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Debatte zum AfD-Wahlsieg: Nicht schön, aber ganz normal
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Ewiggestrige Protestpartei, die sich von selbst entzaubern wird: So lautet das gängigste Urteil über die Alternative für Deutschland. Doch im internationalen Vergleich hat dem bundesdeutschen Parteienspektrum eine Partei wie die AfD gefehlt.

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hikari36 16.09.2014, 15:33
130. Demokratieverständniss

Zitat von maxxi12
Schön, dass Sie das hier klarstellen. Allerdings vermisse ich dieses Demokratieverständnis regelmäßig für die LINKE und ihre Wähler. Der AfD - einer latent gefährlichen Partei - wird es per se zugestanden.
Demokratieverständniss für eine Partei die eine der massenmörderischsten Ideologien, mehr als 120 Mill. Tote im 20. Jhd., verherrlicht?

Nein danke, für solche Leute und deren Wähler habe ich genauso wenig Verständniss wie für Nazis.

Dieses latent gefährlich würde ich gerne mit Belegen untermauert sehen.

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petromax 16.09.2014, 15:49
131.

Zitat von Bondurant
Rickens schreibt: ...die Hausfrau und Mutter, die ihr traditionelles Lebensmodell entwertet sieht,... sei potentielle Afd-Wählerin. Und da kann man fragen: Darf sie das nicht? Und wieso ist so jemand "dümmer" als eine junge Frau, die sich hat einreden lassen, im Supermarkt für eine große Handelskette an der Kasse zu sitzen sei für sie psychisch gesünder als sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern?
Ihre Frage kann leicht beantwortet werden:
Wer unbedingt daheim bleiben will, in der klassischen Mutterrolle - die soll das bitteschön machen.

Nur sich nachher nicht darüber beschweren, wenn sie im Alter nur über mickrige bis keine Rentenansprüche verfügt und von anderen Institutionen oder dem Mann finanziell abhängig ist.
Genau DAS ist das reaktionäre Frauenbild, was viele in der AfD zurücksehnen.
Dieses "Modell" hatten wir schon einmal, in einer Zeit, an die viele ungerne zurückdenken.
Nein, liebe Linken-Basher, das war nicht die DDR, obwohl es in diesem System auch manche Parallelen gab... .

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elikey01 16.09.2014, 16:24
132.

Zitat von Manollo
Wohl einer der ersten unaufgeregten, sachlichen und fairen SPON-Kommentare zur AfD. Man sieht: mit etwas gutem Willen geht es ja.
Durchaus, wiewohl der Autor kleine Seitenhiebe auch nicht lassen konnte, wie "Man muss AfD-Wähler nicht mögen" und "macht zwar die Parteienlandschaft nicht schöner, aber normaler".

Völlig "normal", nämlich sachlich-neutral mit der jungen, erfolgreichen Partei umzugehen, ist offensichtlich medial noch längst nicht machbar.
Themen der AfD, programmatische werden ja nicht behandelt und wenn, dann verfälscht und bewusst mit abwertenden Unterstellungen gearbeitet.

Erst ignorieren, diffamieren und schließlich - angesichts des Erfolgs der neuen und mithin Versagen dieser Taktik der etablierten Parteien - ein trotziges "die zerlegen sich ohnehin bald wieder selbst und verschwinden von den Bildfläche".
Selbst wenn das so käme, so hat die AfD zumindest die satten Etablierten kräftig aufgemischt; es ist nichts mehr mit "alternativlos". Sympathiesanten und potentielle Wähler lassen sich nicht mehr "verwarnen" mit der AfD angeheftetem NAZI-Vokabular.

Die üblen Beschimpfungen gehen indess weiter:
So brabbelte z.B. die SPD-Generalsekretärin von "brauner Suppe".

Analytisch betrachtet offenbart dgl. Taktik und Sprachgebrauch längst mehr das bekannte "Pfeifen im Walde"; die Etablierten dürften demnach schon Ängste um Wählerstimmenverluste umtreiben.

DEMOKRATIE bekommt so eine neue Chance und hoffentlich auch wieder mehr Wähler an die Urne.
Wählen ist zwar keine gesetzliche, aber h.E. eine moralische Pflicht.
Doch der Kräfte sind viele, die lieber den eingefahrenen Status quo für ihre Eigeninteressen bewahren möchten.

