Forum: Politik
Demokratieverachtung: Wie Deutschland seine politische Mitte verliert
AFP

Abendland-Patrioten im Bund mit Putin-Fans, Neonazis mit Linkspartei-Anhängern, Israel-Gegner mit Islam-Hassern: In Deutschland gewinnt eine Querfront an Zulauf, die wenig mehr eint als die Angst vor Veränderung und das Misstrauen gegen Eliten.

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Paddel2 12.12.2015, 13:43
460. SPON und Co. sind schuldig

Das sich immer mehr Menschen von der politischen Mitte abwenden ist von unseren Medien mit verursacht. Tagtäglich bekommen wir das Bild vermittelt, unser Land wäre dem Ende nah. Tag für Tag wird uns eingetrichtert, dass wir depressiv sind, nur Probleme und keine Zukunft haben. Ich lasse mich davon nicht beeindrucken, aber viele andere Menschen schon. In unserem Land gibt es so viel gutes, so viel positives, aber davon möchten SPON und Co. nichts wissen. Vielleicht sollten Sie in Ihren Redaktionsräumen jeden Morgen ein Gute-Laune-Programm machen!

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chairman_meow 12.12.2015, 13:44
461. Interessant

Der Artikel könnte genau so auch umgekehrt über die Regierung bzw. den Apparat lauten. "Wie die Regierung ihren Verstand verliert", oder so ähnlich. Darin würden dann die Waffenlieferungen an und Verhandlungen mit IS-Unterstützern auseinandergenommen, und die Schizophrenie, mit der einerseits Flüchtlinge eingeladen werden, und andererseits Poster in Kabul aufgehängt werden, auf denen um weniger Zulauf geworben wird, während Merkel Erdogan Geld für das Abbremsen des Zulaufs bietet. Aber nein, die vierte Gewalt kontrolliert nicht die ersten beiden, sondern die Bevölkerung. Und brandmarkt Alle mit dem Zeichen, das ein paar Spinner vor sich hertragen.

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parisien 12.12.2015, 13:44
462. Ist doch alles erklärbar

Zitat von helle_birne
Auch ich als politisch Linker beobachte in meinem Umfeld - das politisch (bisher?) auch überwiegend links ist - in den letzten Monaten eine beängstigende Entwicklung, die der im Beitrag angesprochenen Querfront-Politik ähnelt: Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen führt zu einer Entsolidarisierung mit den Schwächsten (nämlich den Flüchtlingen), Meinungen wie "Deutschland kann nicht die ganze Welt aufnehmen und retten", die eher an den AfD-Stammtisch passen, sind da neuerdings häufig zu hören (wenn auch manchmal noch etwas verschämt verklausuliert). Versuche von mir (und anderen Genoss*Innen), argumentativ dagegen zu halten, sind überwiegend erfolglos. Es rächt sich, dass viele Linke (oder sich so nennende) keine solide linke politische Bildung haben, sondern scheinbar immer (nur) Wohlfühl-Linke waren, die zu keinen eigenen echten materiellen Opfern für die Sache und andere Menschen bereit waren. Ich bin traurig, wütend und ehrlich gesagt auch ein wenig ratlos darüber ...
Das sehen Sie alles falsch :
" Ich halte es allerdings genauso für falsch, jeden, der Probleme anspricht, die wir infolge der Flüchtlingskrise haben, oder der sich Sorgen macht wegen steigender Mieten oder Kürzungen an anderer Stelle, in die Pegida-Ecke zu stellen. Pegida schürt rassistische Ressentiments, wir reden über Staatsversagen und die Verantwortung der Politik. "Wagenknecht, Spiegel-Interview vor einigen Tagen.
Die Flüchtlingskrise wird nur "angesprochen" , weil es in Wirklichkeit um "Staatsversagen" geht . Und dann ist alles wieder im Lot.

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bauigel 12.12.2015, 13:45
463. Demokratie

Es ist schon bezeichnend. Die ganzen Hetzer hier beschweren sich über die Kritik an den AFDlern und anderen Parteien am Rand. Hetzen, dass in D keine Demokratie herrsche. Warum eigentlich? Wir HABEN in D eine Demokratie. Und wenn die AfD nur 5 oder 6% hat, dann sind die ganzen Hetzer eben NICHT das Volk, sondern nur ein kleiner Teil. Sie beschweren sich, dass es angeblich keine Demokratie gibt, aber wenn sie selbst nicht genügend Dumme hinter sich scharen können, negieren sie die demokratischen Regeln und meinen das Recht zu haben auch zu anderen Mitteln greifen zu dürfen.

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ad2000 12.12.2015, 13:45
464.

