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Demokratie und Feigheit: Jagdszenen am Rhein
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Wo ist eigentlich der Bundespräsident, wenn man ihn braucht? In Köln wurden AfD-Delegierte von der Antifa drangsaliert und bedroht - und die politische Klasse in Deutschland scheint das völlig in Ordnung zu finden.

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syracusa 24.04.2017, 15:43
140.

Zitat von jan07
... die Teilnehmer des Parteitags müssen also gewisse 'Unannehmlichkeiten' hinnehmen.
Ja, natürlich. Genau so, wie auch Dresdner Bürger gewisse 'Unannehmlichkeiten' hinnehmen müssen, die mit den montäglichen Pegida-Aufmärschen verbunden sind. Das zentrale Wesen einer Demo ist ja, unbequem zu sein. Demos sind nicht der Alltag, sondern bieten den Bürgern ein Ventil, um ihre Unzufriedenheit mit was auch immer auszudrücken. Demos gehen immer mit Einschränkungen der nicht-demonstrierenden Bürger einher, andernfalls wären sie ja vollkommen sinnlos.

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twistie-at 24.04.2017, 15:44
141.

Zitat von Gerd@Bundestag.de
wo lesen Sie in beiden Links irgend etwas über einen Wasserwerfereinsatz? Wasserwerfer an sich gehören zu ihrer Information zum Standardrepertoire bei Bundesligaspielen. Wollen wir uns jetzt ernsthaft darüber aufregen? Nicht wirklich, oder?
es wurde im Artikel auch nicht gesagt, dass sie eingesetzt wurden, so weit ich dies richtig lese. (da steht "wurden aufgefahren") Mir ist klar, wo sie überall eingesetzt werden, umso schlimmer. Das lässt für mich aber nicht den schluss zu, dass es okay ist, wenn ein Parteitag einer momentan noch nicht verbotenen Partei schon mittels der im Artikel angeführten Maßnahmen geschützt werden muss. Das ist völlig unabhängig davon, wie ich den Einsatz dieser Maßnahmen bei anderen Veranstaltungen bewerte odre die betreffende Partei.


Das ist imho auch ein Missverständnis hier - wer es für befremdlich hält, wenn momentan eben nicht verbotene Parteien und deren Vertreter schon Polizeischutz benötigen um sich zu einem Parteitag zu treffen, der muss weder die betreffende Partei für gut halten noch Proteste gegen sie für schlecht. Er muss auch nicht gutheißen, zu welchen anderen Veranstaltungen solche martialischen Methoden genutzt werden.

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carlitom 24.04.2017, 15:44
142.

Zitat von jan07
... dass Herr Fleischhauer hier explizit auf solche Selbstverständlichkeiten hinweisen muss. Traurig, aber leider notwendig. Nur eine kleine Korrektur aus meiner Sicht: das beschriebene Verhalten ist keine Tragik. Es ist vielmehr die Feigheit derer, die in ihrer vermeintlichen 'Buntheit' wieder einmal in Deutschland glauben, ewige Wahrheiten gefunden zu haben. Und mutig waren nicht die 10.000 vor dem Hotel - mutig waren die delegierten der AfD, die trotz aller persönlichen Gewaltdrohungen ihren Parteitag ruhig und besonnen durchgeführt haben.
Noch schlauer wären die mutigen AfDler gewesen, wenn sie ihren Parteitag in ihnen besser gesonnenen Gefilden im Osten der Republik abgehalten hätten. Am besten dort, wo am 3. Oktober in übelster Weise der Tag der Deutschen Einheit mit Grölern und Krawallmachern der rechten Seite "gefeiert" wurde. Dann wäre sicher alles ruhiger abgelaufen und alle Beteiligten glücklicher.

So, wie ich finde, es war blöde, diesen Tag damals ausgerechnet im braunen Dresden zu feiern, finde ich jetzt, die AfD hätte in den Osten gehen sollen. Aber vielleicht wollte die AfD (als Lehre aus dem 3. Oktober) ja genau solche Szenen erzeugen, um mehr Futter zu haben. Wer weiß.

