Forum: Politik
Debattenkultur: Weniger Demokratie wagen!

Alle klagen über sinkende Wahlbeteiligung. Wenn man sieht, was Leute im Netz hinterlassen, kann man nur dankbar sein, dass viele Krakeeler am Wahltag zu desinteressiert oder zu betrunken sind, um aus dem Bett zu finden.

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markus_wienken 22.09.2015, 13:50
20.

Zitat von jalu-2008
"Alle klagen über sinkende Wahlbeteiligung. Wenn man sieht, was Leute im Netz hinterlassen, kann man nur dankbar sein, dass viele Krakeeler am Wahltag zu desinteressiert oder .....
Nein.
Wer wirklich und ernsthaft an Politik interessiert ist, krakeelt nicht sinnfrei und pöbelnder Weise im Netz sondern argumentiert sachlich. Insofern hat der Autor dieses Artikels sicherlich nicht Unrecht.

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dermork 22.09.2015, 13:51
21. Zustimmung

ich kann Herrn Fleischhauer nur zustimmen. Das Problem einer Demokratie ist es, dass jeder mitentscheidet, also auch viele Leute, die geistig nicht in der Lage sind, die mögliche Konsequenz ihrer Wahl zu überblicken. Zum Glück ist es nur ein sehr geringer Teil.
Leider kann es nicht Voraussetzung einer Wahl sein, ein gewisses Minimum an Politikverständnis und/oder Intelligenz zu besitzen, um an Wahlen teilzunehmen.
?Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - mit Ausnahme all derer, die bereits probiert wurden.?

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gula19 22.09.2015, 13:52
22. Unsinn

Herr Fleischhauer möchte am liebsten die demokratischen Grundrechte beschneiden - Wahlrecht nur für diejenigen,die einen Mindest-IQ haben? Das zeugt von der demokratischen Einstellung eines Spiegel-Kolumnisten!
Es ist einfach nur primitiv, Anderdenkenden eine verminderte Intelligenz zu bescheinigen, weil deren Meinung nicht der eigenen entspricht. Dumme Menschen gibt es in allen politischen Lagern. Ich habe auch Verständnis für so manchen verbalen Wutausbruch angesichts der derzeitigen Politik,auch wenn er nicht politisch korrekt ist.
Damit meine Meinung nicht wieder gleich dem Lager der Idioten zugerechnet wird, möchte ich noch anfügen, dass ich ein Hochschulstudium absolviert habe.

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johnnybach 22.09.2015, 13:52
23. Interessante Interpretation ...

Zitat von ackergold
Schon wieder eine Stammtischpolemik, gespickt mit Binsenweisheiten. Wenn Fleischhauern den Dummen das Wahlrecht auch absprechen will, es bleibt zu überlegen, wer dann noch gewählt werden soll.
Ich hatte Herrn Fleischhauer so verstanden, dass er das aktive Wahlrecht absprechen wollte (also die Leute nicht wählen lassen). Sie beziehen das anscheinend auf das passive Wahlrecht (man darf sich nicht wählen lassen).

Das fände ich sogar mal eine sinnvolle Änderung. Gewählt werden darf man nur noch mit einem mindestens 3-stelligen IQ. Gut, dann wäre die Hälfte unserer Politikerkaste arbeitslos, aber die Qualität der Politik wäre vermutlich besser ...

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troy_mcclure 22.09.2015, 13:53
24.

" Die Politikerin wirkt bei ihrem Auftritt sehr betroffen." - so wirkt Frau G.-E. doch immer, hätte er nicht erwähnen müssen.
Ansonsten: guter Artikel

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erik93_de 22.09.2015, 13:55
25. Schlechtes Beispiel...

Bei dem Dummschwatz, den Göring-Eckhardt zuletzt so absondert, hält sich das Mitleid in Grenzen. Ist halt nicht jedem gegeben, den berechtigten Ärger über jemanden in eine Form zu kleiden, die der Etikette genügt.
Also MEHR Demokratie wagen: Das Scherbengericht der Griechen war doch eine schöne demokratische Einrichtung. Und man muß die Leute ja nicht beschimpfen, wenn man sie auch verbannen kann.
Und die "Verbannung" könnte heute das Verbot sein, sich zehn Jahre lang nicht öffentlich äußern zu dürfen.

Schönes Modell für Frau Eckhardt und die politische Hygiene in diesem Land.

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AliceAyres 22.09.2015, 13:55
26.

Also im Grunde variiert Herr Fleischhauer nur den alten Stoßseufzer Churchills:
"The best argument against democracy is a five-minute conversation with the average voter."

Ein Zitat, für das ich in schwachen Momenten und angesichts des Mülls, der in Foren gepostet wird, auch ein gewisses Verständnis aufbringe.

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emme2711 22.09.2015, 13:56
27. Danke Jan Fleischhauer!

Ihre Kolumne würde ich sofort unterschreiben!!!

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hbmars 22.09.2015, 13:56
28. Hmm..Hmmm.....

Sinkende Wahlbeteiligung ist der Ausdruck der Entfremdung zwischen der Parteien und des Volkes.
Das Volk spürt zunehmend, dass die Parteien nicht mehr die Interessen des Volkes, sondern die Interessen der diversen Machtgruppierungen vertreten, die wiederum keine demokratische Basis haben, und nicht die Mehrheit der Gesellschaft darstellen .
Die zunehmende Prekarisierung der Gesellschaft, Masseneinwanderung ohne Kontrolle, aufgeblähte Finanzmärkte,frisierte Arbeitslosenstatistiken, Austeritätspolitik,Mangel an Kontinuität sowohl innen,als auch aussenpolitisch, geradezu masochistische Unterwürfigkeit den USA gegenüber, als auch die sadistische Gnadenlosigkeit gegenüber Griechenland(die allerdings der Schaffung einer Währungsunion unter Ungleichen zu verdanken ist)......
Eine wahrlich explosive Mischung.
Auf das Sommermärchen folgt nun der Albtraumwinter.

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vox veritas 22.09.2015, 13:57
29. Oha ...

... da hat sich eine Menge Frust aufgebaut!

Herr Fleischhauer hat Recht, allerdings muß man anmerken, daß dieser Abwärtstrend mit TV-Sendungen wie "Jackass", "Dschungelcamp", und "Big Brother" sowie Happy Slapping, Kanak Sprech, Gangsta-Rap und dergleichen erst gesellschaftsfähig gemacht wurde.

Das hört sich altmodisch an (und ist es auch), aber früher hat man sich nach "oben" orientiert und entsprechend verhalten. Heutzutage orientiert man sich nach der Gosse .... und viele machen mit, weil sie es toll finden (siehe Stinkefinger a la Peer Steinbrück).

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