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meerrettich 16.09.2014, 16:38
133. Volltreffer

Zitat von cwernecke
... der über die Schnappatmung der anderen Medien hinaus Gelassenheit an den Tag legt. Dabei stimmt nicht ganz, dass die Partei ein Alte-Säcke-Club ist, ganz im Gegenteil fühlen sich viele junge Leute von ihr angezogen, gerade weil sie ein Rebellen-Image hat, wie einst die Grünen. Ich empfehle meiner Partei übrigens: Durchhalten und keine Koalitionen auf kurze Sicht eingehen. Die AfD wird jetzt erst richtig bekannt und ihr Potential liegt bei 20+x%. Erst wenn das erreicht ist, sollte man sich einen Koalitionspartner aussuchen und man sollte der CDU signalilsieren, dass sie durchaus nicht die einzige Wahl ist (eingebildeter Haufen). Allen, die in der Partei sind und nicht möchten, dass sie sich wie die Chaoten auf dem Piratenschiff selbst versenkt, sollten sich mit Mann und Maus hinter die Parteisprecher stellen und in der ein oder anderen Frage nicht immer alles auf die Spitze treiben. Wenn unsere Abgeordneten im EU-Parlament für Sanktionen gegen Russland gestimmt haben, mag es nicht ganz Parteilinie gewesen sein. Es ist aber kein Grund, hier den Max zu machen und alles zu riskieren, was mühsam aufgebaut worden ist. Den Rechtsextremen in der Partei sollte man bei jeder Gelegenheit klare Kante zeigen. Sie sind da, aber man kann sie in Schach halten, wenn sich die anderen nicht wieder in den warmen Sessel fallen lassen, sondern in der Partei fleißig mitarbeiten.
Es kommt bei Spon nicht oft vor, aber Ihren Beitrag könnte ich Wort für Wort unterschreiben.

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jan.lolling 16.09.2014, 16:40
134. Unvollständige Analyse

Ein wesentlicher Erfolg des AfD geht auch auf seine kritische Haltung zur Vorgehensweise der Eurorettung zurück. Klar sammeln sich im AfD auch sehr konservative Kräfte aber leider hatte man in der Vergangenheit gerade bei SPD und CDU schon den Eindruck dass berechtigte Kritik an den Euro-Rettungsschirmen und an der Art wie mit den verschuldeten Staaten umgegangen komplett ignoriert wird. Griechenland ist weit davon entfernt sich von den massiven Einschnitten zu erholen die man dort gemacht hat, ob es jemals mit dem Euro dort wieder Normalität geben wird steht in den Sternen.
Auch hat die zumeist unfaire Art mit der Lucke angegangen worden ist auch zu einem Solidarisierungseffekt geführt. Es gab ja praktisch keine Sendung in der er nicht ständig angegriffen wurde - zumeist unsachlich. Krassestes Beispiel war - wie so oft - Herr Friedmann bei N-TV.

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meerrettich 16.09.2014, 17:34
135. Völlig richtig!

Zitat von jan.lolling
Ein wesentlicher Erfolg des AfD geht auch auf seine kritische Haltung zur Vorgehensweise der Eurorettung zurück. Klar sammeln sich im AfD auch sehr konservative Kräfte aber leider hatte man in der Vergangenheit gerade bei SPD und CDU schon den Eindruck dass berechtigte Kritik an den Euro-Rettungsschirmen und an der Art wie mit den verschuldeten Staaten umgegangen komplett ignoriert wird. Griechenland ist weit davon entfernt sich von den massiven Einschnitten zu erholen die man dort gemacht hat, ob es jemals mit dem Euro dort wieder Normalität geben wird steht in den Sternen. Auch hat die zumeist unfaire Art mit der Lucke angegangen worden ist auch zu einem Solidarisierungseffekt geführt. Es gab ja praktisch keine Sendung in der er nicht ständig angegriffen wurde - zumeist unsachlich. Krassestes Beispiel war - wie so oft - Herr Friedmann bei N-TV.
Der Kampf gegen Merkels angeblich "alternativlose Euro-Rettung" hat für die Gründung der AfD den Stellenwert besessen, den die Anti-AKW-Bewegung vor 35 Jahren für das Aufkommen der Grünen hatte. Es ist kein Zufall, daß Lucke Makroökonom ist und die AfD zweifellos die höchste Dichte von Volkswirten unter allen deutschen Parteien aufweist. Jedem Menschen mit einer wenigstens rudimentären ökonomischen Ausbildung ist klar, daß eine Währungsunion zwischen so unterschiedlichen Ökonomien wie Deutschland oder den Niederlanden einerseits und Griechenland oder Portugal andererseits nur zu erhalten ist, wenn die weniger wettbewerbsstarken Länder in einer Dauerrezzession verharren und/oder die wettbewerbsstärkeren Länder dauerhaft Transferzahlungen in enormer Höhe leisten. Ein derartiges, aus rein ideologischen Gründen und ohne Berücksichtigung elementarer ökonomischer Sachverhalte eingeführtes Konstrukt wird auf Dauer nicht funktionieren und und enorme politische Fliehkräfte entfalten. Es sollte daher mit möglichst geringen Kollateralschäden rückgängig gemacht werden. Sein Vorgänger, das EWS, hat über viele Jahre mehr als zufriedenstellend funktioniert. Eine Rückkehr zu diesem funktionellen Europäischen Währungssystem wäre - wenn nicht vielleicht nicht alternativlos - so doch zumindest machbar und sinnvoll. Deutschland hat es nicht verdient als dauerhafte Melkkuh zu enden und Griechenland hat es nicht verdient, die dauerhaft bettelnde Elendsgestalt Europas zu werden. Ansonsten werden die Euro-Retter in nicht allzu langer Zeit erkennen müssen, daß sie es waren, die die EU gesprengt haben.

