Forum: Politik
Debatte um Westerwelle: Als Staatsmann gescheitert

Er hat die Metamorphose zum Staatsmann nicht geschafft, die das Amt verlangt: Guido Westerwelle ist auch als Außenminister ein Parteipolitiker geblieben, der in der Arena*der Innenpolitik kämpft. Die Quittung für die Fehlbesetzung*erhält seine Partei - für sie ist der Augenblick der Entscheidung gekommen.

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appendnix 30.08.2011, 15:31
40. Irrtum mein Lieber...

Zitat von prologo1
....raus, aus dem Bundestag. Also soll er bleiben, das ist zwar schlecht für Deutschlands Ansehen in der Welt, aber.... ....aber, das erlöst Deutschland endlich von dieser Parteispendenklientel-Partei Wildsau und Gurkentruppe, oder....?
...tot Gesagte leben länger ...
...in der CDU bröckelt der Widerstand gegen EURO-Bond und PKW-Maut, die Opposition (SPD, Grüne und Linke) ist sowieso dafür. Die FDP hat diese "Marktlücken" erkannt und mit Bausch und Bogen beireits abgelehnt.

Ich schätze das für die FDP dadurch abschöpfbare Potential auf mindestens 5% eher mehr...
...ganz abgesehen davon: Ich werde jede demokratisch legitimierte Partei wählen, die sich so kategorisch gegen den EURO-Bond stemmt, Name, Vergangenheit, oder sonstige Parteiprogramm sind mir dabei piep-egal!

Gruß Siggi

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pkeszler 30.08.2011, 15:31
41. Das Problem ist nicht nur Westerwelle, sondern die schwarz-gelbe Koalition!

Nicht allein die politischen Gegner aus Opposition und schwarz-gelber Koalition oder die vermeintlich Westerwelle-feindlichen Medien sind Schuld am Fall des Guido W.. Der Außenminister ist zuallererst selbst verantwortlich für sein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit. Westerwelles Fehler haben sein Ansehen ruiniert - und das der deutschen Außenpolitik gleich mit. Westerwelle war von Anfang an als Außenminister eine Fehlbesetzung. Er ist aber nur ein Teil im schlechten Erscheinungsbild der Regierung.
Westerwelle soll bis nach den nächsten 2 Wahlen nur noch als Sündenbock für das schlechte Abschneiden der FDP herhalten – ein fieses Spiel von Rösler und Co.
Merkel und ihrer schwarz-gelben Koalition fehlt es an überzeugenden Projekten. Immer deutlicher wird, dass die Kanzlerin mit ihrer Strategie der Politikverwaltung und des Machterhalts nicht mehr den Wünschen der Wähler und den Anforderungen der Zeit gerecht wird. Ein Politikziel ist weder für die Koalitionsparteien noch die Wähler zu erkennen. Das ist einfach zu wenig. Ob Westerwelle zurücktritt oder nicht: Es geht so oder so mit Merkels Kanzlerschaft zu Ende, spätestens im Jahr 2013.

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christiane006 30.08.2011, 15:33
42. Gründe

Zitat von fabian03
Warum denn jetzt eigentlich nochmal ein Forum zum Westerwelle-Bashing?
,

was will man machen, wenn Monsieur seine Stühle grundsätzlich mit Pattex beschmiert. Schließlich sind es ja auch gut gemeinte Ratschläge, sich zurück zu ziehen, bevor er vollkommen bloß da steht. Es gibt Politiker, die kapieren relativ schnell, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, andere haben da eine verdammt laaaaange Leitung. Zur ersten Sorte zählt Monsieur nun wirklich nicht. Herr Westerwelle, hätte u. U. im Innenministerium punkten können, da braucht man eine große Klappe, aber im Außenamt, war er von Anfang an die totale Fehlbesetzung.

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Maynemeinung 30.08.2011, 15:33
43. Waren das die großen politischen Fehler?

Zitat von willi2007
Der Bürger hat es nicht vergessen, wie die FDP mit der Herabsetzung des Mehrwertsteuersatzes für Hoteliers Klientelpolitik par excellence praktizierte.
In nichts ist das Wahlvolk so gut wie im Vergessen. So wird zum Beispiel gern vergessen, dass dieser Käse (mir platzt bei jeder Dienstreiseabrechnung der Hut!) in erster Linie von der CSU betrieben worden ist. Aber, ganz klar, mit Ruhm hat die FDP sich da nicht bekleckert.
Zitat von willi2007
Als Herr Westerwelle dann noch den Sozialhilfe und Hartz IV-Empfängern spätrömische Dekadenz vorgeworfen hat, (...)
Mal halblang. Hat er das? Oder hat das nicht eher dem politischen Gegner vorgeworfen, dem ein gewisser Sockel Transferleistungsempfänger ganz lieb ist, da er daraus ein zu betreuendes Wählerklientel rekrutiert?

Zitat von willi2007
Die Deutschen wollen keine FDP und schon gar keinen Westerwelle, der nur dumme Sprüche klopft, aber bisher zum Wohle des deutschen Volkes und Staates getan hat.
Also ich für meinen Teil hätte schon gerne eine wirklich liberale Partei in Deutschland. Eine Partei eben, die für bürgerliche Freiheitsrechte steht, für Selbstverantwortung, und nicht paternalistisch wie die Grünen den Staat zur Super-Nanny machen möchte und den Leuten noch vorschreibt, wie sie ihre Fußböden und Badezimmer zu gestalten haben (Stichwort: Grüne in Berlin-Friedrichshain). Nein, es braucht unbedingt eine liberale Partei, eigentlich ist das auch die FPD; aber Westerwelle konnte offenbar nur Opposition.

