, alles ist Vsrhandelbar und damit quasi 'käuflich' die Währung ist Macht und Einfluss und Trump ust nun die 'Bank' in dieaem Monopoly.

Warten wir auf die Midterms, sollten die Republikaner verlieren kommt ganz schnell der Austausch der Bank und plötzlich auch neue Inhalte der Opportunisten.

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jjcamera 17.08.2017, 08:22
49. Eine unberechenbare Schutzmacht

Der Einfluss Amerikas auf die Weltpolitik und damit auch auf die Nato sinkt unter Trump dramatisch. Die Welt wendet sich von einem kindischen und lächerlichen Präsidenten ab, der täglich seine Meinung ändert.
Ein schwaches und unberechenbares Amerika zwingt Europa und vor allem Deutschland, sich besser für die Zukunft aufzustellen. Wir müssen uns stärker an den wahren Weltmächten Russland, China und Indien orientieren. Die halten sich an die Verträge, die sie eingehen. Trumps Amerika nicht.

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