Forum: Politik
Debattenkultur: Weniger Demokratie wagen!

Alle klagen über sinkende Wahlbeteiligung. Wenn man sieht, was Leute im Netz hinterlassen, kann man nur dankbar sein, dass viele Krakeeler am Wahltag zu desinteressiert oder zu betrunken sind, um aus dem Bett zu finden.

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Thomas McKean 22.09.2015, 21:23
600. Diktatur der Akademiker

Zitat von t-alex
Lieber Hr. Fleischhauer, haben Sie sich eigentlich mal Gedanken gemacht, wer 1933 den Herrn Adolf unterstützt hat? War das wirklich das dumpfe, ach so bildungsferne Prekariat, oder nicht vielmehr die Intelligenzia wie Ärzte, Juristen, Bankiers, Journalisten, Natur- und Geisteswissenschaftler, Kirchenobere, Offiziere, usw.? Glauben Sie wirklich, daß auch nur eines der widerlichen Regime wie in Syrien, Saudi-Arabien, Russland, Eritrea, N-Korea, Zimbabwe... sich auch nur 3 Tage halten könnte, wenn sie nur vom dummen Fußvolk bewundert werden würde und nicht auch tatkräftig von den sooo gescheiten IQ110+ tatkräftig unterstützt, weil von der Macht korrumpiert? Mir graust es ebenso wie Ihnen vor den dumpfen Rechtsdimpfeln, aber gnade uns Gott, wenn sich die intelligente Oberschicht gemein macht mit der Kloake. (s. einige der "Starphilosophen" in Frankreich). Ich hab' nicht viel gelernt in meinem Leben, aber Eines weiß ich: Anstand und Menschlichkeit sind keine Frage des IQs oder der Bildung oder der Eloquenz, sondern eine des Charakters! Mit besten Grüßen.
Das A in NSDAP stand für Akademiker und nicht für Arbeiter?

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kagu 22.09.2015, 21:28
601.

Zitat von Moloch2604
das bei den sogenannten "Rechten" die meisten Aktivisten gute Schulbildung haben, mittleren Alters sind, berufsttätig und Familienmenschen aber die "Guten/Linken" fast immer nur gescheiterte Exsistenzen ohne Familie und eigenen Einkommen sind ?
Richtig, siehe Dr. Gysi und Sarah Wagenknechtj.

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53er 22.09.2015, 21:29
602. Die machen das wie die

Zitat von Thomas McKean
Ja und alles was der Pöbel machen muss um die bösen Yuppies aufzuhalten ist sich aus dem Bett zu wälzen und sich selbst zur Wahlurne zu schleppen. Ein Vorgang der für viele offensichtlich zu anstrengend ist.
FDP-Sympathisanten bei der letzten Bundestagswahl. Die sind lieber im Bett geblieben und dachten, die CDU-Wähler würden das Zünglein an der Waage schon wieder wählen. Tja, so kann man sich täuschen aber letztendlich mit erfreulichem Ergebnis wie man weiß.
Der Pöbel ist sich aber ziemlich sicher, dass er auch bei den nächsten Wahlen im Bett bleiben kann, diese Gurkentruppe von der FDP wählt eh keiner.

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t.h.wolff 22.09.2015, 21:30
603.

Ein Plädoyer für das Dreiklassenwahlrecht auf SPON. Donnerwetter! Ein Vierteljahrhundert der Reaktion treibt gar erstaunliche Blüten.

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f_wohlgemuth 22.09.2015, 21:31
604. Sie sind doch auch kein Nichtwähler, Herr Fleischhauer

Da sind ja Aussagen dabei, die ich sofort unterschreiben würde, aber eine ist völlig daneben:
"40 Jahre Gesamtschule, und die Leute wissen nicht mal, wie man "Fuck" schreibt." Es ist nicht die Gesamtschule, die für den gruseligen Umgang mit der deutschen Sprache verantwortlich ist, sondern die Schulpädagogik allgemein, die sehr lange den Anteil des Übens am Gesamtlernerfolg systematisch unterschätzt hat - das ist aber unabhängig von der Schulform. Dass jemand, der drei Jahre länger in der Schule bleibt, am Ende besser dasteht, liegt dann an diesen drei Jahren und nicht an der Schulform. Das sage ich auch als Vater, der seine Kinder an die Gesamtschule am Ort geschickt hat anstatt auf das Gymnasium im Nachbarort, und in der Elternarbeit beide Schularten sehr kritisch im Blick hat. Sie transportieren hier ein Vorurteil, das bezeichnenderweise in der Fachwelt keine Unterstützung findet. Auch eine Form der Bildungsresistenz.

Auch bei Ihrem Fazit wäre ich vorsichtiger:
"Wir sollten über sinkende Wahlbeteiligung nicht klagen, sondern dafür dankbar sein. Wenn alle Leute ihre Stimmen abgeben würden, die dazu berechtigt sind, wären in Deutschland nicht nur gemäßigte Kräfte im Bundestag vertreten."

Kennen Sie eine seriöse Arbeit zur Verteilung des politischen Meinungsspektrums unter den Nichtwählern, auf die Sie sich mit dieser Ansicht stützen können? Kleinherz sah bei seiner Untersuchung im Wesentlichen zwei Gruppen, die für ein Ansteigen der Nichtwählerzahlen verantwortlich waren: Die saturierte Mittelschicht und junge Individualisten - klingt beides nicht sehr extrem. Auch die jüngere Untersuchung von Manfred Güllner zeigt im Prinzip kein anderes Bild.

Oder andersgedrückt: Wer laut genug ist, seine Dummheit durch die "sozialen Netze" zu posaunen, wird sie auch auf dem Wahlzettel zum Besten geben, genauso wie Sie Ihre Meinung zu Schulsystemen auch auf dem Wahlzettel ausdrücken werden, ohne es für nötig zu halten, sich vorher kundig zu machen.

