Forum: Politik
Demokratieverachtung: Wie Deutschland seine politische Mitte verliert
AFP

Abendland-Patrioten im Bund mit Putin-Fans, Neonazis mit Linkspartei-Anhängern, Israel-Gegner mit Islam-Hassern: In Deutschland gewinnt eine Querfront an Zulauf, die wenig mehr eint als die Angst vor Veränderung und das Misstrauen gegen Eliten.

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ad2000 12.12.2015, 14:19
560.

Zitat von bauigel
Wenn ihnen die Politik nicht gefällt, machen sie eine Partei auf, lassen sich wählen und dann können sie regieren. DAS ist Demokratie!! Aber natürlich ist es einfacher die demokratisch gewählte Regierung als autoritär zu bezeichnen, nur weil sie eine andere Politik wünschen. Ganz abgesehen davon von ihren rechten Parolen die sie hier verbreiten und die völlig sinnfrei sind. Aber natürlich kann ich verstehen, dass sie pauschal gegen Flüchtlinge hetzen und pauschal alle über einen Kamm scheren. Wenn man selbst nichts erreicht hat, hat man wahrscheinlich Angst vor Leuten, die durchaus lern- und arbeitswillig sind - wie es die meisten Kriegsflüchtlinge sind. Aber sie vergleichen ja nur mit Armutsflüchtlingen und scheren alle über einen Kamm.
Es sind ALLE Armutsflüchtlinge oder werden sie in der Türkei, im Libanon, Jordanien oder Ägypten von Krieg bedroht? Die "Flüchtlinge" kommen über Griechenland, Makedonien, Serbien, Slowenien, Österreich. Gibt es in einem dieser Länder Krieg??? Nein, aber in Deutschland gibt es die meiste Kohle fürs Nichtstun ab dem ersten Tag. Und Stehlen darf man auch ohne dass je ein Verfahren eröffnet wird (wurde sogar im ÖR gesendet, aber erst um 0:30 Uhr) und von Ausweisung würde sich keiner trauen zu reden. Und rührselige, Gutmenschen mit Nazikomplex kommen jeden Tag mit Paketen um die Ecke. In der Regel tragen diese Gutmenschen aber unterdurchschnittlich zu den 20 Milliarden Euro, die uns die Flüchtlinge von 2015 JÄHRLICH kosten werden, bei. Aber auch Sozialarbeiter brauchen Jobs und für neue Ghettos, pardon Migrantenstadtteile, ist bereits ausreichend gesorgt.

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Mimimat 12.12.2015, 14:19
561. Klar, ganz einfach!

Zitat von bauigel
Wenn ihnen die Politik nicht gefällt, machen sie eine Partei auf, lassen sich wählen und dann können sie regieren. DAS ist Demokratie!! ...
Dann fehlt nur noch eine wirklich große Zeitung, die einen bekannt macht und natürlich mindestens ein großer Fernsehsender, der wohlwollend über diese neue Partei berichtet. Denn anders wird das wohl nix, mit deutschlandweiter Bekanntheit. Dummerweise sitzen in den meisten Redaktionen Chefs mit schwarzen oder roten Parteibüchern, die eine Partei, welche gefährlich werden könnte, runtermacht. Siehe Piratenpartei, Schillpartei, oder jetzt die AfD. Wer sich trotzdem durchsetzt, der hat quasi einen Sechser im Lotto.

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kyon 12.12.2015, 14:21
562. Amtseid-Verachtung

Es wird in Deutschland durch eine verlustig gehende Mitte nicht die Demokratie verachtet, sondern seitens der Regierung die Umsetzung ihres Amtseides: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde."
Frau Merkel hat Kanzlerin aller Deutschen zu sein und nicht die "Mutter aller Flüchtlinge".

