Forum: Politik
Demokraten-Hoffnung Ocasio-Cortez: Geliked, gehyped, gehasst
AFP

Die linke US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez aus New York ist erst seit vier Wochen in Washington. Doch schon jetzt hat sie in der Hauptstadt mehr Fans als viele ihrer Kollegen - und auch mehr Feinde.

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scoopx 09.02.2019, 11:27
60. "Nichts geleistet"?

Zitat von dieter77
Klar, wenn man links ist und einer Minderheit angehoert, muss man natuerlich auf der richtigen Seite stehen. Dass AOS die gleichen Taktiken wie Trumo selbst anwendet, um einen Hype ohne Substanz zu generieren ist da Nebensache. Auch die Tatsache, dass der Green New Deal selbst fuer Politiker ein schlechter Witz ist ('Wir werden Zuege bauen die so schnell sind, dass sie Fluege ueberfluessig machen'). Dass sich Konservative darueber lustig machen, dass die Frau nichts geleistet hat und von nichts eine Ahnung hat, dient natuerlich der Journaille gleich als gutes Beispiels dafuer, wie die boesen alten Maenner das huebsche aufmuepfiger Maechen unterbuttern wollen...dass das ganze aber Tatsache heint mir hier wichtiger zu sein. [...]
Was haben denn konservative Politiker in den USA "geleistet"? Sie werden doch von Super-PACs finanziert und sind nur noch die Handlanger ihrer superreichen Sponsoren. Die Wahlkreise werden so manipuliert ("gerrymandering") daß ihre Mehrheit stets gesichert ist und ein Wahlkampf gar nicht mehr stattfindet. Hat einer die Kandidatur ergattert, ist der Wahlsieg in der Tasche.

Das hat dazu geführt, daß, wie Matt Taibbi vor einiger Zeit in seiner "Rolling Stone"-Kolumne schrieb, die Politiker in Washington meist so blöde sind, "daß ein Zoo-Gorilla sie im Damespiel schlagen könnte". Und sie würden täglich stundenlang mit ihren Geldgebern telefonieren..

Da ist "AOC" doch ein leuchtender Stern am politischen Himmel (nebenbei: wer ist eigentlich "AOS"?).

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lurkie 09.02.2019, 11:29
61. @steveleader

aha, dann sollten die USA so cool werden wie Berlin, oder wie? Reden ist das Eine, aber Probleme bewältigen das Andere. Chavez in Venezuela hatte ähnliche Ideen...

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dieter77 09.02.2019, 11:29
62. @Lea

Danke fuer Ihren Kommentar. Praegnanter konnte man das ganze nicht zusammenfassen. Ich lebe seit 20 Jahren in Amerika: AOS ist chancenlos, naiv, betonkopf-sozialistisch und repraesentiert einen Splitter eines Splitters der amerikanischen Bevoelkerung. Der Autor muss sich noch einige Jahre einleben bevor er auch nur die geringste Ahnung vom Land hat.

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pnegi 09.02.2019, 11:29
63. Ablenkungsmanöver....

SPON beteiligt sich also an der Desinformation bezüglich der wohl aussichtsreichsten, weil erfahrenen und authenischen Kandidatin gegen Trump, Tulsi Gabbard, mit dem Pushen dieser linken Lachnummer. Man outet sich als Partner von CNN, WaPo und co. Bleibt zu hoffen, dass Bernie Sanders sich Gabbard annimmt und sie gegen den Mainstream zur Kandidatur führt.

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kuac 09.02.2019, 11:29
64.

Zitat von adal_
"Gegenspielerin des Präsidenten"? Ich fürchte, Ocasio-Cortez wird eher zu seinem Steigbügelhalter, indem sie demokratische Wähler der Mitte abschreckt.
Die demokratischen Wähler der Mitte werden vielleicht nach 4 Jahren Trump nach links rücken. Oder, sie müssen beweisen, dass AOC unrecht hat und die Gesetze der USA nicht so sind, wie AOC behauptet.

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multi_io 09.02.2019, 11:32
65.

Zitat von ty coon
Das Wort hat ja nun auch keine festgelegte Bedeutung. Sozialist kann sich jeder nennen, oder es lassen. Oder glauben Sie vielleicht, François Mitterrand sei ein Sozialist gewesen?
Es ist wurscht, was Mitterand war. In den USA erzielt die Bezeichnung "Sozialist" durchaus eine Wirkung -- in der Regel eine abschreckende. Wer landesweite, allgemeine Wahlen gewinnen will, sollte tunlichst vermeiden, sich so zu nennen.

