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Dekret des US-Präsidenten: Naturschutzgebiete in Utah werden um bis zu 85 Prozent ver
AP

Donald Trump will Naturschutzgebiete in Utah drastisch reduzieren. Der Präsident begründet dies mit der Schaffung neuer Wanderwege. Kritiker vermuten wirtschaftliche Interessen hinter dem Vorhaben.

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multi_io 05.12.2017, 01:28
10.

Es geht weder um Wanderwege noch um wirtschaftliche Interessen, es geht um Trumps Obama-Neid. Der Typ ist krankhaft eifersüchtig auf seinen Vorgänger und dessen Popularität. Trump schafft den Nationalpark Utah ab, weil Obama ihn ausgerufen hat. Das ist die einzige Motivation. Das war bei der Krankenversicherung schon genauso: Die wollte er loswerden, weil Obama sie eingeführt hatte. Mehr steckte nie dahinter; er hat niemals irgendeinen Alternativvorschlag gemacht. Trump will Obamas Gesetze zum Gewässerschutz aufheben, Obamas (Michelles) Regeln für gesunde Schulspeisung, Obamas Iran-Deal.

Es ist immer dasselbe. Es gibt keine politischen Überzeugungen oder weltanschauliche Leitlinien, noch nichtmal taktische Überlegungen. Trump guckt einfach, was Obama gemacht hat, und macht das Gegenteil. Trumps Exekutivanordnungen gegen Obamas Vermächtnis sind einfach nur Ausdruck von Trumps narzisstisch übersteigertem Wahn, seinen Vorgänger überstrahlen und "besiegen" zu müssen. Und wie bei jedem krankhaften Narzissten verschaffen all diese Maßnahmen Trump allenfalls kurzzeitig Befriedigung; spätestens am nächsten Tag ist er schon wieder vom Neid zerfressen und wütend. Schon die Erlangung der Präsidentschaft 2016 -- eigentlich ja sowas wie der ultimative Triumph über seine Kritiker -- hat ihn nicht gelassener gemacht, sondern im Gegenteil noch wütender. Trumps ganzes Handeln ist von keiner übergreifende Ideologie geprägt, sondern nur von kindischem Gewinnen-Wollen gegen "die anderen", Gedankengänge auf dem Niveau eines Vorschülers.

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ulancelot 05.12.2017, 03:40
11. "White trash" hat wieder mal gewonnen

Wohne seit zwei Jahren in Utah, Salt Lake City und sehe hier extrem die Nachfolgen von unbedenkter Naturausbeutung: Utah Lake ist extrem verschmutzt, so dass man hier nicht mal schwimmen oder fischen kann. Die Luftverschmutzung ist einer der akuten Problemen und ist in den Ranking in USA die Nummer 1-2, schlimmer als in grossen Staedten wie Boston oder LA. Wir leben hier wie im Mittelalter, wo die Kirche das Sagen hat. Infrastruktur ist hier eine Katastrophe, die Strassen sind in maroden Zustaenden, es gibt nicht mal die Strassenbeleuchtung...und anstatt um alles das zu kuemmern, die LDS Kirche schickt mehr eigene Missionen. Es ist ein Kirchenstaat, wo 10% deines Gehaltes in die Kirche geht. Hier braucht man mehr Naturschutzgebieten, anstatt die wollen jetzt Fracking und Kohleabbau erlauben. was fuer ein BS!

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makromizer 05.12.2017, 03:50
12.

Ich kann nicht sagen, ob mein Eindruck repräsentativ ist, aber so weit ich mitbekommen habe, sind sich die Leute in Utah sehr bewusst über die Bedeutung ihrer Landschaft. Es ist nicht so, als ob Utah nur aus schönen Gegenden bestehen würde, aber die hier beschriebenen Gebiete gehören durchaus zu denen, für die es einen gewissen Stolz gibt.
Prinzipiell wählt Utah zwar sehr republikanisch, allerdings aus ziemlich anderen Gründen als die Politik, für die Trump steht. Dies erkennt man auch daran, wie groß die Wählerbewegung hin zu Demokraten bei der letzten Präsidentschaftswahl war, obwohl Hillary für eine Politik stand, die dort traditionell nicht gut ankommt.

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frenchie3 05.12.2017, 04:31
13. Bei 85 Prozent Wanderwegen

mach ich mir so ein paar Gedanken wie weit ich da latschen muß um die Natur zu sehen durch die ich wandern will. Jetzt sind die Einwohner gefragt um die Bohr- Grab- und Frackgeilen nicht ran zu lassen. Tourismus schafft mehr und nachhaltigere Arbeitsplätze. Aber die wissen was besser für sie ist....???

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jakker 05.12.2017, 05:04
14. Man kann nur hoffen...

... das die Midterms ihm die Quittung gibt. Wobei ich da wenig Hoffnung habe. Es gab vor Trump kaum einen Potus, der das eigene Land derart gespalten hat und die Nation verkauft. Raubtierkapitalismus in seiner reinsten Form! Nicht mehr lange und die USA verlieren auch noch das letzte, was dieses Land für Reisende zu bieten hat, ihre schöne Landschaft; andere Gründe gibt es für mich nicht, diesen Staat zu bereisen.... Traurig.