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Wofgang 24.04.2017, 15:44
143.

Ist doch wirklich interessant, wie sich gerade die Personen beschweren, die anderen gerne ihre Rechte aberkennen würden, wenn ihre eigenen Rechte eingeschränkt werden.
Ist es nicht gerade die AfD, die gerne Journalisten, Kameraleute und Minderheiten mit Gewalt bedroht. Sorry, für so wehleidige Personen habe ich nicht viel übrig. Gerade die Retter des christlichen Abendlandes sollten doch "Auge um Auge, Zahn um Zahn" kennen. Fällt dem Fleischhauer nix vernünftiges mehr ein?

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taanuu 24.04.2017, 15:45
144. Danke Herr Fleischhauer

Es gibt in der AfD gewiss einige Wirrköpfe. Aber wer diese Partei als Nazi-Partei beschimpft, verniedlicht die ungeheuren Verbrechen der NS-Zeit. Die AfD bedroht nicht die Demokratie in Deutschland, sondern ein Großteil der Demonstranten. Hier wird beschwichtigt, es sei doch nicht viel passiert. Gewiss, aber nur wegen des massiven Polizeiaufgebotes.

Die Franzosen haben die Nase voll von den Etablierten, bei uns fehlt ein Macron. Frau Kraft demonstriert gegen eine demokratische Partei, statt sich mit deren Programmpunkten auseinander zu setzen. Wie steht sie z. B. zur schnellen Abschiebung krimineller Ausländer? Hat sie Angst, im Parlament Farbe bekennen zu müssen, wenn es dort ein paar AfD-ler gibt, oder sie ihren Posten verliert, wenn nur eine Große Koalition möglich wird?

Muss man wirklich die AfD wählen, um die 'political correctness' in der BRD aufzubrechen?

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swingsession 24.04.2017, 15:45
145. Herrliche Kommentare hier.

Keiner hat was mit der AFD am Hut, aber es muss doch mal gesagt werden, dass es so nicht geht; die armen Braunen dermassen zu ängstigen. Drinnen schmeißt man Political Correctness auf den Müllhaufen der Geschichte und draußen fordert man sie ein.

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Jor_El 24.04.2017, 15:46
146. linke Idioten

Ich habe nie verstanden, wie Strassengewalt durch Autonome linke Ideen verwirklichen soll. Es erscheint eher als kontraproduktiv. Linke Politik und echter Antifaschismus hätten ohne militante Pseudolinke weit mehr Chancen auf gesellschaftliche Akzeptanz.

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syracusa 24.04.2017, 15:46
147.

Zitat von l.augenstein
Herr Fleischhauer. Die AfD muss man nicht mögen, aber die Partei ist nicht verboten und hat somit jedes Recht auf eine freie Versammlung. Auch wenn das dem Rest Deutschlands nicht gefällt.
... und der Rest Deutschlands hat das Recht, gegen die nicht-verbotene Nazipartei AfD zu demonstrieren, auch wenn das der AfD und Herrn Fleischhauer nicht gefällt.

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KV491 24.04.2017, 15:46
148.

Zitat von retterdernation
Das nenn ich jetzt einfach mal faschistisch. Was die AfD definitiv nicht ist - sonst wäre sie verboten.
Schon mal was von der NPD gehört?
Das Verfassungsgericht hat die Existenz faschistischer Parteien - ohne Not - zum Normalzustand dieser Republik erklärt. Denn entweder hat man wenig Aussicht auf "Erfolg" (wie die NPD) und kann deswegen angeblich nicht verboten werden.
Oder, das werden wir jetzt evtl. sehen müssen, man hat mehr "Erfolg". Ich wette mit Ihnen, dass auch dann in Karlsruhe irgendwelche Argumente gefunden werden, dass nicht verboten werden kann. Weil zu viele Volksgenossen an der Ausübung ihrer Gesinnung gehindert werden vielleicht?

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baba55 24.04.2017, 15:46
149. Die vorgeblich so Toleranten

Sind es immer nur, so lange man ihre Meinung teilt.

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