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prologo1 16.09.2014, 18:02
136. Die Geburtshelfer der AfD wundern sich.....

Zitat von jan.lolling
Ein wesentlicher Erfolg des AfD geht auch auf seine kritische Haltung zur Vorgehensweise der Eurorettung zurück. Klar sammeln sich im AfD auch sehr konservative Kräfte aber leider hatte man in der Vergangenheit gerade bei SPD und CDU schon den Eindruck dass berechtigte Kritik an den Euro-Rettungsschirmen und an der Art wie mit den verschuldeten Staaten umgegangen komplett ignoriert wird. Griechenland ist weit davon entfernt sich von den massiven Einschnitten zu erholen die man dort gemacht hat, ob es jemals mit dem Euro dort wieder Normalität geben wird steht in den Sternen. Auch hat die zumeist unfaire Art mit der Lucke angegangen worden ist auch zu einem Solidarisierungseffekt geführt. Es gab ja praktisch keine Sendung in der er nicht ständig angegriffen wurde - zumeist unsachlich. Krassestes Beispiel war - wie so oft - Herr Friedmann bei N-TV.
....wundern sich jetzt, was sie mit ihrem regieren gegen das Volk geboren haben. Die AfD ist ganz allein der CDU/CSU zu verdanken. Genau so wie die LINKE der SPD zu verdanken ist.

Und das freut mich ganz besonders, dass unsere Demokratie deshalb noch funktioniert. Und allen unken Rufen dieser Geburtshelfer zum trotz werden beide Parteien das Bundeshaus noch aufmischen. Die Vorteile davon hat allein das deutsche Volk. Und das ist auch gut so.

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Bondurant 16.09.2014, 18:12
137. Wenigstens

Zitat von petromax
Wer unbedingt daheim bleiben will, in der klassischen Mutterrolle - die soll das bitteschön machen. Nur sich nachher nicht darüber beschweren, wenn sie im Alter nur über mickrige bis keine Rentenansprüche verfügt und von anderen Institutionen oder dem Mann finanziell abhängig ist.
sprechen Sie die rein materiellen Motive an und wiederholen nicht die Legende, beim Job an der Aldi-Kasse etc. ginge es um die Selbstverwirklichung im Beruf.

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Friebott 16.09.2014, 18:17
138.

Zitat von hatschon
Tut im leid aber wer ein Gehirn sein Eigentum nennt kann diese Leute nicht wählen . Kein Euro kein Europa Angst vor Migranten schwulen Lesben und alles was fremd ist : ist klar der Herr mit dem Schnäutzer wäre eine Alternative ! Nicht mit mir
Wenn Sie sich mit dem Programm der AfD vertraut machen würden und dieses Programm mit der Wirklichkeit vergleichen, müßten Sie eigentlich konstatieren, dass viele Forderungen der AfD durchaus berechtigt sind. Ich jedenfalls kenne keine Land, das alks Einwanderungsland bezeichnet wird, aber überhaupt kein Gesetz über die Einwanderung verabschiedet hat. Wir haben Gesetze, die noch nicht einmal unterscheiden zwischen Armutsflüchtlingen, politisch Verfolgten, echte Einwanderern usw. Bei uns gibt es inzwischen nur noch Einwanderer. Armutsflüchtlinge und poltiische Verfolgte die Asyl bei uns beantragen sind aber keine Einwanderer.
Befassen Sie sich einmal mit den Regeln der Einwanderung für Australien und Kanada, dann wissen Sie was unter einem Einwanderer zu verstehen ist.

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reinerunfug 16.09.2014, 18:20
139. Je weniger

die Parteien etwas gegen die Einwanderungskriminalität machen und je mehr sie mit vollen Händen das Geld des Brügers an "Armutseinwanderer" verteilen, desto stärker wird die AfD.
Und dies mit Recht.
Nicht rumlispeln, Frau Merkel, handeln!!

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