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globus1 22.09.2015, 21:32
605. Die Vollmachten der Politik müssten begrenzt werden

Zum Beispiel bei der Flüchtlingsfrage.

Das Volk müsste über klare Prioritäten mitentscheiden können. Da das der Wähler nicht kann, müsste eine Art Revision gegenüber der Regierung eingebaut werden. Die aktuellen Mechanismen, insbesondere die Opposition und die Fachausschüssen haben sich als nicht geeignet genug erwiesen.

Großprojekte gehen nämlich regelmäßig den Bach runter. Die Struktur dieser Demokratie hat sich überlebt. Tja, so einfach ist das.

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Newspeak 22.09.2015, 21:33
606.

Ach, Fleischhauer...Sie bedienen dieselben niederen Instinkte der politischen Meinungsmache. Ihr Stammtisch ist deutlich höher, das stimmt. Die Verpackung ist angenehmer. Aber im Grunde verbirgt sich doch dahinter auch ein Mensch mit Trauma, Sie haben es ja selbst beschrieben, aufgewachsen unter Linken. Schrecklich. Sie mögen also eine weniger gebrochene Erwerbsbiographie haben (Nebenbei, wer ist dafür verantwortlich, daß Menschen abgehängt werden? Immer die Menschen selber?), aber ihr Frust ist ebenso wenig durch objektive Fakten belegt und ihre Kolumne erscheint als eine einzige zwangsgestörte Abarbeitung von Komplexen. Also, den Ball mal flachhalten, bitte.

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mm-kis 22.09.2015, 21:34
607. Danke, danke für diese Belehrung....

jedoch finde ich, dass wie sie anders denkende deutsche Menschen betiteln auch nicht korrekt ist. Somit stellen Sie sich auf die gleiche Stufe wie die, welche Sie verurteilen.
Natürlich sollte in den Kommentarbereichen konstruktiv diskutiert werden. Dieses wird jedoch durch das Löschen der nicht leitlinienkonformen Eintragungen zur angeblichen öffentlich - politischen Meinung erschwert. Also werden nur noch kurze Kommentare, somit beschäftigt man die Zensur, hineingeschmiert.
Leider erinnert mich dieses Verhalten an die ehemalige DDR. Da wurden auch die Zeitungen, Radio- und Fernsehnachrichten den politischen Erfordernissen angepasst. Und wer nicht wollte wurde ausrangiert. Heute wird man eben mal aus der Plattform gelöscht und gesperrt.
Und Sie sagen nun, dass die Demokratie in gewisser Art ausgedient hätte? Offensichtlich müssen Sie in dem Verhalten der Wähler etwas hineininterpretieren, wo jede Objektivität fehlt. Meiner Meinung nach ist das Wahlverhalten auf verschiedene Faktoren zurückzuführen.
1.Menschliche Charakterzüge wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und stehen zu einer Sache sind im politisch Alltag kaum noch anzutreffen. Und da verwundert es Sie, wenn kaum noch Wahlbeteiligung vorhanden ist. Ich kann übrigens die Politiker verstehen. Sie müssen auch für die Familie sorgen und haben daher als Berufspolitiker keine andere Chance. Ich möchte mich nicht aller vier oder fünf Jahre auf meinen Job neu bewerben.
2.Das Bildungssystem ist nur auf die Ausbildung von Einzelpersonen ausgerichtet. Gruppenbildungen werden alleine durch das andauernde Wechseln von Klassenlehrern, das Zerreisen durch verschiedene Schulformen verhindert. Ziel ist es hier, durch die Politik die Ausbildung von Gruppendynamik zu verhindern. Somit lassen sich diese Menschen leichter kontrollieren und gegeneinander ausspielen. Bestes Beispiel hierfür ist die Rentendiskussion.
3.Verhalten unserer Abgeordneten und Regierenden. Kein Wille des Volkes wurde bisher berücksichtigt bei dem EU-Beitritt und den allgemeinen Grundgesetzänderungen. Aber genau dieses soll ja, nach Aussage der Politik die Leitlinie der politischen Entscheidungen / Gesetzesverabschiedung sein. Offensichtlich haben auch hier schon die Menschen gemerkt, dass sprichwörtlich der Bock zum Gärtner gemacht wird.
Und da wundern Sie diese Ergebnisse?

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globus1 22.09.2015, 21:36
608. Die Vollmachten der Politik müssten begrenzt werden

Zum Beispiel bei der Flüchtlingsfrage.

Das Volk müsste über klare Prioritäten mitentscheiden können. Da das der Wähler nicht kann, müsste eine Art Revision gegenüber der Regierung eingebaut werden. Die aktuellen Mechanismen, insbesondere die Opposition und die Fachausschüssen haben sich als nicht geeignet genug erwiesen.

Großprojekte gehen nämlich regelmäßig den Bach runter. Die Struktur dieser Demokratie hat sich überlebt. Tja, so einfach ist das.

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globus1 22.09.2015, 21:37
609. Die Vollmachten der Politik müssten begrenzt werden

Zum Beispiel bei der Flüchtlingsfrage.

Das Volk müsste über klare Prioritäten mitentscheiden können. Da das der Wähler nicht kann, müsste eine Art Revision gegenüber der Regierung eingebaut werden. Die aktuellen Mechanismen, insbesondere die Opposition und die Fachausschüssen haben sich als nicht geeignet genug erwiesen.

Großprojekte gehen nämlich regelmäßig den Bach runter. Die Struktur dieser Demokratie hat sich überlebt. Tja, so einfach ist das.

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