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Bernhard Reiter 05.12.2017, 05:12
15. Der wichtigste Punkt geht unter

Trump hat versprochen, den Bundesstaaten ihre Rechte zurückzugeben. Das hat er hier, indem er die zentralstaatlichen Erlasse seiner Vorgänger aufgehoben hat. Ob die Naturschutzgebiete tatsächlich wegfallen, liegt nun in der Hand von Utah. Punkt. Trump hält seine Versprechen.

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t.malinowski 05.12.2017, 06:00
16. Ja ja

Und wieder der böse Trump.
Ungefähr 2/3 der Gesamtfläche von Utah sind im Moment Schutzgebiet.
Das bedeutet jegliche Nutzung ist untersagt, selbst die Navajo, die dort religiöse Stätten unterhielten, wird der Zutritt verweigert,
So ziemlich alle Politiker aus Utah haben bei Obama protestiert als dieser diese Schutzgebiete vor einigen Jahren ausrief.
Bauern konnten ihre Betriebe nicht an ihre Kinder vererben weil dann die Nutzungsrecht eingeschränkt oder sogar ganz aufgehoben wurden, Jahrhundert-alte Zugwege und Wasserquellen für Nutztiere wurden abgeschnitten und brachten Bauern nah an oder sogar total zum Bankrott.
Was Trumpp hier gemacht hat ist im Namen von und für die Einwohner von Utah geschehen.
Hinzu kommt das Obama, und auch schon andere Präsidenten, das hierfür genutzte Gesetz, das Antiquities-Law, anders als im Sinne der Erfinder genutzt haben. Das Antiquities-Law sagt nämlich das ein Schutzgebiet um historisch Stätten und schützenswerte Natur zo klein wie möglich gehalten werden soll, Trump hat also nur das Gesetz so befolgt wie es im Buch steht.

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ronald1952 05.12.2017, 06:24
17. Es hatte ja

seinen Grund warum diese Nationalparks geschaffen wurden. Gerade die Amerikaner betrieben doch Ausbeutung um jeden Preis, Hauptsache der Profit stimmte. Natur, Flora und Faunau intressierten doch niemanden. Zu viele leben in den Glauben einer neuen Vollbeschäftigung und neuen Jobs.Leider wird es dazu nie kommen, denn das erledigen heute hauptsächlich Maschinen. Wieviele rießige Hallen stehen so herum in denen kaum ein Mensch anzutreffen ist und trotzem wird jede Menge produziert. Auch bei uns versuchen die Politiker/innen den Menschen immer wieder die Mär auf zu binden es würden neu Jobs geschaffen und das große bis ganz große Wirtschaftswunder kommt zurück. Dabei, diese Zeiten sind vorbei ein für alle mal. Für jeden der nur ein wenig Rechnen kann ist es doch klar je mehr Menschen auf der Erde herumlaufen um so weniger haben Arbeit. Das ist leider der Lauf der Dinge. Dann aber das kaputt zu machen was eigendlich Schützenswert ist, ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Hätte man kein Walfangverbot eingeführt, wären diese Geschöpfe schon längstens Ausgerottet wie so viele ander Tier und Pflanzenarten. Und es setzt sich leider fort. Erst wenn es zu spät ist werden die Menschen es kapieren, aber dann wir Sie leider nichts mehr Retten weil alles Kaputt ist. Es heißt nicht Umsonst, erst stirbt der Baum, dann der Mensch! Profitgier der Menschen hat schon immer alles kaputtgemacht.Ich hoffe die Amerikaner sind klug genug um dem Entgegen zu treten.
schönen Tag noch,

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brahka 05.12.2017, 07:03
18. Frustrierend

Es ist frustrierend,wie Mr.Trump alles zerstört was andere aufgebaut haben. Er scheint wie ein trotziges Kind immer das Gegenteil von dem zu tun, was der gesunde Menschenverstand einem eigentlich sagt. Nur um sich und der Welt zu beweisen, dass er die Macht hat, er der „große Macker“ ist... das stimmt einen sehr traurig.... armes Amerika,arme Welt...

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Wirbelwind 05.12.2017, 07:23
19. Politische Handlungsspielräume zurückgewinnen

Zitat von Europa!
Es gehört zu den großen Leistungen gerade auch republikanischer Präsidenten, die Naturschutzgebiete und Nationalparks der USA geschützt und für künftige Generationen bewahrt zu haben. Ein Verstoß gegen diese große Tradition ist ein tragischer Rückschritt und ein schrecklicher Fehler.
Das große Verdienst von Trump besteht darin, politische Handlungsspielräume zurückzugewinnen und dem jahrzehntelangen, immer weiter gehenden "kann man nicht", "soll man nicht" und "darf man nicht" ein Ende zu bereiten. Trump macht tabula rasa, damit die Politiker nach ihm wieder handeln können.

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