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luny 12.12.2015, 14:21
563. Rechts, Mitte, Links

Zitat von altmannn
Vielleicht ist die Mitte gar nicht verschwunden, sondern wird einfach anders definiert? Wenn die Masse der Bevölkerung von der politischen Mitte erfolgreich vertreten wird, wird der Politik der Mitte die Zustimmung der Mitte und das Vertrauen der Mitte sicher sein. Wenn die demokratische Mitte von den demokratisch gewählten Parteien der Mitte aber nur noch sehr unzureichend vertreten wird, weil diese Politiker der Mitte die Mitte verlassen haben, kann das durchaus dazu führen, dass auch die demokratische Mitte die Mitte verlässt.
Hallo Altmannn,

der Kommentator Alexander Neubacher wundert sich
in seiner Polemik, daß die Gegner der derzeit von der
selbsternannten politischen "Elite" betriebenen
"Flüchtlingspolitik" aus allen politischen Lagern kommen.

Die Gegner eint, daß der Kurs der amtierenden Bundes-
regierung samt "Opposition" in der "Flüchtlingspolitik"
nicht durchzuhalten ist.

Keine Obergrenzen, 90% der "Flüchtlinge" müssen
laut Aussage der amtierenden Arbeitsministerin dauer-
haft alimentiert werden, weil sie eben nicht in den
Arbeitsmarkt integriert werden können.

"Gutmenschentum" ersetzt Realpolitik.

Da sollte es nicht erstaunen, daß es Widerstand gibt,
und zwar aus allen politischen Lagern, egal ob rechts,
Mitte oder links.

LUNY

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emil-n 12.12.2015, 14:21
564. Alter Hut

Es ist doch ein alter Hut, dass sich bei einer großen Koalition Ränder rechts und/oder links bilden.
Die derzeitige Groko kann sich glücklich schätzen, dass sie dieses Phänomen bisher trotz aller politischen Schwäche fast völlig im Keim ersticken konnte.

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Theodoro911 12.12.2015, 14:23
565. Nicht die Mitte sondern die Deutungshoheit

geht in Deutschland verloren für eine "Elite" die keine Elite ist. Die beiden mächtigsten Frauen im Land sind ehemalige Kindermädchen. Nach deren Pfeifen wird getanzt und die Show Demokratie aufgeführt. Aber keine Sorge die Demokratie lebt weiter. Das Volk will respektiert werden und nicht dirigiert. Wie man mit einer verlogenen Obrigkeit umgeht haben uns die DDR-Bürger 1989 vorgemacht. Der Demokratische Aufbruch findet statt auch gegen den Willen der etablierten Seilschaften. Die sind ersetzbar (auch wenn sie sich als unersetzlich aufführen) durch eine Willensentscheidung des Souveräns, des Wählers!

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Savoyen 12.12.2015, 14:23
566. Eliten - so so...

Werter Herr Neubacher,

auch wenn Sie es in Ihrem Text mehr implizieren: Sie gehören eben so wenig zu einer wie auch immer gearteten Elite wie die meisten Ihrer Zunft, die sich allein schon deshalb als elitär empfinden, weil sie durchschnittlich anspruchsvolle Texte schreiben können, die irgend jemand dann auf Papier oder digital veröffentlicht. Ansonsten besitzen Sie und Ihre Kollegen auch nur eine ziemlich durchschnittliche Ausbildung, ein meist unterdurchschnittliches Einkommen und in der Regel eine nur sehr durchschnittliche Allgemeinbildung, einen Mangel, den fast alle durch ein Übermaß an ideologischer Verbissenheit zu kompensieren bemüht sind. Von Elite sind sie demnach so weit entfernt wie ein Gruppenleiter im Straßenverkehrsamt.

Dass Sie aber alle, die mit den Zuständen in diesem Land, aus welchen Gründen auch immer, allein schon deshalb diskreditieren, weil diese Menschen ihre Meinung zum Ausdruck bringen - und sie auch mit Nazis auf eine Stufe stellen (Sage keiner, man hätte uns nicht gewarnt) ist nicht nur polemisch, sondern schon fast als Hetze zu bezeichnen. Statt es zu begrüßen, dass die Menschen ihren politischen Willen äußern, sind Sie wohl der Meinung, dass die Bürger das Maul zu halten haben, wenn sie nicht der Meinung dieser prekären Eliten sind.