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horstenporst 09.02.2019, 11:33
66.

Zitat von ulrich g
Diese Dame erzeugt bei 95 % der amerikanischen Bevölkerung egal welcher politischen Ausprägung nur Kopfschütteln. Washington ist für USA so wenig repräsentativ wie Berlin für Deutschland. Vielleicht sollte SPON seine Reporter mal unters Volk schicken statt in zu den paar verirrten Cafe Haus Sozialisten in Washington.
Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Schauen sie sich die Umfragen an:

https://www.nbcnews.com/politics/2020-election/poll-nearly-3-4-democratic-leaning-voters-would-consider-ocasio-n961191

https://earther.gizmodo.com/new-poll-shows-basically-everyone-likes-alexandria-ocas-1831158171

https://morningconsult.com/2019/01/17/polling-shows-ocasio-cortezs-rising-fame/

https://theintercept.com/2019/01/21/ocasio-cortez-marginal-tax-rate/

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Atheist_Crusader 09.02.2019, 11:34
67.

Zitat von r.weiser1966
Den USA würden ein paar „Linke“ Politiker sicher nicht schaden. Sie müssten halt nur ihre Ideen richtig rüber bringen, ohne das gleich alle schreien: Kommunisten, wollen uns alles wegnehmen.
Das ist eben das Problem: Jahrzehnte von anti-kommunistischer Propaganda in Verbindung mit schlechter politischer Bildung haben dazu geführt, dass kaum Jemand begreift dass es einen Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Stalisnismus gibt.
Und es verzerrt die politische Debatte ganz enorm. Nach den Maßstäben des Rests der westlichen Welt sehen die Republikaner hart rechts und die Demokraten Mitte bis Mitte-rechts (mit einem leichten Linksdrift seit einigen Jahren). Dennoch wird in Debatten so getan als ginge es um Links und Rechts, als stünden beide Seiten sehr viel weiter links als sie es tun und wären ungefähr gleich extrem. Das ist aber nicht der Fall.

Immerhin gibt es langsam ein wenig Anlass zur Hoffnung. 76% der Amerikaner finden, dass man Reiche stärker besteuern sollte. Klingt nicht nach viel, ist es aber für die USA wo Steuern für Reiche gerne mal unter "punishing suceess" abgeheftet wurden oder einfache Leute sich ernsthaft einbildeten dass sie auch mal reich sein könnten und dann lieber heute schon für ihre Interessen von morgen wählen sollten.
Natürlich, kampflos werden die Superreichen auch nicht aufgeben...

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aysnvaust 09.02.2019, 11:37
68. schon interessant...

...wie die Aussagen von AOC auch in diesem forum verkürzt, verdreht oder absichtlich fehlverstanden werden von einigen Foristen. Und dann noch Unsinn wie "in Washington kennt die Keiner" rausgeblasen wird. Ihr Hauptanliegen ist übrigens nicht der momentan so hochgejazzte "GreenDeal", sondern "get money out of politics". Kurz gesagt, will AOC erreichen, dass die legalisierte Bestechung von Politikern abgeschafft wird. Damit macht sie sich natürlich wenig Freunde (gilt für beide Parteien, und im Übrigen bei den Demokraten ganz besonders für Pelosi - kein Wunder, dass diese die junge newcomerin nicht ausstehen kann). Dass ihre Positionen durchaus mehrheitsfähig sind (beim Volk), zeigte zum Beispiel unter anderem eine kürzlich von Fox News(!) durchgeführte Befragung, die ergab, dass sogar unter den republikanischen Wählern ihre Forderung nach "medicare for all" von knapp 70 % der Befragten befürwortet wird. Man mag von ihren politischen Positionen halten, was man will, klar ist, dass die junge Dame den politischen Betrieb in Washington momentan aufmischt - und das alleine ist schon einiges wert.

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MagittaW 09.02.2019, 11:37
69. Kein Migrantenkind, Herr Nelles

Frau ocasio cortez ist kein migrantenkind, wie so oft und gern behauptet. Sie kommt aus Puerto Rico, Staatsoberhaupt ist donald trump, alle Bürger dieses defacto Bundesstaates sind us Bürger.
Auch wenn es vielleicht so schön im links liberalen Mainstream klingen mag, sie ist so wenig migrantin wie Obama oder trump.
SIe hat halt Puerto ricanische wurzeln, war aber seit Geburt us Bürger in. Wie obama, der war ja wohl kaum migrant, er wurde auf Hawaii geboren.

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