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Demokratie in Europa: Nehmt Broder den Europa-Preis weg

Der Publizist Henryk M. Broder erhält den Schmähpreis Europa-Distel. Zu Unrecht, er hat das Votum zu seinen Gunsten manipuliert - was kaum verwundert. Am Zustand der europäischen Demokratie sind Zweifel angebracht, wie auch der Fall von EU-Parlamentschef Martin Schulz zeigt.

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alyeska 14.05.2014, 14:34
90. Broder hat den Schmähpreis mehr als verdient.

Herr Broder sollte sich lieber aktiv an Verbesserungen beteiligen, als sie dummnaiv (sie Schnuller) anzuprangern.

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gruenbonz 14.05.2014, 15:23
91. Klasse Artikel! Wir alle wollen auch Sitzungsgeld!

Zitat von sysop
Der Publizist Henryk M. Broder erhält den Schmähpreis Europa-Distel. Zu Unrecht, er hat das Votum zu seinen Gunsten manipuliert - was kaum verwundert. Am Zustand der europäischen Demokratie sind Zweifel angebracht, wie auch der Fall von EU-Parlamentschef Martin Schulz zeigt.
auch wenn wir gar nicht in Brüssel oder Strasburg sind. Schulz macht das wirklich clever.

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diplodocus 14.05.2014, 15:29
92. Noch eine Woche Zeit, Herr Fleischhauer

Um sich weiter als Europa-Schmäher zu profilieren bleibt Ihnen ja noch eine Woche Zeit bis zur Wahl, Herr Fleischhauer.
Das dürfte zum Beispiel gut gelingen mit einer Kolumne über die Unfreiheit der Wahl zum Europaparlament. Zwar ist die Wahl geheim und frei, jedoch werden die Stimmen entsprechend der Größe des Mitgliedsstaates gewichtet ("Prinzip der degressiven Proportionalität").

Gerechtfertigt wird dieses Relikt aus der Frühzeit des EP damit, dass es ja noch keine Europäische Öffentlichkeit und keine Europäischen Parteien gäbe und mithin das Gewicht der Nationalstaaten im EP reflektiert werden müsse. Damit wird - um Beispiel - der Einfluss einer deutschen Wählerstimme auf ein Zwölftel einer Maltesischen reduziert, in jedem Fall aber eine übergroße Mehrheit der wahlberechtigten Europäer in ihrem vornehmsten Recht als Souverän beschnitten.

Das Unerträgliche daran ist dass dies in der aktuellen Wahl von niemandem thematisiert wird, macht es doch eines der großen Demokratiedefizite des EP offensichtlich.
Die Forderung kann deshalb nur heißen dieses Prinzip aufzugeben, um Druck zur Bildung Europäischer Parteien aufzubauen und einer tatsächlichen Europäischen Öffentlichenkeit. Spitzenkandidaten nach dem derzeitigen Muster sind ja nur eine Travestie dessen.
Mit einer solchen öffentlichen Forderung ließe sich schnell der Vorwurf gewinnen, ein Anti-Europäer zu sein.

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StefanXX 14.05.2014, 15:57
93. EP nicht demokratisch

Zitat von michi_
Das EU Parlament hat keine demokratische Legitimitaet. Schon deswegen, weil die Stimme eines Luxemburgers 10 mal mehr zaehlt, als die eines Deutschen. Ausserdem dient die EU nur zur Entrechtung freier Buerger... dafuer erhalten alle angestellten der EU steuerfreie Entlohnung bis zum abwinken... auf Lebeszeit. Deshalb gehe ich auch nicht waehlen!
Na super .. durch Ihre Nichtwahl sagen sie den Missständen ja ganz schön den Kampf an! Oh mann ... Bzgl. EU-Parlament stimme ich Ihnen jedoch voll zu, auch ich hab in der Schule schon gelernt dass demokratische Wahlen gleich, geheim und frei sein müssen und dass in einer Demokratie jede Stimme gleich viel zählen muss. Das ist in der EU eindeutig nicht gegeben, daher ist das EP in der Tat nicht demokratisch und das empfinde ich auch als einen großen Missstand.

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lupenrein 15.05.2014, 10:39
94. ..........

Eine EU, die sich anmaßt, über 500 Millionen Bürger hinweg geheime
Verhandlungen, die schwer wiegende Folgen haben, mit den USA zu führen, kann keine Zustimmung mehr erwarten......

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lupenrein 15.05.2014, 10:41
95. .............

Mit diesen Geheimverhandlungen ist die EU dabei, ganz Europa an die
Wallstreet zu verkaufen......

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MaKo 15.05.2014, 10:58
96.

Zitat von professorA
Kleiner Einwand: nach allen Umfragen müssten Sie die große Transaktion gegen den erklärten Willen der europäischen Bevölkerungsmehrheit durchziehen, also ganz im Stil der aktuell agierenden "Europa-Politiker". Außer den Deutschen, die sich immer noch einreden lassen, sich schämen zu müssen, Deutsche zu sein, will niemand in Europa seine nationale Identität aufgeben und sich von einer demokratisch nicht legitimierten Zentralregierung regieren lassen.
Mag ja sein. Vielleicht muss es uns erst richtig drecking gehen, bevor wir uns einigen können. Aufhalten lassen wird sich die Entwicklung nicht, oder wir sind, wie gesagt, wirklich die Verlierer der Geschichte.

Die Frage ist doch, ob wir mit bestimmen wollen, oder ob wir uns mehr und mehr zum Anhängsel einer anderen Großmacht enwickeln wollen.

Wer sich durchsetzt, darüber entscheiden am Ende nur Resourcen und militärische Stärke. Unsere moralischen Werte, mit denen hier so gern um sich geworfen wird, haben ohne sie keinen Bestand.

So: wollen wir amerikanisch, russisch, chinesisch, oder doch lieber europäisch sein? Ich könnte mit der ersten Option gut leben - ziehe zur Not nach Amerika. Aber für die europäischen Staaten wäre es weitaus besser, einflussreiche Mitspieler in einem starken europäischen Bündnis zu sein, als bedeutungslose Anhängsel einer anderen Großmacht - oder gar Putin zum Fraß vorgeworfen zu werden.

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tomlei 15.05.2014, 14:39
97. Herrlich,...

dieser Artikel! Schon lange nicht mehr so gelacht.
Dem Broder wünsche die Pest an den Hals - also die Wahl zum Obereuropäer! Kann der sich denn überall reinkaufen?
Jeder bemüht sich nach Kräften, dem Wahnsinn die Krone aufzusetzen.
Broder for President!

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