Forum: Politik
Demokratie in China - mehr Druck durch den Westen?

Auch 20 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker haben die Bemühungen um Demokratie in China wenig Fortschritte gemacht. Sollte der Westen mehr Druck ausüben?

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sysiphus 04.06.2009, 18:44
90.

Zitat von kanone3
Aber ist das nicht eher der "Verdienst" des Auslandes durch die vielen Importe aus China? Damit hat die Regierung dort erstmal wenig zu tun...
Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass der Aufbruch eines 1,3-Milliarden-Volkes nur mit Auslandsinvestitionen zu bewerkstelligen wäre?
Natürlich hatten die Deng-Reformen damit zu tun, die Errichtung von Sonderwirtschaftszonen, die Zulassung von Privatinitiative und Kapitalakkumulation, schließlich die Befreiung der Bauern aus den starren Kommunenwirtschaften usw.usf.
Ich gebe Ihnen aber insofern recht, dass China ohne ausländisches Kapital und Know-How längst noch nicht so weit wäre - entscheidend aber ist die kluge Wirtschaftspolitik Pekings und natürlich der legendäre chinesische Fleiß.
Und übrigens nimmt der Weltmarkt die chinesischen Produkte nicht aus Altruismus ab, sondern weil sie international kokurrenzfähig sind.

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Mittelfeldmotor 04.06.2009, 19:55
91.

Zitat von abo
hallo, sorry aber ihr ganzer Stil, ihre ganzen "Argumente" zeigen, dass sie zu der Gruppe von Menschen gehört hätten, die seelenruhig, den Bauch voll mit "Wohlstand", den sie unserem System im Westen verdanken, vor jahren zugesehen hätten, wie die Nazis "lustig erobern und massenmorden". Solange sie nicht betroffen sind, was kümmert es dann? Tja und wenn sie dann doch abgeholt werden, dann wundern sie sich auch noch, warum niemand mehr da ist, der dagegen aufbegehrt. Aber es sind dann wohl nurmehr diejenigen da, die soviel Rückrat und Engagement haben, wie sie. Und über die "Armut in den ländlichen Gebieten in China" zu behaupten, dass dies schon irgendwie gehe, denn die haben eh eine andere Mentalität ist eigentlich eine Mischung aus Dummheit und Frechheit!!!! Hunger und Unterdrückung fühlen sich überall gleich an.
Hallo zurück!

Sie bewegen sich auf dünnem Eis! Haben sie wirklich verstanden, was sie oben geschrieben haben??
Sie haben soeben das 1,3-Milliarden-Kulturvolk der Chinesen mit seiner über 5000-jährigen Geschichte mit Nazi-Deutschland verglichen...!!!!

Und weiter: Ich hab' jetzt keine Ahnung, wie oft sie China besucht haben bzw. fernab der großen Städte auch mal das innere Land sehen durften?
Ich wiederhole mich: Es gibt in China Armut, natürlich vermehrt auf dem Land. Die Menschen allerdings, die teilweise ihr ganzes Leben nicht aus ihrem Dorf herausgekommen sind, kennen nichts anderes und sind trotzdem glückliche Menschen! Wie kommen sie darauf, dass ich dies gutheiße?

Ferner geht es im heutigen China gar nicht mehr darum, dass Menschen bewußt "arm gemacht" werden wie noch in der Mao-Zeit, sondern im Gegenteil: Die derzeitige Staatsführung bemüht sich gerade massiv darum, die sozialen Unterschiede im Land stetig zu verbessern!

Fakt bleibt aber trotzdem: Die Mentalität der chinesischen Menschen ist eine total andere und kaum mit der unseren, von ihnen so verächtlich-ironisch bezeichneten Wohlstands-Welt, vergleichbar!

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damigogo 04.06.2009, 20:17
92.

Zitat von Dros
Welche denn? .... Das mag pauschal nicht so sein, aber nennen Sie doch mal ein paar Beispiele.
Einzelbeispiele sind gar nicht aussagekräftig. Ich schlag Ihnen vor bei AHK China mal nachzufragen, eins kann ich Ihnen sagen, in diesem Bezug liegt Deutschland weit hinter USA!

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Toru_Okada 04.06.2009, 20:22
93.

Zitat von sysop
Auch 20 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker haben die Bemühungen um Demokratie in China wenig Fortschritte gemacht. Sollte der Westen mehr Druck ausüben?
Sollte der „freie“ Westen Druck auf China aufbauen wollen, so wird nur eines erreichen: Eine zunehmende Solidarisierung zwischen der chinesischen Bevölkerung und ihrer politischen Führung …

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ziyou 04.06.2009, 21:19
94. Debatte China und Europa

ein gutes Artikel aus TAZ

http://www.taz.de/1/debatte/kommenta...t-diese-toene/

Debatte China und Europa
Freunde, nicht diese Töne

Die Geschichte des modernen Chinas ist eine Geschichte der Verwestlichung. Dennoch müssen sich Chinesen in Europa Bezeichnungen wie "gelbe Spione" gefallen lassen. VON HUANG LIAOYU

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eigentlicher_Schwan 04.06.2009, 21:29
95.

Zitat von Toru_Okada
Sollte der „freie“ Westen Druck auf China aufbauen wollen, so wird nur eines erreichen: Eine zunehmende Solidarisierung zwischen der chinesischen Bevölkerung und ihrer politischen Führung …
So ist sicher der Wunschtraum jener Führung. Solidarisierung ganz ohne Wahl und Alternative!