Zitat von bk2000@sm
... in drei Bundesländern hat es in der Hand - Im März 2016 finden drei Landtagswahlen statt - CDU bei allen drei unter 25% und es hat sich ausgemerkelt. Vielleicht besinnen sich dann die 'Volksparteien' darauf wer der Souverän in unserer Demokratie ist. Ansonsten wird bei der nächsten Bundestagswahl wieder die Politik der alternativlosen Bundeskanzlerin bestätigen - und sich danach darüber beschwert, dass man sich von der Politik nicht vertreten fühlt. In einer Demokratie kann man aber die aktuelle Politik nur verändern, wenn man deren Repräsentanten abwählt.
Genau, ich werde in BW die AfD wählen und immer mehr Menschen sprechen auch davon oder haben zumindest mal den Gedanken geäußert. Die AfD muss zweistelliges Ergebnis in BW holen und auch wenn am Ende weiter Grün-Rot regieren sollte ist dies ein allemal besserer Aufbruch für Deutschland als wenn am Ende noch Schwarz-Grün kommt. Die Deutschen haben es in der Hand. Bei den Forumsbeiträgen kann ich immer noch nicht fassen, dass die AfD 2015 nicht in den Bundestag eingezogen ist. Aber die Deutschen haben durch dauerhafte Indoktrination eben eine deutlich höhere Hemmschwelle als andere Nationen, aber nun scheint ein Umdenken einzusetzen. Nicht nur reden, sondern handeln!

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schwaebischehausfrau 12.12.2015, 13:45
465. @FlorianMeyer: Schlimmer noch...

Schlimmer noch: Wenn die Meschen sich von der Allzweckwaffe "einfach in die rechte Ecke stellen" nicht mehr einschüchtern lassen, werden sie eben etwas subtiler verunglimpft als leicht Minderbemittelte "mit Angst vor Veränderung" und "besorgte Bürger". Dabei haben diese Menschen ganz sicher keine Angst vor Veränderung. Im Gegenteil, sie wollen doch ne ganze Menge verändern: Die aktuelle Flüchtlingspolitik, die "alternativlose" Euro-Politik etc. pp. Hat nicht doch eher jemand "Angst vor Veränderung", der eine Politik als "alternativlos" ansieht. Und ganz offensichtlich outet sich Hr.Neubacher doch mit diesem Artikel als sogar sehr "besorgter Bürger" :-). Ansonsten ist ihrem sehr differenziertem Beitrag nur zuzustimmen - aber damit sind sie für viele sicher auch schon ein "Populist" :-)

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herrri 12.12.2015, 13:46
466. Demokratie?!

In einem Land, wo der Bundespräsident sinngemäß zum Ausdruck bringen darf, sein Volk wäre zu dumm für direkte Demokratie, brauchen wir über diesbezügliche Thematik nicht mehr diskutieren.

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weirdo 12.12.2015, 13:46
467.

Zitat von Badischer Revoluzzer
Der Mittelstand und damit auch die politische Mitte in Deutschland...
Mittelstand und politische Mitte sind in Deutschland nicht identisch. Fatalerweise war dies bereits in der Weimarer Republik der Fall.

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sherlock1952 12.12.2015, 13:46
468. Da kann einem das Lachen vergehen...

Zitat von kjartan75
Ich muss schon sehr lachen, wenn ich lesen muss, dass gerade die stramm Konservativen um die abendländischen "christlichen" Werte fürchten und Muslime als Bedrohung empfinden.
....wenn Sie den Koran kennen würden mit seinen expliziten Passagen zu Mord und Totschlag und Unterwerfung, dann würden Sie keine Vergleiche ziehen in der Art. So wie er sich in vielen Vorstädten im UK, Frankreich und auch schon D präsentiert und versucht sich in unsere Herzen zu bomben oder im IS darstellt, sehe ich ihn sehr wohl als Bedrohung einer als Religion getarnten mittelalterlichen faschistischen Ideologie unserer freien Welt. Wohl gemerkt: ich kenne eine Menge Muslime persönlich, anständig, hochgebildet. "Nicht alle Moslems sind Terroristen - aber alle diese Terroristen sind nun mal noch eigenem Bekunden Moslems". An dieser Stelle vermisse ich einen wahrnehmbaren Aufstand und Protest dieser Glaubensgemeinschaft, wie sie immer reflexartig bei z.B. geschmacklosen Karikaturen sich zeigen kann. Dann würde ich die "Ausraster" der radikalen Minderheit auch nicht als Bedrohung ansehen, wenn ich nicht fürchten müsste, dass insgeheim doch eine große Zahl dies irgendwie sympatisch findet.

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cicerooo 12.12.2015, 13:46
469. Solch einen Kommentar auf Spiegel?

Folgt man der "Berichterstattung" des Spiegels kommt man zu den Eindruck die politische Mitte liegt bei der Linken, alles andere ist rechtspopulistisch und/oder rechtsextrem. Radikale Linke gibt es im Spiegelweltbild nicht. Der Spiegel a la Augstein trägt tatkräftig mit seiner selektiven "Berichterstattung" und seinen z.T. diffamierenden und beleidigenden Kommentaren gegenüber Andersdenkender tatkräftig zu Polarisierung der Gesellschaft bei.

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