Demokratie, sehr geehrter Herr Neubacher, bedeutet, dass nicht selbstdefinierte 'Pseudo-Eliten' entscheiden, was getan wird, sondern eine Mehrheit von Menschen, die im Durchschnitt mindestens so intelligent und allgemeingebildet sind wie Sie, Herr Neubacher. Und die Meinungsfreiheit, die gerade die SPON-Redakteuere immer so hochhalten, bedeutet, dass JEDER seine Meinung sagen darf, solange ein anderer dabei nicht beleidigt oder sonst wie verunglimpft wird. Und was erlaubt ist, entscheidet nicht das Gutmenschen-Komitee der SPON-Redaktion, sondern der Rechtsstaat

Übrigens hat ein Magazin, dass lautstark titelt "Linken-Büro attackiert - mehrere Brände in Leipzig gelegt" aber kein Wort darüber verliert, wenn in Leipzig sog. Autonome ein AfD-Büro verwüsten seinen Anspruch auf offene und faire Berichterstattung schon verspielt. Und wie man diese Art von Presse heute nennt, wissen Sie ja selber...

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mhwse 12.12.2015, 14:23
567. da mag was dran sein

Zitat von skeptiker6
"Traditionsbewusst" mögen die Muslims ja sein - nur meint das schwerlich UNSERE christlich-abendländischen Tradition. Zu der gehört nämlich ganz wesentlich der Kampf GEGEN die Bevormundung durch Religionen - hauptsächlich die christlichen Religionen. Der glücklicherweise ziemlich ausgekämpft ist (nicht vollständig). Da sollten wir vermeiden, massenhaft Anhänger einer Religion mit massivem weltlichem Machtanspruch hier anzusiedeln. (Vielleicht befürworten die christlichen Kirchen diese Zuwanderung nicht nur in ihrer Eigenschaft als Teil der Asylindustrie, sondern auch, weil sie sich erhoffen, selbst wieder mehr weltlichen Einfluss zu gewinnen.)
zumindest in der Form, dass man sich Zulauf erhofft um sich selbst abzugrenzen.

Ich werde in 1,5 Jahren komplett austreten - Ende der Grundschule der Kinder.

Religion ja - in der Öffentlichkeit möglichst reduzieren .. nur so kann das auch den Neubürgern glaubhaft vermittelt werden.

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cossy 12.12.2015, 14:23
568. Ein typischer Gutmensch-intellektuellen Artikel,

alle die endlich mal in Deutschland wenigstens ein wenig offen protestieren, werden von einer vermeintlich intelektuell und abgehobenen Politikkaste versucht zu diffamieren und als "Dumme" die Angst vor Neuem haben diskreditiert. Gut gemeint, schlecht gemacht. Vor 10, ja sogar vor 5 Jahren hat das noch funktioniert und man ist reflexartig wieder zurück in die vermeintlich demokratische Reihe gehupft. Heute hupft eine große breite Mehrheit nach vorne ohne nun wieder reflexARTIG zurückgehen zu wollen. Unsere Mitbürger aus dem Osten haben es vorgemacht, vor über 25 Jahren "WIR SIND DAS VOLK!".

Weiter so Spiegel mit diesen inhaltslosen Artikeln, weiter so Politiker für die WIR nur noch "DAS PACK" sind. Vor 5 Jahren hätte ich mich über so etwas noch geärgert. Heute ist so ein Ausspruch aus so einem Munde ein Kompliment. Ihr könnt UNS nicht mehr mit euren falschen Vorgaben Angst machen.

Kommet ihr Deutschen, ihr Männer und Frauen, kommet auf die Strasse, das Elend anschauen. FÜRCHTET EUCH NICHT!!!

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Wolf Ludwig 12.12.2015, 14:23
569. Was für ein dummes, arrogantes...

diskriminierendes und substanzloses Geschreibsel ! Schubladen: Alle doof, extremistisch, rassistisch, was-weis-ich-feindlich...
Man ist also entweder anständig oder ängstlich, wenn ängstlich, dann Wutbürger, ergo insgesamt gefühlsgesteuert und irrational. Für den Autor völlig ausgeschlossen, das die Leute vielleicht einfach nur ein besseres Politikmanagement erwarten- mit Plan, Zahlen, Daten, Fakten, kontrollierbaren Zielen- ist das dumm ? Ach ja- und Journalisten, die recherchieren statt verantwortungslos zu polarisieren wünschen wir uns auch.

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