Es wird aber nicht klappen. Trotz aller Zensurversuche dringt die Wahrheit doch durch.

Auch der chinesische Präsident Ma hat die KPCh aufgefordert, "mutig der Geschichte in's Gesicht zu sehen".

Ich glaube, die größte Herausforderung ist es, sich als Weltenbürger zu verstehen (sozusagen "Internationale") und den Nationalismus hinter sich zu lassen.

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Palmstroem 04.06.2009, 21:33
96. Vergiß den Westen

Zitat von sysop
Auch 20 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker haben die Bemühungen um Demokratie in China wenig Fortschritte gemacht. Sollte der Westen mehr Druck ausüben?
Das Alte Europa kann man sowieso vergessen, das ist schon froh, wenn China ein paar OPEL abnimmt. Und Obama, der ist froh, daß die Chinesen noch Dollars stapeln. Der Westen ist schwach wie nie - wirtschaftlich und intellektuell.

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duke_widin 04.06.2009, 22:25
97.

Zitat von Hollymoonstar
Wenn ich hier viele Beiträge von den Chinesen lese, habe ich schon Sorge. Diese Kommentare entsprechen meinen Erfahrungen in China, dass der Westen und insbesondere Deutschland in sehr schneller Zeit die Glaubwürdigkeit bei Jugend und dem Wissenskreis verloren hat (seit 2008). Wenn es bei Menschenrechte oder Demokratie nicht um Sache geht, sondern nur um Chinabashing und Chinademütigung, wenn wir alle Aspekte der chinesischen Gesellschaft nur pauschal als Menschenrechtsverletzung einschränken, werden wir letztendlich von dem Modernisierungsprozess in China ausgeschlossen. Und wir sind selbst daran schuldig.
Die Chinesen sind nicht nachtragend,einer der damals als CPC Stelvertreter zurueckgetretene Vorsitzende war Wen Jiabao ist heute Prime Minister Chinas und wurde in Cambridge vom Deutschen Schuhschmeisser belaestigt.
Vermutlich waere der Modernisierungs Prozess ohne die von Taiwan und Japan bezahlten Agitatore noch schneller und frueher zustande gekommen.Taiwan schickte damals sogar Koichi Imaeda seinen Pop Star zum Studenten aufhetzen nach China.

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rabenkrähe 04.06.2009, 22:39
98.

Zitat von Mittelfeldmotor
Hallo zurück! Sie bewegen sich auf dünnem Eis! Haben sie wirklich verstanden, was sie oben geschrieben haben?? Sie haben soeben das 1,3-Milliarden-Kulturvolk der Chinesen mit seiner über 5000-jährigen Geschichte mit Nazi-Deutschland verglichen...!!!! Und weiter: Ich hab' jetzt keine Ahnung, wie oft sie China besucht haben bzw. fernab der großen Städte auch mal das innere Land sehen durften? Ich wiederhole mich: Es gibt in China Armut, natürlich vermehrt auf dem Land. Die Menschen allerdings, die teilweise ihr ganzes Leben nicht aus ihrem Dorf herausgekommen sind, kennen nichts anderes und sind trotzdem glückliche Menschen! Wie kommen sie darauf, dass ich dies gutheiße? Ferner geht es im heutigen China gar nicht mehr darum, dass Menschen bewußt "arm gemacht" werden wie noch in der Mao-Zeit, sondern im Gegenteil: Die derzeitige Staatsführung bemüht sich gerade massiv darum, die sozialen Unterschiede im Land stetig zu verbessern! Fakt bleibt aber trotzdem: Die Mentalität der chinesischen Menschen ist eine total andere und kaum mit der unseren, von ihnen so verächtlich-ironisch bezeichneten Wohlstands-Welt, vergleichbar!
.....

Die Mentalität der chinesischen Machthaben mag eine andere sein, die der Machthaber ist es nicht, sie suhlen und sonnen sich in ihrer Macht, wie es weltweit gang und gäbe ist. Und mit 1,3 Milliarden Menschen im Hintergrund ist das ein bißchen bedeutender und auch gefährlicher, als beispielsweise in Georgien.
Gerade dieser chinesischen Regierung hätte es gut zu Gesichte gestanden den 20jährigen Jahrestag ihres Massakers an protestierenden Studenten eines kritischen Wortes zu würdigen, statt letztlich mit der gleichen Unterdrückungs- und kritikverharmlosenden Politik weiterzumachen!
rabenkrähe

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duke_widin 04.06.2009, 22:51
99.

Zitat von rabenkrähe
..... Die Mentalität der chinesischen Machthaben mag eine andere sein, die der Machthaber ist es nicht, sie suhlen und sonnen sich in ihrer Macht, wie es weltweit gang und gäbe ist. Und mit 1,3 Milliarden Menschen im Hintergrund ist das ein bißchen bedeutender und auch gefährlicher, als beispielsweise in Georgien. Gerade dieser chinesischen Regierung hätte es gut zu Gesichte gestanden den 20jährigen Jahrestag ihres Massakers an protestierenden Studenten eines kritischen Wortes zu würdigen, statt letztlich mit der gleichen Unterdrückungs- und kritikverharmlosenden Politik weiterzumachen! rabenkrähe
Hat in China keine Tradition,China wird von Chinesen regiert und nich von christlicher Doppelmoral.
Ich waere sogar noch weiter gegangen und haette die ganze westliche Presse fuer ein paar Tage rausgeschmissen.

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