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Kalaharry 30.08.2011, 15:35
45. Einfache Antwort

Zitat von Nicola54
warum bitte tagt die FDP, eine Partei, die bundesweit unter fünf Prozent herumkrebst, in einem der teuersten Hotels Deutschland, in Schloß Bensberg?
Zahlt alles der Steuerzahler.

Zitat von Nicola54
Das zeigt meiner Meinung nach die totale Selbstüberschätzung dieses wirren Haufens, und auch, wo sie sich selbst sieht: im barocken Prunk.
Barock ist im weitesten Sinne spätrömisch und Dekadenz hat die Westerwellilanti-Partei der vereinigten Mövenpicker ja nun wirklich nachhaltig ins Spiel gebracht.

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m.p.h 30.08.2011, 15:35
46. Ww. ist nicht als Staatsmann gescheitert - er war es nie

Es ist doch spannend zu lesen, wie jeder, links - rechts, Grün Rot/-Rot hier auf Ww. kosten sein Süppchen zu kochen versucht - heuchlerisch ist es allemal.
Die Schadenfreude ob des Verlustes seiner Reputation ist nachvollziehbar und Folge seines als peinlich empfundenen selbstverliebten Auftrittes.

Mir persönlcih ist eine Politik für das Klientel der Leistungsträger unserer Gesellschaft allemal lieber, als Politik für das Klientel der Leistungsbezieher - mit letzteren läßt sich kein Staat machen!
Leider hat Ww. nach Übernahme der Regierungsverantwortung keine Politik mehr gemacht, sondern sich im Rausch des schwerer erarbeiteten Sieges davontragen lassen - und dort jede Bodenhaftung verloren. Ww. hat über Jahre schwer geschuftet, und als er endlich dort angekommen war, wo er hin wollte - ist er durchgeknallt!

Statt die richtigen politischen Themen anzugehen, für die er gewählt wurde, begann der Einstieg ins Amt ohne Latenz mit Machterhalt und Taktierei.

Schade um die richtigen politischen Ansätze, die dann falsch oder nie umgesetzt wurden.

Ww. ist an sich selbst gescheitert, das Format zum Staatsmann hatte er nie. Tragisch.

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w.r.weiß 30.08.2011, 15:35
47. Wenn.....

Zitat von maty2010
wer sich als Politiker einmal gegen angloamerikanische Interessen richtet, ist politisch am Ende.Einmal als Westerwelle den Abzug amerikanischer Atomsprengköpfe aus Deutschland gefordert hat und jetzt mit der Enthaltung bei den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Lybien.Am schlimmsten sind die .....
...Ihr Idol und Oberpazifist Westerwelle doch so gegen Krieg ist und uns aufopferungsvoll (brüllweg) vor einer Libyenbeteiligung bewahrt hat, warum stimmt er mit ja für bewaffnete Einsätze deutscher Soldaten in anderen Ländern/Krisenregionen, ist für Rüstungsexporte in Spannungsgebiete usw.?

Bevor Sie hier von "Kriegshetzern" fabulieren, im übrigen ein dummes u. leider oft gebrauchtes Argument um von der Inkompetenz Westerwelles als Staatsmann abzulenken, lesen Sie einfach mal die Historie deutscher Einsätze und wer wann was wie gesagt, abgestimmt und entschieden hat!
PS: Und auch dieser sinnlose Quatsch von "angloamerikanischen" Interessen, wen wollen Sie mit diesem Blödsinn beeindrucken, verurteilen oder gar überführen?
Lassen Sie es lieber, Sie würden sich nur wundern wie einsam und ruhig es werden könnte.....im Zweifel gehen Ihre bevorzugten Politlieblinge als erstes geschlossen über den Teich!

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aprilapril 30.08.2011, 15:36
48. Einverstanden,...

Zitat von willi2007
Der Bürger hat es nicht vergessen, wie die FDP mit der Herabsetzung des Mehrwertsteuersatzes für Hoteliers Klientelpolitik par excellence praktizierte. Als Herr Westerwelle dann noch den Sozialhilfe und Hartz IV-Empfängern spätrömische Dekadenz vorgeworfen hat, war wohl dem letzten Deutschen.....
nur in Ihrem letzten Satz haben Sie das "NIX" vergessen. Leistung muss sich immer wieder lohnen, auch bei Hoteltagungen und Übernachtungen. Ob auch ein Zimmermädchen willig ist? Auch dabei wäre WW ein Verlierer.

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Salochin 30.08.2011, 15:37
49. Solange

Zitat von sysop
Er hat die Metamorphose zum Staatsmann nicht geschafft, die das Amt verlangt: Guido Westerwelle ist auch als Außenminister ein Parteipolitiker geblieben, der in der Arena*der Innenpolitik kämpft. Die Quittung für die Fehlbesetzung*erhält seine Partei - für sie ist der Augenblick der Entscheidung gekommen.
er seine Klappe hält, kann einem der Mann fast leid tun - angesichts der vielen Unberufenen, die sich jetzt gemüßigt sehen, ihm in den Hintern zu treten, sonst wohl aber schlawenzelt wären, wenn .. Si tacuisses, philosophus mansisses!

So wie weiland J. Fischer, der vom Steinewerfer zum "Staatsmann" ("Bedingungslose Solidarität mit Amerika") metamorphierte. Aber das klappt eben nur bei "anpassungsfähigen" Menschen, die eigentlich schon zufrieden sind, wenn sie den Minister geben können. Minister aber war wohl nicht genug. Und jetzt muss er sich auch noch von G. Langguth eins überziehen lassen. Schnell, Guido, sag was! Damit das Mitleid vergeht .. Schnell!

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