Forum: Politik
Demokratie und Terror: Keine Panik? Und ob!

Wann nennen wir eine Gewalttat Terror, wann nennen wir sie Amok? Bei der Frage steht viel auf dem Spiel. Unsere Sicherheit und unsere Demokratie. Beide sind in Gefahr.

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Fuscipes 21.07.2016, 12:33
1.

Aber sind wir stark genug, die Waffen niederzulegen?
Es wäre schon hilfreich weniger Waffen zu produzieren und in Spannungsgebiete zu exportieren.

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grafheini2 21.07.2016, 12:33
2. Erwischt!!!

Ich dachte immer Islam und Terrorismus hätten nichts miteinander zu tun?
Und nun muss ich dass hier bei Herrn Augstein lesen:
"Es ist Zeit, stattdessen endlich mit dem Kampf um die hearts and minds der Muslime zu beginnen."
ts. ts

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peinbe 21.07.2016, 12:35
3. Sehr gut Herr Augstein..

..zutreffende Analyse der Situation.

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Fürstenwalder 21.07.2016, 12:36
4. Oh doch, Herr Augstein,

die Antwort "parlamentarische Klugscheißer" war absolut korrekt. Weil sie gestellt wurde, als die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft schon begonnen hatte, aber noch kein Ergebnis feststand, über welches man reden kann. Da brauch kein Mensch derartig blöde Fragen. Gerade in einer sensiblen Situation wie dieser, denn die Polizei wird in unserem Land defintiv kritisch beäugt. Zudem handelte es sich bei dem Erschossenen um einen Flüchtling handelt, der wohl im Namen des IS handelte oder dies vorgab. Da hätte sich Frau Künast mal in Zurückhaltung üben sollen, aber, typisch Politiker, hat auch dies wieder mal nicht geklappt.

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berniemaier 21.07.2016, 12:41
5.

Zitat:
" Und was vermögen die Befugnisse des Ausnahmezustands gegen einen bislang unauffälligen Täter, der seinen persönlichen Wahn mit einer frei verfügbaren, wirren islamistischen Ideologie verknüpft und dann mit Alltagsmitteln eine furchtbare Gewalttat verübt? Solche Strategien dämmen die Gewalt nicht ein. "

Nur weil die Befugnisse nicht einen Täter im persönlichen Wahn verhindert, heißt das aber nicht, dass dadurch keine anderen Terroranschläge verhindert wurden und noch werden.
Argumentationslogik Fehlanzeige, Herr Augstein.

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acct23 21.07.2016, 12:42
6.

"Sind wir so weit, dass man sich so wieder hören lassen kann? Oder redet sich Wendt darauf heraus, die Worte seien im Eifer des Gefechts gefallen - wie vielleicht jene fatalen Schüsse bei Würzburg?"
Herr Augstein, es tut mir leid, aber es ist immer furchtbar einfach, bequem vom Bürosessel aus zu urteilen und zu sagen "Warum musste da tödliche Gewalt angewendet werden?"

So herrlich einfach, Berichte drüber zu lesen, sich die Situation in einer sicheren Umgebung auszumalen und dann zu fragen, warum ein Amokläufer mit Axt nicht einfach mit Schüssen in die Beine oder gar ohne Gewalt aufgehalten werden kann.

Wenn sie EINMAL in der Situation waren, dass sie jemandem gegenüberstehen, der scheinbar nichts zu verlieren hat, ggf. mit seinem Leben abgeschlossen hat, weil er gerade eine schlimme Tat begangen hat, der dabei mit einer tödlichen Waffe hantiert, und sie stehen vor dieser Person, dann frage ich mich, wie sie reagieren.
Ja, es ist der Job der Polizei, besonnen und richtig zu handeln. Auch wenn es dennoch immer wieder eine panische Situation ist, auch für erfahrene Polizisten, wenn jemand Amok läuft.

Wo waren ihre oder Frau Künasts euphorische Beiträge für jedes Mal, dass die Polizei eine Situation, in der Waffen involviert sind (bei Prügeleien, wo Messer gezogen werden beispielsweise), gewaltlos deeskalieren.
Wissen sie, wie oft das vorkommt?
Nun ist es zum Äußersten gekommen, und nun sind sie direkt im Anschluss da, die es besser wissen, vollkommen besonnen erstmal argumentiert hätten, um dann gezielt in die Beine zu schießen, die Waffe galant wegzunehmen um die Person zu verhaften, wie man es im Krimi sieht.

Ähnlich die Kritik an Soldaten in Kriegsgebieten, die schnell zur Schusswaffe greifen. Wenn sie einmal in einem solchen Gebiet waren, tage-, wochen-, monatelang, und eine Weile hatten, das Gefühl kennenzulernen, dass die Person, die da in ihrer Nähe steht, vielleicht aus vollster Überzeugung gleich eine Granate zückt, sich um das eigene Leben nicht schert, verzweifelt ist oder es gar als Heldentat sieht, wird es ggf. möglich sein, etwas informierter und fairer zu argumentieren.

Haben sie mit Menschen zu tun gehabt, die nichts mehr zu verlieren haben? Die in Panik sind? Über den letzten Punkt hinaus sind? Die bei der geringsten Provokation nur noch um sich schlagen? Wenn nicht, sollten sie ggf. überlegen, bevor sie aus der Bequemlichkeit des Büros Urteile fällen.

Gott bewahre dass Herr Wendt in einer solchen Situation, wo es zu einer solchen Eskalation kam und er und seine Gewerkschat im Rampenlicht stehen, angesichts der Vorwürfe von Politikern und Journalisten direkt im Anschluss zu harten Worten greift.

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sven17 21.07.2016, 12:43
7.

Frau Künast hat deswegen diese Reaktionen ausgelöst, weil es einen Unterschied machen sollte, ob ein Unbewaffneter oder jemand der schon mehrere Leute schwer verletzt hat und damit offensichtlich auch nicht aufhören will, erschossen wird. Und weil ihr Tweet mal wieder unterstellt, das deutsche Polizei nichts lieber macht als Leute zu erschießen.

Ganz abgesehen von dem üblichen Blödsinn wie "warum wurde ihm nicht einfach ins Bein geschossen?"
Und Frankreich mit der Türkei auf eine Stufe zu stellen ist auch daneben.

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WwdW 21.07.2016, 12:45
8. Danke für den Kommentar.

Den würde ich von Oben bis Unten komplett unterschreiben.

Vor allem dass Parlamentarier, die Kontrolle ausüben sollen so angegangen werden, wenn sie unglücklich der Polizei gegenüber agieren erinnert mich an alte längst vergangen gedachte Zeiten.

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oumar17 21.07.2016, 12:46
9. Bevor hier alle wieder haten...

...ich finde die Überlegungen wichtig und gut. Es wird mir zu reflexhaft nach mehr Polizei/"Sicherheit" etc. gerufen - ohne dass zu erkennen ist, dass eine wirklich durchdachte Strategie dahintersteckt. Ich würde mir stattdessen wünschen, dass auch die Ursachen von Terror dieser Art beleuchtet werden: welche Aktivitäten gibt/gab es von westlichen Staaten im Nahen Osten (Kriege/Öl/Waffenexporte)? Inwiefern sind "wir" damit mitverantwortlich für die Instabilität dort? Welche Rolle spielen die Medien, die jedem Anschlag bereitwillig eine mediale Bühne bieten? - Schnelle Antworten gibts auf diese Fragen allerdings nicht - und trotzdem sollte man sich ihnen deutlich mehr widmen.

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